PV-Anlage durch Eigentümergemeinschaft von Eigentumswohnunge

  • Hallo,
    es ist beabsichtigt, eine PV-Anlage (ca. 18 kWp) auf dem Dach eines Mehrfamilienhauses (Eigentumswohnanlage) zu errichten. Finanziert werden soll das ganze aus der inzwischen angesparten Instandhaltungsrücklage, die momentan nur zu ca. 3,5 % verzinst wird. Durch die Investition in die Anlage läßt sich voraussichtlich ein bedeutend höherer Ertrag (ohne nennenswertes Risiko) erwirtschaften, der dann den Eigentümern z.B. durch Aussetzung der bisher zu zahlenden Instandhaltungspauschale zugute kommen kann.


    Was ist hierbei zu beachten?


    Ich denke insbesondere daran, welche rechtliche Konstuktion zu wählen ist - müssen die Eigentümer eine GbR gründen - oder kann dies alles über die Hausverwaltung geschehen? Wie verhält es sich mit der Versteuerung der Erträge?


    Vielen Dank im voraus!

  • Ich bin da auch dran, und ich habe glaube ich die beste Lösung gefunden.


    Die Eigentümergemeinschaft installiert den Einspeisezähler, den Kabelkanal und die Stromleitungen bis auf das Dach. Und natürlich die Ständer oder Schienen.


    Die PV-Anlage wird netzgekoppelt aufgebaut. Das heißt, jeder Eigentümer besitzt einen Wechselrichter an dem seine PV-Module angeschlossen sind. Alle WR werden gekoppelt und ab in den Einspeisezähler.


    Viele kleine Anlagen werden so zu einer großen.


    Die Eigentümer bleiben so flexibel.


    Die Hausverwaltung kümmert sich um eine einheitliche Wartung, der Hauptzähler wird abgelsen, und wie bei der Erbpachtverwaltung rechnet Sie mit dem EVU ab. wie bei Wasserzählern teilen Sie den Ertrag dann auf. Dem Finanzamt wird eine Abrechnung der HVW zusammen mit dem Kontoauszug reichen. Ihre arbeit als HVW sind natürlich voll abziehbare Betriebsausgaben.


    Ist ganz bestimmt besser als eine GBR. Denn bei Personengesellschaften gibt es immer Streit. aber das kennen sie ja als HVW.


    Wieviele Eigentümer gibt es denn? Und planen Sie für 2008? Vielleicht können Sie meine neue Idee umsetzen. PV in 5 Jahren!, nicht 20 Jahre, abschreiben. Schauen sie mal hier: http://www.photovoltaikforum.c…topic.php?p=132915#132915


    Und dann der Steca Link.


  • Sorry stefanily,


    aber das ist genau der Vorschlag den eine Investorengemeinschaft nun wirklich nicht braucht um eine gute Rendite aus der PV-Anlage zu bekommen. Viele kleine Anlagen, mit viel Aufwand und vielen Verlusten. Echt tolle Idee die Du da hast.


    Der Tom 8)

  • Tom, ich komme aus der IT-Branche, und da ist es immer so ein wechselnder Trend. Ein Server für alles oder ganz viele.


    Oder aktuell ein SQL 64 bit anstatt ein Raum mit ganz vielen SQL Server 32 bit Servern.


    Der Preis pendelt sich schon nach kurzer Zeit ein, weil die Hersteller das produzieren, was für die Kunden technisch, rechtlich, und steuerlich am besten ist.


    Ganz nebenbei Tom, verhandel ich gerade mit unseren Stadtwerken über eine pauschale Abrechnung. Wen interessiert schon ein Stromzähler, wenn die Anlage da steht und in Betrieb ist. Verträge sind frei verhandelbar. Naja, das ist für Mini-Anlagen bis 0,7 KWp.

  • Wir reden hier von einer 18kWp Anlage und nicht von einer Schnappsidee. Und da sind deine Vorschläge vollkommen fehl am Platz. Denn was in der IT-Branche State of the Art ist, kann man nicht umsetzen auf die PV-Branche. Da sind andere Faktoren maßgebend.


    Der Tom 8)

  • Zitat von lehmann28

    Wir reden hier von einer 18kWp Anlage und nicht von einer Schnappsidee. Und da sind deine Vorschläge vollkommen fehl am Platz. Denn was in der IT-Branche State of the Art ist, kann man nicht umsetzen auf die PV-Branche. Da sind andere Faktoren maßgebend.


    Der Tom 8)


    Vergessen wir doch unser Geschwätz aus den letzten Jahren.


    Nicht jeder Eigentümer denkt wie Du. Vielleicht will der eine 5KWp und andere wollen nur mal schnuppern und 0,5KWp. Also ich war jetzt auf einer Eigentümerversammlung, auf der eine Eigentümerin ganz schlecht über PV sprach. Ich bin da auch Eigentümer, ich habe dann gesagt, dass man keine Baugenehmigung braucht, und nach neuem WEG darf jeder Eigentümer einfach so seinen Anteil vom Dach für PV nutzen. Und sie war ruhig.


    Tut mir Leid Tom, GBR ist in größeren Anlagen unmöglich. Eine OHG wäre ok. Aber leider ist eine OHG wie eine GmbH zu teuer.

  • Zitat von stefanily

    Vergessen wir doch unser Geschwätz aus den letzten Jahren.


