Meine Inselanlage für den Notfall

  • Wünsche erstmal allen einen schönen Tag, und freue mich hier einige Anregungen für meine Inselanlage zu bekommen.

    Mein Anliegen ist eine autarke Inselanlage für den Notfall, soll aber auch für kleinere Abnehmer ständig in gebrauch sein, so das nichts unnötig versickert.

    Meine ersten Schritte in Sachen Strom aus Sonne und Wind machte ich mit einer kleinen Pilotanlage um etwas Licht im Hühnerstall und eine kleine 12 Volt Pumpe für meinen Garten zu haben.

    Damals habe ich ein 100 Watt Modul benutzt plus einem billig Laderegler aus China und eine alte Autobatterie. Später habe ich diese durch eine Solarbatterie ersetzt.

    Nun überlege ich mir eine Hausinselanlage zu bauen um bei Stromausfall nicht ganz im Dunkel zu stehen. Da meine bessere Hälfte und ich auf dem Lande wohnen haben wir auch kein öffendlichen Wasseranschluss, sondern einen eigenen Brunnen der mit einer 1000 Watt Tauchpumpe bestückt ist. Hier haben wir schon den ersten Stromabnehmer der wichtig ist. Dazu kommt noch die Kläranlage mit ca. 600 Watt. Auch die ist wichtig da sonst das Wasser aus der Klärgrube nicht abgepumt werden kann. Andere Geräte wie Kühlschrank und Gefriertruhe schlagen noch einmal mit gut gerechnet ca. 800-1000 Watt zu Buche. Die letzten müssen aber nicht ständig laufen und werden je nach Jahreszeit und bedarf angeschmissen. Zu den letzeteren zählt auch die Ölheizung. Da diese aber vermutlich bald erneuert wird fehlen mir da noch genaue Daten.

    Nun habe ich schon seit etwa 1 1/2 Jahren eine provisorische Anlage am laufen für das Haus. Ist aber immer nur ein Provisorium geblieben weil mit den Batterien, alte LKW Batterien 230Ah welche an Leistung verlieren, bald was neues her muss. Zudem soll mein PWM Steca Laderegler durch einen MPPT Laderegler ersetzt werden. Was haltet ihr von Victron oder Epever. Beide sollten aber auf 48 Volt umzustellen sein.

    Zur Zeit habe ich noch zwei alte 245 Watt Solarmodule, die aber durch 4 360 Watt ersetzt werden sollen. Ausrichtung 30° Südwest-West.

    Meine Batterin sollen aus 320 LiFePo4 32700 bestehen aus zwei Blöcken a 160 Stück. Diese 8 in Serie geschaltete Zellen und in jeder Zelle sind 20 parallel schaltete Akkus.

    Diese sollen mit einem S8 Bams versehen werden. Weiß ich aber noch nicht welches ich nehmen soll. Der Markt ist so unübersichtlich. Vielleicht weiß von euch welcher da am besten ist. Das ganze soll mit einer Sammel- und Verteilschiene für DC Kabel verbunden werden.

    Als Wechselrichte habe ich den ECTIVE SI 404 24V/4000W. Soll aber irgendwann durch einen hochwertigeren ersetzt werden. Für den Anfang reicht er aber.

    Die Anlage bekommt eine eigene Verkabeung zu den Verbrauchern, hängt als nicht am Stromnetz vom Haus. Das ist so gewollt.

    Ich möchte noch darauf hin weisen das bitte keine Diskusion entsehen soll über das für und wieder solcher Anlage. Es kommt mir hier nicht darauf an ob diese Anlage nun profitabel oder nicht ist. Ich hätte mir auch eine kompette Anlage zusammenstellen lassen können, das wiederstrebt aber meiner Einstellung. Zudem kann ich trotz meines Alters vieles lernen, und das will ich damit auch bezwecken.


    Ich würde mich über jeden Vorschlag aber auch über Kritik freuen, denn Elektrik ist nicht gerade meine starke Seite. obwohl ich mich bemühe.


    Gruß Arwed

  • Module sind so günstig wie nie wieso sparen da alle immer so damit? Ich würd mir gleich 1 Palette kaufen ist günstiger.

