Überschussladen mit Teslaautocharge

  • Hallo zusammen,


    Ich bin neu hier und hab zu meiner speziellen Frage leider noch keine Antworten gefunden (falls ich doch was übersehen hab dann könnt ihr mich gerne drauf hinweisen ;))


    Erstmal die Eckdaten:

    6,5kWp Dachanlage in Südausrichtung

    SMA Sunny Tripower 6.0 Wechselrichter


    Im Frühling soll unser erstes Elektroauto bei uns einziehen, und da soll natürlich auch eine Wallbox in die Garage. Ich will gerne mit wenig Investition versuchen, den Überschuss vom Dach ins Auto zu bekommen. Die Anlage ist zwar nicht sehr groß, aber das Auto ist auch nur ein Zweitwagen für den Arbeitsweg und wird auch definitiv nicht mehr als 10tkm im Jahr machen. Um die Investitionskosten niedrig zu halten hab ich mir folgendes überlegt:


    Installation eines Elgris Smart Meters als alternative zum SMA Gerät

    go-eCharger HOMEfix 11kW Wallbox (würde ich mit Förderung und Installation quasi kostenlos bekommen)


    Über Teslaautocharge soll dann der Überschuss geladen werden können. Da Teslaautocharge mit SMA kompatibel ist und Das Elgris Smart Meter mit dem SMA Wechselrichter sehe ich da eigentlich keine Probleme. Was denkt Ihr darüber? Wird das so gehen oder gibt's da irgendwelche Probleme die ich noch nicht erkannt habe?


    Vielen Dank schonmal für Eure Antworten

    Gruß,

    Sebastian

  • Grundsätzlich wirst du bei der PV-Größe viel einphasig laden um den Überschuss auszunutzen. Wenn das Auto eigentlich dreiphasig lädt (die meisten mittlerweile) müsstest du beim Go-eCharger dann ein einphasiges Kabel verwenden (versteckte Kosten!).

    Alternative wäre eine Wallbox, die automatisch umschalten kann, wie z.B. eine OpenWB Standart+ oder custom mit Phasenumschaltung. Da ist dann gleich eine Software integriert die viiieeell mehr kann als TeslaAutoCharge,z.B. Ladlogs, Nachtladen, SoC basiertes laden usw. Durch den modularen Hardware und Softwareaufbau ist das ein Produkt das für die Zukunft gerüstet ist.

    Nachteil: relativ teuer.

    Wenn du günster mit dem Go-eCharger und einem einphasigen Kabel fahren willst würde ich dir trotzdem die OpenWB Software statt TeslaAutoCharge empfehlen. Entweder du kaufst dir dafür die OpenWB Stand-alone (100€) oder du installierst OpenWB (ist openSource!) selbst auf einem Raspberry Pi. Dann wäre jedoch eine kleine Spende an den Entwickler angemessen ;)

    Ach ja, OpenWB kann die meisten EVU Meter und WR direkt auslesen. Einfach mal auf der Website bzw. im OpenWB Forum schauen ob dein WR unterstützt wird. Bei nur Daten vom WR kannst du einen Hausverbrauch fest einstellen. Wenn du aber richtig Überschussladen willst brauchst du wie du schon selbst gesagt hast ein EVU Meter. OpenWB bietet dafür selber den OpenWB EVU Kit an, unterstützt aber auch den SHM und viele anderen Smartmeter.

    UND: deine Daten liegen bei OpenWB privat bei dir zuhause, nicht auf den Servern von Stromgarage.

  • Guten morgen zusammen,

    Die Daten zu dem E-Auto sollten etwas Aufschluss darüber geben warum ich dieses System anpeile. Wir bekommen einen Nissan Leaf Visio, d. h. sowieso nur max. 3,7kw einphasiges laden. Das ist in meinem Fall kein Problem, da das Auto ein Zweitwagen für den Weg zur Arbeitsstätte. Im Normalfall wird das Auto am Tag also nicht mehr als 30km gefahren, was mit einphasigem laden absolut in Ordnung sein sollte. Ich würde auch mit dem normalen Schuko-Stecker zurecht kommen, aber dann wird's mit dem Überschussladen halt nichts. Und da man aktuell die Förderung für die Wallbox bekommt dachte ich auf diese Weise relativ einfach an ein derartiges System zu kommen.

    Der Punkt mit der OpenWB Stand alone ist auch interessant, da muss ich mich aber noch mehr mit beschäftigen und einarbeiten. Teslaautocharge schien mir da im ersten Augenblick etwas mehr Plug and play zu sein. Mit einem Raspi hab ich nur ein paar kleine Annäherungsversuche gehabt (WLAN BBQ Thermometer). Deshalb bin ich da etwas zurückgeschreckt. Ich werde mich dann mal damit auseinandersetzen und falls ich fragen hab wende ich mich nochmal an euch oder an die Kollegen aus dem OpenWB Forum.


    EDIT: Übrigens ist für den Fall der Fälle in einem km Entfernung ein CHAdeMO-Schnelllader mit dem ich 50kW laden kann.

  • Also ich weiss nicht ob ich mir nur dafür eine Wallbox für mehrere hundert Euro antun würde.

    Förderung hin oder her.


    Du wirst ca 1800kwh pro Jahr verfahren, die mit einem günstigen Strom Tarif (24Cent) derzeit ca 440€ pro Jahr kosten.

    Mit PV Strom (10Cent) sparst da vielleicht 200€ im Jahr ein.

    Im besten Fall und wenn du alles aus der PV lädst, was sehr unwahrscheinlich ist.

    Mit einem EV Ladetarif mit reduzierten Netzentgeld zu ca 16-20Cent reduziert sich die Einsparung noch weiter.