Einspeisevertrag NBB (Brandenburg)

  • So, ich wollte mal hier berichten.


    Es ist jetzt der 16. April 2021, 7 Monate nach Inbetriebnahme, und die Anlage ist immer noch nicht genehmigt bzw. habe ich noch keine Abschlagszahlungen erhalten.


    Deshalb habe ich mal bei NBB in Berlin angerufen und jetzt auch direkt Rückmeldung bekommen:

    • Bei den Abschlagszahlungen ging was schief, ich sollte aber nächste Woche rückwirkend alles bekommen
    • 25.09. Inbetriebnahme und direkt einspeisen war richtig so: Einspeisung ist lt. EEG ab Inbetriebnahme möglich
    • Von meinem lokalen Stromanbieter erhielt ich eine korrigierte Stromrechnung, mit Rückzahlung von ca. 400 EUR;
      wobei der Titel korrigierte Rechnung per Hand in Anführungszeichen gesetzt ist; ich vermute, dass sie es sich einfach gemacht haben und mir die EEG-Vergütung über den Umweg der Stromrechnung für letztes Jahr zukommen lassen haben
    • es ist richtig, dass ich den Vertrag nicht unterschrieben habe; sie brauchen keinen Vertrag, schicken den aber immer mit
      weil anscheinend viele Einspeiser einen haben wollen, weil das Finanzamt einen verlangt; Mein Finanzamt hat auch einen verlangt, ich habe denen aber geschrieben, dass es lt. EEG keinen gibt, seitdem nicht mehr gehört
    • Es ist richtig, das für mich (30kwp) die EEG-Umlage auf Eigenverbrauch entfällt;
    • ob für die Monate letztes Jahr, während das EEG 2017 noch Gültigkeit hatten, noch EEG Umlage auf Eigenverbrauch abgeführt werden muss (ca. 9 EUR), werde ich vermutlich noch irgendwie mitkriegen.. das konnte mir der Mitarbeiter jetzt nicht sagen

    Es war also richtig und gut. Noch mal für alle zum merken:

    Inbetriebnahmezeitpunkt ist nicht nur ein fiktiver Termin, an dem die PV Anlage abgenommen/übergeben wird, sondern
    steht für das Datum, ab wann dauerhaft eingespeist werden darf. Die Fertigstellungsanzeige an den Netzbetreiber und Eintragung Markstammdatenregister kann auch anschließend (m.E. bis 30 Tage später) eingereicht werden. Ein Erzeugungs/Einspeisezähler ist zum Inbetriebnahmezeitpunkt nicht zwingend, falls nicht vorhanden wird geschätzt.


    Insgesamt muss ich sagen, dass NBB (Brandenburg) zwar langsam ist (eventuell d. Corona Situation geschuldet), aber bisher wirklich fair reagiert hat. Wenn man aktiv nachfragt und sich erkundigt, bekommt man auch Antworten. Von alleine geht freilich nichts, aber wo kann man sowas schon erwarten?

  • Von meinem lokalen Stromanbieter erhielt ich eine korrigierte Stromrechnung, mit Rückzahlung von ca. 400 EUR;

    Seit vielen Jahren ist VNB und EVU lt. EEG zu trennen. Für kleine Stadtwerke, wenn wirtschaftlich nicht sinnvoll gibt es eine Ausnahmegnehmigung. Das ist vmtl. bei dir so.


    Auch wenn bei dir alles in einer Hand ist, denke ich nicht das man das so einfach verrechnen kann. Den Strombezug zahlst du als Privatperson. Die Einspeisevergütung bekommst du als Unternehmer. Ob für EÜR/ESt oder USt brauchst du Unterlagen für dein Unternehmen auf der Basis die jeweilige Steuer zu deklarieren ist. Die Unterlagen dazu musst du 10 Jahre archivieren falls Rückfragen vom FA kommen sollten.

    Grüße
    Didi


    2015: 1052 kWh/kWp; 2016: 1036 kWh/kWp; 2017: 1102 kWh/kWp; 2018: 1162 kWh/kWp; 2019: 1137 kWh/kWp; 2020: 1106 kWh/kWp

    "Handle so, wie du auch von anderen behandelt werden willst" (frei nach Kant)

    Steuern und Finanzamt (Dank an pflanze :))

  • Ja, danke - dass das nicht ganz richtig ist, war mir klar. Aber ich warte erst einmal, bis ich die erste Abschlagszahlung bekomme, damit ich sehe, wie sie es nun wirklich machen. Ich habe versucht die Stromrechnung zu verstehen und bin leider gescheitert. Am Ende muss ich da noch einmal anrufen.