Hilfestellung zu Anlagenplanung, Balkonkraftwerk 6xModule?

  • Hallo zusammen,


    ich wohne in einem EFH zur Miete habe wahrscheinlich vor, mit Balkonkraftwerken die ersten Schritte in das PV-Universum zu wagen. Vorab: Ich bin sehr interessierter Laie und mache mich auch über euer Forum gerade schlau.


    Anbei findet ihr zwei Bilder von der Sonneneinstrahlung laut Katasteramt und ein Luftbild von dem Haus (beides eingenordet).


    Ich möchte jedoch etwas weiter ausholen und kurz schildern, was ich für Gedanken bereits hatte:


    Ich hatte ursprünglich überlegt, das Mietshaus (ca. 13kwP) komplett mit PV Modulen aus eigenen Mitteln oder Kredit zu pflastern, aber dagegen sprechen für mich ein paar Punkte.

    • Ich weiß nicht, wie lang ich hier noch wohne, tendenziell 5-10 Jahre maximal.
    • Ich bin Mieter, macht sowas nicht normal der Vermieter?
    • Mein Vermieter meint, vorher müsste eher noch das Dach komplett neu gelegt werden, was er aber nicht bezahlen kann derzeit. Das Haus ist Baujahr 1976. Das Dach könnte aber wahrscheinlich auch in diesem Zustand PV-Module noch aufnehmen meiner Einschätzung nach.
    • Wenn ich ausziehen sollte, könnte man theoretisch ja alles vielleicht mitnehmen, aber die Kosten fürs ab und anschrauben, wäre wahrscheinlich besser das an den Nachmieter zu verkaufen und ggf. neu zu kaufen passend zum Stand der Technik und der dortigen Gegebenheiten?


    Ich hätte am liebsten als zweitbeste Lösung das komplette Garagendach (5-6 kwP?) genutzt. Da ist mein Vermieter aber auch gegen: Die Garage ist 20 Jahre alt, oben drauf eine Bitumenschicht, auf die er nichts stellen möchte. Er habe Angst, dass es undicht wird und dann die Garagen nicht mehr nutzbar werden.


    • Hier überlege ich auch noch hin und her, ob man nicht irgendetwas kostengünstiges, Bitumenschonendes obendrauf machen kann, weil vielleicht so noch eher was mehr möglich wäre..


    Also kam ich zu meiner letztlichen Überlegung, die für mich als Mieter derzeit noch am einfachsten und schnellsten umzusetzen wäre:


    Mein Vermieter möchte wie im Luftbild eingezeichnet, an der Garage ein Vordach aus Holz bauen, um darunter Holzscheite zu stapeln.

    Das Vordach wäre ca. 6x2m . Das lässt sich noch etwas in den Dimensionen leicht verlängern.


    Unser Plan war jetzt nun, darauf 6 Module zu schrauben, ca. 2kwP. In der Garage gibt es eine Steckdose, in die man direkt einspeisen könnte. Das führt dann alles zu unserem Mietshaus. (Lohnt sich hier schon EEG? Falls nicht, würde ich bewusst nichts anmelden und mit den "Konsequenzen" leben wollen.) Wir haben schon einen digitalen Zähler, allerdings weiß ich nicht, ob er eine Rückwärtssperre hat.


    Um den Autarkiegrad zu erhöhen, der mir recht wichtig ist, hatte ich auch über einen Speicher nachgedacht. Dass sich das derzeit wirtschaftlich noch nicht rechnet, habe ich bereits aus dem Forum entnommen. Der Unabhängigkeitsfaktor ist mir allerdings wichtiger als das Geld. Daher - egal für welche Variante ich mich letztlich entscheide - ist die Planung mit einem Speicher angedacht. Am liebsten so dimensioniert, dass man damit unsere 2 E-Bikes(je 500Wh) aufladen kann und zumindest unsere Öl-Heizung anschmeißen könnte.



    Was sind eure Gedanken dazu? Was würdet ihr mir raten?


    Hoffe ihr nehmt es mir nicht übel, dass ich noch nicht so tief in der Ausarbeitung bin.


    Bg

    Tobias

  • Was sind eure Gedanken dazu? Was würdet ihr mir raten?

    die Finger davon zu lassen.


    die Anlage ist auf jeden Fall anzumelden, bei 2 kWp geht das nicht als vereinfachte Anmeldung, somit musst du das volle Programm einhalten.

    Steckdose geht sowieso nicht.

    Bei so einer Generatorgröße dann auch noch überhaupt an einen Speicher zu denken ist das "Sahnehäubchen" an dem ganzen Plan...

  • Hier die Tipps vom Profi. Du hast folgende Optionen,die Sinn machen:


    1. Kauf ihm die Bude ab und mach PV drauf. Wenn er nicht will oder du nicht kannst...


    2. ...kauf dir ne andere Hütte und mach PV drauf. Wenn du nicht kannst oder nichts findest...


    3... Kauf dir 2 Module an schüko zum Spielen für 600 Euro für Garten oder Garage ohne Schrauben in Mauer




    Alles Andere ist....

    ... Geld verbrannt oder verschenkt....

    ... bringt nur Stress...

  • Ich würde auch kein eigenes Geld in fremdes Eigentum investieren ohne irgendeine Garantie oder Gewissheit der Amortisation. Schon gar nichts illegales, du bringst nur dich und auch deinen Vermieter in Schwierigkeiten.


    Hast du eigentlich einen eigenen Zähler für deinen Wohnungs-Energieverbrauch, oder wird dein Wohnungsverbrauch auf dem "kleinen Dienstweg" anhand eines privaten Stromzählers mit dem Vermieter abgerechnet.


    Eine Möglichkeit wäre, du pachtest eine bestimmte Dachfläche vom Vermieter für eigene Zwecke. Da geht aber nur offiziell via Pachtvertrag und verursacht Folgekosten. Andere Möglichkeit wurde bereits erwähnt:


    3... Kauf dir 2 Module an schüko zum Spielen für 600 Euro für Garten oder Garage ohne Schrauben in Mauer

    Falls ihr (du und dein Vermieter) tatsächlich 2 getrennte offizielle Stromzähler vom MSB (Messstellenbetreiber, dies ist oftmals der Netzbetreiber) habt, gingen auch 2 x Balkonkraftwerk.

  • dann schlage ich vor, du liest hier noch eine Weile , speziell in Beiträgen zu den sog. Balkonkraftwerken, auch der Suchbegriff Steckdose könnte hilfreich sein.

    Dann kommst du sicher schnell drauf.

  • Danke,

    1. fällt raus, weil wir die Bude selbst nicht kaufen wollen ;)

    2. Ja, das ist langfristig der Plan, aber Zeithorizont 5-10 Jahre.

    3. Dann wird es wohl darauf hinaus laufen. Ich wollte nur gern etwas in Richtung Krisenvorsorge auch tun, daher die Idee mit dem Speicher und mehr Modulen..