Umsatzsteuer Eigenverbrauch korrigieren 16 vs. 19%

  • Tatsächlich habe ich mich immer auf die Werte aus dem Solaredge Portal verlassen. Und nun festgestellt, dass diese eine Abweichung von 13% zum Zähler haben (RE: Eigenverbrauch Zähler weicht > 10% von Solaredge Portal ab?).


    Sprich, ich hab jeden Monat 13% zu viel gezahlt, das läppert sich dann doch bei fast 20kwp.


    Aber du hast recht: der Negativbetrag kommt nicht alleine durch den Differenzausgleich.

    Sondern auch daher, dass ich für Dezember noch die Umbuchung von 19% Eigenverbrauch auf 16% vornehmen wollte. Und dadurch natürlich auch nochmal ein ganzer Batzen "zu viel Ust" dazu kommt. Wodurch der Dezember negativ wird.


    Dann werde ich den verminderten Ust Ausgleich wohl lieber in der Jahres-Ust machen, und im Dez. nur den EV korrigieren.

  • Klingt nach nem Plan...


    Allerdings hast du ja nur 260kWh zuviel EV gemeldet... Da komm ich auf keine 15Eu USt bei Abschlägen von vielleicht 80Eu im Monat. Das sollte sich doch eigentlich im Dezember verrechnen lassen... ok, vielleicht knapp daneben, insb. wenn du noch die 3% MWSt glattziehen wolltest. :/

    9.5kWp Ost/West (-100°/80°, DN 45°), 17+21 Solarworld protectSW250 & SamilPower SolarLake 8500TL-PM (70% hart) ab 3'2015


    LuschenPraktikant L:3 (mit sagenhaften 0.021kWh/kWp am 10.1.2017)

  • Eine negative VA ist sicherlich "nicht das Gelbe vom Ei"!

    Hast du denn keine Zahlung vom Netzbetreiber im Dezember, die die den negativen Wert auffängt? In der USt-VA gibt es ja keine separaten Felder für Zahlungen und unentgeltliche Wertabgabe...


    mfg

    Paulchen


    Hallo Paulchen,


    ich habe den EV von Jan-Juli 20 (2474,9 kWh) auf die 19% angemeldet.

    Nun bin ich hierdrauf gestoßen und wollte es auch auf deine Weise "umbuchen"

    Da ich nur monatlich 60Euro vom Netzbetreiber erhalte komme ich nun in der USt-Voranmeldung mit -2,91€ raus.


    Hatte den Dezember schon abgeschickt und müsste somit sowieso korrigieren.

    Was soll ich da machen?

  • Hallo, ich bin neu auf der Seite und möchte kurz mein Problem erklären: Wir haben im Februar eine PV Anlage mit 20,48 kWp installiert. Wir haben ein großes Haus mit 250 qm, eine WP Heizung und ein Elektroauto. Innerhalb der Familie haben wir eine hierfür eine GbR gegründet und unseren Steuerberater beauftragt, die nötigen Erklärungen zu veranlassen.

    Er rechnet bei der Mwst. für Eigenverbrauch mit 20ct. pro kW. die Einspeisung wird wohl mit 9,7ct vergütet.

    Ist das so richtig und gibt es im Jahr 2021 keine Verbesserungen?

    Friedemann Weber

  • Er rechnet bei der Mwst. für Eigenverbrauch mit 20ct. pro kW. die Einspeisung wird wohl mit 9,7ct vergütet.

    Ist das so richtig

    Der beauftragte und dafür bezahlte Steuerberater wird es wohl richtig machen...

    Pauschalansatz mit 20ct. wird wohl vom Finanzamt akzeptiert, der Ansatz für die "unentgeltliche Wertabgabe" kann jedoch auch aus den tatsächlichen Preisen für den eigenen Strombezug gerechnet werden. Berechnungstools dafür findest du auf "Paulchens" Seite. Für die EÜR wird jedoch die Einspeisevergütung zugrunde gelegt.

