PV-Anlage EFH | 4 Teilflächen denkbar | teilweise Verschattung | Wärmepumpe | ~ 20 kWp

  • Liebe Community,


    ich bin neu im Forum und freue mich schon auf euer Feedback!


    Kurzer Background: Ich habe mit meiner Familie ein EFH im Ortenaukreis (am Rhein) aus 2012 gekauft und wir sind zum Jahreswechsel eingezogen. Das Haus hat eine Luft-Luft-Wärmepumpe und in den Zählerschrank (siehe Anhang) wurden kurz vor unserem Einzug noch neueste Zähler und ein Rundsteuerempfänger eingebaut (darauf hatten wir keinen Einfluss). Erstes Großprojekt in unserem neuen Zuhause: PV-Anlage, denn diese war leider nicht dabei.


    Ich recherchiere schon einige Wochen zu dem Thema, euer Forum ist aber mit Abstand die beste und vor allem transparenteste Informationsquelle. Für meinen ersten Post habe ich mir (nachdem ich mir die FAQ durchgelesen hatte) Gedanken zur möglichen Maximalbelegung gemacht, mit PVGIS und PVSOL gespielt und jeglichen Gedanken an einen Speicher verworfen; zeitnah soll ein E-Auto her, das erscheint mir sinnvoller…



    Zum Projekt, maximal denkbar wären vier Teilflächen (in folgender Tabelle nach Relevanz sortiert), gesamte Größenordnung ca. 20 kWp:


    Dach

    Haus

    Haus

    Schuppen

    Garage

    Himmelsrichtung

    West-Südwest

    Ost-Nordost

    Süd-Südost

    Nord-Nordwest

    Azimuth

    60°

    -120°

    -30°

    -120° / 60°

    Belegbare Fläche

    60 m²

    40 m²

    13,8 m²

    36 m²

    Neigung

    35°

    35°

    15° aufgeständert

    10° ONO/WSW-aufgeständert

    Verschattung

    teilweise, hptsl. im Winter

    nein

    teilweise

    sehr unterschiedlich, teilweise stark

    PV-Volllaststunden

    Pro Jahr [kWh/kWp*a]

    1023,59

    763,29

    1106,85

    911,18 / 1001,65


    Der Azimuth und dementsprechend die PV-Volllaststunden für die Garage sind für die Aufständerungsrichtung angegeben, allerdings aufgrund der Verschattung (siehe unten) natürlich bei weitem nicht erreichbar.


    Im folgenden die zugehörigen Bilder aus PVSOL mit verschattungsrelevanten Nachbargebäuden.




    Ich habe mich noch für keine bestimmten Module entschieden, hängt ja vermutlich auch vom auszuführenden Unternehmen ab. Exemplarisch habe ich in PVSOL mit Viessmann Vitovolt 300 M395 WE verlegt; ich bin bei der Modulwahl aber offen für gute Preis-Leistungsverhältnisse. Die Dachmodule sind hier quer angeordnet, da ich auf dem West-Südwest-Dach auf diese Weise 3 Module mehr unterbekomme als bei einer Hochkantverlegung (war auch bei kleineren Modulen so).

    Nimmt man in diesem Fall die Querverlegung in Kauf?



    Die Aussparung (~ 20m²) auf dem Ost-Nordost-Dach ist einem geplanten Dachfenster geschuldet. Die dort fehlenden Module hätte ich sehr gerne mit dem Gartenschuppendach und (einem Teil) des Garagendaches kompensiert, vorausgesetzt, das ist auch sinnvoll.










    Wichtig für eine Beurteilung ist natürlich die Verschattungssituation (siehe obige Tabelle), die sich laut PVSOL wie folgt darstellt:


    Das West-Südwest-Dach ist durch das gegenüberliegende Gebäude im Wintertagesverlauf leider teilweise, vor allem im unteren Teil verschattet. (Kann man in PVSOL eigentlich auch den Sonnenstand an einem beliebigen Tag im Jahr (und Zeit) simulieren und sehen? Oder gibt’s nur diese Ganzjahresanalyse?)

    Ich habe das Mitte Januar auch mal mit Fotos dokumentiert.


    Auf das Ost-Nordost-Dach fällt kein Schatten.







    Würde ich das Schuppendach bestücken wie hier simuliert, verschatten die vorderen Module teilweise die hinteren, was sicherlich nicht optimal ist. Wie sollte man hier vorgehen (vorausgesetzt, es ist überhaupt erstrebenswert, das Schuppendach zu belegen)? Vorne zwei quer stattdessen?









    Auf die Idee das Garagendach zu belegen, wäre ich gar nicht erst gekommen, wenn ich nicht bei euch im Forum gelandet wäre und das Mantra Maximalbelegung verinnerlicht hätte. Trotzdem muss man sich fragen, ob mehr als die östlichsten 2-4 Module wirklich sinnvoll sind?


