Hilfe! Nach Anmeldung der Anlage meldet der Netzbetreiber einen Netzanschlusspunkt

  • Hallo liebe Solargemeinde,


    ich brauche bitte Eure Unterstützung und Ratschläge wie ich weiter machen soll.


    Kurz zu den Eckdaten der Anlage:
    Die Modulleistung liegt bei knapp 6kWp in Verbindung mit einem SolarEdge 3ph Wechselrichter SE8k (Dachneigung 20°; Ausrichtung SO 10°) , auf einen Solarspeicher wurde verzichtet, da ich mir noch unsicher war ob überhaupt rentabel. (Eigenverbrauch liegt bei 4500kWh, keine Wärmepumpe, (noch) kein E-Auto, oder ähnliches (Verbrauch in der Nacht wurde die letzen 7 Tage gemessen und auf einen Jahresverbrauch von 1300kWh hochgerechnet....).

    Nun zum eigentlichen Thema/Problem:

    Auf dem Grundstück (elterliches Anwesen) befindet sich eine 30kWp Anlage (seit 2008), der Solarteur wurde hiervon unterrichtet (mündlich, aber auf Bildern bei der Angebotsphase dargestellt). Der Solarteur meinte aber dies sei überhaupt kein Problem.

    Nach der Inbetriebnahme im Februar '21 bekam ich ein Schreiben mit einem Netzanschlusspunkt welcher ca. 1,5km entfernt ist.

    Im Nachhinein ärgert es mich sehr das ich nur mündlich mitgeteilt habe, dass sich die 30kWp-Anlage auf dem Grundstück befindet,

    aber weiß nicht ob mir das was gebracht hätte. Nun habe ich eine fertig installiert Anlage, welche nicht in Betrieb gehen kann.


    Er meinte jetzt ich soll "einfach" einen auf Nulleinspeiser machen und einen Solarspeicher verbauen, er macht mir einen Top Preis für die Batterie ( lt. anderen Angeboten liegt die wohl bei etwa 6000.-€ netto, recht viel günstiger werde ich die jetzt nicht bekommen...)


    Laut Aussage wurde auch eine Offenlegung beim Netztreiber beantragt, aber ich fürchte hier werde ich auf "Granit beißen".


    Wie soll ich mich verhalten? Ist eine Batterie rentabel, da sich die die Rentabilität der bereits installierten Anlage vermutlich schon gen Null läuft, möchte ich nicht noch mehr Geld "verbraten".


    Ich freue mich auf Eure konstruktiven Vorschläge und Tipps, vll. gibt es doch noch eine Möglichkeit mir die Freude an der PV Anlage zurückbringt.


    Vielen lieben Dank!


    Markus

  • Ist eine Batterie rentabel,

    Nein denn bei Nulleinspeisung bekommst du ja keine Einspeisevergütung die i. d. R die PV-Anlage finanziert und den Speicher "sponsert" .

    Ein Speicher lohnt sich auch mit Einspeisevergütung nicht, ohne Einnahmen aus der Einspeisung erst recht nicht.


    Das NAB (NETZANSCHLUSSBEGEHREN an den VNB ) sollte weit vor dem Bau der PV-Anlage erfolgt sein, dort steht drin was am vorhandenen Netzanschlusspunkt noch geht.


    Zur Anlagenausleging:

    Knapp 6 kWp an einem viel zu großen, dreiphasigen Solaredge Wechselrichter hört sich nicht gut an, dem Solateur würde ich nicht mehr über den Weg trauen.

    Welche Module und welche "Optimierer" sind das genau?

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Nach der Inbetriebnahme im Februar '21 bekam ich ein Schreiben mit einem Netzanschlusspunkt welcher ca. 1,5km entfernt ist.

    Das scheint wohl der Knackpunkt zu sein! Was wird es wohl kosten 1500m Kabel zu verlegen? Hast du schon mal nachgefragt?

    (Ich schätze mal: 10.000 €?)

    er macht mir einen Top Preis für die Batterie ( lt. anderen Angeboten liegt die wohl bei etwa 6000.-€ netto, recht viel günstiger werde ich die jetzt nicht bekommen...)

    Top verscheißert! Du bekommst eine Verschlossene (wartungsfreie) Batterie, die kurz nach Ablauf der Garantie nicht mehr funktioniert. Oder anders gesagt: Nach 5....6 Jahren ist die Top-Batterie hinüber .... XXYY € in die Asche!

    Bedenke! In D ist doch Keinem mehr was heilig, Hauptsache ich habe reichlich "Geld gemacht"!

    Die Batterie ist ein "Minus-Geschäft"!


    Um es "grob" zu sagen, ich würde ein Kabel zur 30kWp-Anlage legen ...... meinst du etwa, da kommt einer nachschauen?

