Absolut Beginner: Erste Überlegungen zu einem Balkonkraftwerk

  • Hallo,

    ich habe so gut wie von nichts eine Ahnung und bin hier auf richtig gute Informationen angewiesen ... in einfachen Worten ... ;)

    Also, ich plane eine Balkonanlage. Soweit schon einmal so gut ...

    Zu den Daten:


    Dachneigung: 30°

    Verschattung: für 4 Module keine, bis zu 8 Module machbar, dann aber tlws. mit Verschattung

    Ausrichtung: genau Süd

    Standort: Hamburgs Westen

    Haus: Mittelreihenhaus

    Bewohner: z.Zt. 3, vielleicht bald 2 (Tochter möchte irgendwo studieren)

    Stromverbrauch: so zwischen 3.000 und 3.300 kW / Jahr


    Ich bin über das Angebot von einem Anbieter "gestolpert", dass mir 4 Module à 330 W DC (insgesamt 1.300 W AC) inklusive Datalogger und Wechselrichter (und Aufbaugestell für Dachpfanne und 10m Kabel vom WR zur Steckdose) für 1.660,- € (zzgl. Versand), sagen wir 1.700,- € anbietet. (Plus Installationskosten auf dem Dach (?) und bei der Elektrik (?)).


    Module: HUAYU HY-1300-Plus

    WR: Hoymiles


    Also, meine Überlegung geht eigentlich dahin, dass ich am liebsten auch noch einen Speicher installieren möchte, um möglichst maximal autark mit der Anlage zu sein.

    Aber da verlassen sie mich auch schon wieder ... Wieviel Speicherkapazität brauche ich, welchen überhaupt, lohnt sich das, was kostet das, lohnt es sich trotzdem?


    Ich gehe im Grunde davon aus, dass ich zwischen 8 und 9 kW im Schnitt pro Tag verbrauche. Also idealisiert 0,3 bis 0,4 kWh. Dann müsste ich also eine Inputleistung der Module von mehr als 0,4 kWh haben, damit der Speicher überhaupt gefüllt wird. Ich bin mir natürlich darüber im Klaren, dass ich nicht 24 Stunden lang dieselbe Menge Strom verbrauche, sondern nachts nur 1, tagsüber 5 (oder so). Aber rein vom Verständnis her ...


    Jetzt kommt aber meine Ideallösung ... :)

    Da ich seit dem 01.02.2021 bei aWATTar bin und sobald Discovergy das Smartmeter mit GSM-Modul geliefert und eingebaut hat beim "Hourly"-Tarif bin, würde ich sehr gerne eine Lösung haben, die mir erlaubt bei einem Strompreis unter einer bestimmten Grenze den Speicher zu füllen. Am liebsten automatisch. Ein Abfrage, die die Strompreise abfragt und dann entscheidet, zwischen 3 und 7 Uhr Nachts lade ich Strom in den Speicher.


    Gibt es diese Möglichkeit bei einem Balkonkraftwerk überhaupt, da ich ja direkt vom Solarmodul/WR in die Steckdose gehe?

    Gibt es überhaupt diese Möglichkeit? Hat die vielleicht sogar jemand im Einsatz?

    Macht es dann trotzdem noch Sinn, einen Speicher zu kaufen (wenn ja, welche Größe)?


    Ach ... ich stehe am absoluten Anfang, aber würde lieber gestern als morgen bestellen und anfangen.


    Über jeden konstruktiven Input bin ich absolut dankbar – aber bitte wie gesagt, nicht so fachlich werden (und mit Begriffen rumwerfen, die ich nicht verstehe). :D


    Danke schon einmal - freue mich auf Antworten

    marv. (für die, die mich aus dem evw-forum kennen)

  • In aller Kürze:

    - Bitte benutze die richtigen Einheiten für Leistung (kW) und Energie (kWh), sonst produzierst du Chaos

    - Ein Balkonkraftwerk kannst du nur bis 600 W bauen

    - Ein Speicher lohnt sich nicht

    - warum keine richtige Anlage?

  • - Bei den Einheiten bin mir nie sicher ... Sorry dafür!

    - Das "Kraftwerk" wird dort so angeboten. Vielleicht läuft das dann unter einem anderen Namen, aber sind das dann Größenordnungen, die schon eine "richtige" Anlage betreffen? Muss man die dann anmelden?

    - OK, rein kostentechnisch oder weil nicht genug dabei rumkommt? Auch nicht mit der aWATTar-Lösung?

