PV-Anlage f. Neubau EFH in 972xx

  • Hallo liebe Foren-Mitglieder,


    wir planen ebenfalls im nächsten Jahr unseren Neubau eines EFH. Ich möchte euch den bisherigen Stand der Planung vorstellen und bin froh über Hinweise und Verbesserungsmöglichkeiten, um die Anlage zu optimieren.


    Es wird ein KFW55 Haus mit Pultdach (9°-Neigung) und fast perfekter Süd-Ausrichtung (Verschiebung ca 10° nach Westen). Geheizt wird mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe. Im Laufe des nächsten Jahres (also vor Fertigstellung des Hauses) werde ich auch einen elektrischen Dienstwagen bekommen. Perspektivisch wird auch der Zweitwagen statt eines Diesels auf Elektro umgestellt (eher innerhalb der nächsten 5-10 Jahre als früher). Ansonsten sind wir eher sparsam (Stromverbrauch in der Mietwohnung bisher ca 1.500 - 2.000 kWh). Speicher ist keiner vorgesehen.

    Das Dach des Hauses wird nicht verschattet.

    Im Westen des Hauses steht außerdem eine Doppel-Fertiggarage mit der gleichen Ausrichtung und Flachdach. Dieses wird im Osten durch das Haus verschattet.


    In PVGIS bekomme ich folgende Angaben:

    PV technology: Crystalline silicon

    PV installed [kWp]: 1

    System loss [%]: 10

    Simulation outputs:

    Slope angle [°]: 9

    Azimuth angle [°]: 7

    Yearly PV energy production [kWh]: 1006.17

    Yearly in-plane irradiation [kWh/m ]: 1211.6

    Year-to-year variability [kWh]: 45.53

    Changes in output due to:

    Angle of incidence [%]: -3.8

    Spectral effects [%]: 1.58

    Temperature and low irradiance [%]: -5.57

    Total loss [%]: -16.96


    Verteilungsgraph s. Anhang.



    Ich habe mir auch schon PVSOL runtergeladen und Haus und Garage gezeichnet. Auf das Hausdach passen ziemlich genau 50 Module mit 1*1,7m, welches ja als Standard-Maß recht praktisch ist. Auf der Garage habe ich keine Vollbelegung geplant, da ich für den freien Bereich (s. Fotos im Anhang) Verschattungsanteile zwischen 40% und 60% erhalten habe. Ein Teil des Daches soll außerdem für die Außeneinheit der LWWP genutzt werden. Auf den westlichen Teil der Garage stellt sich für mich die Frage, ob eine Aufständerung zwingend notwendig ist und falls ja, welche Ausrichtung sinnvoller ist S-N oder O-W.

    Mein Favorit wäre die Module einfach flach auf das Dach zu legen, da ich so zwei zusätzliche Module unterbringen könnte und keine Module mit Nord-Ausrichtung hätte. Dies würde natürlich den Selbstreinigungseffekt verringern. Kann hier jemand eine Empfehlung aussprechen, was effizienter ist?


    Zudem bin ich mit der Auswahl von Modulen und passenden Wechselrichtern überfordert.

    Bisher hatte ich Heckert mit 330 Wp im Blick. Das ergäbe 16,5kWp auf dem Hausdach + 3,3-2,6kWp auf der Garage. Insgesamt also 19-20kWp.

    Hier bin ich dankbar für Empfehlungen bzgl. Modulen und passenden WR, die man sich mal anschauen sollte. Generell ist mir ein sinnvolles Preis-Leistungsverhältnis sowie eine gute Systemperformance wichtig. Hier fehlt mir aber leider das Fachwissen...


    Außerdem bin ich auch auf der Suche nach guten Solarteuren im Raum Würzburg. Falls jmd eine Empfehlung hat, gerne her damit.


    Falls ihr noch weitere Informationen für eine Bewertung braucht, gerne schreiben :)


    Für alle Hinweise schonmal herzlichen Dank :danke:

  • Du willst den Senf, Du bekommst den Senf ... und viele Anregungen.


