Neue PV-Anlage auf freistehendem 2-Familienhaus - Modul-Tetris

  • Guten Abend zusammen.

    Zunächst einmal möchte ich mich vorab für alle Rückmeldungen bedanken. Ebenso für jene in den unzähligen anderen Threads, welche mich als unwissenden Laien ein wenig aufgeschlaut haben.


    Dennoch stehe ich nunmehr mit meinem gefährlichen 1/3-Wissen vor der Entscheidung eine PV-Anlage richtig zu dimensionieren und Komponenten auszuwählen. Ich habe hier im Forum bereits mitbekommen, dass Speicher nicht gut gelitten sind. Hatte hier zunächst eher zu einer Anschaffung einer Batterie tendiert, aber egal.


    Generell erhoffe ich mir ein wenig Rat, wie ich weiter vorgehen soll. Insbesondere die Dachbelegung nebst Modulauswahl macht mir gerade ein wenig zu schaffen.


    Unser Haus (PLZ 52459) hat zwei Satteldächer und ist generell sehr "krumm und schief" designt.


    Die Ausrichtung der Flächen ist gen Süden (ca. 8° nach Osten gedreht). Leider ist das Hauptdach (ca. 30% Steigung) von einigen Störfaktoren gekennzeichnet, die die Dachbelegung sehr komplex machen (Meine Frau spielt gerne Tetris, aber so ganz ohne technische Vorkenntnisse sind wir da vermutlich blauäugig). Das Nebendach (ca. 25% Steigung) ist auf einer Breite von knapp 2-4 Metern (je nach Jahreszeit) bis Mittag durch das höhere Hauptdach im Schatten. Bilder siehe Anhang (Bin eher in Power Point zu Hause und habe kein professionelles Zeichenprogramm. Bitte verzeiht. ;)).


    Google Maps mit Erläuterungen


    mit Maßen


    potenziell freien Flächen


    sowie meiner "Wunschkonfiguration". Optik ist zweitrangig. ^^


    Diese ist aus technischen Gründen vermutlich nicht machbar, was mir zumindest ein Installateur, dessen Belegungsplan ich ebenso angehängt habe, deutlich zu verstehen gegeben hat. So ganz nachvollziehen kann ich es aber leider nicht, insbesondere da es auf dem Hauptdach so viele ungenutzte Flächen gibt.

     


    Wir haben einen hohen Eigenverbrauch von ca. 7000 kWh im letzten Jahr. Die Anschaffung eines Whirlpools und der zukünftige Umstieg auf ein Elektroauto wird den Verbrauch in den nächsten Jahren vermutlich noch deutlich steigern.


    Wie oben geschrieben, hatte ich bereits einen Kontakt zu einem Installateur. Dieser hat den voraussichtlichen Ertrag mit 950 kWh/kWp angegeben. Empfohlen wurde eine Größe von 9,9 kWp. Oh Wunder. :/


    Ein weiteres Angebot vom Wettbewerb umfasste anstatt der "klassischen" 330er Module bifaziale 380er Module. Was ich als Laie ja erstmal spannend finde, da ich hiermit den Ertrag "theoretisch" noch steigern könnte. Hier wäre ich ebenso für einen Rat dankbar, ob zum einen "stärkere" Module immer die bessere Wahl sind und zum anderen bifaziale Module tatsächlich ertragreicher sind.

    Nun weiß ich nicht wie ich weiter vorgehen soll. Konkrete Fragen:

    1. Welche Anlagengröße empfiehlt sich nun und welche ist überhaupt zu realisieren? Der klassische 9,9 kWp, die der Installateur empfiehlt, oder eben eine maximal mögliche Größe, welche dann aber von den gewählten Modulen und dem möglichen Belegungsplan abhängt? Worauf ist beim belegen zu achten, wie bspw. Freizonen oder ähnliches?
    2. Welche Komponenten sollte man nehmen? Die Behauptung von Anbieter 2 war ja, dass die bifazielen Module so toll wären, dass sich die Mehrausgabe lohnen würde, aber ich habe da Zweifel.Vermutlich könnten auch "normale" 370er von Longi, wie ich es hier im Forum schon häufiger gelesen habe, die richtige Wahl sein. Beim Thema Wechselrichter kenne ich mich gar nicht aus. Vom Speicher wird ja immer abgeraten.
    3. Brauche ich Moduloptimierer oder nicht? Schatten habe ich lediglich auf dem Nebendach am Vormittag, ansonsten nur den Kamin. Ich habe die FAQ dazu gelesen, die rät von den Optimierern ja eher ab. Trifft das bei mir auch zu?

