4 kWp mit Nulleinspeisung und LiFePo4 auf Garagendach

  • Ein freundliches Hallo in die Forengemeinde!


    Ich würde mich sehr über Eure Meinung zu meinem PV-Projekt freuen, welches ich im April/Mai dieses Jahr umsetzen möchte. Geplant ist eine Anlage in Eigenmontage zum Eigenverbrauch mit Null-Einspeisung. Die Null-Einspeisung soll durch einen Limiter je Wechselrichter an den einzelnen Phasen sichergestellt werden. Die Module sollen auf ein Garagendach (Flachdach).

    2 Wechselrichter sind geplant, da Modulfeld A eine Verschattung durch das Hausdach (EG + Dach) von 12 Uhr bis ca. 15 Uhr hat. Modulfeld B hat zumindest im Sommer fast immer volle Sonne. Die gesamte Anlage soll in der Garage untergebracht werden. Von der Garage bis zum Haus (Zählerschrank) habe ich ca. 13m -15m Kabelweg.



    Komponenten:


    12 x Modul JA Solar JAM 60 S 10-345/MR

    2 x Laderegler MPPT EPever XTRA 4415 N

    3 x Netz-Wechselrichter SUN-1000

    16 x LiFePo4 3,2V 100Ah


    Ich weiß das sind alles "China-Kracher" aber soll günstig sein da 100% Eigenfinanziert.


    Hierzu nun meine Fragen:


    Klappt das grundsätzlich technisch so wie ich es geplant habe? Wenn nicht, was müsste ich ändern.


    Sollte ich die Module aufständern? Wenn ja Süd oder Ost/West.


    Was kann ich an der gesamten Planung eurer Meinung nach verbessern?



    Vielen Dank für jeden der sich die Zeit nimmt die Planung zu beurteilen. Ich bin für jeden Vorschlag und Rat von Euch Fachleuten dankbar. Ich weiß das sich das Hausdach förmlich anbietet aber ich möchte die Anlage dort nicht mehr, wie ursprünglich geplant installieren.


    Liebe Grüße


    Der Diego


    Hier noch die Datenblätter:


    Laderegler



    Wechselrichter


  • Geplant ist eine Anlage in Eigenmontage zum Eigenverbrauch mit Null-Einspeisung.

    Wird das in D gebaut, brauchst du trotzdem einen eingetragenen Elektriker und auch Anmeldung im MaStR muss sein.


    Warum Null-Einspeisung hast du was zu verschenken? Bei mir würden 75% der Produktion verpuffen wenn ich mir den Überschuss nicht vergüten lassen würde was mir per Gesetz zu steht. Deine Anlage ist vermutlich Hobby weil du dir auch noch einen Speicher gönnst. ;)

    Grüße
    Didi


    2015: 1052 kWh/kWp; 2016: 1036 kWh/kWp; 2017: 1102 kWh/kWp; 2018: 1162 kWh/kWp; 2019: 1137 kWh/kWp; 2020: 1106 kWh/kWp; 2021: 1035 kWh/kWp

    "Handle so, wie du auch von anderen behandelt werden willst" (frei nach Kant)

    Steuern und Finanzamt (Dank an pflanze :))

  • Mit dem Speicher kommst du im Winter eh nicht weit und im Sommer hast du viel zu viel PV-Leistung, um das ganze irgendwie sinnvoll aussehen zu lassen mMn. (Ein Schwimmbad hast du ja nicht, um die Leistung "sinnvoll" zu verheizen?)


    Ich würde das eher ohne Speicher machen... (Da gibt es massig Diskussionen zu Speichern, ob die sinnvoll sind im Einzelhaus..)

    Sollte ich die Module aufständern? Wenn ja Süd oder Ost/West.

    Aufständern auf jeden Fall allein schon wegen Selbstreinigung. Wahrscheinlich ist O/W sinnvoll bei dir, wenn ohne Speicher :)

  • Mit dem Speicher habt Ihr sicher recht. Sinn oder Unsinn kann man wahrscheinlich nur mit Hobby rechtfertigen. Da werde ich nochmal genauer rechnen ob das wenigstens eine "Nullrunde" werden kann und dann entscheiden. Vielleicht warte ich damit auch, bis die Preise weiter runtergehen oder aber schlage zu, wenn ich mal wo günstig rankomme.


    Auf der Webseite des Marktstammdatenregister steht " Verbrauchsanlagen sind nur zu registrieren, wenn sie an ein Hoch- oder Höchstspannungsnetz oder an ein Fernleitungsnetz angeschlossen sind. ". Es wird hier wohl zwischen Stromerzeugungsanlagen und Stromverbrauchsanlagen differenziert. Laut telefonischer Aussage des Marktstammdatenregister von heute, handelt es sich bei meiner Anlage um eine Verbrauchsanlage, solange sichergestellt ist, das nichts ins Netz eingespeist wird. Eine gleichlautende Anfrage geht heute nochmal schriftlich raus. Mal sehen was dann kommt.


    Hat denn mal jemand geschaut, ob meine Planung technisch mit den vorgestellten Komponenten so passt?

  • Die Null-Einspeisung soll durch einen Limiter je Wechselrichter an den einzelnen Phasen sichergestellt werden.


    bei meiner Anlage um eine Verbrauchsanlage, solange sichergestellt ist, das nichts ins Netz eingespeist wird.

