Volle EEG auf Laden von privat genutzten Firmenfahrzeugen?

  • Hallo zusammen,

    bin über die Suche leider nicht fündig geworden.
    Die PV meiner Frau hat 36,5 kWp. Deshalb wird auch 2021 die reduzierte EEG-Umlage fällig.
    Die Anschaffung einer (geförderten) Wallbox ist in Planung. Da auch ein privat genutztes Firmenfahrzeug meines Arbeitgebers geladen werden soll, wäre es sinnvoll, eine Wallbox auszuwählen, die für eine separate Abrechnung genutzt werden kann z.B. Optionen der OpenWB.
    Mein Arbeitgeber würde mir den geladenen Strom dann pro kWh vergüten.

    Müßte ich dann für die abgerechnete Strommenge die volle EEG-Umlage bezahlen?
    Es besteht ja keine Möglichkeit nachzuweisen, ob der Strom aus der PV, oder dem Netz kommt.
    :shock:

    Gibt es hierfür Regelungen?

    Viele Grüße,
    alex

  • Naja, Lieferung an Dritte bedeutet üblicherweise die volle Umlage (wie bei Mieterstrom)... Vielleicht besser über ne Pauschale abgelten lassen?

    9.5kWp Ost/West (-100°/80°, DN 45°), 17+21 Solarworld protectSW250 & SamilPower SolarLake 8500TL-PM (70% hart) ab 3'2015


    LuschenPraktikant L:3 (mit sagenhaften 0.021kWh/kWp am 10.1.2017)

  • Die Pauschalen sind halt nicht gerade üppig gestaltet:


    Ab 2021 (bis Ende 2030) gelten erhöhte Pauschalen:

    Monatliche Pauschale bei zusätzlicher Lademöglichkeit beim Arbeitgeber:

    • 30 Euro monatlich für Elektrofahrzeuge (bis 2020: 20 Euro),
    • 15 Euro monatlich für Hybridelektrofahrzeuge (bis 2020: 10 Euro)

      Wer kann mir beweisen, dass der Strom aus der PV kommt?
      Oder liegt die Beweispflicht bei mir?
  • Hallo liebes PV-Mitglieder.


    ich bin neu in diesem Forum und habe die letzten Tage nach Antworten zu der gleichen Frage gesucht. Einziger Unterschied, die Anlage ist nur 9,1 groß.


    Meine ergänzende Frage:

    Rechne ich den Strom für den privat genutzten Firmenwagen (0,25% versteuert)

    nicht als Privatperson mit der Firma ab? Der Zähler ist doch auch auf meine private Adresse angemeldet oder wie läuft das genau?


    Viele Grüße und danke für Tipps und Anregungen zur Diskussion

  • Die Bundesnetzagentur hat da Leitfäden veröffentlicht: https://www.bundesnetzagentur.…Eigenversorgung-node.html


    Mir steht das auch noch bevor, PV ist geplant, E-Firmenwagen kommt in einem Monat und soll idealerweise mit PV-Überschuss geladen werden.

    "Die größte Bedrohung für unseren Planeten ist der Glaube, dass jemand anderes ihn retten wird." Robert Swan, OBE


    Schon für die Klimawette gespendet? Oder mal mit Ecosia - der Suchmaschine, die Bäume pflanzt - gesucht?

  • § 61j - Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2021)

    (1) 1Die Übertragungsnetzbetreiber sind zur Erhebung der vollen oder anteiligen EEG-Umlage nach § 61 berechtigt und verpflichtet

    1. bei Stromerzeugungsanlagen, die an das Übertragungsnetz angeschlossen sind,

    2. bei Stromerzeugungsanlagen an Abnahmestellen, an denen die EEG-Umlage nach den §§ 63 bis 69 oder nach § 103 begrenzt ist,

    3. bei Stromerzeugungsanlagen, deren Strom zum Teil unmittelbar an Letztverbraucher geliefert wird, die nicht mit dem Betreiber der Stromerzeugungsanlage personenidentisch sind, oder

    4. in Fällen des § 61 Absatz 1 Nummer 2.

