Insel Neuaufbau, 60qm Flachdach

  • Meine kleine Testinsel, die nur aus Neugier entstand, soll nun ausgebaut werden.


    Rechne schon seit Tagen herum und lese fleißig im Forum, aber bräuchte doch etwas Hilfe.


    Corona bedingt, möchte ich etwas mehr Zeit auf meiner "Insel" verbringen und brauche mehr Strom.

    zZ geplanter Tagesverbrauch: ca. 1,5 kwh


    Da ich nicht jeden Tag da bin, habe ich auch so an 1,5 kwp PV-Leistung gedacht.


    Die Batterien bringen mich jedoch zum grübeln,

    Anfangs viel mir die Plyontech us2000 ins Auge, sehr interessantes Preisleistungsverhältnis. Mich stört aber die Entlade- und Ladeleistung.


    Und hier liegt nun mein Problem. Eine OPzS wäre für meine Zwecke schon interessanter, weil mehr Energie entnehmbar wäre, jedoch kann ich auch diese nicht mit 1500w laden.

    Es sei denn, ich lege mir einen ausreichend großen Speicher an, zB;

    1500w/12v=125 A maximal möglicher Ladestrom

    das würde bei 5C eine 625 Ah Batterie bedeuten ||


    A) teuer

    B) was soll ich mit sowie Energie?

    C) was mache ich dann im Winter?


    Ich habe mit neuen PV-Modulen noch keine Erfahrung, aber mein jetziges Modul ist alt und hat noch nie mehr als 120 W geliefert, bei schlechten Wetter auch nur 10W. Grob gesagt ist das Faktor 10 bei schlechten Wetter - wie macht Ihr das?


    Meine künftige PV (wird wahrscheinlich neu sein, aber trotzdem) würde im Winter von den angepeilten 1500W nur 150W liefern können und dann auch bei viel weniger Sonnenzeit - so bekomme ich die 600Ah doch nie ausreichend voll?


    Vielen Dank für Anregungen.

  • Hi.



    Ein MPPT Laderegler kann man überbelegen.

    (Meist kommt nicht mehr als 80-90% der Nennleistung, die 100% nur an wenigen Tagen gans kurz)

    Man kann auch den Max Ladestrom einstellen.

    Man muß also nicht mit viel Strom Laden (kann aber dan die 1,5kWp auch nicht ausnutzen auser die erkenne einen Verbraucher)


    Da du ja am Tag auch dort sein wirst, hatt man auch einen Direktverbrauch.



    Ich mach das über mehrere Laderegler, einer übernimmt die Hauptladung und die anderen nur Erhaltungsladung bzw Verbrauch (wird mehr strom benötigt als vom Haupregler/Dach kommt sinkt die Akkuspannung und die Nebenregler/Dächer xy schieben wieder mit rein.



    Bei einer großen Insel braucht man sogar mehrere Laderegler.

    Die meisten Laderegler gehen bis 60A danach gibt es nur eine hand voll (Trancer AN, Vic Smart MPPT)


    Mit Dopelter Spannung kann man bei gleichen Strom dir dopelte Leistung (W)

    60A/12V 720W

    60A/24V 1440W schon das doppelte

    Und bei 48V sind es schon 2880W.


    Bei 1,5kWp und 1kW? Wechselricher könnte man gleich auf 24V Systemspannung ausbauen.



    Welche Verbraucher sollen den Versorgt werden ?


    Als Module 60(120) Zeller 250-300Wp

    oder 72 Zeller mit 160-200Wp.

    (gibt es gebrauch ab ~30€)


    Im Sommer hatt man etwa 3-5 Voll Sonnenstunden.

    Pro 1kWp erntet man also 3-5kWh.

    Bei 1,5kWh Verbrauch und 3 Sonnenstunde braucht es 500Wp.

    Insel mit Schütz Netzumschaltung über BMV702
    3,24kWp O/S, 1,44kW W/N, 0,54Wp S/W an MPPT

    ~1-2kWp Restleistung O 14x250W Hagelschadenmodule an PWM, 1,4kWp W/N Dünnschicht an MPPT

    10-12kWp die noch warten verbaut zu werden....
    PZS 48V 420Ah ~10jahre alt ~360Ah Restkapazität SD 1,21-1,25, 1400kWh runter

    ECTIVE SI 4kW Sinus Wechselrichter.

    6000kWh Jahresverbrauch, Boiler im Sommer.

