EEG Novelle 2021 - wie plane ich nun eine ursprünglich angedachte 360 kWp Anlage ?

  • EEG Novelle 2021 "Freiwillige Ausschreibung PV Anlagen zwischen 300 und 750 kWp"


    Hallo zusammen, kann mir jemand erklären, was das hier soll?
    Ich plane derzeit als Anlagenbetreiber auf einem gepachteten Dach eine Volleinspeisungsanlage von 360 kWp. Wenn ich nun diesen Text lese, erkenne ich dass ich nur die ersten 50% voll vergütet bekomme, bei den zweiten 50% nur den Marktpreis? Was soll das denn ???
    VG Peter

    "Photovoltaikdachanlagen von mehr als 300 kW bis einschließlich 750 kW sollen zukünftig eine Wahlmöglichkeit haben, ob sie an Ausschreibungen teilnehmen (siehe Punkt B. 1.) oder in der Festvergütung bleiben.
    Im letzteren Fall sollen aber nur noch 50 Prozent der erzeugten Strommenge vergütet werden. Die übrige Strommenge soll der Anlagenbetreiber selbst verbrauchen oder ungefördert direkt vermarkten. Dies stellt faktisch eine Kürzung der Vergütung um 50% und ein Zwang an Ausschreibungen teilzunehmen dar. In diesem Segment ist mit einer rückläufigen Neuerrichtung von Solardachanlagen zu rechnen, weil es wenige Projekte gibt, bei denen 50% Eigenversorgung wirtschaftlich darstellbar sind. Ferner ist der Marktpreis zu gering bzw. nehmen kleine Marktakteuren aus verschiedenen Gründen nicht an Ausschreibungen teil."

  • Steht das so im Gesetz?

    300,0 in Betrieb nehmen, 60 ca. ein Jahr später.

  • Den Text habe ich aus einer Zusammenfassung einer der Verbände herauskopiert, die versucht haben, die EEG Novelle zusammenzufassen. Ich habe dieses "zwischen 300 und 750 kWp" aber nun schon in anderen Medien wiedergefunden.


    Die zweiten 50% so stark zu kürzen, kommt doch einer Gesamtkürzung für dieses doch so wichtige Segment der Dachanlagen gleich - es erschließt sich mir nicht, wie dann damit ein Ausbau der PV geschafft werden soll.


    Für mich ist es schon ein Unterschied, ob ich die leider sehr hohe Kostenanschaffung eines MS Trafo mit 360-400 kWp benutze oder mit 299,9.


    Den atmenden Deckel haben sie auch noch nicht angefaßt, somit fällt weiter Monat für Monat die Vergütung - so macht das doch alles keinen Spaß oder Sinn ?!?

  • "Komma neun" bitte vergessen, das steht nicht im Gesetz.

    Wie viel kVA könntest du ohne Trafo einspeisen? Ob sich der Trafo rentiert für paar kWp müsste man so oder so rechnen.

    Flinte nicht ins Korn werfen - andere Länder beneiden uns um das verhunzte EEG.

  • nach den neuen eeg 30kwp bauen und die 60 hinterherhinkt nach 12 Monaten


    der Trafo ist sowieso ein 250kva oder ein 400 kva

    wobei das im Preis fast keine rolle spielt.


    in deinem Fall sucht man noch ein Dach und baut 750 kwp und nimmt einen Trafo mit 750-800 kva


    ansonsten bis zum 1 April ibn machen,also die Module müssen aufs Dach und die WR an die Wand!

    Die Gedanken die uns lenken, führen uns in ein großes Nichts. Wir illusionieren das Vollkommene und vergessen die Welt in der Wir Leben!


    Gefangener des EEG mit Volleinspeisung und Netzbezug!

    Oberer Zähler: 156kwp an 3 Huawei mit 139 kw Max. Wirkleistung!


  • Hallo zusammen,

    danke für Eure Antworten. Die Frist ab 01.04.2021 habe ich zwischenzeitlich auch gegoogelt, das würde für eine geplante Anlage von mir noch passen mit IBN in Q1. Eine mögliche, weitere Anlage mit 400 kWp im Mai / Juni müsste ich dann vermutlich tatsächlich splitten, aber ganz ehrlich: wo soll sowas denn hinführen? Ich verstehe die Widersprüche nicht, dass wir auf der einen Seite 65% erneuerbare Energie erreichen wollen/müssen, auf der anderen Seite aber dann diesen attraktiven Baubereich von 300-750 kWp so beschränken :(


    Beste Grüße

    Peter

  • die Anlagen haben sich doch in 1 jahr oder 1,5 Jahren eh von selbst erledigt.


    die sinkende einspeisevergütung sorgt doch für Vergütung von 5 cent, dafür kann man dann glaub ich nicht mehr bauen.

    die Trafos und Anschlüsse kosten immer mehr, die WR und Module weden kaum noch billiger

    die Aufständerung und Montagekomponenten weden auch nicht billiger.


    die Löhne steigen und die Abgaben und sonstigen Kosten auch.


    wenn nun die Nachfrage also das tatsächliche Verkaufsvolumen von Modulen und WR und Montagezubehör nachlässt weden auch die Preise nicht weiter fallen.


    ich habe auch über 350kwp nachgedacht, die Grund-Planung war fertig.


    aber mit Finanzierung und Baukosten durch Fremdfirmen, war das ganze nicht mehr umsetzbar!


    man wird die Degression in 2-3 Jahren deutlich überarbeiten müssen, sonst baut nie and mehr.


    die meisten die grosse Dächer haben, haben keinen merklichen Eigenverbrauch der das ganze wirtschaftlich macht!

    und nur die Vergütung bringt nicht mehr genug ein.

    Die Gedanken die uns lenken, führen uns in ein großes Nichts. Wir illusionieren das Vollkommene und vergessen die Welt in der Wir Leben!


    Gefangener des EEG mit Volleinspeisung und Netzbezug!

    Oberer Zähler: 156kwp an 3 Huawei mit 139 kw Max. Wirkleistung!


  • Kann man irgendwo erkennen, wie die Vergütung bei Anlagen über 300 kwp berechnet wird?

    Werden die ersten 300 kwp anteilig voll bezahlt und ab 300 kwp die halbe Vergütung?

    Wie ist das bei Eigenverbrauch: gleichzeitige Inbetriebnahme z.B. von 299 kwp Volleinspeiser und 99 kwp mit Eigenverbrauch?

    Nach meinem Verständnis müsste die 300 kwp-Anlage voll vergütet werden und der nicht selbstverbrauchte Anteil der 99 kwp-Anlage zu 50% ?????

  • Mach doch eine 300kW Überschussanlage + eine 50kW Volleinspeiser.

    Tesla P85+ seit 8/13 >511.000km gefahren. Seit 2/19 Smart ed cabrio aus 10/13. Seit 12/19 fährt Frau Tesla M3 AWD, wurde am 2.3.22 durch ein Model Y ersetzt. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Es sind noch 4x320W hinzugekommen = 1280W d.h. Gesamt PV-Leistung nun 29,329kWp. Seit 1.11.20 werden die eAutos und E3DC Hauskraftwerk gesteuert per E3DC-Control zum Börsenpreis von aWATTar geladen. Weitere 25kWp geplant, für die WP von Wolf CHA 10