    Hier jedenfalls die Verschattungsanalyse dazu.







    Vielen Dank schon mal, dass ihr mich an eurer Erfahrung teilhaben lasst! Sagt Bescheid wenn ihr weitere Infos für eine Einschätzung benötigt.

    Über das Thema Wechselrichter und mögliche Verstringung habe ich mir noch keine tiefergehenden Gedanken gemacht (da fehlt mir noch Know-How, auch vor dem Hintergrund der Verschattung), da mich erst mal grundsätzlich eure Meinung zum Vorhaben interessiert.

  • Bitte Dachmaße. Paar Prozent Schatten sind harmlos. Quer ist nix neben Gaube! Aber, s.u., ist ist ein DF. ...

    Mehr als 2-3 auf Garage ist nix.

    Schuppen ist wie angebunden? Dort flach oder quer legen.

    Die Aussparung (~ 20m²) auf dem Ost-Nordost-Dach ist einem geplanten Dachfenster geschuldet

    Ein DF mit 20m² ist krank. Normal haben die ca 1 m². ...

    Kompliment, schöner Einstieg.

  • Hallo pflanze,


    danke für die Antwort und das Kompliment. D.h. den Schatten auf dem Südwestdach müsste ich bei der weiteren Planung nicht berücksichtigen und mir deswegen von einem Solarteur auch nichts einreden lassen (Solaredge etc.)?


    2 Module am östlichsten Rand der Garage war zu Beginn auch mein Gedanke.


    Zu den Maßen:

    Dach 11,17m x 6,12m. Diese Maße sind berechnet, Ziegel habe ich bislang noch nicht gezählt, kann ich aber noch machen falls es auf wenige Zentimeter ankommen sollte. In diesem Screenshot liegen die Module zum Vergleich hochkant.










    Schuppen 4,30m x 3,20m. Es liegt ein Leerrohr vom Schuppen in die Garage. Das Schuppendach ist leicht nach hinten geneigt, also nach Norden, deshalb wird zumindest eine leichte Aufständerung sinnvoll sein, die ja unterschiedlich für die vorderen und hinteren sein könnte. Quer passen dann 2 x 2 drauf.








    Zum Dachfenster:

    Der Plan ein (oder zwei) Dachfenster einzubauen, kommt vermutlich erst in ein bis zwei Jahren zum Tragen. Es wird vermutlich keine 20m² haben, soll aber durchaus größer als 1m² sein; es gibt noch keine Detailplanung hierzu. Natürlich könnte ich die Fläche auch zunächst voll belegen oder nur eine Reihe freilassen und dann ggf. wieder zurückbauen falls das sinnvoll ist...

  • Wie gesagt, das bisschen Schatten ist harmlos, lass dir da keine Angst machen. Ob SE für Verstrigung nötig ist sehen wir später.

    Dach – 11,17m x 6,12m. Diese Maße sind berechnet,

    Zauberprächtig, dann passen Module mit ca. 2 m Länge optimal. Wenn nötig außen eine Spalte quer mit ca. 1,7 langen. Schnee rutscht besser ab; weniger Montageaufwand, weniger Kosten, weniger Materialverbrauch (Ökologie!).

    Das Schuppendach ist leicht nach hinten geneigt, also nach Norden, deshalb wird zumindest eine leichte Aufständerung sinnvoll sein,

    Nein, denn du verschattest dich dadurch. Neigung? Auch Dort mal die großen Module skizzieren.


    Vlt lässt sich das Fenster in einem Guss mit der PV machen - wozu warten? Derzeit gibt es für energetische Modernisierung 20% Entlastung des Preises (inkl. Material!) auf die EkSt - ganz ohne Anträge und BAFA usw. Braucht nur Bestätigung der Fachfirma.

  • Es lebe die Geometrie. Dank der wunderbar sortierbaren PV*SOL-Modulbibliothek habe ich das Südwestdach jetzt mal mit diesen Modulen hochkant belegt:

    • JW-HD144N-420 420 W (2,016m x 0,996m)
    • Randabstände allseitig: 20cm. Modulabstände allseitig: 15cm

    Denkbar oder soll ich lieber noch ein paar Zentimeter zugeben?

    Spielt die Marke der Module ein große Rolle? Ich habe mich jetzt nur nach Geometrie und Leistung orientiert.


    Das Schuppendach schau ich mir im Laufe des Tages noch an.


    Es ist nicht nur das Dachfenster, sondern der gesamte Dachboden, der künftig mal ausgebaut werden soll. Da wir das Haus aber gerade erst übernommen haben, ist dieses Projekt für dieses Jahr einfach zu viel... Ich kann mir aber nochmal intensivere Gedanken darüber machen, wie denn das Dachfenster genau aussehen könnte und die Aussparung entsprechend realistischer gestalten...