    Wäre schön, wenn ihr mir helfen könnt. :danke:


    Ich danke nochmals im Voraus. Bleibt Gesund.

  • Den Abzug oben links flach machen und überbauen.

    2*14 und 1*18 bauen.

    350-370Wp nehmen

    Fronius Symo mit 12,5KVA oder 15KVA nehmen.

    7 KWp PV, Bosswerk 4,6 KVA Hybrid Wechselrichter, 5 KWh Liontron LiFePO4 Speicher

    Plusenergiehaus, autark von März bis Oktober, mit Panasonic Aquarea Monoblock 5KW

    Verkaufe: SMA SunnyHomeManager 1.0 Bluetooth mit D0-Auslesekopf für SHM1.0


    Parke nicht auf unseren Wegen, www.weg.li macht es möglich.

  • Guten Morgen. Vielen Dank für die schnelle Rückmeldung.


    Leider werde ich daraus nicht wirklich schlau, sorry. Abzug flach machen ist eine super Idee. Werde dazu mit dem Dachdecker sprechen.

    Aber was meinst Du mit 2*14 und 1*18? Was und wohin und wie (Belegung)? :/

    350 -370 Wp verstehe ich. Das heißt, dass bifazial nicht nötig ist und einfach im Vergleich zum Nutzen zu teuer? Dann würde ich bei dem oben genannten Longi bleiben, sofern da nichts dagegen spricht.

    Wechselrichter habe ich verstanden.


    Muss ich noch was beachten bzgl. Elektroautos? Wallbox, klar, aber in der generellen Architektur?


    Vielen Dank nochmal und beste Grüße.

  • Einen Punkt habe ich leider noch vergessen: Anbieter 2 bot mir einen Speicher mit integriertem WR an. Unabhängig von der Frage, ob ein Speicher wirtschaftlich Sinn macht, erscheint mir der finanzielle Mehraufwand, wenn ich WR und Förderung abziehe, interessant zu werden. Wenn ich hier auf dem Holzweg sein sollte, bitte um kurze Info. Danke nochmal

  • ob ein Speicher wirtschaftlich Sinn macht

    ja, für den Verkäufer. Wenn du den willst, dann mach, das ist ja eine sehr individuelle Entscheidung. Sei dir nur im Klaren, dass das nur ein weiterer Verbraucher ist, der kein Gramm CO2 und keinen Cent Kosten einspart.

    "1.21 Gigawatt - Tom Edison, wie erzeugt man soviel Strom? Das ist unmöglich! Unmöglich!"

  • Ich würde keine integrierte Lösung haben wollen.

    Alles schön getrennt.

    Ja, mit progressNRW kann das funktionieren.

    Die Lösung macht dann immer noch kein Plus, aber auch keinen Verlust.

    7 KWp PV, Bosswerk 4,6 KVA Hybrid Wechselrichter, 5 KWh Liontron LiFePO4 Speicher

    Plusenergiehaus, autark von März bis Oktober, mit Panasonic Aquarea Monoblock 5KW

    Verkaufe: SMA SunnyHomeManager 1.0 Bluetooth mit D0-Auslesekopf für SHM1.0


    Parke nicht auf unseren Wegen, www.weg.li macht es möglich.

  • Das größere Dach mit 28 Stück wird 2*14 parallel verstringt und das kleine Dach ein String mit 18 Stück an den 2. Mpp des WR. Wallbox brauchst Du und ein gutes Angebot. Welche Frage noch?

    7 KWp PV, Bosswerk 4,6 KVA Hybrid Wechselrichter, 5 KWh Liontron LiFePO4 Speicher

    Plusenergiehaus, autark von März bis Oktober, mit Panasonic Aquarea Monoblock 5KW

    Verkaufe: SMA SunnyHomeManager 1.0 Bluetooth mit D0-Auslesekopf für SHM1.0


    Parke nicht auf unseren Wegen, www.weg.li macht es möglich.

  • Wow, vielen Dank. Dann stellt sich nur noch die Frage, wie ich 28 Stück auf das Dach drauf kriege, wo der 1. Anbieter schon bei 16 die Fahne gehisst hat und selbst meine hemdsärmelige Planung "nur" 26 Stück vorsah. Gut, den Abzug flach, verstanden. Das muss sich dann vermutlich nochmal ein versierter Installateur und Tetris-Spieler anschauen.