Einspeisung Balkonkraftwerk zu hoch ?

  • Hallo miteinander. Ich habe folgendes Problem was mich derzeit beschäftigt :

    Ich habe im letzten Jahr ein Balkonkraftwerk mit 600 W angeschafft nachdem die Versuche selber aus gebrauchten Komponenten eins zusammenzuschustern zum Glück gescheitert war. Die Anlage ist angemeldet und ein Zweirichtungszähler wurde installiert.

    Jetzt steht bald die erste Ablesung der Zählerstände an. Und ich muss feststellen das ich bereits 250 kWh eingespeist habe ! ;(

    Für mich stellt sich jetzt die Frage ob das so noch im Rahmen ist.

    Klar, das Energieverhalten muss sich erst noch einspielen, also möglichst dann verbrauchen wenn was erzeugt wird. Oder ist die Anlage einfach zu groß ?

    Hatte damals eine Grundlast von ca 200 W ermittelt. Dann gedacht wann hat man schon mal top Wetter das die Anlage auch wirklich am Limit liefert. Bei diffusem Licht hatte ich deshalb Gedacht :geh auf die vollen.

    Was sind also in etwa eure Erfahrungen mit dem Überschuss und der daraus resultierenden Einspeisung ?

    Bin sehr gespannt ! :)

  • Und ich muss feststellen das ich bereits 250 kWh eingespeist habe ! ;(

    Meine Anlage war ein Geschenk an meine betagten Eltern. Die Vorstellung, das ein einziges unverbrauchtes Watt, gespendet und dann als Ökostrom unseren Nachbarn teuer verkauft wird, erbost sie zutiefst (Euphemismus).


    Wo lag denn Dein Gewinn durch die PV? Erzeugt - gespendet = gespart.

    Was hast Du denn als Lösung gedacht? Ein Panel zu demontieren und zu verkaufen?


    Entweder Du nimmst die Einspeisung hin, oder Du investierst.

    In Schaltzeituhren, die die großen Verbraucher mittags aktivieren. Da gibt es mittlerweile auch Lösungen wie Smartbot, die den Schalter drücken.

  • Naja, wenn fast die Hälfte verschenkt wird ist das schon ärgerlich. Die Anlage passt eben nicht zum Verbrauch. Aber deshalb nun ein Modul zu demontieren ist natürlich Blödsinn. Vielleicht lassen sich noch einige Verbraucher in die Erzeugungsphase schieben?

    Bin sehr froh, vor einem Jahr eine Kleinanlage mit (sehr günstigem) Speicher gebaut zu haben. Fazit: ~700kWh erzeugt, davon 20kWh eingespeist.

  • Naja, wenn fast die Hälfte verschenkt wird ist das schon ärgerlich. Die Anlage passt eben nicht zum Verbrauch. Aber deshalb nun ein Modul zu demontieren ist natürlich Blödsinn. Vielleicht lassen sich noch einige Verbraucher in die Erzeugungsphase schieben?

    Bin sehr froh, vor einem Jahr eine Kleinanlage mit (sehr günstigem) Speicher gebaut zu haben. Fazit: ~700kWh erzeugt, davon 20kWh eingespeist.

    Bei meinen Eltern war es sonnenklar. Um 9 Uhr wird der Rasenroboter zum Laden reinkommen, mittags wird gekocht, dann Mittagsmagazin auf dem 55 Zoller, dann Kaffee - dann Nickerchen.

    Seit November 650KW verbraucht, 42KW erzeugt. Meiner Mutter (88) dreht sich der Magen um, dass 10 KW eingespeist wurden.

    Sie hat sich fest vorgenommen, den Geschirrspüler nicht mehr abends anzuschalten, damit morgens alles trocken ist, sondern vor dem Nickerchen. "Dann bleibt das Geschirr eben einen halben Tag länger im Spüler."

  • Mit oder ohne Speicher?

    Lesen kannst Du?

    Hatte doch geschrieben: mit Speicher

    Habe eigentlich sogar 2 Speicher, die im Wechsel betrieben werden (1x Ex-Notstrom aus öff. Schwimmbad und 1x 2PZS aus Hubwagen, beides 24V). 60A Laderegler und GTIL2 mit Limiter. 6 gebrauchte 185W-Module mit 25°Neigung in Südausrichtung. Klar, damit wäre unter Idealbedingungen mehr zu ernten, habe aber Tallage, Teilverschattungen durch Bäume und etwa 50m DC-Leitung. Die oben genannten ca.700kWh jährlich sind übrigens nach dem Speicher gemessen, beinhalten also schon die Speicherverluste, die Kabelverluste und den bescheidenen Wirkungsgrad des GTIL.

    Alles zusammen war günstiger als jedes fertige, speicherlose 600W-Set...

  • Wer Speicher hat, verkennt den "sportlichen "Aspekt, das Maximum aus einer Investition von ~800 Euro zu ziehen. Sparen zum Handy-Preis. Wobei ein Handy nicht spart, sondern im Preis sinkt.


    Allerdings gibt es eine große Gruppe, denen es völlig egal ist, ob sie mehr zahlen müssen, um sich High-End hinzustellen. Der Aufpreis für solche Besser-gehts´s-nicht-Lösungen ist schließlich geschenkt. Haben ist wichtig. Me-Too oder Teil des Trends,


    Wer keine freie Spitze von1000 Euro hat, sollte kein BKW bauen. Egal, wie günstig die Hardware ist.

  • Wer Speicher hat, verkennt den "sportlichen "Aspekt, das Maximum aus einer Investition von ~800 Euro zu ziehen.

    Was ist daran sportlich Strom zu verschenken?

    Meine Anlage incl. Speicher kostete sehr viel weniger als 800€.

    Mein "Sport" besteht darin, aus minimaler Investition maximalen Gewinn zu generieren.

    Bei meinen Eltern war es sonnenklar. Um 9 Uhr wird der Rasenroboter zum Laden reinkommen, mittags wird gekocht, dann Mittagsmagazin auf dem 55 Zoller, dann Kaffee - dann Nickerchen.

    Seit November 650KW verbraucht, 42KW erzeugt. Meiner Mutter (88) dreht sich der Magen um, dass 10 KW eingespeist wurden.

    "KW" ist übrigens die Einheit für Leistung. Verbrauch wird in kWh angegeben.

    Wenn seit Nov. bereits 10kWh eingespeist wurden, wird sich dies in den Sommermonaten vervielfachen. Im Dez. und Jan. kam ja fast nix.


    Denk an die arme Mutter und verrate ihr das nicht.

    Wie viel Watt zieht denn so ein Mähroboter beim Laden? Viel kann das ja eigentlich nicht sein.

  • Das meinst Du als Rat an Suchende nicht im Ernst. Man nehme: 1x Ex-Notstrom aus öff. Schwimmbad und 1x 2PZS aus Hubwagen, beides 24V). 60A Laderegler und GTIL2 mit Limiter. 6 gebrauchte 185W-Module


    Damit kein falscher Eindruck aufkommt. Du verdienst die Frickler-Krone. Die Nachbau-Sicherheit geht allerdings gegen Null.


    Lassen wir es einfach bei den Unstrittigkeiten:

    Deine Umtriebigkeit hat für eine vorzügliche Lösung gesorgt.

    firstpv muss seinen Eigenverbrauch optimieren.

    Und meiner Mutter richte ich liebe Grüße von Dir aus.