Bietet Batteriespeicher echten Notstrom?

  • Um nochmal auf den Notstrom zurück zu kommen.

    Innerhalb von 20 Jahren wird man mindestens ein mal den Wechselrichter tauschen dürfen. Bei echtem Notstrombetrieb sind da schnell 4000€ fällig. Wer den Luxus für wenige Minuten innerhalb mehrerer Jahre braucht...


    Mein letzter Stromausfall wurde mir vom Radiowecker angezeigt. Das muss um 2015 gewesen sein und wir waren in Potsdam katastrophale 2 Minuten lang ohne Strom.

  • Ronny 1976: Da sprichst du mit dem Falschen.

    Beruflich habe ich sehr viel mit Sicherheitsbetrachtungen auf technischer Basis zu tun. Das Problem bei Li-Ionen-Akkus sehe ich in der Kombination der Gefährdungsfaktoren "Brandlast" und "Zündquelle" (=elektrische Energie). Die meisten der von dir genannten potentiellen Gefährdungen besitzen inhärent nur einen dieser Faktoren. Der Zweite muss von außen hinzukommen und ist zum Großteil kontrollierbar. Zum Beispiel halte ich jede denkbare Zündquelle von Holz fern. Bei einem Akku, einer boomenden und in diesem Maßstab relativ jungen Technologie, die zudem politisch und geschäftlich stark gepusht wird, kann ich selbst nicht für die zuverlässige Trennung von leicht entzündlichem Stoff und Zündquelle sorgen. Im Gegenteil: Beide sind untrennbar und permanent in einem Gehäuse verbaut. Auch wenn brennende Akkus selten sind, wiegt für mich das Restrisiko eines existentiellen Brandschadens stärker als der emotionale Gewinn durch ein neues Technikhobby, das es in meinem Fall mangels Wirtschaftlichkeit wäre.

  • wurmwichtel:

    Vielleicht werden ja Stromspeicher mal verboten. Ist ja grade hip, alles was nicht unbedingt notwendig ist, zu verbieten (Kultur, Gastronomie, Einzelhandel, ...) Bis dahin fröne ich meinem Hobby :P

    Beste Grüße



    E3DC S10E PRO mit Zusatzwechselrichter, 17,55 kwh nutzbarem Speicher und 24,96 kwp PV, Ost-Süd-West, 78 Stück Solarwatt Vision 60M Glas-Glas

  • Das mit brennbarem Stoff und Zündquelle untrennbar miteinander verbaut trifft auch auf jedes Verbrennerfahrzeug zu. E-Fahrzeug sowieso.

    Ich nehme an, Du fährst Fahrrad....wobei... da kommen mehr Leute ums Leben als im PKW. Und Haushaltsunfälle erst - am Besten Du lebst im Zelt.


    Spaß beiseite:

    Jeder hat eben so seine Erfahrungen und Ängste (ob nun begründet oder unbegründet). Mach was Du für richtig hältst - ich mach das auch - und die meisten anderen auch. Aber wir machen eben nicht alle dasselbe.....

    Beste Grüße



    E3DC S10E PRO mit Zusatzwechselrichter, 17,55 kwh nutzbarem Speicher und 24,96 kwp PV, Ost-Süd-West, 78 Stück Solarwatt Vision 60M Glas-Glas

  • Mein letzter Stromausfall wurde mir vom Radiowecker angezeigt. Das muss um 2015 gewesen sein und wir waren in Potsdam katastrophale 2 Minuten lang ohne Strom.

    Mein letzter Stromausfall wurde mir von den herunter gelassenen Rolläden der Nachbarn angezeigt. Das muss 2019 gewesen sein und wir waren bei München kurze 7 Stunden lang ohne Strom. Dann traf das mobile Notstromaggregat ein und versorgte unsere Niederspannungsstation einige Tage lang.

    Das war der dritte stundenlange Ausfall, an den ich mich in den letzten 20 Jahren erinnern kann.