  • Ahh, herzlichen Dank für den Tipp, hier stand ich auf dem Schlauch. Wie bekomme ich die Regler dazu, die Batterie nicht zu überlasten, aber bei Inverterbetrieb und großer Abnahme ausreichend zu versorgen?


    Habe schon über Leistungsdioden in der Wechselrichterschleife nachgedacht, sodass die "slave" Laderegler gar nicht die Batterie versorgen könnten, sondern nur den Wechselrichter.


    War mir aber nicht sicher ob das klappt.


    Muss mir nun mal Gedanken machen, wie ich deine Idee umsetzten kann - also wie ich die weiteren Regler als "slave" spannungsgesteuert einbringe.


    Aus Kostengründen, habe ich mich wieder für EPever/Toyo geräte entschieden, obwohl ich mir lange gesagt habe, "deine nächste Anlage bekommt nur noch Victron".
    ... aber bei 1000kwp (100A/12V) gehts echt ins Portemonnaies.


    Nun frage ich mich, wie bekomme ich die EPever zu deinem Vorschlag?

  • Hallo


    die EPEVER sind von der Haltbarkeit nicht das ware kaufe lieber Victron, bei mir wurde der EPEVER 2 mal in der Garantiezeit getauscht und der dritte ist auch nur noch halblebig. Auch das schwachlichtverhalten von EPEVER ist scheiße denn unter 1-1,5A Ladestrom arbeitet dieser schlicht weg als PWM Regler, Kommt eine Wolke vorbei und der Ladestrom fällt unter die 1 - 1,5A geht der in den PWM Modus und braucht bis 1h um in den MPPT Modus zu springen.


    Baue die Anlage als 24V auf da sind die Ströme geringer und der Kabelverlust kleiner, auch braucht man nicht so große Laderegler. Die 100A Ladestrom die möglich wären bei 12V sind schon eine Herausforderung für die Verkabelung wegen den Kabelverlusten. Bei dieser Größenordnung 1,5KW PV mindestens auf 24V aufbauen da braucht man alles halb so groß nur die Batterie muß die Doppelte Spannung haben kann aber für die gleiche gespeicherte Energie halbe Kapazität haben.

    Auf Gartengrundstück 335W Solarmodul SmartSolar 100/20, 235W Solarmodul SmartSolar 100/20, BMV 700 und Wechselrichter Phönix 375VA 735Ah @ 12V
    Daten Log mit dem Raspberry Pi Venus Software über 5km 5GHZ Richtfunkstecke mit Ubiquiti LiteBeam ins Internet
    https://vrm.victronenergy.com/…tion/20617/share/3cdacaea

  • [...]

    Welche Verbraucher sollen den Versorgt werden ?

    [...]

    Ja genau, fange ich mal von vorne an:

    Ich möchte "homeoffice" betreiben, dazu habe ich grob folgenden Strombedarf:

    - Notebook mit Dockingstation (90W), wird aber wohl weniger verbraten

    - Monitor (50W)

    - LTE Router, Licht etc. alles bereits an DC 12V angeschlossen ca. (50W)

    - hin und wieder Drucker

    - und Wechselrichter (12W)


    ... das sind so 200W, je nach dem wie lange ich da bin. Dafür würde ja eine LiFePo4 ideal passen.




    Dazu kommt aber noch, das ist jedoch sekundär:

    Nebenan habe ich eine kleine Hobbywerkstatt mit Kreissäge, Bohrmaschine, Industriesauger usw. Versorgt werden diese momentan über einen 3 kW/12 V Wechselrichter. Und hier übersteigen Spitzen/dauerlasten die meisten (kleinen/teuren) LFP Speicher.

    Daher auch mein Wunsch bei 12V zu bleiben. Teurer WR ist bereist da, billige Batterien bekomme ich zu Haufe.


    Ist aber kein muss, ich bin offen für Alles und suche halt nach einem guten Preis-Leistungskompromiss.



    Ja genau, habe da schon viel rum gerechnet:


    12V-System:

    - 5x 30A EPever: 500 €

    - Victron Smartsolar 250/100 und 150/70: 1400 €

    - 1x 100A Epever (und meinen alten 20A Renogy behalten): 350 €

    - 2x MakeSkyBlue 60A (davon bin ich aber wegen der Qualiät wieder weg): 280 €


    ... auf 24V kostet es ca. die hälfte, aber dann brauche ich neue Batterien, muss diese balancieren, neuen WR, Beleuchtung umklemmen usw. kommt wohl aufs selbe raus - mit mehr Aufwand.



