Planung PV-Anlage auf EFH; Problematik Gaube / Solarthermie / Schornsteinzugang

  • Hallo,


    ich möchte unser 10 Jahre altes Haus nun um eine PV-Anlage erweitern und würde mich über sachdienliche Expertise in Bezug auf Verteilung der Module und Empfehlung eines geeigneten Wechselrichters freuen. Aus aktueller Sicht hätte das Dach mehr PV-Potential gehabt, ist aber tw. mit Solarthermie und Gang belegt).


    Dachausrichtung 100% Süd

    Hauptdach:

    - Neigung 45 °

    - Fläche (B x H):

    - links der Gaube: 2,5 m x 4,6 m (max. 7,6 m)

    - unter der Gaube: 6,8 m x 1,4 m

    Gaube:

    - Neigung 23 °

    - Fläche (B x H): 6,1 m x 3,8 m


    mögliche Anordnung Module:

    - links: 2x2 hoch

    - unten: 4x1 quer

    - Gaube: 5x2 hoch (oder 6x2, dann aber etwas breiter als das Gaubendach)

    - ggf. noch links und rechts vom Schornstein 3-4x quer


    Bei meinen Überlegungen aktuell offene Fragen:

    1. Vor-/Nachteile bei Modulen hoch oder quer

    2. optimale Flächennutzung durch Auswahl verschiedener Module(Größen) oder lieber gleiche Module

    3. Verschaltung von Modulen unterschiedlicher Neigungswinkel (45° / 23° / ggf. am Übergang der Gaube oben auch noch ca. 32° denkbar)

    4. Rückbau Solarthermie, um mehr Platz für PV (Warmwassererzeugung dann nur über Wärmepumpe - macht ja gekoppelt mit Solar auch Sinn, wird aber die Steuerung noch nicht können)

    5. Problematik Verschattung neben der Gaube bis max. Mittag: weglassen? Maßnahmen?

    6. Aufgang verlegen, um rechts der Gaube weiteren Platz zu schaffen? Dann zusätzlich Problem 5. am Nachmittag

    x. Wechselrichter außen unterm Dachüberstand oder im HAR (Wasserspeicher / Wärmepumpe)




    Danke für eure Anmerkungen!

  • Module auf die freien flächen Skizzieren, gern auch die ST dabei in Frage stellen; direkt nb. Gaube frei lassen, vor G. quer; M mischen würde SE erfordern, außer es geht mit 1ph WR auf 2 Strings zu bilden - das sieht man wenn die Belegung grob steht; 3. kann man mischen, wie gesagt Belegung skizzieren; kann die Hühnertreppe auf Nord?

    Du schreibst von ca. 22 M => ich würde 1 String an 3ph WR haben wollen da das gute 7 kWp sind.

    => Tetris spielen.

  • oh ja Tetris...


    es gibt ja inzwischen viele Halbzellenmodule... Habe in verschiedenen Posts gelesen "... oder an dieser Stelle Halbzeller...". Spricht was dagegen, die grundsätzlich zu nehmen? Haben die auf "normaler" Fläche Nachteile?

  • Sind in Ordnung.

  • soooo....

    wenn ich komplett in mein Dach reinreiße und ST und den Gang entferne, komme ich auf folgende max. Belegung (mit PV-Sol erstellt / Dach hat unten rechts noch eine Lücke, die ich nicht hinbekommen habe)



    gewählt habe ich Ja Solar JAM60S20-385/MR, da die mMn bzgl. Preis bei der Leistung pro Fläche ganz attraktiv sind. Sollten hier Erfahrungen existieren, die von den Modulen abraten oder vergleichbare / bessere empfehlen, sehr gern.


    Damit komme ich auf 19 Module Hauptdach (7,3 kWp) und 10 Module Gaube (3,8 kWp).


    Bleibt die Auswahl des Umrichters. Was würdet ihr empfehlen und wie verschalten? 2 Stränge (19/10) an einen 3ph-WR (also auch 2 MPPT)... oder Module irgendwie anders kombinieren?


    Oder:

    wenig am Dach ändern, 10 Module auf Gaube wie oben + weitere 10-12 Module, sodass ein großer String entsteht...

  • 2 Stränge (19/10) an einen 3ph-WR (also auch 2 MPPT

    Eher 15+14. Neben Gaube immer hochkant.

  • Zitat
    Eher 15+14. Neben Gaube immer hochkant.

    ok, ich hatte gehofft, dass das mit den Halbzellen so funktioniert... wobei ich gerade geschaut habe und bei den Ja Solar gar keine weitere Detailierung zum Bypassing finde... klingt mir fast so, als ob das ganze Modul umgangen wird ("bypass diodes wired in parallel with the PV cell strings"). das Modul hat 9 Busbars... ist damit jeder Bus ein "Cell String"? Und wenn ja, wo / wie bekommt man raus, wie die angeordnet sind?

    Mit hochkant rechts bekomme ich dann ein Modul weniger drauf. also 14+14? Welche 4 wollten da am Besten mit der Gaube verschaltet werden? Und dann die entscheidende Frage nach einer Empfehlung für den WR

  • Bilde die Strings so, dass möglichst immer 10 Module in der Sonne sind. 10 der Gaube in einen String ist gesetzt; vlt. die 4 schattigsten dazu?

  • Gibts noch ne Garage/Carport?


    Ich würde die Gaube mit den 4 darunter verschalten und den Rahmen außenrum in den 2. String.

    Achtung Schattentheoretiker!

  • Warum ist da überhaupt ein Gang zum Schornstein auf dem Dach? Bei mir fegt der Schwarzkittel vom Dachboden aus, da gibt es eine Türe im Schornstein. Und das ist (ebenfalls) ein Altbau mit nachträglich eingezogenem Edelstahlrohr.


    Wobei es bei einer Ölheizung eh nichts zu fegen geben sollte wenn wenn Öl oder Gas zu CO2 und H2O verbrannt wird, und keine Braunkohle rußt.


    Noch mehr wundere ich mich übrigens über die Dachgänge die Dachfenster miteinander verbinden, aber nicht zu Schornsteinen führen. Sehe ich öfters, verstehe ich nicht. Wozu sind die gut? Fluchtwege? Fensterln?