    Ein kurzer von 2 Minuten war erst vor zwei Wochen in der Nacht. Das sehe ich dann so wie du am Wecker. :)

  • Du solltest Dir aus den Dir vorgelegten Texten ALLE relevanten Infos herausziehen und einfach mal den genannten Vergleich ziehen. Dann wirst Du feststellen, dass entgegen Deinen Bedenken eher umgekehrt ein Schuh draus wird und Öl/Gas/Holz weitaus häufiger (prozentual betrachtet) brenen/explodieren wie dies ein Akuu tut. Dito bei E-Autos. Natürlich kennen wir alle hier das achso gefährliche in der Tiefgarage brennende E-Auto. Wurde ja auch ausreichend gepusht von der Blöd-Zeitung. Über die brennenden Diesel (speziell VW und Audi gehen hier mit "leuchtendem" Beispiel voran!!!) berichtet hingegen maximal der Lokalteil der einheimischen Zeitung in einem 3-Zeiler. Selbst die Feuerwehr ist mittlerweile zu dem Schluss gekommen dass von E-Autos WENIGER Gefahren als von vergleichbaren verbrennern ausgehen. Gibt es auch Studien vom Feuerwehrverband zu: Google ist Dein Freund...


    Nochmal: Gasheizung explodiert öfters mal. Ölheizung läuft immer mal aus (Tanks). Festbrenner brennt öfters mal der Schornstein. Gibt es genug Unglückfälle auch mit Toten. Wird als "normales" Risiko betrachtet. Auch von Dir. Akku - hingegen ganz böse - weil jeder mal von irgendwem gehört oder gelesen hat.


    Nur mal ein Beispiel: mein Haus ist BJ 1884. Schornsteinbrand = 1948 und 1988. 1948 mit Totalverlust und Neuaufbau, 1988 mit massivem Wasserschaden und Neusetzung des Schornsteins. 2009 hat mein Sohn gezündelt vorm Kamin (Feuerzeug nicht weggeräumt von mir, selber doof) = Dielung musste im Wohnzimmer neu gemacht werden. Also ganz ehrlich: ICH fühle mich mit der Batterie nicht unsicherer wie mit dem Kaminofen. ICH bin froh, dass ich keine 3000L Heizöl mehr im FFH-Gebiet lagern (und deren potentiellen Schaden bei Undichtigkeit beseitigen) muss. Ich heize seit 2019 mit einer Wärmepumpe, da sind "nur" 4,5kg Gefahrgut drin. Die Batterie wiegt vielleicht 120-150kg (habe ich nicht gewogen), alleine mein Holzlager mehrere Tonnen. Wenn dort mal einer in meiner Abwesenheit oder Nachts mit dem Feuerzeug bei geht... In meinen Technikraum kommt keiner so einfach rein um an der Batterie rumzupfuschen...

    15,6kWp PV (Heckert Solar + Kostal)

    12,8kWh Batterie (BYD HVS)

    6kW Luft-WP (Dimplex LAK6IMR)

    50kWh E-Auto (ZOE Life)

  • Alles ist relativ.

    Elektroautos gibt es nicht so viele im Verhältnis zum Verbrenner.

    Gas explodiert meist wenn jemand dran rum pfuscht.

    Schornstein brennt wenn der Feger nicht da war

  • Um nochmal auf den Notstrom zurück zu kommen.

    Innerhalb von 20 Jahren wird man mindestens ein mal den Wechselrichter tauschen dürfen. Bei echtem Notstrombetrieb sind da schnell 4000€ fällig. Wer den Luxus für wenige Minuten innerhalb mehrerer Jahre braucht...

    Woher willst du wissen, für wie lange der Strom ausfällt, in den nächsten 20 Jahren?

  • Woher will die Notstromfraktion das wissen?


    Hast Du auch einen Panzer zu Hause, falls der Russe mal kommt und die Bundeswehr nicht ausrücken kann?

    Eine Kuh, falls die Bauern mal streiken?

    Einen Benzin- oder Dieseltank für die nächste Ölkrise?


    Mein Gott, was passiert, wenn Ihr mal einen halben Tag keinen Strom habt?

    Wird da die Mutti wieder schwanger, weil kein Fernsehen? Wäre das so schlimm?

    15,6kWp PV (Heckert Solar + Kostal)

    12,8kWh Batterie (BYD HVS)

    6kW Luft-WP (Dimplex LAK6IMR)

    50kWh E-Auto (ZOE Life)

  • Ich will ja nicht für alle anderen hier sprechen. Aber Notstrom dürfte hier im Forum deshalb ein Thema sein, weil man gegenüber der Kombi PV+Batterie+Normal-Wechselrichter mit nur wenig Mehraufwand zum Ersatzstrom kommt. Nämlich mit Hybrid-WR und z.B. Enwitec-Box. Ist bei den meisten wahrscheinlich 80% Hobby, 20% Nutzen. Oder eher 95 zu 5.