Wärmepumpe + eAuto nachrüsten bei bestehender PV Anlage --> Energiemanagement

  • Wichtiger ist der Tempunterschied zwischen Vorlauf und Außentemperatur, da liegt mehr Potential.


    COP != Arbeitszahl

    Das ist aber genau das Dilemma. Eine WP arbeitet besonders effektiv, wenn sie einen möglichst geringen Temperaturhub erzeugen muss. Aber genau dann, wenn man die höchste VL-Temperatur benötigt, ist die AT sehr gering. Wenn der TE schon bei +2 °C 39 ° C VL-Temperatur hat, braucht er bei -5 °C wahrscheinlich knapp 45 °C. Das schaffen LWWPs nicht mehr sonderlich effizient.


    Was ist denn der Unterschied zwischen COP und Arbeitszahl?

  • Das ist aber genau das Dilemma. Eine WP arbeitet besonders effektiv, wenn sie einen möglichst geringen Temperaturhub erzeugen muss. Aber genau dann, wenn man die höchste VL-Temperatur benötigt, ist die AT sehr gering. Wenn der TE schon bei +2 °C 39 ° C VL-Temperatur hat, braucht er bei -5 °C wahrscheinlich knapp 45 °C. Das schaffen LWWPs nicht mehr sonderlich effizient.

    Ich denke seine Heizkurve wird eh nochmal neu einstellen müssen. Thermisches Abgleich vermutlich auch.

    Aber nein so krass wird es nicht sein zumindest bei einer Rücklaufgesteuerten. Das ist ja nicht linear.


    Was ist denn der Unterschied zwischen COP und Arbeitszahl?

    https://www.vaillant.de/heizun…eizung/jahresarbeitszahl/

    In Kurz: COP ist die Angabe wie Sie im Labor unter bestimmten Bedingungen getestet wird. JAZ ist wie dein (individuelles) Heizungssystem funktioniert.

  • Ok ich habe verstanden, dass die Entscheidung einer WP von einigen Faktoren abhängt. Das werden wir im Vorfeld auf jeden Fall im Vorfeld prüfen und uns da auch nochmal beraten lassen.


    Hat den irgendjemand bereits Erfahrungen mit einer Energiemanagement-Lösung sammeln können? SMA scheint da ja sehr aktiv zu sein, um WP und Verbraucher abh. vom Wetter zu steuern. Auch Viessmann bewirbt so ein System und zählt viel Vorteile in Verbindung mit EMobility und WP auf.


    Bisher habe ich eure Antworten so gedeutet, dass dies nicht unbedingt nötig ist??

  • NEIN !!! NICHT beraten lassen !!!


    Selbst in die Materie einarbeiten. Und das geht nur JETZT. JETZT ist es kalt, JETZT kannst Du DEINE Heizung optimieren und verstehen.


    Als erstes würde ich mal gucken, auf was der max. Vorlauf eingestellt ist. Vermutlich ist der noch vom Heizi einfach mal auf 45°C oder 50°C eingestellt worden und evtl. noch optimierbar. Vorschlag: Runter mit der Heizkurve auf 35°C max. Vorlauf bei Auslegungstemperatur und dann mal einen Tag abwarten. Parallel stellst Du noch die Heizungspumpe auf max. Vorlauf, also auch auf Anschlag. Dann gehst Du noch in die einzelnen Räume - und stellst alle Thermostate auf max. Temperatur (ja, wirklich auf Anschlag). Wird noch warm genug? So belassen. In der Hoffnung, dass die 35°C auch am kältesten Tag des Jahres reichen. JETZT am Wochenende soll es ja schon mal bissel in den Keller gehen mit den Temperaturen... Wenn es zu kühl werden sollte, drehst Du LANGSAM die Vorlauftemperatur wieder hoch. Aber langsam, das dauert auch mal einen halben bis ganzen Tag, bis es dann merklich wärmer wird. Ziel: Simulation der Wärmepumpencharakteristik.


