Vorplanung - Anlage Niederbayern 20kWp - Position Wechselrichter Haus problematisch

  • Hallo zusammen,


    Ich beschäftige mich im Moment mal wieder mit dem Thema PV Anlage für unser 2017 gebautes EFH.


    Aktuell haben wir mit 2 Personen <=4000 kWh Stromverbrauch bei einem kWh preis von knapp über 26ct. Darin sind enthalten Hausstrom + Wärmepumpen Strom (SWWP an Ringgrabenkollektor). Grundsätzlich wollte ich mir die PV Anlage nie "antun" weil mir der Aufwand einfach zu groß erschien. (Steuer, noch ein Thema mehr mit dem man sich beschäftigen sollte etc.) Bei <=95€ Stromkosten im Monat ist der Leidensdruck auch nicht wirklich da. (es kommt einfach zu Gute dass wir relativ sparsam sind und die Wärmepumpe auch sehr effektiv ist) Klar uns ist bewusst es wäre ökologisch sinnvoll, aber irgendwo macht man immer Abstriche.


    Trotzdem wollte ich mich nun doch wieder näher damit befassen. Und eine Grundeinschätzung von den Profis einholen.


    Folgende Ausgangssituation (mit IBC Solar und PVGIS erstellt):


    Hausdach (ca. 15 kWp)




    Garage (ca. 4,6 kWp)




    Damit wären rund 20 kWp möglich.


    Auf dem Hausdach liegen 2xDN40 Leerrohr in den Technikraum des Hauses. Außerdem befindet sich nichts auf dem Hausdach außer ein Dachentlüfter - welcher wohl, wenn ich das Forum richtig interpretiert habe, überbaut werden kann.

    Im Zählerschrank, haben wir noch 2 freie Zählerplätze (auf den WP Zähler haben wir verzichtet) und dementsprechend viel Platz. Es gibt einen extra Verteiler, der die eigentliche Hausverteilung + KNX enthält.


    Die Garage ist mit NYY-J 5x16mm2 (45m) ans Haus angebunden. KNX + Ethernet (CAT7) sind auch in der Garage vorhanden.


    Nun bin ich aber schon an der grundlegenden Frage der Position des Wechselrichters PV Haus im Technikraum (in sonstige Räume kommt mir kein WR und bitte auch nicht an die Haus Außenwand ;) ) gescheitert.

    Wir haben keinen Keller und auch keinen Dachboden. Dementsprechend voll ist der Technikraum. (HAK, Zählerschrank, Verteilerschrank, Frischwasser Verteilung, Heizungsverrohrung, Wärmepumpe, Netzwerkschrank, Lüftungsanlage etc.)


    Nun habe ich nur noch ein Plätzchen 90cm hoch und 80cm breit unter dem Zählerschrank zur Verfügung, welches auch günstig zu den beiden ankommenden Leerrohren vom Dach liegen würde.


    Gibt es irgendeine Chance dort einen Wechselrichter unterzubringen? Ich habe schon die verschiedenen Wechselrichter (SMA, Fronius, Huawai etc.) durchgesehen und wenn ich nicht ganz falsch liege benötigen diese deutlich mehr Platz. (die WR an sich würden schon hingehen, aber Abstand brauchen sie ja auch und die Verkabelung erfolgt ja auch noch von unten)


    Höchstens der Kostal Plenticore Plus scheint mit dem Platz auszukommen. (Abstände bis auf 7cm in der Höhe eingehalten)


    Übersehe ich etwas oder sieht es hier eher schlecht aus die 15 kWp auf dem Haus ausnutzen zu können? (mangels Wechselrichter Platz) Weniger kWp haben natürlich wieder kleinere Wechselrichter und das Problem würde eher nicht bestehen.


    Und meine zweite Anfänger Frage. Wenn ich schon eine Verbindung Garage <-> Haus habe (NYY-J 5x16mm2) reicht diese für die Garage aus oder müsste sonst noch eine Verbindung geschaffen werden? (mal abgesehen von Kommunikations Leitungen, hier ist eh alles vorhanden) In der Garage wäre mehr als genug Platz für den Wechselrichter der Garagen PV.


    Ich würde mich über eure Einschätzungen freuen.


    Viele Grüße,


    Denis

  • denis_m

    Hat den Titel des Themas von „Vorplanung - Anlage Niederbayern 14kWp - Position Wechselrichter problematisch“ zu „Vorplanung - Anlage Niederbayern 20kWp - Position Wechselrichter Haus problematisch“ geändert.
  • Eine weitere Möglichkeit für den Wechselrichter wäre die an den Technikraum angrenzende Speisekammer. Dorthin könnte man ohne Umweg die Leitungswege ziehen.