    Warum wird das kein KfW40 Haus, was fehlt?

    WP bitte im Forum HTD auslegen und auf keinen Fall ZU GROSS auswählen. Kein Puffer, keine ERR, keine Mischer, direkt rein. Bereits 5KW könnten ... sollten ... zu viel Heizlast sein.


    Keinen Speicher dann mit KfW40+ überdenken ... er wäre geschenkt.


    Der Ansatz ist einfach, einfach alles voll machen.

    Auch die Südfassade wäre interessant, oder aber den Dachüberstand nochmal 1-2m ziehen, für noch eine Reihe mehr Module ... UND mehr Schatten im Haus im Sommer.


    Dachüberstand bearbeiten und auf 11 Module je Reihe kommen!


    Außeneinheit LWWP ... da bekomme ich Fußpilz ... Du brauchst sicher keine unnötig teure Split Lösung.

    Mit 5000,- könnte die Heizung inkl. WW Speicher fertig sein.

    Panasonic Aquarea Monoblock mit 5KW nehmen.

    SHWT 300l WW Speicher mit extra großem Wärmetauscher ins Haus stellen, mehr muss nicht im Haus stehen.

    WP geht direkt auf FBH und per 3-Wege-Ventil auf den WW Speicher.

    Wenn deine Split Lösung natürlich besser und oder günstiger ist, dann nimm die. :juggle:


    Module nicht unter 350Wp nehmen ... in X Monaten eher 370Wp anpeilen.

    Die 330er sind bereits jetzt zu wenig!


    Fürth hat einen guten Solarteur. :mrgreen:

    7 KWp PV, Bosswerk 4,6 KVA Hybrid Wechselrichter, 5 KWh Liontron LiFePO4 Speicher

    Plusenergiehaus, autark von März bis Oktober, mit Panasonic Aquarea Monoblock 5KW

    Verkaufe: SMA SunnyHomeManager 1.0 Bluetooth mit D0-Auslesekopf für SHM1.0


    Parke nicht auf unseren Wegen, www.weg.li macht es möglich.

  • Mein Favorit wäre die Module einfach flach auf das Dach zu legen,

    wenn du bereit bist da einmal im Jahr mit Wasser ohne Zusätze zu putzen ist das die bessere Lösung, da du die Module dann alle in einen String bekommst. und in der Summe mit einem WR auskommst.

    Läuft bei mir so seit drei Jahren prima.



    Luft-Wasser-Wärmepumpe

    entweder eine die gut moduliert, oder noch besser eine die schon recht klein ist, dann läuft die auch im Winter oft mit PV Strom


    Schau dir auch an, welche Steuerung dir zusagt, auch in Bezug auf den Autolader. Je nach Wahl bist du dann an einen WR Hersteller gebunden.

    Es gitb unabhängige Systeme oder wecleh von WR HErstellern.

    Z.B. SMA mit dem SHM und der LAdestation etc. dazu.

    Funksteckdoesen schaltet nur SMA SHM und die BAtteristeuerugn von Varta

  • Erstmal danke für den Senf

    KfW40(+) haben wir nicht gemacht, da wir mit Keller bauen und die höheren Investitionskosten die unser GU für das Erreichen des geforderten Standards aufgerufen hat, die zusätzliche Förderung weit überstieg, und das für uns auch auf 80 Jahre Energiekosten unwirtschaftlich gewesen wäre.


    Fassade steht leider nicht zur Verfügung, da macht meine Frau nicht mit. Nichtmal bei der Garage...


    Am Dachüberstand will ich nun auch nichts mehr ändern, wir haben inklusive Tektur ca 9 Monate für eine Baugenehmigung gebraucht mit zig Umplanungen. Mit den 50 Modulen auf dem Dach kann ich auch gut leben. Trotzdem ein guter Hinweis, den man sicher bei der Planung hätte berücksichtigen können/sollen...


    Wärmepumpe wird eine Panasonic Aquarea J-Serie, ich habe leider noch keine detaillierte HLS-Planung mit Heizlastberechnung o.ä.

