gMSB tauscht Zähler nicht - möchte eine Beauftragung/Kostenübernahme

  • Hallo zusammen,


    Ich bin mittlerweile stolzer Besitzer eine Photovoltaikanlage - Danke ans gesamte Forum und alle Beteiligten, welche bei der Planung unterstützt haben.


    Die Anlage wurde am 25.02.2021 auf dem Dach installiert und die DC Seite verkabelt --> EEG Inbetriebnahme und Eintragung im Marktstammdatenregister

    Am 10.03.2021 wurde der AC Anschluss vorgenommen. Der Elektriker hat den nicht mehr benötigten WP-Zähler abgeklemmt, eingebaut ist der Zähler aber noch. Jetzt läuft alles über den Haushaltszähler mit Rücklaufsperre und ich kann nicht (geeicht) messen wie viel einspeise - die Anlage speist aber fleißig ein, sonst könnte ich ja auch keinen Eigenverbrauch nutzen.


    Leider wollte an diesem Tag niemand vom Netzbetreiber/gMSB dazukommen, da ich mich weigerte eine Beauftragung für den Zählertausch in einen 2RZ zu unterschreiben und dafür knapp Hundert Euro zu zahlen. Ich hab dann im Nachgang an das Telefonat schriftlich meine Beweggründe aus dem MsbG zitiert und seitdem nichts mehr gehört. Angeblich wurde mein Schreiben (Email) an die interne Rechtsabteilung weitergeleitet.


    Gibt es eine Frist, bis wann der gMSB den Zähler tauschen muss?

    Sehe ich das richtig, dass ich auch ohne einen geeichten Zähler abrechnen kann? Muss ich dann anhand der Messdaten aus dem SHM2.0 eine Rechnung an meinen Netzbetreiber schreiben?

  • Die Rechtsabteilung wird dir sicher nicht schriftlich geben, dass du im Recht bist. Die werden einfach weitermachen wie bisher.

    Afaik gibt es keine gesetzliche Frist für den Austausch des Zählers (zumindest nach MsbG).


    Disclaimer: Ich bin kein Jurist. Folgendes ist mein (laienhaftes) Rechtsverständnis:



    Das EEG regelt, wie die Zahlungen zu erfolgen haben in § 26 EEG.


    Wenn der VNB (bis) zum 15. nicht die erste Abschlagszahlung (§ 26 Abs. 1 EEG) leistet (Kontoeingang beim Gläubiger), ist er in Verzug (§ 286 Abs. 2 Nr. 1 BGB − "dies interpellat pro homine"). Damit fallen ab diesem Zeitpunkt Verzugszinsen und 40,- € Verzugspauschale an (§ 288 Abs. 2 & 4 BGB). Wie du dein Geld nun eintreibst, sei es eine (weitere) Mahnung, bzw. gleich via gerichtlichen Mahnbescheid, bleibt dir überlassen.




    Deine Informationspflichten sind in §§ 71 und 74a EEG geregelt. Streng gesehen könntest du also bis 28.02.2022 warten, um plausible Zahlenwerte für die Abrechnung zu übermitteln. Für die Abschläge braucht es ja noch keiner Mess-/Ersatzwerte. Am einfachsten ist es wohl, diese Werte zusammen mit den Werten für die Jahresabrechnung zu übertragen. Wenn du willst auch früher, dann vergisst man's nicht, bzw. verhindert vielleicht, dass der gMSB bis dahin "schlechtere" Ersatzwerte bildet.

  • Erstaunlich ist für mich an der Stelle, dass die Herren den nicht mehr benötigten Wärmepumpenzähler ausbauen wollen ohne von mit Gebühren einzufordern.

    Ich hab mich insofern mit ihnen geeinigt, dass sie den Ausbau des nicht mehr benötigten Wärmepumpen-Zählers und den Wechsel des Haushaltszählers auf 2RZ getrennt behandeln. Aber auch für den Ausbau habe ich bisher noch keinen Termin, aber das erscheint mir aktuell absehbarer als der Wechseltermin.

  • Kurzes Update von meiner Seite:


    Der nicht mehr benötigte Wärmepumpenzähler wurde ausgebaut, ohne meckern und ohne Gebühren zu verlangen.


    Der 2RZ ist immer noch nicht eingebaut. Mittlerweile hat mir die Rechtsabteilung geschrieben, sie machen erstmal Urlaub und danach kümmert sich jemand um mein Anliegen.

    Ich hab jetzt mal angefangen für den März eine Rechnung über den eingespeisten Strom zu stellen - analog zur Empfehlung 2018/33 der Clearingstelle EEG. Hoffentlich wird das dann nicht auch so umständlich kompliziert.

  • Bei nicht vorhandener mME nicht beauftragen oder wuenschen, sondern verlangen nach §33 MsbG. Siehe Signatur fuer Links

    Ich habe bereits eine mME - allerdings bisher nur als Bezugszähler mit Rücklaufsperre ausgeführt.

    Diese hätte ich gerne gewechselt auf einen 2RZ - dafür will der gMSB eine Gebühr von 95,20 €. Diese zu bezahlen habe ich mit Bezug auf das MsbG abgelehnt.

  • Nur damit ich mir im Nachhinein nichts vorwerfen lassen muss ... hab ich irgendetwas vergessen?

    Was muss ich dem gMSB/Netzbetreiber mitteilen - oder habe ich das alles durch Rechnungsstellung bereits erledigt?

  • Hallo zusammen,

    ich hab irgendwo mal aufgeschnappt, dass der Zählertausch binnen 8 Wochen erfolgen muss. Das ist wohl "Rechtsdeutsch" für unverzüglich... Kann mir das jemand belegen, wo das steht? Ich würde die Rechtsabteilung gerne mal daran erinnern ...

    Mit Stand heute hat sich immer noch niemand bei mir gemeldet, ich habe keine versprochene Antwort auf meine Mail bekommen und ich habe immer noch keinen 2RZ verbaut bekommen.


    Außerdem bin ich auf der Suche nach der Beschwerdestelle der BNA - hat mir da jemand einen direkten Link/Adresse an den ich mich wenden könnte um mit dem Thema vielleicht auf dem Weg weiter zu kommen. DAnke.