    ...

    -----

    Abs. 1 Satz 3 greift: Firma mit Fuhrpark einerseits, Betreiber der Stromerzeugungsanlage andererseits.


    Gruß Randalph (aber keine Rechtsanwalt)


    - Dach SO (3kWp) 15° / NW (5kWp) 10° (neben A10) - ca. 4h Vollaststunden im Sommer/Sonne (Wolken/Winter entsprechend weniger) (nur 4h, da Baumschatten)

    - LiFePo derzeit 15kWh Eigenbau, mehr in Arbeit

    - DC/AC mit derzeit PIP (reine Insel)

    - Verbrauch ca. 4-5kWh/Tag inkl. Mobilität (Roller) u. Klima bei Sonne

  • Vielleicht besser über ne Pauschale abgelten lassen?

    Das entbindet einen aber nicht von der EEG-Umlagepflicht, oder?



    voll oder anteilig?

    PV-Anteil voll, Netz-Anteil gar nicht, so mein laienhaftes Verständnis. Dazu gibt es den Leitfaden 'Messen und Schätzen bei EEG-Umlagepflichten' der BNA, hatte ich oben schon mal verlinkt. Ich bin noch nicht 100%ig schlau daraus geworden.

    "Die größte Bedrohung für unseren Planeten ist der Glaube, dass jemand anderes ihn retten wird." Robert Swan, OBE


    Schon für die Klimawette gespendet? Oder mal mit Ecosia - der Suchmaschine, die Bäume pflanzt - gesucht?

  • Naja, wenn ich ne Pauschale nehme, muss ich nix abrechnen und nachweisen/messen und seh mich nicht wirklich als Stromweiterverkäufer... ist dann eher so ne Art Zuschuss.

    Zumal ja eh nicht klar ist wie das leicht abzugrenzen ist bei der Ladung, was vom Dach oder Netz kommt... Vielleicht hab ich nur nen Ladeziegel... Und extra wg. den paar Eu ne entspr. teure Wallbox kaufen?


    Und mit 30€ Pauschale kommt man schon recht weit... Um die 100km einfach bei 225 Arbeitstagen im Jahr (20kWh/100km und PV mit 8ct/kWh). Das sollte den meisten reichen... Und der Einfacheithalber wärs mir das dann wohl wert.


    Und wenn ich auf Arbeit nicht laden könnte gibt es ja gar 70€, oder?

    9.5kWp Ost/West (-100°/80°, DN 45°), 17+21 Solarworld protectSW250 & SamilPower SolarLake 8500TL-PM (70% hart) ab 3'2015


    LuschenPraktikant L:3 (mit sagenhaften 0.021kWh/kWp am 10.1.2017)

  • Ich setze mich mit dem Thema auch gerade auseinander, da ich Mitte des Jahres ein Firmen-E-Fahrzeug bekomme und auch schon eine Wallbox installiert habe. Aktuell geht der Trend bei uns (Arbeitgeber und mir) zu einer Pauschale. Ist verwaltungstechnisch einfacher.

    Ich frage mich aber, welche Pauschale bei mir greift. Mein AG will im Laufe des Jahres auch Ladepunkte auf dem Firmengelände realisieren, aber da ich zu 90% im Homeoffice bin(unabhängig von Corona), werde ich eigentlich nur Zuhause laden.

    Oder ist es unabhängig von der tatsächlich genutzten Lademöglichkeit, dass wenn es theoretisch die Möglichkeit gibt, beim AG zu laden, dass ich dann nur Anspruch auf die niedrigere Pauschale habe? Egal, ob ich diese Möglichkeit nutze?

    8,04 kWp SE-Anlage auf 30° Walmdach(West- & Süddach)


    24x AOU 335Wp Module
    SE7k WR
    SolarLog 1200