Wechselrichter und Wallbox elektrisch auf den selben 3x phasigen Strang legen ok?

  • Mein Elektriker meinte heute, er möchte ein eigenes Kabel bis zu Hauptverteilung verlegen.

    Mein WR ist aber viel näher am zukünftigen Installationsort der Wallbox und er ist 3 Phasig angeschlossen.

    Da der eine nur produziert, während der andere nur verbraucht, sehe ich als Laie da keine Probleme.


    Wie wird das richtig umgesetzt und was ist zu beachten?

  • Der Elektriker ist der Experte, dem ist zu vertrauen.

    Ich erlaube mir jedoch dem Elektriker Vorschläge zu unterbreiten, um eventuelle andere Lösungsansätze zu finden.

    Das war die diplomatische Form von "wir streiten uns das aus".


    Vermutlich hält er es für einfacher, an den bestehenden Teilen nichts zu ändern und ein eigenes Kabel zu verlegen.


    Ich würde ihm vorschlagen, beim Wechselrichter einen Unterverteiler zu installieren, um von dort zur Wallbox weiter zu gehen.

    Vielleicht muss man ihn auch darauf hinweisen, dass WR = Einspeisung und Wallbox = Bezug bedeuten, und das (vorhandene) Kabel nicht die Summe, sondern die Differenz zu tragen hat.


    Da ich die aktuelle Installation nicht kenne, kann ich nichts darüber sagen ob es nicht andere Gründe für seinen Vorschlag gibt. Vielleicht mag / darf er auch einfach nur keinen Unterverteiler installieren?


    In der Unterverteilung finden sich die obligatorischen Teile wie je ein FI (evtl. Typ B), je ein LS (oder Neozed), sowie natürlich Überspannungsableiter (zumindest den für die PV). Da kommen schon ein paar Trümmer zusammen.


    Bei mir ist z. B. ein Carport so angeschlossen, eine fette Leitung vom Hauptverteiler zum Carport. Dort eine fette Unterverteilung mit PV-ÜS, haufenweise FI´s und LS´en. Idealerweise geht der Strom somit recht direkt vom Carport-Dach in die Autos.

    Victron ESS, 89 kWp + 70 kWh Blei + 28 kWh BYD LiFePo + 19 kWh Second-Life Li-Ion + 30 kWh EVE LiFePo

    Nachgeführte Anlage 19 kWp als Volleinspeiser
    Meine Anlage (Victron ESS / Fronius)

  • Wie wird das richtig umgesetzt und was ist zu beachten?

    So wie der Elektriker es vor hat.


    Wechselrichter und Wallbox müssen jeweils über eine Zuleitung verfügen die über einen ausreichenden Querschnitt verfügt. Die Absicherung muss dem Leitungsquerschnitt und der zu erwartenden Last angepasst sein.


    Welchen Querschnitt hat die bestehende Zuleitung zum Wechselrichter?

    Welcher Wechselrichter ist installiert?

    Wie hoch ist die Anschlussleistung der Wallbox?

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Das Kabel ist NYM-J 5x2,5mm²

    Der WR ist SMA STP10

    Die Wallbox wird gefördert uns darf max 11kWh, ich überlege, ob ich eine Box mit 2 Anschlüssen nehme. K.a. ob diese dann 22kWh darf oder nur 11kWh auf einmal.

  • Hier hast mal Richtwerte für Kabelpreise (google):

    5x2,5 = 1,83 € / m

    5x4 = 2,71 € / m

    5x6 = 5 € / m

    5x10 = 8 € / m


    Also wenn der Elektriker für einen 10 kW WR ein 2,5er verlegt hat, ist das "schade". Ein 4er hätte es schon sein dürfen, besser ein 6er. Preisuntersschied nicht nennenswert, gerade bei Elektroinstallationen sind Materialpreise nebensächlich, Arbeitszeit ist das Teure.


    Das ist genau so ein Fall, wo ich mit dem Elektriker "diskutiere":

    Ich: Was für ein Kabel legst?

    EL: 2,5er, besser wäre ein 4er.

    Ich: Passt ein 6er auch?

    EL: ja

    Ich: mach...

    (wobei mein EL niemals nur ein 2,5er vorgeschlagen hätte)


    In Deinem Fall: Extra Kabel zu den Wallboxen, wennst 22 kW anpeilst (jetzt oder in Zukunft) dann würde ich eher Richtung 10 mm² tendieren, vielleicht sogar 16er.

    Meine Carports sind in der Gegend 22 kW (Einspeisung und / oder Bezug), ich glaube 50 m entfernt das weitest entfernte, da haben wir ein 25er verlegt. Sonst bei kürzeren Distanzen ein 16er.

    Beim Kabel spar ich nicht.

    Wennst beim Kabel Peanuts sparst, wirst in Zukunft bei Erweiterungen hohe Kosten haben weil wieder ein Kabel verlegt werden muss = viel Arbeitszeit.

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  • Für den Wechselrichter hätte ich schon mindestens ein 5*4mm gelegt, je nach Leitungslänge ggf. auch ein 5*6mm.

    Für die Wallbox muss also auf alle Fälle ein neues Kabel her, ich schätze dein Elektriker wird hier mindestens ein 5*6 mm vorschlagen.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Im Angebot wird ein 5*4mm geplant, Länge ca 10m. Es werden mir auch 22kW Wallboxen angeboten.

    Leider kann ich auf meinem Kabel keine Spezifikationen sehen, ich bin von 5*2,5mm ausgegangen. Im Angebot meines Solarteurs wurde es nicht genau spezifiziert.

    Könnt Ihr anhand des Foto's erkennen, um welchen Typ es sich handelt.



    Danke.

  • Leider kann ich auf meinem Kabel keine Spezifikationen sehen, ich bin von 5*2,5mm ausgegangen.


    Von was ausgehen ist bei Elektro uncool.

    15mm Aussendurchmesser ist 5x4. (Google)

    2,5mm2 währe zu dünn, erst recht bei guten 10m. Das sind dauerbelastete Kabel, die müssen immer dicker.


    Wie dir mmmpv schrieb, lass am besten eine UV mit 5x10 verbauen, wenn problemlos machbar und in Zukunft mehr vor hast.

  • Hast du einen Erzeugungszähler verbaut? Wenn ja kannst du eh nicht auf die Leitung des WR und ich glaub auch nicht, dass dir ein Elektriker an die WR Leitung eine WB anhängt.


    VG

    Det

    Seit 03.2012 10,64kWp: 56x IBC Monosol 195; SMA Tripower STP 10000TL-10, Einspeiseregelung Schüco Sunalyzer mit RSE; Ostausrichtung (-100°); Dachneigung 40°; openWB Standard+

  • Mein Elektriker war gestern da und hab ihm die Frage gestellt:

    10 kW WR, weisst eh, Dauerleistung, 10 m entfernt, was für a Kabel?


    Vor einer Woche habe ich gemutmaßt dass das Gespräch so ablaufen würde:


    Das Gespräch war aber doch anders:

    Ich: 10 kW WR, weisst eh, Dauerleistung, 10 m entfernt, was für a Kabel?

    EL: ein 10er

    Ich: Ist das net doch übertrieben? Hätte 6er gemeint.

    EL. 6er geht auch, von mir aus auch 4er. Aber das 10er kost´ an Dreck mehr, und Dauerleistung, und wenn ma viel diskutieren kost die Arbeitszeit mehr als das Kabel... :)

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