  • Randabstände allseitig: 20cm. Modulabstände allseitig: 15cm

    Es bleibt überall 20 cm Dach? Passt. Aber 15 cm zwischen den Modulen? Meinst du mm? Bitte die Klemmen ansehen ob die diesen Abstand haben.

    Wenn du das Dach abheben darfst, kein B-Plan und kein Denkmalschmutz sind gute Vorzeichen, über Schleppgaube nachdenken - oder Knick auf ganzer Breite. Zwerchdach?

    Die meisten Module sind in Ordnung. Welcher Hersteller ist dies?


    Auf WP umstellen und 45 Prozent vom Ausbau bezuschusst bekommen.

  • Sorry, beide Angaben waren in mm, da ist mir das Komma verrutscht. Ich gehe mal davon aus, dass ich bis an die Kante bauen darf?! Das Haus ist ein Fertighaus aus 2012, bereits mit WP. Denkmalschutz ist natürlich kein Thema, Bebauungsplan schon eher.


    Diese Module sind von Jolywood. Sagt mir jetzt nichts, aber Dir vielleicht? Es gibt auch Module mit ähnlichen Spezifikationen von anderen Herstellern...


    Ich habe jetzt mal Dachfenster in realistischerer Größenordnung eingefügt und den Schuppen überarbeitet.

    Sieht jetzt so aus:




    Die vorderen beiden Module liegen nun quer auf dem Schuppendach, die hinteren vier sind 15° hochkant aufgeständert.

    Gegenseitige Verschattung findet jetzt nicht mehr statt.


    Die 6 Module auf dem Schuppen würden jetzt gerade die fehlenden sechs auf dem Nordost-Dach kompensieren.


    Garage habe ich jetzt mal weggelassen, da müsste ich wieder auf kürzere Module gehen...

  • Du kannst dir die Module nicht wirklich aussuchen - Jolywood lese sogar ich zum ersten Mal. Aber innerhalb der Maße bekommst du auch JA Solar oder Trina die weit verbreiteter sind. Letztlich musst du nehmen was der Solateurs anzubieten hat.

    Schuppen – 4,30m x 3,20m

    Würde ich wenn überhaupt flach belegen mit 3*2st 144Halbzellern.

    Schuppen heißt meist dass man da man mit Leiter und Schrubber dran kommt (bei Regen damit es keine Kalkflecken gibt!)

    Ist die Gaube des ONO auch belegt? Oder ist das ein Dachfenster?

    DF baut man am besten gleich mit ein - verkleiden und von innen hübsch machen kannst du später aber der Ausstieg ist Gold wert und später wieder Module abbauen damit man sich beim DF Einbau auf dem Dach bewegen kann macht keinen Sinn.

    Nimm das am besten isolierte DF das du bekommen kannst - nicht zu groß und mit effektiver Beschattungsoption!!!


    Gruß Flo

    Achtung Schattentheoretiker!

  • Von Velux Passivhaus-Fenster ansehen!

    Schuppen und die dann später kommenden Ost-Module an 1ph WR.

    Bei Sparren nah am Ortgang und WZ 1 oder 2 passt das. Braucht halt einen fähigen und willigen Installateur.

  • Vielen Dank für eure Tips das Dachfenster betreffend, hier werden wir sicher nicht sparen. Ob das wirklich gleichzeitig mit der PV-Anlage umgesetzt werden kann, weiß ich aber noch nicht...

    Aber zurück zum eigentlichen Thema, ich musste nochmal nachjustieren, ich habe die Ziegel gezählt und komme vom Giebel zur Traufe nur auf 19 x 0,31m = 5,89m. Die Breite von 11,17m stimmte.


    Mit 1,6cm Abstand zwischen den Modulen landen in PV*SOL 33 von diesen auf dem Dach Maße 992mm x 1956mm:

    • Exe Solar S.r.l. A-HCM460/144 460 W

    Mir ist klar, dass ich bei den Modulen vom Solateur abhängig bin, aber ich bin ja noch in der Konzeptphase und lerne gerade, was es gibt: 460W auf der Fläche, ehrlich?! Ist Exe Solar bekannter und seriös? Würde ich die Belegung so durchführen, käme ich mit 66 Modulen auf 30,36 kWp! (Sollte ich unter 30kWp bleiben?)



    Zur Veranschaulichung und zum Thema Sparren in der Nähe des Ortgangs habe ich mal noch zwei Fotos angehängt.

    Wir sind in Windzone 1.


    Jo, also unabhängig davon, ob es jetzt genau diese Module werden oder welche mit ähnlicher Geometrie und weniger Leistung, was sollte ich noch tun bevor ich Solateure anfrage? Die Themen Montage, Verstringung, Wechselrichter etc. ist noch komplett neu für mich, aber ich bin lernfähig...