Große PV Anlage auf EFH in Süddeutschland

  • So liebe Community,

    ich möchte hier mal mein Projekt vorstellen.

    Zu mir: ich bin quasi ein PV Opa. Habe in den 2000er Jahren während dem ABI als Nebenjob viele PV Anlagen in der Region aufgebaut… hauptsächlich auf öffentlichen Gebäuden… aber auch viele Privathäuser, damals stellenweise noch auf sehr improvisierte Art und Weise da es ja noch wirklich die Anfänge waren.

    Aber immer nur chinesische Mono und Poly Module (Yingli STP und Trina) und mit stellenweise gigantischen Amortisationsraten (fremdfinanziert oft nur 6-8 Jahre)…

    Nach und nach wurde der Markt dann von profi Solarteuren übernommen und wir haben uns zurückgezogen… aber was die oft für Preise aufgerufen haben, da haben wir schon schwer gestaunt, stellenweise waren die Anlagen Jahre später noch teurer als unseren. Die letzte Anlage haben wir dann 2010 gebaut und seit dem bin ich mehr oder weniger aus dem Thema raus.


    Jedoch habe ich mittlerweile ein EFH gebaut und es wurde schon für PV Nutzung vorgesehen… aber so richtig wollte ich mich nicht damit beschäftigen. Unter Anderem gab es viele Themen die mich doch sehr gestört haben… Marktstammdatenregister… EEG auf Eigenbedarf und solche 10 kWp Grenze und solche Geschichten. Desswegen habe ich es etwas vor mir hergeschoben.


    Zum EFH: Süddeutschland, 180 qm Grundfläche, einstöckig + komlett unterkellert. Diffunsionsoffene „Massivbauweise“. Pultdach in Sandwichbauweise DN 7 Grad genau Süd. (Im Winter kaum Ertrag durch Hanglage am Nordhang).

    Komme ungefähr auf ca KFW 55. Heizbedarf laut Rechnung ca 16.000kWh, Heizlast 6kW, so nach den ersten kälteren Tagen kann ich das bestätigen.

    Ah und ich bin über ein Wärmerohr an die Hackschnitzelanlage vom Nebengebäude angeschlossen.

    1200L Pufferspeicher ist auch vorhanden. FBH konnte das Haus mit 28 Grad Vorlauftemp sehr gut warm halten.

    Zur Anlage:

    Es sollten so ungefär 35kWp auf das Dach draufpassen.

    Jetzt ist aber die Frage: Was tun?

    Ich mein früher hätten wir das Dach voll gemacht und je nach Kunde auch noch übers Dach rausstehen lassen. Und ne Volleinspeisung gemacht oder die Eigenbedarfsregel mit 25Cent Vergütung auf selbst genutzten Strom gemacht.

    Heute ist das ja nicht so einfach. Da ich ja auch Strom selbst nutzen will um die Stromkosten zu senken. Stichwort EEG Umlage. Und ja mein Stromverbrauch ist nicht unbedingt gering, 2 Elektroautos und indirekte 24V LED Beleuchtung und großzügige IT (Smarthome) ist vorhanden, Strom im normalen Haushalt konnte ich noch nicht abschätzen aber sicher über dem Durchschnitt... und beheizbarer Pool wurde auch schon angedacht, gutwetter Wärmepumpe um die Heizung zu entlasten und den Pool zu heizen steht auch auf dem Papier.


    Zur PV: Bleibt aber wohl 2021 „nur“ die 20kWp Anlage um ausserhalb der EEG zu bleiben und den Stromvebrauch erhöhen zu können.

    Auch habe ich an einen Speicher gedacht. Ich weiß es ist viel Liebhaberei dabei… aber naja, man brauch auch Hobbys… wobei ich bei den Pylontech LiFePO4 Akkus mit 6000 Zyklen und 90% DoD auf Kosten von weniger als 7 cent pro kWh gekommen bin, das ist fast kein Hobby mehr.

    Ich mein so wie ich da googeln konnte gibt es bei Hybridwechselrichtern die 2 Platzhirsche Sunnyisland und Victron. Wobei mir die Victrons schon den solideren Eindruck machen.

    Aber machen die Victron Geräte (oder allgemein Hybridwechselrichter) in dem Fall überhaupt Sinn? Wo setzt man die 20kWp Anlage in dem Fall den an? Ich mein hier 20 kWp DC seitig dranzubauen macht wohl kaum Sinn. AC seitig hinter dem Hybridwechselrichter auch nicht unbedingt… da man ja jede kWh die man im Sommer einspeist durch das Gerät schicken muss.