    Parallel dazu schreibst Du ab sofort die täglichen durchschnittlichen Außentemperaturen auf UND dazu die täglichen Energieverbräuche am Gaszähler. Das brauchst Du dann zur Auslegung der Wärmepumpe: Energieverbrauch am kältesten Tag / 24h = max. Heizleistung der WP. Wird vermutlich ERHEBLICH niedriger sein, als Deine jetzige Gasbüchse hergibt. So eine Überdimensionierung darf bei einer WP aber auf keinen Fall passieren. Deswegen ist der max. Heizbedarf des Hauses so wichtig zu ermitteln. Erstens kostet eine größere WP ganz schnell viel mehr Geld. Zweitens fängt sie an zu takten und geht dann früher kaputt. Wenn Du vorhast, die nächsten Jahre Dach/Fassade/Fenster zu erneuern - denke gleich an zusätzliche energetische Maßnahmen - und wähle die WP eine Nummer kleiner aus. An den zwei Tagen im Winter, wo sie dann wirklich zu klein ist, stellst Du einen Heizlüfter ins Wohnzimmer. Nach der Sanierung passt es dann...


    Hoffen wir mal, dass es jetzt wirklich mal kalt wird und wir mal die Auslegungtemperaturen auch mal erreichen. Letztes Jahr sah es da ja eher mau aus.


    SGready ist ein tolles Spielzeug - mehr aber auch nicht. Wirklich sparen kannst Du an der Reduktion Deines Energieverbrauchs UND der Maximierung der Energieerzeugung. Wenn Du das geschafft hast (anstrengend genug) kannst Du mit den Spielerein anfangen. SGready (wenn es beide Geräte können) ermöglicht Dir, die Systemtemperaturen in Abhängigkeit von der Stromerzeugung zu erhöhen. Damit kannst Du z.B. Deine WW-Temperatur von 48°C auf 60°C anheben und damit (wenn Dein WW-Speicher groß genug ist) im Sommer mal zwei Tage überbrücken. In der Übergangszeit kannst Du damit auch das Haus etwas übereheizen und somit dann evtl. ein einschalten der WP in der Nacht vermeiden. Aber wie gesagt: das sind minimale Spareffekte.


    Wenn Du eine Wallbox installierst, achtest Du einfach darauf, dass diese aus PV-Überschuss laden kann. Dazu muss das Auto aber natürlich auch vor Ort (und nicht auf der Arbeit) und angestöpselt sein. Mit der Konsequenz, dass damit dann natürlich weniger für SGready übrig bleibt... Gleichzeitig solltest Du noch darauf achten, dass das Auto auch unterschiedlich geladen werden kann: einmal 1-phasig (wenn wenig Sonne scheint) und auch 3-phasig (wenn die Sonne knallt) und dass die automatische Umschaltung in beide Richtungen funktioniert. Wenn Du sehr wenig km fährst, bringt das aber alles nix. Wenn Tank voll, dann voll. Rechne einfach mal Deine wöchentlichen km-Leistung um in kWh Strom. Um die 15kWh Strom braucht ein sinnvolles E-Auto für 100km Weg. Wenn Du nur 100-200km in der Woche fährst, reicht wahrscheinlich auch schon das Steuergerät zwischen den Ohren: einfach das Auto anstöpseln, wenn die Sonne scheint... Vielleicht kannst Du aber auch mit Deinem Arbeitgeber vereinbaren, dass die nächste Gehaltserhöhung in Form von kostenlosem Auto laden gewährt wird? Dann brauchst Du keine Wallbox installieren - die auch mal eben 1000 - 1500€ kosten kann. 1500€ sind immerhin über 15000kWh PV-Strom. Sprich 100.000km Fahrleistung... Oder 5.000kWh Netz-Strom. Sprich 30.000km Fahrleistung... Eine eigenen Tankstelle zu Hause ist sicher schön - finanziell lohnen tut sie sich nicht für jeden. Ist beim Diesel aber auch nicht anders.

  • Dann brauchst Du keine Wallbox installieren - die auch mal eben 1000 - 1500€ kosten kann.[...]. Eine eigenen Tankstelle zu Hause ist sicher schön - finanziell lohnen tut sie sich nicht für jeden. Ist beim Diesel aber auch nicht anders.

    Für die Wallbox gibt es momentan (und wahrscheinlich noch länger) einen Zuschuss in Höhe von 900 Euro. Schon alleine aus praktischen Gründen halte ich eine Wallbox zu Hause für erforderlich.