    Sobald diese vorliegt werde ich mal im HTD-Forum Rückmeldungen einholen, danke.


    Module peile ich dann eher mit höherer Leistung an.

    Wenn ich von 60 Modulen ausgehe wäre es sinnvoll wg. EEG 2021 max. an die 24,9 kWp zu kommen, da dann kein RSE, richtig?


    Danke für die Hinweise.

    Für den Autolader bin ich mir noch unsicher, ob ich überhaupt eine Wallbox möchte, oder ob eine mobile Lösung (bspw. Juice-Booster) nicht sinnvoller ist, da es ein Dienstwagen wird, den ich auch unterwegs laden können möchte. Unser Unternehmen hat 7 Standorte in Bayern, leider nicht überall bereits Ladepunkte (eine 16A-Leitung kriegen wir aber gut organisiert). Trotzdem schaue ich mir die Kombination aus WR und Wallbox mal genauer an.

  • Bei 9° Wartungsgänge in Schuhbreite einplanen; man wird ab und an reingigen wollen/müssen.

    In Frankreich müssen Neubauten m.W. Passivhausstandard erreichen - d.h. KfW55 wird ein moderner Sanierungsfall.

    Bitte keine unnötigen Vollzitate.
    Bei Garage so nah am Haus sehe ich UV nicht zwingend - kann man manchen, muss man nicht.

    Garagenmodule quer zum Haus legen wg. Schatten.

    Was hat deine Frau gegen PV die hilft, das Haus zu bezahlen? Zumal ihr mangels starker Dämmung eh mehr Strom braucht.


    Im Übrigen schöner, übersichtlicher Einstieg.

    Bisher hatte ich Heckert mit 330 Wp im Blick.

    Wären mir heute zu schwach. Solarfabrik ansehen.

  • Bei 9° Wartungsgänge in Schuhbreite einplanen; man wird ab und an reingigen wollen/müssen.

    Danke für die weiteren Hinweise.

    Ich habe nun Wartungsgäne mit 20cm eingeplant. Sind diese an den richtigen Stellen und breit genug? Durch die Wartungsgänge musste ich die Anordnung verändern und bekomme auch keine 50 Moduel mehr aufs Dach. Ich habe mit verschiedenen Modulgrößen und Anordnungen rumgespielt und bekomme maximal die im Bild angezeigten 45 aufs Dach. Module habe ich SolarFabrik S3 375W gewählt.


    Habt ihr noch Tipps für eine bessere Belegung?


    Ist das einzelne Quer-Modul im Süd-Osten ok oder macht das bei der Verschaltung eher Probleme?


    Apropos Verschaltung - habt ihr Vorschläge für sinnvolle Strings? Soweit ich das als Laie verstanden habe, sollten diese wenn möglich ungefähr gleich lang sein. Ist die Ausrichtung (quer / aufrecht) ebenfalls wichtig? In PVSol komme ich leider nicht so wirklich zurecht. Hier benötige ich wohl einfach noch Zeit mich da einzulesen / einzuarbeiten.


    Was hat deine Frau gegen PV die hilft, das Haus zu bezahlen? Zumal ihr mangels starker Dämmung eh mehr Strom braucht.

    Ästhetik. Denke da bin ich auch nicht der einzige, der dieses "Problem" hat. Sie möchte vom Garten nicht auf das Haus schauen und dann eine ganze oder einen Teil der Wand mit Modulen sehen. Da ziehen dann auch keine anderen Argumente. Schade, aber man muss sich als Paar eben auch auf Kompromisse einlassen.

    Mit der Anlagengröße von rund 20kWp bin ich recht zufrieden.

  • Wie gesagt QUERSEITE (lange Seite) quer zum Haus legen wegen Schatten. Auf dem Haus bitte alles hochkant bis auf ggf. eine Reihe, die dann aber bevorzugt nach oben kommt. PDFs sind unpraktisch, ich öffne sie eher nicht.