    Mußt es ja nicht an die große Glocke hängen....


    Schau doch mal ins "Masken-Debakel"! Politiker machen gleich mal eine Million € (für Freundschaftsdienst) und das gesetzeskonforme Volk wird abgezockt wo es nur geht! (Schande über D!)

    Wo sind wir nur "hingeraten"!


    (Man kann auch mal "bei ROT fahren")


    Gruiß Claus

  • ohne Einspeisezusage hätte der Solateur gar nicht anfangen dürfen.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Hallo zusammen,


    erstmal vielen Dank für die rege Beteiligung und die Antworten!


    smoker59 :

    Das Thema Nulleinpeisung stoßt mir wirklich auf, denn dann hätte ich gleich in eine Inselanlage investiert und einiges an Geld und jetzt Ärger gespart...


    Ja, die Anfrage hat der Installateur leider versäumt, weiß nicht wie ich weiter reagieren soll. Ich warte jetzt mal die Rückmeldung von Bayernwerk ab, es gibt noch einen funken Hoffnung.


    zur Auslegeung. es handelt sich um 18x Heckert Solar AG, NeMo 2.0 60M (5BB) 330 inkl. 18x P370 Leistungsoptimierern.

    Ich hoffe dass nun nicht auch noch die Auslegung falsch ist...?

  • Hast Du das NAB gemacht … sonst lass es Dir vom Installateuer zeigen.

    Die Rechnung nicht bezahlen, da das Werk nicht mangelfrei ist.


    PS.: Welcher WR hängt eigentlich an der 30KWp Anlage?

    Wenn dort bisher 27KVA oder sogar 30KVA dran hängen gibt es vielleicht noch eine Lösung, dazu müsste man mit dem VNB reden.

  • Hast Du das NAB gemacht … sonst lass es Dir vom Installateuer zeigen.

    Die Rechnung nicht bezahlen, da das Werk nicht mangelfrei ist.


    PS.: Welcher WR hängt eigentlich an der 30KWp Anlage?

    Wenn dort bisher 27KVA oder sogar 30KVA dran hängen gibt es vielleicht noch eine Lösung, dazu müsste man mit dem VNB reden.

    Hallo seppelpeter,


    nein ich habe nichts dergleichen gemacht, dass war einer der Gründe weshalb ich diesen Auftrag an einen Fachmann übergeben habe, um genaue sowas zu vermeiden..


    Ich habe dir die Zusammenstellung des damaligen Angebots kopiert, was dann schließlich auch installiert wurde:


    145xSolarworld 215 Poly
    3x SMA SMC 7000 HV (je 2x 19 Module)
    1x SMA SB 3800 (2x 10 Module)
    1x SMA SB 2100 (11 Module)


    Ein der drei Großen wurde durch einen neuen /Nachfolger) ersetzt, kann aber aktuell nicht prüfen welcher Typ verbaut ist, aber vermutlich hat die keine Relevanz?


    Gruß,

    Markus

  • OT: Da sollte man sich vielleicht auch mal den Wirkungsgrad der SMC7000 WR ansehen … ob man die nicht ersetzen sollte, bei noch 8 Jahren Restlaufzeit der sicherlich hohen EEG Vergütung.


    Muss da Blindleistung bereit gestellt werden?
    Ich denke nicht...


    Müsste die neue Anlage Blindleistung bereitstellen?


    Gedanke ist die WR Leistung der alten Anlage mit einem neuen WR etwas zu reduzieren und die frei werdende WR Leistung bis zur 30KVA Grenze dann für die neue Anlage zu nutzen.

    Bei rund 6KWp wird ein 1-phasiger 4,6KVA WR ausreichend sein bei 70% Regelung und nicht perfekter Ausrichtung.

    Ein SMA SB5.0 wäre das.

  • zur Auslegeung. es handelt sich um 18x Heckert Solar AG, NeMo 2.0 60M (5BB) 330 inkl. 18x P370 Leistungsoptimierern.

    Ich hoffe dass nun nicht auch noch die Auslegung falsch ist...?

    Leider doch. .. . :-?


    Bei rund 6KWp wird ein 1-phasiger 4,6KVA WR ausreichend sein bei 70% Regelung und nicht perfekter Ausrichtung.

    Ein SMA SB5.0 wäre das.

    Entweder den vorgeschlagenen SB 5.0 oder einen Fronius Primo, da gehen alle 18 Module in einen String.


    Ich würde auch nochmal das Gespräch mit dem VNB suchen um zu klären ob noch was (und wenn ja wieviel) am vorhandenen Hausanschluss möglich ist.

    Bislang hängen da ja nur 27,9 kVA (und nicht 30 kVA) am Netz, eigentlich muß da noch was möglich sein, ggf auch etwas mehr als 30 kVA .

    mit freundlichem Gruß
    smoker59