    103KWH PSZ Speicher 2 x 42V 840AH 1 x 42V 775AH

    20,7 KW PEEK = PV 20x Trina Solar 225W / 10x Aelo S18 265W / 40x Sunrise 335W

    4x PIP5048MG (PIP mit 500V DC Leerlauf für PV)

  • Servus Arwed, da hast Du Dir als "Anfänger" aber ganz schön was vorgenommen, vor allem mit dem Eigenbau-Akku.

    Auch finanziell, da kommst Du ja auf >500€/kWh und hast aber einen riesen Sack lustiger Flöhe.

    Warum nicht einfach 8 große Zellen mit z.B 200-300Ah? Kosten doch deutlich weniger, musst auch mal auf die Zyklen schauen.

    Aber erstmal zurück auf Los:)

    Ohne eine Diskussion über für und wieder wird, hm, schwierig, schließlich ist das ein Forum und da kann jeder dazu sagen

    was er will solange die Regeln beachtet werden.

    Ich vermute z.B einfach mal dass Du das was Du willst gar nicht bezahlen kannst/willst;)

    Falls doch:

    Wichtig ist dass Du erstmal wirklich genau Euren täglichen Verbrauch zu jeder Jahreszeit feststellst. Also nicht nur die Leistung aller Verbraucher sondern auch deren Laufzeit (W*h) Dann wirst Du schnell merken dass im Kernwinter mit der PV fast egal wie groß allein einfach nicht genug rumkommt bzw. Du ohne Stromaggregat nicht auskommen wirst, zumindest niemals mit so einer winzigen Akku-Kapazität.

    Naja, jetzt sag erstmal Du...

    lg,

    e-zepp

  • Hallo Arwed,


    ein "Notfall" bezeichnet in der Regel eine Situation, welche eine Gefährdung darstellt. Nehmen wir an es käme zu einem solchen Notfall, dann würde die Notwendigkeit bestehen, dass das System funktionieren muss. Man strebt also möglichst hohe Zuverlässigkeit und Sicherheit an und das erreicht man am besten indem man auf Komponenten mit niedriger Ausfallrate und/oder ein redundantes System setzt. Wie das immer so ist sind die natürlich teuer. Insofern denke ich wie e-zepp, dass du das nicht bezahlen möchtest ;).


    Falls doch wäre die sinnigste Lösung wahrscheinlich eine Einspeiseanlage mit netzgekoppeltem Speicher. Mit den richtigen Komponenten und korrekter Installation ist beides inselfähig und du bekommst einen Stromausfall gar nicht mit. Im regulären Betrieb dient der Speicher der Eigenverbrauchsoptimierung. Man könnte ein Limit von 50% setzen und die restliche Kapazität steht dir dann als Notstrom bei einem Netzausfall zur Verfügung. Bevor du deinen Speicher jetzt aber auf eine Woche Autarkie ausgelegst, kaufst du besser zusätzlich einen Diesel-Generator. Dann hast du ein Backup fürs Backup und bist auch für den Winter gewappnet.


    Gruß


    schlossschenke

  • Danke erstmal für die schnellen Antworten.


    Ok, das mit der Disskusion hab ich auch nur gesagt weil ich die Erfahrung gemacht habe das Themen irgendwo hinläuft wo es nicht hingehört. In einigen Fällen wird man dann auch noch blöde angemacht so das man von Anfang gleich die Lust verliert überhaupt weiter zu schreiben. Vor einer sachlichen Diskusion habe ich keine Angst, denn ich will ja was lernen. Ich kann es ja auch verstehen wenn immer wieder von Leuten die selben Fehler begangen werden und man genervt davon ist. Aber ich denke da muss man drüberstehen, oder einfach sich nicht zu Wort melden. So, nun genug davon und weiter, ich will was lernen.


    Was die Module betrifft da sehe ich ein, dass die noch ausbaufähig gemacht werden müssen. Leider habe ich nicht soviel Dachfläche, weil größtenteils beschattet. Und schon auf der jetzigen Fläche mussten ein paar Bäume weichen. Zum Glück waren die durch Stürme schon arg in Mittleidenschaft gezogen so das sie wegkönnen. Wenn ich Module zwische die Blumenbeete meiner Frau stellen würde frikasiert die mich. Also auch nix. Vielleicht bekomme ich auf einer anderen Seite (Südseite) nochmal drei bis vier Module hin, dann ist aber ab 1 Uhr keine Sonnenbestrahlung mehr möglich.