    - Zum einen wäre da dann doch eine "richtige" Anlage, oder? Mein Zählerschrank befindet sich außerhalb des Hauses, ca. 30 Meter entfernt. Dazu müsste ich über 5 Grundstücke das Kabel verlegen. Das ist fast nicht möglich. Daher die "Idee", den produzierten Strom direkt ins (eigene) Netz einzuspeisen.


    Darf ich das Angebot "verlinken" oder wäre das Werbung?

  • - Anmelden musst du jede Anlage, auch eine Balkonanlage

    - eine kWh aus dem Speicher kostet einfach mehr als eine aus dem Netz, rechne selber, sonst glaubst du es ja doch nicht.

    - auch eine "richtige Anlage" speist in dein Hausnetz ein, im Gegensatz zu einer Balkonanlage bekommst du die Überschüsse vergütet.


    Mir egal, ob du das Angebot verlinkst. Es bringt bezüglich deiner Fragen jedenfalls keine neue Erkenntnis.

  • Muss man die dann anmelden?

    Muss man nicht. Aber man muss mit den Konsequenzen leben ggfs. 8o .

    Über "richtige Anlage" vs. Mini-PV usw. lässt sich nur im jeweiligen speziellen Fall etwas sinnvolles sagen (auch wenn hier im Forum einige niemals unter keinen Umständen Mini-PV sinnvoll finden...)


    Mit Speichern rumzupimmeln, da rate ich von ab! :)

  • Speicher hin oder her ... ;)

    Ist es so, dass bis 600 W Wechselrichterleistung (Mini-Solaranalge) ein einfaches Einstecken in eine Steckdose des Hausstromes ausreicht und ab 600 W eine eigene zuleitung zum Zählerschrank gelegt werden muss? Damit würde sich ja alles über 600 W bei mir nicht rechnen. Oder kann ich dann 2x 600 W installieren (zwei unabhängige Systeme)?


    Thx

  • 600 W gehen natürlich nur einmal, sonst wären es keine 600 W. Du brauchst dazu rein rechtlich eine Einspeisedose und die entsprechende Sicherung muss entsprechend schwächer ausgelegt werden. Ohne Elektriker geht es also theoretisch nicht. Rein technisch kannst du einfach in eine Schuko stecken, musst dann halt gegebenenfalls mit den Konsequenzen leben. Von reihenweisen Verhaftungen von solchen Guerillabetreibern ist mir bis jetzt nichts zu Ohren gekommen.


    Da du ja aber Eigenheimbesitzer zu sein scheinst, worin siehst du das Problem, eine Anlage im Zählerschrank anzuklemmen? Wieso soll sich das bei dir nicht lohnen? Eine Leitung in den Keller hat bis jetzt noch jeder hingekriegt.


    So eine 600W-PV macht sich schneller bezahlt als eine größere Anlage, aber du kannst sie halt nur einmal bauen, und die Gesamtersparnis und die Gesamterträge bleiben halt im Taschengeldbereich. Bei einer richtigen Anlage sind die Gesamterträge wesentlich höher, auch wenn sie sich etwas langsamer amortisiert.

  • ...

    Da du ja aber Eigenheimbesitzer zu sein scheinst, worin siehst du das Problem, eine Anlage im Zählerschrank anzuklemmen? Wieso soll sich das bei dir nicht lohnen? Eine Leitung in den Keller hat bis jetzt noch jeder hingekriegt.

    ...

    Wie geschrieben:


    "... Mein Zählerschrank befindet sich außerhalb des Hauses, ca. 30 Meter entfernt. Dazu müsste ich über 5 Grundstücke das Kabel verlegen. Das ist fast nicht möglich. ..."


    Da ich in einem Mittelreihenhaus wohne (Eigentümer) und der Zählerschrank sich am Ende der Zeile (5 Hauseingänge weiter) befindet, müsste ich mit dem Kabel durch alle Grundstücke durch. Am Ende kann mir das keiner verwehren, wenn ich das unbedingt will, aber das ist ein ewigen Gebuddel und die Zuleitung vom Wechselrichter zum Zähler wären mit Sicherheit 30 Meter, wenn nicht noch mehr. Von daher ... ;)


    Also, ich sehe schon – alles nicht so einfach, wie ich es mir gedacht habe. Aber danke schon einmal für die Antworten, zumindest die, die qualifiziert waren.


    Mir gefällt der Ton hier nicht so – "... sonst glaubst Du das ja eh nicht" und "rumgepimmel" ... nicht mein Stil.

    Von daher... Danke! Bin raus.