    Splittet man die Anlage dann? Ich könnte mir vorstellen ca 5kWp DC, 5kWp AC und 10 kWp ausserhalb der Halbinsel als überwiegende Einspeisung.

    Oder ist das nichts für die Victrons? Bin ich da ganz auf dem falschen Dampfer?
    Was sind die Alternativen? Wie würdert ihr an das Thema rangehen? Echte Insel ist wegen der Hanglage kaum möglich... habe ja schon eine ähnliche Anlage und es kommen nur ca 0,2 kWh / kWp an einen dunklen schneefreien Wintertag runter.
    MIt freundlichen Grüßen

  • Entweder du bist einfach gut drauf dann mach das Dach einfach Voll egal ob 33 oder 36 kwp und baue eine Überschußeinspeisung.

    Die 60 Euro Im jahr für die EEG umlage ist doch lächerlich zumal diese EEG umlage eh bald ganz fallen wird.


    bei deinem Strombedarf brauchst du keinen Speicher du verbrauchst den strom einfach und gut.


    und das EEG wird gerade geänder auf 30 kw / 30 Mwh Eigenverbrauch frei


    ob das dann lohnt auf 33 kwp zu gehen weiss ich nicht dann kann man auch 29,9 bauen und 2 Gänge zum Module Putzen frei lassen.

    denn bei 7 grad funzt die Selbstreinigung nicht wirklich!


    10 kwp blablabla

    MASTR dauert 5 min das auszufüllen na und?


    Du kannst halt auch Ost West aufständern dann gehen evtl 40 kwp an einen Huawei 33KTLA .

    Die Gedanken die uns lenken, führen uns in ein großes Nichts. Wir illusionieren das Vollkommene und vergessen die Welt in der Wir Leben!


    Gefangener des EEG mit Volleinspeisung und Netzbezug!

    Oberer Zähler: 156kwp an 3 Huawei mit 139 kw Max. Wirkleistung!

    • Offizieller Beitrag

    Fuer EEG2021 sind 30 kWp umlagefrei im Gespraech. Da es 2020 eh nichts mehr wird also entweder mit 30 kWp oder gleich Vollbelegung planen.


    Darueber nachzudenken, >10 moegliche kWp um die anteilige EEG-Umlage zu sparen, aber einen defizitaeren Speicher anschaffen zu wollen ist Quatsch.


    Insel ergibt keinen Sinn, warum auch?


    Je nach Verbrauch wuerde ich wohl schnellstmoeglich mindestens die 30 kWp bauen und dann nach einem Jahr (falls das mit der Zusammenlegung so bleibt) den Rest noch dazunehmen. Du kannst das ja offenbar selbst belegen, sollte also kein Problem sein. Mit WR kannst ja unter 30 kVA bleiben.


    Hat mit der PV jetzt nichts zu tun, darf ich fragen was die kWh Fernwaerme kostet? Warum nicht gleich auf WP gesetzt?

  • Besonders viel über die Planung von Dachanlagen hast du aber nicht gelernt oder schon wieder vergessen. :)


    Zur besseren Einsicht in dein Projekt werden erst mal die Dachabmessungen benötigt. Dazu möglichst gute Bilder vom Dach.

    Standort noch oder PLZ. Für die Ertragsberechnung können die Daten in PVGIS eingegeben werden.


    Und was Speicher betrifft, es gibt bestimmt noch andere interessante Hobbys.

    Die kannst du dir dann entspannt leisten, wenn du den Speicher wegläßt.

  • Oh die Erweiterung auf 30 kwp wäre ein ziemlicher Gamechanger.
    Dann macht wohl alle Experimente wenig Sinn -> also die 30 drauf und entweder die Anordnung optisch optimieren bzw Wege offenlassen oder später umrüsten (das umrüsten und erweitern habe ich als sehr aufwändig in Erinnerung... aber warten wir mal ab)
    Danke dafür.

    @Burgenlaender 
    Oh die Ost-West Aufständerung hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Müsste ich mal durchrechnen... aber ich denke der Mehrertrag wird gegen 0 gehen. Dafür kann man im Sommer füher und länger eigenen Strom geniesen und im Winter hab ich durch die Lage eh kein Ertrag.