    Die 32700 habe ich gewählt weil ich schon vor ein paar Monaten mir 50 gekauft hatte und sehr zufrieden damit war. Zudem habe ich hier ein Block wo ich nur ein Akku tauschen muss, falls der mal kaputtgeht. Hier kostet mich der Akku 3,40€. Bei den Akkus mit 200-300 Ah sind das schon an die Hundert und mehr Euronen.

    Das Problem war, das entweder ich auf große 230Ah Nassbatterien zurückgreifen müsste, was mich noch teurer gekommen wäre wie die jetzigen 300 LiFePo4. War nur gerinfügig um 150€, aber immerhin. Wenn man dann bedenkt das ich die nur zu 1/3 höchstens 50% entladen kann, ich aber die LiFePo4 um 80-90%. Zudem die Nassbatterien nur ein Zyklenvolumen von 500-600 Zyklen haben und meine LiFePo4 2000 dann sieht die Rechnung schon anders aus.


    Ich habe ja schon gesagt das ich auf Profit keinen Wert lege. Ich möchte mein Wissen erweitern und dazu noch etwas schaffen. Somit kommt eine Einspeiseanlage nicht in Frage, mit den ganzen Anhängseln die solch eine Einspeiseanlage mit sich bringt. Diese Anlagen können wiederum nur von Fachfirmen gewartet und repariert werden. Da brauche ich im Notfall keine solche Anlage über die ich nichts weis und die ich nicht selber reparieren kann, falls nötig. Es soll eine Anlage für einen "Notfall" sein/bleiben, die kontinuierlich ausgebaut werden kann/soll. Es geht mir hierbei nicht ums Geld, obwohl ich damit wirklich gesegnet bin. Dann wird eben ein oder zwei Monate gewartet bis ich mir das entsprechende Teil leisten kann.

    Das solch eine Anlage funktionieren muss, gebietet sich von selbst, sonst könnte man es gleich bleiben lassen.Deshalb soll die Anlage auch ständig kleine Abnehmer versorgen. Das können entweder ein oder zwei alte Glühbirnen sein oder ein Kühlschrank im Sommer oder oder oder. Zudem ist geplant ja nicht alle Geräte auf einmal laufen zu lassen. da gehört schon ein Plan dazu um entweder dieses oder das Gerät laufen zu lassen. Aber daran bin ich gerade.


    Das nicht alle Geräte gleich einer gehobenen Klasse angehören können, wie Laderegler und Wechselrichter, ist aus meiner Sicht momentan verzeihlich, auch wenn ich das gerne anders hätte. Ich muss mich erstmal mit dem begnügen was ich habe. Und so schlecht ist das auch nicht, wenn man bedenkt das alles, aber auch alles irgendwie in China hergestellt wurde.

    Bei meinem 24 Volt Wechselrichter habe ich nachgefragt und habe die Antwort bekommen das diese Firma mit einer Firma in Taiwan zusammenarbeitet, welche sehr gute Produkte für den deutschen Markt herstellen. Nun ich weis auch das es nach oben kaum eine Grenze gibt, aber das kann ich mir nicht Leisten. Einen Wechselrichter um 1000-1500 sind aber durchaus drin. Immerhin kostet mein 24 Volt Wechselrichter auch schon 750€

    Bis jetzt hatte ich an meiner Probe Inselanlage 12 Volt einen Wechselrichter von Voltronc 1500-3000 angeschlossen mit einem PWL Laderegler von Steca.


    Was mich interessiert wo bekomme ich gute aber preiswerte Module her die um die 320-360 Watt bringen. Am besten Monokristalin. Dann welchen Laderegler würdet ihr empfehlen. Was haltet ihr von Epeverallgemein. oder doch lieber einen Victron. Ich hatte da an einen Victron SmartSolar MPPT 100/50 50A 12V/24V gedacht.

  • Nun gut, dann eben keine inselfähige Netzanlage. Es geht dir also mehr um das Betreiben einer Hobbyinsel aus Interesse am Thema. Die Insel soll dann bei Stromausfall nur als Notlösung dienen und nicht als ernstzunehmendes Notstromsystem? Das Ective-Gerät ist für den Hobbybereich schon okay. Allerdings ist es recht groß ausgefallen für die angedachte Modulleistung.