    Hat der Limiter ein Zertifikat das dies bescheinigt?

    Mein Kenntnisstand ist das nur Inselanlagen in D nicht im MaStaR einzutragen sind. ;)

    Grüße
    Didi


    2015: 1052 kWh/kWp; 2016: 1036 kWh/kWp; 2017: 1102 kWh/kWp; 2018: 1162 kWh/kWp; 2019: 1137 kWh/kWp; 2020: 1106 kWh/kWp; 2021: 1035 kWh/kWp

    "Handle so, wie du auch von anderen behandelt werden willst" (frei nach Kant)

    Steuern und Finanzamt (Dank an pflanze :))

  • " Verbrauchsanlagen sind nur zu registrieren, wenn sie an ein Hoch- oder Höchstspannungsnetz oder an ein Fernleitungsnetz angeschlossen sind. ".

    Gilt auch für 230V nach meiner Kenntnis

    auch ein Schalter zum Umschalten ist ein Anschluss.

    Ergo must du anmelden.

  • Bevor es jemand anders sagt...


    Warum nimmt man keinen günstigen Kredit auf und macht das schöne Satteldach daneben voll?

  • didimausi Erratika Zertifikat gibt es vielleicht (muss ich prüfen) aber das Ding kommt aus China. Von daher würde ich mich auf die Gültigkeit hier in DE nicht verlassen wollen. Wie gesagt, habe ich heute mit dem MaStrR gesprochen und mir wurde nach Schilderung meines Vorhabens, die Anmeldefreiheit bestätigt. Ich warte nun darauf, das die mir auf meine schriftliche Anfrage hoffentlich den "Freifahrtschein" erteilen. Alls nächstes würde ggf. eine gleichlautende Anfrage beim Netzbetreiber erfolgen . Den alten Zähler würde ich dann tauschen lassen gegen einen Zweirichtungszähler, um die nicht vorhandene Einspeisung ins Netz dokumentieren zu können.


    AllesWoller Das möchte ich aus verschiedenen persönlichen und steuerlichen Gründen nicht. Bitte nicht falsch verstehen aber das zu erklären ist kompliziert. Für mich ist es besser und machbar eine solche Anlage privat zu finanzieren.


    @ all Kann denn jemand mal was zu der technischen Zusammenstellung der Komponenten und zur Auslegung der Größe sagen?


    Zielsetzung ist es zur Tageszeit in den Monaten April bis September, möglichst genug Leistung für die täglichen Stromabnehmer zu haben und möglichst wenig aus dem Netz zu beziehen. Oktober bis März klappt das natürlich nicht,- das weiß ich. Eine Umstellung des Verbrauchsverhalten wie die Benutzung von Waschmaschine/Trockner/Herd ist natürlich vorausgesetzt. Zur Abendzeit und in der Nacht soll der Akku den Job der Stromlieferung möglichst übernehmen. Tagesverbrauch bei Licht ca. 7 kWh - Abends/Nachts ca. 3kWh. Ich erhoffe mir eine Ersparnis von > 50 % des Strombezuges aus dem Netz über das Jahr gesehen. Des weiteren habe ich sonst keine Hobby's und hätte Spaß daran, "ein kleines Sonnenkraftwerk" zu betreiben, wo mir kein Gesetz / keine Verordnung rein redet und möglichst legal ist.

  • Wie gesagt, habe ich heute mit dem MaStrR gesprochen und mir wurde nach Schilderung meines Vorhabens, die Anmeldefreiheit bestätigt.

    "Nulleinspeisung" ist nicht immer Nulleinspeisung... :)

    Dein VNB wird auf jeden Fall VDE xxxx- Zertifikate verlangen wenn du anmeldest...

    @ all Kann denn jemand mal was zu der technischen Zusammenstellung der Komponenten und zur Auslegung der Größe sagen?

    Wie ich oben schrub: Zu viel Leistung für Eigenverbrauch im Sommer... Die 4 kWp machen im Sommer tatsächlich oft über lange Zeit 2kW+, und den ganzen Tag lang den Backofen an hast du ja wahrscheinlich nicht.

  • Hey sportyPferd!


    Deinen Hinweis mit der Anmeldung beim VNB habe ich verstanden. Wer viel fragt bekommt viele Antworten ;) . Danke aber für den Hinweis!


    Meine Planung ist ja, das die Leistung welche in den Monaten April bis September nicht direkt verbraucht wird, halt im Akku gespeichert wird für die Zeit, wenn die Sonne nicht scheint (Abends/Nachts oder dicke Wolke 8| ). Wenn der Verbrauch im Haus gedeckt, der Akku voll ist, könnte man ja auch den Rest über eine kleine Klimaanlage/Klimalüftung verbraten 8). Unser Haus ist Holzständerbauweise aus den 80er Jahren und im Sommer, wenn einmal aufgeheizt, recht warm. Dann passt aber unter Umständen meine bisherige WR-Situation nicht mehr. Das muss ich nochmal gründlich überdenken :/ . Langsam wird's kompliziert 8o .


    Ich hab die Smileys entdeckt - Sorry, ich zügle mich in Zukunft! :oops: