Campingbus Inselanlage

  • Hallo,

    Ich habe eine Grundsätzliche Frage zur Erweiterung eine Mini Inselanlage auf meinen Campingbus. Grundsätzlich dient die PV-Anlage lediglich eine Kühlbox mit 40W zu betreiben.

    Zur Zeit habe ich ein PV-Modul mit 80W auf meinen Bus montiert, dass an einen Laderegler "Steca PR 2020" (20A) angeschlossen ist. Der Laderegler speist eine eigene Batterie (12V/72Ah) an. Vom Laderegler wird die Kühlbox versorgt.

    Da ich öfters im Schatten stehe, produziere ich somit keinen Strom und die Batterie ist nach ca. einen Tag leer. Meine Überlegung ist nun eine zusätzliches separates "mobiles" PV- Modul parallel zum andern Modul bei Bedarf anzuschließen, damit dies in der Sonne im Umfeld liegen kann. Ich hätte da an eine faltbares Modul gedacht wie z.B.: https://www.amazon.de/gp/produ…smid=A2RY3LKZAUZG0B&psc=1

    Ich weiß das dies bestimmt nicht das beste Modul ist, aber eine Andere Lösung habe ich aus Platztechnischen Gründen nicht wirklich. Kann dieses einfach zum bestehenden Modul Parallel angeschlossen werden? Muss ich auf irgendetwas achten, wie PV-Eingangsspannung, etc.? Wäre dankbar über jede Hilfe.


    Bestehendes 80W-PV-Modul:

    https://www.amazon.de/gp/produ…tle_o03_s00?ie=UTF8&psc=1


    Bestehender Laderegler PR 2020:

    https://www.steca.com/index.php?Steca-PR-de#productproperty


    Lg

    Michael

  • Michael1985

    Hat den Titel des Themas von „Campingbus Indelanlage“ zu „Campingbus Inselanlage“ geändert.
  • Hallo Michael,


    handelt es sich um eine Kompressorkühlbox?


    Die Anlage ist deutlich zu klein für einen Kühlschrank.


    Kann dieses einfach zum bestehenden Modul Parallel angeschlossen werden? Muss ich auf irgendetwas achten, wie PV-Eingangsspannung

    Grundsätzlich sind Module mit ähnlicher Spannungslage am selben PWM-Regler kein Problem. Das ist hier der Fall.

    Problematisch könnte höchstens der zulässige Rückstrom werden, da es sich beim Mobil-Modul bereits um 3 parallel geschaltete 50Wp Module handelt. Am PWM aber weniger bedenklich.


    Erwarte jedoch keine Wunder von dem Modul, vor allem nicht zur aktuellen Jahreszeit.



    Gruß


    schlossschenke

  • Hallo Schlossschenke,

    Danke schonmal für dein kompetentes feedback.

    Ja, ist eine Kompressorkühlbox, welche ich aber normal nur auf min. 10° kühle - in der Nacht schalte ich diese in der Regel ab.


    Eine weitere Option wäre noch das aufbringen von Dünnschachtmodulen am Dach (ist ein VW-T3 mit Aufstelldach). Jedoch würde ich Platzbedingt auch nicht mehr als 200W zusätzlich montieren können - diese wären wahrscheinlich aber effektiver, als die faltbaren!? Ist das dann mit 280Wp in Summe mit den 20A Laderegler zu schaffen? Bzw. begrenzt der ohnehin im Fall der Fälle, wenn doch 23A erreicht werden!?


    Mit zu klein meinst du die Batterie oder die Modulfläche? (Für Batterie habe ich auch nur Platz unter dem Fahrersitz)


    Ein Luxus wird es bei meinen Busreisen ohnehin nicht, es geht mir hauptsächlich um grundliegende Lebensmittel zu erhalten ... selbstverständlich auch Bier ;) ... ich nenne es mal Schmerzlinderung8)


    Mfg

    Michael

  • Servus Michael, ich habe sogar ein 140Wp-Modul auf dem T4-Dach und eine ähnliche Batterie (65Ah) und es hat dennoch

    wie bei Dir mit der 40W-Kühlbox selten gereicht. Seit ich eine Kompressor-Box verwende hatte ich nie wieder Probleme!

    Und ich parke auch lieber im Schatten;)

    Die Box mit dem Peltier-Element läuft gnadenlos durch, dh. fast 1kWh/24h. Zudem kühlt sie richtig scheiße:(

    Die Kompressor-Box läuft durchschn. max. 15min/h, also max. 250Wh/24h. Und kann bei 30°C A-Temp. bis -14°C runter:shock:

    lg,

    e-zepp

    PS: sehe grade es ist eine Kompressor??

  • ich habe 375Wp Dünnschicht aufm Womo, im Sommer fürn Kompressor Kühlschrank und Radio völlig ausreichend - aktuell für beides einzeln schon viel zu wenig...

    Gruss

    Michael

  • Hallo...

    Ja, es ist eine Kompressor-Kühlbox. Ich kämpfe halt eher mit den 80W-Modul die Batterie voll zu bekommen. Deswegen möchte ich den 20A-Laderegler möglichst max. belegen, damit ich ans Optimum nahe komme. Bin halt selbst auch sehr skeptisch im Bezug zu den mobilen faltbaren Modulen - allerdings bin ich flexibel, wenn ich im Schatten stehe und ich trotzdem halbwegs produziere :roll:


    Lg

  • Hallo,

    Platzbedingt auch nicht mehr als 200W zusätzlich montieren können - diese wären wahrscheinlich aber effektiver, als die faltbaren!?

    Jein. Vor allem außerhalb der Sommermonate wird ein gut ausgerichtetes und schattenfreies Modul auch bei geringerer Leistung immer den höheren Ertrag einfahren als ein flach montiertes teilverschattetes. Die Frage ist nur ob du es auch stets so ausrichten willst/kannst und wie hoch die Lebenserwartung sein wird.


    Ist das dann mit 280Wp in Summe mit den 20A Laderegler zu schaffen? Bzw. begrenzt der ohnehin im Fall der Fälle, wenn doch 23A erreicht werden!?

    Begrenzen würde er nicht, aber der Strom wird keine 23A erreichen. Solange noch Fläche auf dem Dach frei ist würde ich sie in jedem Fall nutzen. Bezüglich des Ladereglers lohnt sich ggf. auch mal ein Upgrade. Vor allem die aktuelle Modulgeneration bringt in Kombination mit einem aktuellen MPPT-Regler nochmal einen ordentlichen Zuwachs an Ertrag. Das gilt vor allem bei kühleren Temperaturen.


    Mit zu klein meinst du die Batterie

    Die auch. Ich vermute, dass die Batterie schon am Ende ihrer Lebenszeit angekommen ist, wenn sie die Kühlbox keinen Tag mehr versorgen kann und zudem stets im entladenen Zustand verwendet wurde. Schonmal über einen Li-Speicher nachgedacht? Leider recht teuer und nur bedingt für den Winter geeignet, dafür Vorteile bei Ladestromaufnahme, Gewicht und Entladetiefe.



    Gruß


    schlossschenke

  • Hallo Schlossschenke,

    Jein. Vor allem außerhalb der Sommermonate wird ein gut ausgerichtetes und schattenfreies Modul auch bei geringerer Leistung immer den höheren Ertrag einfahren als ein flach montiertes teilverschattetes. Die Frage ist nur ob du es auch stets so ausrichten willst/kannst und wie hoch die Lebenserwartung sein wird.

    Über die Art des Moduls muss ich mir nochmal Gedanken machen. Vielleicht finde ich im Bus einen flexiblen Platz für ein herkömmliches PV-Modul, welches ich nach draußen stelle nach Bedarf. Möchte auch ungern mein Dach am Bus anbohren und wie du schon sagst im Schatten unbrauchbar.


    Die auch. Ich vermute, dass die Batterie schon am Ende ihrer Lebenszeit angekommen ist, wenn sie die Kühlbox keinen Tag mehr versorgen kann und zudem stets im entladenen Zustand verwendet wurde. Schonmal über einen Li-Speicher nachgedacht? Leider recht teuer und nur bedingt für den Winter geeignet

    Eine Batterie hab ich mir schon diesen Winter eine neue besorgt. Wird hoffentlich auch besser dadurch. Ein Li-Speicher wär natürlich genial, aber das ist mir zu teuer. Winter wär mir egal, da steht der Bus ohnehin zugedeckt in einer Scheune ;)


    Nur nochmal kurz zum Typ des Moduls (wenn ich mich dann entschieden habe): Muss ich auf irgendetwas achten wenn ich zwei verschiedene PV Module parallel auf den Steca Laderegler aufschalte? Wenn ich das richtig am Steca Datenblatt lese, kann die Spannung bis 47V erfolgen!? Kann es Probleme geben, wenn man monokristalline und Polykristalline Module gemeinsam am Laderegler anschließt?


    Lg

    Michael

  • Hey,

    Winter wär mir egal, da steht der Bus ohnehin zugedeckt in einer Scheune ;)

    ideal wäre es, wenn die Batterie in der Zeit an einem Erhaltungsladegerät hängen würde. Falls das nicht möglich ist, dann solltest du sie vor der Einlagerung auf jedenfall vorher vollladen und abklemmen. Dies ist sehr förderlich für die Lebensdauer.


    Wenn ich das richtig am Steca Datenblatt lese, kann die Spannung bis 47V erfolgen!?

    Du kannst im Internet einmal den Unterschied zwischen einem PWM und einem MPPT Laderegler googlen. Vereinfacht gesagt zieht dir dein aktueller PWM Laderegler die Modulspannung auf Batterieniveau. Deshalb wäre es Unsinn Module mit Spannungen über 18V daran anzuschließen, weil die Verluste dann zu hoch wären. Vielmehr ist es so, dass sich MPPT-Laderegler heute auch schon bei 36-Zeller Modulen (ein solches hast du) rentieren können. Die machen dann im Prinzip das was du vorher mit den 23A berechnet hattest. Sie nutzen die volle verfügbare Leistung und bringen diese auf Batterieniveau. Das Modul selbst wird dabei nicht auf Batteriespanung gezogen, sondern in seinem MPP betrieben. Bei Überbelegung kann ein solcher Regler dann auch begrenzen.


    Kann es Probleme geben, wenn man monokristalline und Polykristalline Module gemeinsam am Laderegler anschließt?

    Nein, überhaupt nicht. Wichtig sind nur die Werte auf dem Typenschild. Bei der Parallelschaltung ist der Wert UMPP der wichtigste. Beträgt die Abweichung nur 1V ist das noch in Ordnung. Bei größeren Abweichungen sollte ein separater Laderegler eingesetzt werden, z.B. je nach Modulleistung ein Victron 75/15 oder 75/10 für unter 100€. Sollten die Werte ISC bzw die Leistungen bei gleicher Spannung zu stark voneinander abweichen, kann am kleineren Modul bei Parallelschaltung noch eine Sicherung notwendig sein.



    Gruß


    schlossschenke

  • Wenn es günstig sein soll.....


    1x 100Watt Modul das in die Sonne gestellt wird, (50€)/ wenn Platz ist lieber ein 180 Watt Modul für 100€

    1x PWM Laderegler, ca. 8€ /alternativ ein MPPT für 50€

    1x Kabel vom Modul zum Laderegler, 10€ bis 50€ je nach Länge

    1x Kabel vom Laderegler zur Batterie 10€ bis 50€ je nach Länge


    Die Solarkoffer sind zwar teilweise günstiger, bringen dann aber meist die angegebene Leistung nicht.