    Bevor wir uns mit Batterien und Komponenten beschäftigen sollten wir aber erstmal etwas Ordnung in das Kuddelmuddel bringen. Aktuell haben wir noch keinen Punkt, an dem wir ansetzen können. Wir haben zwei Leistungsangaben, aber der Rest ist unbekannt. Der Verbrauch scheint variabel, die Stellflächen sind unklar, teilweise begrenzt und verschattet. Ein kontinuierlicher Ausbau ist nicht so einfach zu realisieren. Also alles in allem leider (noch) keine so guten Voraussetzungen für eine Planung.


    Sehen wir uns das morgen nochmal etwas genauer an.


    Gute Nacht


    schlossschenke

  • Mit deinen 4-8 Module a 360W kannst du im Sommer deinen ganzen Haushalt mit Strom versorgen. Und über Nacht dann aus dem Akku.

    Da wäre eine Netzgekoppelte Anlage schon sinnvoller, um dem Solarertrag auch zu nutzen.

    Ich habe einen Victron Multiplus II als Notstromsystem, im Sommer bin ich damit autark und im Winter ist der Akku relativ voll als Notstromreserve. Da kommt eh nix vom Dach, dann kann der Akku auch auf 80% rum stehen.

    Der Multiplus II läuft als ESS System, speist also in Friedenszeiten über den AC-in in das normale Hausnetz ein. Den Sollwert für das Hausnetz bekommt er von einem Energy Meter.

    Wenn das Netz ausfällt, trennt der Multiplus den AC-in automatisch und kritische Verbraucher (Kühlung) werden am AC-out weiter versorgt. Die Hausverteilung kann ich über einen Netzumschalter (Netz-0-Notstrom) auf dass Notstromnetz umschalten.


    Gruß Markus

  • Wenn man sich das durchliest ist das ein klarer Fall von komplett am System und Nutzen vorbei.


    IMMER SO:

    1. Was soll gemacht werden
    2. Man erstellt zuerst einen konkreten Verbrauch
    3. Mit welchen Leistungsdaten einzelner Kennzahlen erreicht man das "ohne" berücksichtigung konkreter Komponenten
    4. man plant die 3 auf die konkrete Anlage und korrgiert die Werte für lokale gegenheiten
    5. Und erst dann wählt man Komponenten

    NIEMALS umgekehrt !!!


    Hier ist das eigentlich eine komplette planlose Zusammenstellungen ohne irgendeinen einen Berechnungsbasis ohne Konkrete Kriterien, nach der Speicher PV und WR gewählt wurden. Vorallem einen so kleinen Notstromanlage kann sowieso nie normal Zyklen weil dann ist schlichtweg für Notstrom nichts mehr da. Entweder ist es Notstrom oder es ist einen Spiel Anlage .. beides geht hier nicht..


    Noststrom aus Bastelzellen LI kann ja nicht wirklich ernstgemeint sein. Denn erstens nimmt man für Notstrom nach wievor niergendwo wo es ernstgenommen wird LI, das der LI Speicher ansich selbst schon nicht zuverlässig ist, und erst recht keine Bastllösung. Noch mag ein LI Speicher permanent voll sein, das gefällt LI garnicht.


    Und ein kleiner Tip, in der Kürze liegt die Würze bei Angaben und Fragen, Denn bei Konkreten Fragen => gibt es konkrete Antworten.,

    Wohnhaus 100% OFFGRIDInsel: 13,47kwp,5xMppt,BMV700,CCGX,2xMultiplus 5000, OPzS/PzS => 4150Ah/c100/48V
    TeichInsel: 930wp, 2xVictron Mppt 100/15, BMV600, SolarixPI 1100, 400Ah/OPzS 24V

    100% PVInsel Liveview | SDM630 Logger | INSEL WIKI

    "Denn auch eine Beziehung muss wie eine Insel sein. Man muss sie nehmen, wie sie ist, in ihrer Begrenzung - eine Insel, umgeben von der wechselvollen Unbeständigkeit des Meeres, immer während vom Steigen und Fallen der Gezeiten berührt." Anne Lindbergh