Hybrides Heizungskonzept

  • Hallo Forum,


    ich habe eine Frage zur möglichen Modernisierung unseres Heizkonzepts.


    Eckdaten: EFH, 2 Etagen plus Dachboden, ca. 200 m2 Wohnfläche. Der Wohnbereich und die Bäder sind mit Fußbodenheizungen ausgestattet, die Schlafräume mit Heizkörpern. Zur Zeit ist die Wärmequelle eine Gas-Brennwerttherme unter dem Dach, mit Mischer für die Fußbodenheizung. Darüber hinaus ein 150l Warmwasserspeicher.


    Hier meine Frage: Macht es (ökologischen und/oder wirtschaftlichen) Sinn, auf ein hybrides Heizungskonzept umzustellen und die Fußbodenheizungen auf eine Luftwärmepumpe umzustellen? Gibt es vielleicht dafür Fördergelder? Heizung ist jetzt ca. 15 Jahre alt, funktioniert aber noch einwandfrei. Unsere PV hat 9.5 kWp mit ordentlichem Überschuss, den wir einspeisen.


    Gibt es eine relativ einfache Möglichkeit, die Anteile an der Gesamtenergie zu bestimmen (oder schätzen), die auf die Fußbodenheizung enfällt?


    Andere Vorschläge?


    Schönen Dank und ein frohes neues Jahr!

  • Wie hoch ist der Gasverbnrauch jetzt pro Jahr in KWh?


    Bloß keine Hybridlösung machen, da zahlst dann weiter Gas Grundgebühr, Wartung Gasbüchse, Schorni Gasbüchse, Ersatzteile Gasbüchse usw. das sind Kosten, die man alle vermeiden kann bei deinen Eckdaten.

    Du musst mal etwas mehr Vertrauen in die WP Technik stecken. Zur Not baust Du halt wie ich auch einen 3KW Heizstab in den neuen 200l oder 300l WW Speicher ein, damit hast Du dann WW selbst ohne WP und Räume warm machen auch 2-3 Heizlüfter. Also bei absolutem Totalausfall des Wärmeerzeugers ist immer noch die Hütte warm und WW da.


    Wenn Du nicht weit jenseit der 15.000KWh im Jahr für Heizung und WW bist, dann gehört da eine Panasonic Aquarea Monoblock mit 5KW rein. Die neue J Generation geht bis -7 Grad mit 5KW Heizleistung und wird satt reichen. Der Schlüssel ist Durchfluss und die beste Voraussetzung hast DU mit viel FBH Anteil schon ... niedrige Vorlauftemperatur.

    Ich vermute mal, dass sich die viel zu große Gasbüchse bisher zu Tode getaktet hat ... wie viel KW hat die Gasbüchse?


    Wir sitzen hier im ausreichend großen Haus für Großfamilie aus Mitte 2000er.

    Es ist also passabel gedämmt und wir haben hohen WW Anteil.

    Verbrauch Gas lag immer bei 10000-12000KWh Jahr inkl. WW. die Gasbüchse war mit 18KW massiv zu groß.

    Jetzt macht das eine 5KW Panasonic ... selbst geplant, einbauen lassen und funktioniert.

    BAFA fördert das mit 35%.

    Nie wieder Wartung, Schroni oder Angebote für neue Gasbüchse ertragen müssen ... eine Heisha tauscht man mit 4 Kabeln und VL/RL gegen eine Jeisha sebst .... das ist selbst mit 10 Daumen möglich.

    7 KWp PV, Bosswerk 4,6 KVA Hybrid Wechselrichter, 5 KWh Liontron LiFePO4 Speicher

    Plusenergiehaus, autark von März bis Oktober, mit Panasonic Aquarea Monoblock 5KW

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    Parke nicht auf unseren Wegen, www.weg.li macht es möglich.

  • Kleine Zusatzinfo: Bafa-Förderung ist seit heute Geschichte. Es wird aber durch die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), dort dem Teilprogramm BEG EM, mit gleichen Fördersätzen ersetzt.


    Gibt es eine relativ einfache Möglichkeit, die Anteile an der Gesamtenergie zu bestimmen (oder schätzen), die auf die Fußbodenheizung enfällt?

    Wie sollen wir das aus der Ferne ohne jede Information über die Raumgrößen und euer Heizverhalten abschätzen. Bei uns werden Schlafzimmer nicht geheizt. Wir haben Decken :)

    Aber wie gesagt: Nicht bivalent planen, sondern alles über WP machen. Auch der Austausch der HK gegen größere Niedertemperaturheizkörper, ja sogar der Umbau auf FBH wird gefördert mit 35%.

    "1.21 Gigawatt - Tom Edison, wie erzeugt man soviel Strom? Das ist unmöglich! Unmöglich!"