  • Steuerberater wird es wohl richtig machen...

    Der Steuerberater ist auf der falschen Spur.

    Pauschalansatz mit 20ct. wird wohl vom Finanzamt akzeptiert, der Ansatz für die "unentgeltliche Wertabgabe" kann jedoch auch aus den tatsächlichen Preisen für den eigenen Strombezug gerechnet werden.

    Der Pauschalansatz mit 20ct/kWh wird in der EÜR toleriert. Damit schneidet man sich aber ins eigene Fleisch denn auch die Einspeisevergütung mit z.B. 9 ct/kWh muss das FA akzeptieren. Auch die Herstellungskosten mit z.B. 6ct/kWh akzeptiert das FA will das aber ggf. ausführlich vorgerechnet bekommen. Daher ist der einfachste Weg den Wert wie bei der Einspeisevergütung zu nehmen.


    In der USt ist für die uWA jedoch ein Wert aus dem abzuleiten was du für den Bezugstrom zahlst. Nicht wundern das hier die Basis dann evtl. 25ct/kWh sind. Das ist kein kann sondern ein muss.


    Details finden sich in pflanze FAQ oder über den entsprechenden link in meiner derzeitigen Signatur. ;)

    Grüße
    Didi


    2015: 1052 kWh/kWp; 2016: 1036 kWh/kWp; 2017: 1102 kWh/kWp; 2018: 1162 kWh/kWp; 2019: 1137 kWh/kWp; 2020: 1106 kWh/kWp

    "Handle so, wie du auch von anderen behandelt werden willst" (frei nach Kant)

    Steuern und Finanzamt (Dank an pflanze :))



  • Wenn man aber nun schon eine Jahr lang, monatliche Abrechnungen mit z.b. 21.33Cent gemacht hat, kann man ja nicht aufeinmal nochmal die Vergütung 10,3Cent oder Herstellungskosten von 6 Cent ansetzen oder?


    Geht sowas dann im Folgejahr?

  • Wenn man aber nun schon eine Jahr lang,....

    Würde ich schon machen. ;)

    Ggf. gibt es steuerlich für die ESt/EÜR gar keine Auswirkung wenn der Gewinn auch früher kaum die 410€ Grenze überstieg.

    Das FA sieht die Basis nicht in der EÜR steht nur der Wert der Sachentnahme aus DV als Einnahme und der wäre dann nur die Hälfte vom bisherigem Wert. Falls nachgefragt würde zitiert man dann aus der Anleitung der Bayerischen FA. :)


    ABER für die uWA in der USt ist natürlich die Basis der Bezugsstrom der kaum unter 20Ct/kWh netto möglich ist. :)

    monatliche Abrechnungen

    Das gibt es nicht bei EÜR/ESt sondern nur jährlich, es gibt nur monatliche VA für die USt.

    Grüße
    Didi


    2015: 1052 kWh/kWp; 2016: 1036 kWh/kWp; 2017: 1102 kWh/kWp; 2018: 1162 kWh/kWp; 2019: 1137 kWh/kWp; 2020: 1106 kWh/kWp

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    Steuern und Finanzamt (Dank an pflanze :))

  • Was du monatlich in ne VA schreibst ist ja eh ne Hausnummer... Oder liest du da jedesmal den WR für die uWa ab? Auf die Jahreserklärung kommt es letztlich an...

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    LuschenPraktikant L:3 (mit sagenhaften 0.021kWh/kWp am 10.1.2017)

  • Aber da brauche ich erst einmal die Abrechnung eines oder auch mehrer Netzbetreiber, damit ich überprüfen kann, ob das, was ich mir hier ausgedacht habe, auch wirklich gut anwenden lässt.

    Vielleicht postet jemand seine Abrechnung hier?


    mfg

    Paulchen

    hallo, habe dir soeben per Mail meine Abrechnung gesendet.
    Gruß

    Oliver

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