Batteriespeicher nutzen zum ausgleichen von Hoch- und Niedertarifen vom Stromanbieter

  • Ich beziehe meinen Strom von aWATTar zum Börsenstrompreis + 19,2ct/kWh Nebenkosten.

    Ich habe nur sehr selten Differenzen zwischen tiefen Börsenpreisen in der Nacht und hohen Börsenpreise am Vormittag gehabt, als sich sowas gelohnt hätte.

    Wass ich gemacht habe, das Entladen meines E3DC Speichers bei niedrigen Börsenpreisen in der Nacht auszuschalten, um ausreichend Reserven für den Preispeak am Morgen zu haben.

    Ich beziehe meinen Strom auch von aWATTar und überlege mir, einen Speicher einzubauen. Eine Frage zu deinem Vorgehen: Wenn du das Entladen nachts ausgeschaltet hast (vermutlich manuell?) und der Speicher früh noch sagen wir mal 50% Ladung hat, woher kommt dann vormittags der verbrauchte Strom? Immer aus dem Speicher wenn noch Ladung vorhanden ist, oder auch aus dem Netz, wenn die PV-Leistung nicht reicht?

    3,6 kWp seit 07/2000
    Renault Zoé seit 05/2013

  • Ich habe einen Speicher von E3DC. Über meine externe Steuerung mittels E3DC-Control kann ich eine Reserve einstelle, die er morgen zu einem bestimmten Zeitpunkt noch haben soll.

    Im Normalfall ist der Speicher immer noch über diesen Schwellwert. Sollte es am Vortag nicht ausreichend Ertrag gegeben haben, dann greift diese Einstellung.

    Tesla P85+ seit 8/13 >471.000km gefahren. Seit 2/19 Smart ed cabrio aus 10/13. Seit 12/19 fährt Frau Tesla M3 AWD. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Es sind noch 4x320W hinzugekommen = 1280W d.h. Gesamt PV-Leistung nun 29,329kWp. Seit 1.11.20 werden die eAutos gesteuert per E3DC-Control und Teslatar zum Börsenpreis von aWATTar geladen.

  • Und wie ist es am nächsten Tag, wenn die Sonne zu wenig scheint, um den Verbrauch abzudecken? Hat der Speicher Vorrang, oder wird evtl. teuerer Strom aus dem Netz bezogen?

    3,6 kWp seit 07/2000
    Renault Zoé seit 05/2013

  • Ich habe mal für mich drei Szenarien mit PV Speicher und ohne durchgerechnet.


    Je nach Betrachtungsweise würde ich mal die pauschale Behauptung nicht unterstützen, dass ein Speicher sich nie lohnt.


    Grüsse GM


  • 70% EV ohne Speicher! wie soll das gehen? Nur mit 2 BEV und WP denkbar, aber selbst dann ist der Ertrag im Winter zu gering.


    Ich habe 30kWp PV bei einer Jahreserzeugung von 26.000kW und einem Jahresverbrauch von 16.000kW mit 2(3) BEV und BWWP.

    Von den 26.000kWh speise ich 14.000kWh ein. 12.000kWh verbrauche ich direkt, 4000kWh beziehe ich im Winter aus dem Netz. Nur 3000kWh gehen über den 13kWh Speicher. Selbst mit einer Verdoppelung der Kapazität würde ich nur 10% mehr Durchsatz schaffen.

    Das Dilemma, im Sommer werden die BEV direkt per PV mit Steuerung geladen. Dennoch zuviel Überfluss, Nachtverbrauch ist gering.

    Im Winter, alles was runterkommt wird sofort verbraucht wenig bleibt zum Speichern übrig, aber Verlagerung des Netzbezug (Autoladen) zu Zeiten günstigen Börsenstroms (aWATTar).


    Ohne Speicher kämen es zu 3000kWh weniger EV aber mind. 3500kWh (Differenz = Speicherverlust) könnten mehr eingespeist werden.

    Tesla P85+ seit 8/13 >471.000km gefahren. Seit 2/19 Smart ed cabrio aus 10/13. Seit 12/19 fährt Frau Tesla M3 AWD. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Es sind noch 4x320W hinzugekommen = 1280W d.h. Gesamt PV-Leistung nun 29,329kWp. Seit 1.11.20 werden die eAutos gesteuert per E3DC-Control und Teslatar zum Börsenpreis von aWATTar geladen.

  • Ich habe zwei EVs und eine WP und die 70% Eigenverbrauch sind damit noch sehr konservativ. Sorry ich habe das auf meiner Aufstellung nicht vermerkt. Aber die Kernaussage bleibt bestehen, dass mit einem Speicher nicht zwingend die Anlage unrentabler wird. Wichtig ist, dass man den selbst erzeugten Strom verteilt über den Tag nutzen kann und das geht mit einem Speicher einfach besser. Ich habe einfach einen gewissen Stromkonsum am Abend und in der Nacht - sei das in der Küche beim Waschen oder weil ein Klimaanlage in einer heissen Sommernacht läuft. Es kann auch mal vorkommen, das das EV noch etwas Strom braucht weils halt sonst nicht gereicht hat. Dass es im Winter nicht reicht is klar - aber auch hier möchte ich die WP nutzen - wenn ich zu hause bin und nicht am Tag weil die PV Anlage gerade mal wieder produziert.

  • ich frage mich wie bei dieser Hirnrissigen Speicher Nachts Niedertarifladung der EV steuerlich auseinander gehalten werden kann.


    Man muss ja dann den Netzstrom der in den Akku geflossen ist noch einmal mit MwSt und Einkommensteuer belasten, weil er ja zum Eigenverbrauch gezählt wird.

    woher soll der WR denn wissen ob es PV oder Netzstrom ist der da aus dem Akku ins Haus fließt!

    Die Gedanken die uns lenken, führen uns in ein großes Nichts. Wir illusionieren das Vollkommene und vergessen die Welt in der Wir Leben!


    Gefangener des EEG mit Volleinspeisung und Netzbezug!


  • Meine vergleichsweise kleiner Speicher kommt schon auf respektable 230 Vollzyklen/Jahr und sollte nicht nur 10 sonder eher 15 vielleicht sogar 20 jahre halten.

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  • das mit dem Laden in den Speicher aus dem Netz habe ich ad acta gelegt. Wenn möglich versuche ich den Netzbezug auf den Niedertarif zu reduzieren. Das sollte die Nerven der Steuerbehörden beruhigen und gleichzeitig unnötige Ladezyklen verhindern. Grüsse GM

  • Das mit dem Niedertarif und Hochtarif macht so in der einfachen Art keinen Sinn mit einem Speicher.


    Was Sinn machen würde, aber leider nicht erlaubt ist, ist die Kombination mit der unterbrochenen Lieferung. Das is eigentlich für Wärmepumpen gedacht, die dann zur Mittagszeit ausgeschaltet werden um das Netz zu "schonen".

    Mit PV und Speicher könnte man diese kurze Zeit locker überbrücken und hätte dadurch niedrigere Netzkosten.

    Aber wie gesagt, leider nicht erlaubt.