    @ qwerty
    es gibt keine billigere Heizung als eine die man schon hat. Die Hackschnitzel bekommen wir meistens von der Gemeinde schon gehäckselt aufs Lager und muss nur noch getrocknet werden. Für den Rest haben wir eigenen Wald... wenn man sich im Wald wohl fühlt und auch nette Maschine hat ist dass ein interresanntes Hobby.
    Die Heizung hat jetzt auch schon 15 Jahre auf dem Buckel... war damals ein Prototyp von Hargassner. Hat sich längst gelohnt und heizt das Haus (gerade mit dem 1200l Speicher) ziemlich einfach nebenher mit. Ich würde aktuell von Kosten unter 2 cent pro kWh ausgehen, das teuerste und eigentlich die einzigen Kosten die anfallen sind das Häckseln vom eigenen Holz + Schornsteinfeger.
    Naja der Zeitaufwand ist nunmal echt groß... wenn man das nicht wirklich als Hobby hat, kann mans vergessen.

    Ziel von mir war auch die LWWP (die Vorbereitung sind vorhanden... 2 Aufstellungsorte... eine unsensible aber einfache Aufstellung und eine semi-lärmsensible dafür mit besserer Anbindung... aber naja da wurde noch keine Entscheidung getroffen, die Preise fallen, die CoP Werte gehen hoch, die Lautstärken (mein Hauptproblem mit den WP) sinken. Ich denke ich werde im März mit ner Einsteiger "Einweg-Monoblock WP" anfangen um mal ein Gefühl für den Stromverbrauch und den Möglichkeiten zu bekommen. So als Heizungsunterstützung im Sommer und als Poolheizung. Mal schauen obs dann doch recht schnell ne Ochsner Air Hawk oder Vergleichbares wird.

    @ kalle bond
    Was soll das groß bringen?? Das Dach mit 7 Grad Pultdach ist 11m x 19m also 18x6 Standartmodule ist möglich. Trapez-Sandwichdach, kein Kamin, keine Bäume, nur sehr hoher (aber gerader) Horizont im Süden. Ähnliche Anlage mit alten ich glaub 240W Modulen ist seit 10 Jahren mit Solarlog am Nebengebäude... im Winter kommt nix, im Sommer ists ok. So wie man es halt von einer chinesischen 7 Grad Anlage ohne Aufständerung erwartet... 950 kwh/kwp... aber: die letzten 5 Jahre waren besser als die ersten 5 Jahre trotz (überraschenderweise nicht vorhanderen) Degradation und trotz keiner einzigen Reinigung.
    Damals haben se uns für verrückt erklärt wie man so eine Anlage ohne Aufständerung machen kann... hatte sich aber schon damals finanziell gelohnt!

    In dem Sinne bedanke ich mich mal und es ist eigentlich das Meiste schon geklärt.
    Die Lösungen sind oft einfacher als man denkt.

  • Ich denke ich werde im März mit ner Einsteiger "Einweg-Monoblock WP" anfangen um mal ein Gefühl für den Stromverbrauch und den Möglichkeiten zu bekommen

    das ist der größte Fehler


    denn genau damit bekommst du einen falschen Eindruck von der Maschine!


    wenig Wirkungsgrad wenig Leistung und genau das was du nicht willst!


    nur mal so eine ordentliche Wp wie die panasonic Geisha ist so Scheisse gut, das du gebraucht gar keine zu kaufen bekommst!

    Defekt gleich gar nicht!


    warum wohl? weil das Ding Scheisse ist? weil die Kiste nichts taugt? weil die Kiste nicht hält?

    Nein weil die Dinger einfach gut sind!


    da musste nicht überlegen.


    selbst ich mit meinem Holzkessel und Schwerkraftheizung fange an genauer darüber nachzudenken!


    und das will was heissen!


    Paul haste der Geisha schon gekündigt? Entlassen? und auf den Rücken gelegt?

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  • Ist das jetzt Ironie?
    Ist die Geisha nicht beispielsweise die MDC09H3E5. Tatsächlich hatte ich genau die auf dem Schirm.... Bei den Preis hatte ich die automatisch als Einweg eingeschätzt... oder gibt es noch günstigere???
    Tatsächlich wäre das dann ein Nobrainer... aber wie gesagt... ich hatte damit noch keine Berührungspunkte

    • Offizieller Beitrag

    OK, ich hatte es so verstanden dass die Heizung nicht dir gehoert sondern du Quasi Fernwaermekunde deines Nachbarn bist.

    Ich habe die Waldarbeit uebrigens immer gehasst :D

  • https://www.ebay.de/itm/Primet…05.m1851&redirect=mobilee


    das ist einweg und schnulli!


    ist zwar ne wärmepumpe aber kein Inverter der Modulierend arbeitet!


    und die Geisha "F" ist in WP Kreisen eigentlich die Geisha!

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