  • Hallo seppelpeter,


    Danke für die detaillierte Antwort. Zu deinen Fragen: Der Jährliche Gasverbrauch liegt ziemlich genau bei 15.000 KWh, die Gasbüchse hat (laut letzter Wartung) 2.8 KW - 14 KW, ich habe nicht den Eindruck, dass die viel taktet, da sie auch runtermoduliert läuft (ist eine Buderus, 15 Jahre alt).


    Ich habe halt ein bisschen Sorge, dass die WP Probleme hätte, die konventionellen Heizkörper zu beschicken. Heizlüfter haben wahrscheinlich nicht den benötigten Wife's Acceptance Factor. Kann man mit einer Geisha theoretisch 2 Heizkreisläufe mit unterschiedlichen Vorlauftemperaturen bedienen?


    Aber eine hybride Lösung, die die bestehende Gasheizung mit einbezieht ist wahrscheinlich auch schwierig, oder? Die Gas Grundgebühr ist natürlich ein Argument, für die ca. 20 Euro pro Monat kann ich schon so manche KWh aus einem Heizstab holen...


    Ich bin noch unsicher. Bei ca. 1000 Euro Kosten pro Jahr ist auch das Einsparpotential überschaubar, aber die Gaspreise werden ja hochgehen, da wird sich das absehbar ändern...

  • Entweder findet man sich mit geringeren Raumtemperaturen in den Schlafzimmern ab, was für viele Menschen keine Einschränkung darstellt, oder man tauscht die Heizkörper gegen größere Modelle aus. Der Austausch der Heizkörper kann natürlich auch schon testweise erfolgen, bevor auf WP umgestellt wird.

    Je 4,65 kWp im Norden, Süden und Westen, 4,34 kWp im Osten auf dem Dach mit 25 ° DN, 4,56 kWp aufgeständert auf 15 °

    Kostal Plenticore 8.5 und Kostal Plenticore 10.0 mit BYD HVS 10,2 kWh

    Plus-Energie-Haus mit Gas-Heizung

  • Der Schlüssel ist Durchfluss

    Warum ist der Durchfluss so wichtig?

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    Plus-Energie-Haus mit Gas-Heizung

  • Ich lese hier interessiert mit, da wir in diesem Jahr unsere alte Ölheizung rauswerfen. Hierzu eine allgemeine Frage:

    Ist ein hybrides Heizsystem generell nicht so empfehlenswert und sollte man nur auf LW-Pumpe setzen?

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    Stromverbrauch von 8.000 kWh (2018/2019) auf 5.700 kWh (2020/2021) jährlich reduziert | EVU: EWS Schönau

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    WP: in Planung | Ölheizung in Rente: in Planung | Elektroauto: fahre Fahrrad

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    10,695 kWp, Ausrichtung 183°, 35° DN

    Monatserträge 2022 (S/I) kWh: J 390/-- | F 603/524 |  M 1026/--

  • Bei einem hybriden System fallen immer doppelten Fixkosten an. Je nach Wärmeerzeuger liegen die jährlichen Fixkosten schnell bei einem Viertel der Verbrauchskosten oder bei geringer Nutzung noch höher. Bei reiner WP-Nutzung fallen praktisch (noch) keine Fixkosten an.

    Je 4,65 kWp im Norden, Süden und Westen, 4,34 kWp im Osten auf dem Dach mit 25 ° DN, 4,56 kWp aufgeständert auf 15 °

    Kostal Plenticore 8.5 und Kostal Plenticore 10.0 mit BYD HVS 10,2 kWh

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  • Der Schlüssel ist Durchfluss

    Warum ist der Durchfluss so wichtig?

    Berichtigt mich, wenn ich falsch liege. Eine WP will mit niedriger Vorlauftemperatur arbeiten, um einen optimalen Wirkungsgrad zu erzielen.


    Für den Raum ist es egal, ob du pro Stunde 500 Liter mit Temperaturunterschied 10 Grad durchschickst, oder 1000 Liter mit Unterschied 5 Grad, wenn denn die Wärme dann auch ausgetauscht werden kann. Daher erlaubt der doppelte Durchfluss das halbe Temperaturdifferential und damit einen höheren Wirkungsgrad der WP.


    Fußbodenheizung ist in dem Fall besser, da die große Fläche einen Temperaturaustausch auch bei geringerem Differential erlaub.


    Richtig?

  • Meine Gas-Heizung läuft momentan mit 29,5 °C VL und 25,5 °C RL, also 4 K Spreizung. Eigentlich soll die Spreizung 5 K betragen, die Pumpe läuft aber schon auf der niedrigsten erlaubten Leistung.


    Würde man eine WP mit geringerer Spreizung betreiben?

    Je 4,65 kWp im Norden, Süden und Westen, 4,34 kWp im Osten auf dem Dach mit 25 ° DN, 4,56 kWp aufgeständert auf 15 °

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