    Denkbar wären auch 17V Panele zu kaufen und mit billigen PWM Regler zu laden, nur weiß ich noch nicht, wie gut das läuft und wie ich alles einbinde.



    Oder Hybridwechselrichter 24 bzw. 48V:

    Die gibt es schon für ab 1000 €, haben MPPT mit drin. Brauche dann aber wieder neue Batterien und kenne mich mit diesen All-In-One Lösungen nicht aus.

    Anfangs fand ich den Salat aus zig Einzelkomponenten schon toll und gewollt. Man ist bei der Auslegung flexibel und kann bei einem Defekt einfach tauschen. Wenn so ein Multigerät die Grätsche macht, dann wirds teuer.



    Zitat von scauter2008

    [...]

    Als Module 60(120) Zeller 250-300Wp

    oder 72 Zeller mit 160-200Wp.

    (gibt es gebrauch ab ~30€)

    [...]

    Habe damals immer nach alten Modulen geschaut, mittlerweile muss ich sagen, dass es sich teilweise nicht lohnt. Die neuen sind manchmal so günstig...


    Mein Plan war, ich investiere erstmal viel in Panele, damit auch alles homogen ausschaut und um den Rest unterm Dach kümmere ich mich peu à peu (damit ich nicht ständig hoch klettern muss) ^^ .



    Zitat von scauter2008

    [...]

    Im Sommer hatt man etwa 3-5 Voll Sonnenstunden.

    Pro 1kWp erntet man also 3-5kWh.

    Bei 1,5kWh Verbrauch und 3 Sonnenstunde braucht es 500Wp.

    [...]

    Hmm... ja das war so ein grober Anfangsgedanke, bei meinem aktuellen Panel, sinkt die Ausbeute bei Schlechtwetter auf 1/10 der Leistung. So würde meine 1,5 kWp bei Regen mit 150W gerade so meinen Bedarf decken.

    Habe hier aber wie gesagt zu wenig Erfahrung. Freue mich über eure Leistungswerte bei Wolken im Sommer.



    Zitat von DO5MZ

    Hallo


    die EPEVER sind von der Haltbarkeit nicht das ware kaufe lieber Victron, bei mir wurde der EPEVER 2 mal in der Garantiezeit getauscht und der dritte ist auch nur noch halblebig. Auch das schwachlichtverhalten von EPEVER ist scheiße denn unter 1-1,5A Ladestrom arbeitet dieser schlicht weg als PWM Regler, Kommt eine Wolke vorbei und der Ladestrom fällt unter die 1 - 1,5A geht der in den PWM Modus und braucht bis 1h um in den MPPT Modus zu springen.

    Ja, war gestern nochmal da und habe mir die Software "Solar Station Monitor" vom Renogy nochmal angesehen und tendiere doch wieder zum Victron. Habe zwar noch nie damit gearbeitet, erhoffe mir aber viel, vor allem, wenn ich mehrere Regler parallel laufen lassen werde.


    Zitat von Do5Mz

    [...]
    Baue die Anlage als 24V auf da sind die Ströme geringer und der Kabelverlust kleiner, auch braucht man nicht so große Laderegler. Die 100A Ladestrom die möglich wären bei 12V sind schon eine Herausforderung für die Verkabelung wegen den Kabelverlusten. Bei dieser Größenordnung 1,5KW PV mindestens auf 24V aufbauen da braucht man alles halb so groß nur die Batterie muß die Doppelte Spannung haben kann aber für die gleiche gespeicherte Energie halbe Kapazität haben.

    [...]

    Ja, habe ich im Hinterkopf, ist aber gar nicht so dramatisch, die 12V liegen ja erst nach dem Regler an, zB:


    5x 330 Wp Panele = 1500 W

    ... jedoch pro Panel bei ~30V "nur" 10A, d.h. 5x Hin- und Rückleitung á 10m = 100m Kabel <- das geht noch vom Preis





    Ach ja und das Ding mit dem Winter, habe ich erstmal bei Seite geschoben. Habe hierzu einen tollen Fred gefunden:

    Abschätzung Ertrag im Winter


    Hier sind viele der Ansicht, dass ein überwintern einer Insel in Deutschland keinen Sinn ergibt, bzw. die Energie für die Erhaltungsladung aufgebraucht wird.


    WENN, alles läuft... denke ich nochmals drüber nach. Das Dach ist ja groß genug, evtl. kann man es voll mit Panelen auskleiden um durch den Winter zu kommen. Und im Sommer muss man die Überschüssigen Module halt abdecken :D , oder anderweitig Speichern - das soll momentan aber nicht mein Problem sein.