    Nicht jeder Eigentümer denkt wie Du. Vielleicht will der eine 5KWp und andere wollen nur mal schnuppern und 0,5KWp. Also ich war jetzt auf einer Eigentümerversammlung, auf der eine Eigentümerin ganz schlecht über PV sprach. Ich bin da auch Eigentümer, ich habe dann gesagt, dass man keine Baugenehmigung braucht, und nach neuem WEG darf jeder Eigentümer einfach so seinen Anteil vom Dach für PV nutzen. Und sie war ruhig.


    Tut mir Leid Tom, GBR ist in größeren Anlagen unmöglich. Eine OHG wäre ok. Aber leider ist eine OHG wie eine GmbH zu teuer.


    Liest Du eigentlich auch mal das was andere Leute schreiben? Oder willst Du immer mit dem Kopf durch die Wand und nur Deine Meinung als einzig richtige durchsetzen?


    Außerdem sind viele kleine PV-Anlagen mit einzelnen Wechselrichtern unrentabel bei einem 18kWp Projekt. Wenn dann wird die als Gesamtkonzept ausgeführt und entsprechend Anteile verkauft. Die Erträge werden dann prozentual zugeteilt und gut ist.


    Der Tom 8)

  • Zitat

    Tut mir Leid Tom, GBR ist in größeren Anlagen unmöglich. Eine OHG wäre ok. Aber leider ist eine OHG wie eine GmbH zu teuer.


    So eine Riesen Anlage ist das dann nicht direkt, bei 18 kW. Und warum soll da eine GbR nicht funktionieren?
    Eine OHG ist würde ich nicht machen (Haftung)
    GmbH (und GmbH&Co KG) ist rechtlich nicht schlecht, aber bei 18 kW völlig übertrieben. Es sei denn, man will nur für den Steuerberater arbeiten.
    Ich habe selber eine GbR für eine 29 kW Anlage, läuft ohne Schwierigkeiten. Bei uns gibts auch mehrere Bürgersolaranlagen, Größenordnung bis ca. 50 kW, ca. 40 Beteiligte mit unterschiedlich hohen Anteilen, alles kein Problem.
    Diese Lösung würde ich auch hier vorschlagen: GbR, jeder interessierte Eigentümer beteiligt sich mit x Anteilen, (z. B. Anteil 2000 €, mindestens 1 Anteil, max. 5 Anteile). Die GbR mietet das Dach von der Eigentümergemeinschaft (dann gibt es keinen Nachteil für die nicht beteiligten Eigentümer) und betreibt die PV- Anlage.
    Wenn die vorhandenen Investitionsmittel eingesetzt werden sollen, müssten alle Eigentümer einverstanden sein und die Anteilsverteilung in der GbR wäre dann identisch mit den Eigentumsanteil jedes Beteiligten. Einer der Beteiligten macht den Geschäftsführer für kleines Geld und kümmert sich dass alles läuft.
    So würde ich das machen (und so habe ich das gemacht)


    Gruß,
    jodl

  • Ich würde das auch so machen! Ganz genauso!


    Ich kann nicht erkennen, warum eine GbR nicht geht. Einzige Überlegung gegen eine GbR: Gewerbeschein wird verlangt mit der (möglichen) Folge dass eine GbR wegen der gewerblichen Betätigung nicht mehr möglich ist.


    Zur oHG folgendes: Die Kosten bei einer oHG bringen einen nicht um. Eine oHG muss zwar zum HR angemeldet werden. Die Kosten halten sich aber in Grenzen (Beglaubigung von HR-Anmeldungen, Registergebühren). Die Haftung bei einer oHG ist unbeschränkt. Das ist sie aber auch bei einer GbR. Haftung heißt aber nur, dass die Verbindlichkeiten notfalls auch mit dem Privatvermögen zurückbezahlt werden müssen. Dagegen kann und sollte man sich schützen, indem man einfach den Überblick über seine Verbindlichkeiten behält und sich gegen
    Risiken (Diebstahl, Vandalismus, Sturm usw.) versichert.


    Viele Grüße



    Stevie

    <p>Dr. Stefan Rode</p>
    <p>Rechtsanwalt und Steuerberater</p>

  • Hallo Melle,


    Sie kennen das ja mit der Unlust der Eigentümer, irgendeine aufgabe zu übernehmen. Sei es Rechnungsprüfer oder sei es einfach nur der Zustellbevöllmächtigte.
    Aber die Wohnungen renovieren sie selbst, sie bauen neue Fenster ein, usw. Der Mensch ist eben erst dann engagiert, wenn er etwas ganz besitzt. Ich und meine Solaranlage.


    Und da würde ich als Hausverwalter dieses Grundbedürfnis befriedigen.


    Ich werde mal in Haufe nachschauen, ob man überhaupt die Instandhaltungsrücklage in eine PV-Firma stecken darf.


    Meine Überlegung gegen die herrschende Meinung hier ist ganz einfach.
    Die Gemeinschaft besteht ja schon und ist durch das WEG und die Beschlusssammlung geregelt. Ein Eigentümer kann z.B. seinen Anteil am Dach einfach nutzen. Bei Flachdächern ist das natürlich ideal.
    Für mich ist ein Haus nicht mehr zeitgemäß, wenn es keine Vorrichtung für plug and play Anschlüsse von PV-Modulen hat. Als Krönung, wenn die Rücklage sehr hoch ist, würde ich noch ein Sunny Backup System für Notstrom ins Haus packen.


    Bei selbstgenutzten Wohnungseigentum rechnet sich das steuerlich sehr gut. Das wird nicht über 50 Jahre abgeschrieben, sondern es sind Handwerkerleistungen.


    Schließlich brauchen sie noch einen Beschluss. Aber den könnten Sie ja für mich erarbeiten, wenn Sie diesen Weg gehen wollen.


    Viele Grüße,
    Stefan