    Wobei ich zum einen ein Problem damit habe dass sich dieser durch den WR aufheizt und zum anderen bin ich mir nicht sicher ob wir in den Wohnräumen dann vom Betriebsgeräusch des WR gestört sind.


    Vielleicht sehe ich es auch völlig falsch. Ich würde mich über Anmerkungen freuen.

  • Es gibt einige WR die nahezu lautlos weil Lüferlos sind.

    Ich würde das Dach auf jeden Fall beidseits belegen... Huawei 33 KTL-A ist dann wie wirtschaftlich sinnvollen Lösung für den WR.

    Achtung Schattentheoretiker!

  • Vielen Dank für die Einschätzung.


    Grundsätzliche Frage zum beidseitig belegen. Ist es möglich beide Seiten über die auf einer Seite des Daches liegenden Leerrohre zu speisen? (neue Dach Durchdringung bzw Fassaden Kanäle kommen nicht in Frage)


    Und lohnt sich diese Seite wirklich? Ich bin immer davon ausgegangen dass diese Nord West Seite eher keinen Sinn macht.

  • Bei 4000kWh inklusive Wärmepumpe würd ich mir keine weitere Wärmequelle ins Haus holen, die dazumal gerade dann aktiv ist, wenn man sie nicht im Haus haben will.

    Nordost am Nebengeäude, hinter "Dekoelementen" ist keine Alternative? Irgendwo müssen doch auch Müllbehälter hin.


    P.S.: Voll machen! Die 4 Dachflächen beider Gebäude sind gut geeignet!

  • Vielen Dank für deinen Beitrag.


    Jetzt stehe ich auf der Leitung. Von welchem Nebengebäude sprichst du?


    Ich brauche doch jeweils einen WR für Haus PV und Garagen PV. Für die Garage ist natürlich überall Platz. Für das Haus bzw. vielmehr im Haus sieht es schwierig aus. Im Technikraum wäre mir die extra Wärme jetzt egal, aber dort fehlt leider der Platz. Für einen 1m breiten Koloss bei 30 kWp fehlt natürlich jeglicher Platz. Mal ganz abgesehen davon dass dieser, wie du richtig sagst, eine Abwärme hat die wir nie mehr aus dem Haus bekommen. (dann kühlen wir wieder den WR über die FBH der SWWP ;))

    So langsam wird mir klar, warum viele Passivhäuser eben keine 30kWp, sondern doch eher 10-15kWp verbauen. Viele dieser Häuser haben keinen Keller und dementsprechend auch wenig Platz für Geräte mit viel Abwärme.

  • Servus Denis, er meint die Garage ;) Du hast so schöne Dächer, es wäre wirklich ein riesen Schmarrn die nicht

    alle in einem Guss voll zu machen - vor allem wenn es nur darum geht den WR irgendwo zu verstecken oder einen

    speziellen Ziegel für eine evt. Dachdurchdringung auf der Nordwestseite zu sparen (die bei uns in Ndb. gar nicht schlecht läuft)

    Hast Du für das 5*16mm²-Kabel ein größeres Leerrohr zum Haus, also bringst Du da noch was rein?

    Einen lüfterlosen WR hörst Du fast nicht und passt auch jedes Vordach. Wenn Du jetzt bedenkst dass das sowas wie eine

    kleine Gelddruckmaschine ist findest Du sicher ein gutes Plätzchen ;)

    lg,

    e-zepp

  • Hallo e-zepp,


    Vielen Dank auch für deinen Kommentar. :)


    Zu Dachdurchdringungen. Hier kommen wir sicher nicht weiter. Wir haben einen Sichtdachstuhl und haben einfach keine Möglichkeit in einem Wohnraum weitere Kabel nach unten zu führen. (das Haus ist nun endlich final fertig) Seid mir an der Stelle nicht böse, aber das wird nichts. Meine Frau wird hier für keinen Umbau ein Go geben. ;)


    Das NYY-J liegt in einem DN75 Leerrohr. Also ja ein wenig Platz ist noch. Aber es muss dann auch durch die Mehrsparten Einführung und dort müssen noch entsprechende Durchmesser in der Dichtung vorhanden sein. Was hättest du hier für eine Idee?

  • Und knapp 800 kWh / kWp ist doch ein toller Wert, so viel habe ich hier in Norddeutschland im Durchschnitt für meine gesamte geplante Anlage.