  • Habe heute wieder viel ausgewertet und mich belesen, ich denke an PV sollte ich schon so min. 1 kWp haben.

    Meine Erfahrung mit 1/10 Leistungsausbeute bei Schlechtwetter habe ich auch des Öfteren hier im Forum lesen können.


    Wenn ich meinen konstanten Verbrauch von ca. 200 W an Schlechten Tagen decken möchte, brauche ich auch min. 1 kWp.


    ...-> wenn ich falsch liege bitte korrigieren.





    Bedarf und Sinn in großen Batterien habe ich momentan keinen, das Dach ist ausreichend groß, nachts bin ich eigtl. nicht da, somit möchte ich überwiegend Energie aus PV beziehen. Die Frage ist, wie bekomme ich den PV-Strom sauber in den Wechselrichter, ohne dass ich bei wenig Last, die kleine Batterie verheize?



    Da habe ich mir nochmals die Hybride wie Phocos Anygrid, Effekta AX und wie sie alle heißen genauer angesehen.

    Laut Werbung lassen sie sich prima für meine Zwecke einbinden, verkraften große PV-Anlagen, können viel AC-Strom generieren und lassen sich auch künftig (bei Bedarf) erweitern (1-Phasig mehr KW oder auf 3-Phasen).


    Einzige frage die ich mir stelle:

    Die genannten Hybride können den Ladestrom begrenzen, das wäre für meine kleine Batterie top.

    Bleibt die PV-Grenze aber auch, wenn der Inverter stark gefordert wird?


    Beispiel:

    - PV-Strom wird wegen kleiner Batterie auf 10A begrenzt

    - Sonne und PV-Module liefern aber gerade z.B. 1000W

    - und ich möchte in diesem Moment auch 1000W aus dem Wechselrichter nehmen.


    ... lädt er dann trotzdem nur mit 10A oder schiebt er alles was geht in den Wechselrichter?

  • 3 kWp stehen bereit, brauche nur noch Regler und Umrichter.



    Zitat von 100kw

    [...]

    Einzige frage die ich mir stelle:

    Die genannten Hybride können den Ladestrom begrenzen, das wäre für meine kleine Batterie top.

    Bleibt die PV-Grenze aber auch, wenn der Inverter stark gefordert wird?

    [...]

    Habe nun mehrere Hersteller kontaktiert:

    "Ja es ist kein Problem!

    Hybridrichter können sogar ganz ohne Batterie betrieben werden (nicht empfohlen). Deren erste Priorität ist es, den Wechselrichter zu versorgen. Der Integrierte MPPT-Regler schiebt zunächst alles was an Wechselstrom gefordert wird und alles was die PV hergibt an den Inverter. Erst der Rest wird zum laden/entladen der Batterie genutzt und kann begrenzt werden."


    Das ist m.M.n. für Inselbetreiber ideal - kleine günstige Batterie, üppiges Dach und ich versorge meinen Verbrauch direkt aus der Sonne.



    Da ich nun bereits einiges an Geld in die Hand genommen habe (mehr als eigtl. geplant), bin ich auch bereit bei den weiteren Komponenten mein Budget zu erhöhen.


    Als Laie denke ich gleich an Victron, jedoch konnte mir der erste Händler nicht meine Frage beantworten:

    "Wie schaffe ich es, die Batterieladung zu begrenzen, aber bei hoher Wechselrichterlast die Ladung zu erhöhen um den Richter mit der ganzen PV-Leistung zu versorgen?"


    ... mag schon sein, dass ich exotische Vorstellungen habe, jedoch gibt es diesen Bedarf auch bei anderen Nutzern (Victron-community )


    Hier hat jemand eine Einspeiseanlage mit Batteriespeicher und möchte die Ladeleistung begrenzen, um die Batterie schonend zu laden, aber trotzdem mit voller Sonnenenergie einspeisen.

    > ähnlich zu meinem Problem, nur dass ich die überschüssige Sonne selbst verbrauche. Das muss doch gehen?

    Je nach Winkel kannst du auch sonst die Nordseite belegen...

    Ich bin für jeden Rat dankbar, habe diesen Tipp aber nicht verstanden.

    Mein Dach ist IMHO groß genug, will einfach einen großen Speicher umgehen.

  • Wenn du die Nordseite belegst, dann reduziert sich der Strom bei direkter Einstrahlung, aber bei Bewölkung bleibt der Strom gegenüber der Südseite gleich.

    Somit kann man den Wechselrichter etwas überbelegen.