Stadtwerke Tübingen, neues Angebot für Post-EEG-Anlagen, saldierender Stromvertrag

  • Die Stadtwerke Tübingen bieten für Kunden mit alten Anlagen an, dass man den erzeugten Strom einspeist und von denen Strom bezieht. Der Saldo aus diesen beiden Beträgen wird abgerechnet. Es ist keine Umrüstung und kein Smart Meter nötig.


    Es tut sich was bei dem Thema.


    https://www.swtue.de/energie/s…-altanlagen-post-eeg.html


    Das wäre für aktuelle Anlagen (die noch im EEG sind) auch einen Blick wert.


    Gruß

  • "Das Angebot gilt zunächst nur für Anlagen aus dem Netzgebiet der Stadtwerke Tübingen"

    und natürlich ist Bedingung, daß man den Strombezug von diesen Stadtwerken kauft

    Bezug kostet 33,5 cent, die Einspeisung wird mit 6 cent dagegen verrechnet.

    --> "Netmetering" mit Faktor 5,5

  • Hätte mich

    1. gewundert wenn der Strom 1:1 verrechnet würde

    und

    2. man letztendlich sein Strom verschenkt, wenn man mit einem vernünftigen EVU nebst "Grünstrom" gegen rechnet.

    Gruß PV-Express



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  • Lasst Eurer Fantasie doch mal ein bisschen Freiraum und stellt Euch vor was hier möglich ist wenn das Modell auf PV-Anlagen, die aktuell noch im EEG sind, übertragen wird.


    Meine Anlage hat dieses Jahr 9.500 kWh produziert. Verbraucht habe ich 5.500. Mit diesem Modell hätte ich einen verlustfreien Speicher von Energie und eine Stromrechnung von 0 Euro. Dazu käme noch eine Vergütung der überschüssigen 4.000 kWh.


    Wenn man (aufs ganze Jahr gesehen!) mehr Energie produziert als man verkauft, ist es völlig egal, was die kWh kostet, weil man nämlich keine einzige kauft. Man hat nur die Jahresgrundgebühr.


    Ausserdem ist eine weitere gute Nachricht, dass die Privatwirtschaft sich was überlegt, wenn man in Berlin schon nichts auf die Kette bekommt.


    "Meine Stadtwerke" haben mir vorhin auf meine Anfrage geantwortet, dass sie für Anfang nächstes Jahr auch so ein ähnliches Produkt bringen werden. Genaueres wollte/konnte man mir nicht sagen.


    Weiterer poitiver Punkt: das jährliche "Verivox-Gehopse" entfällt auch.

  • das jährliche "Verivox-Gehopse" entfällt auch

    Hab ich nie gemacht. Fairer Lieferant, fertig. Wechselst du jedes Jahr den Bäcker?


    Der Fehler liegt in den hohen Boni für neue Kunden. Treue, ärgerfreie Bestandskunden sollten auf Nachfrage eine kleine Vergünstigung bekommen.


    Danke Nils für den Bericht. Wie ist der Grundpreis?

  • Meine Anlage hat dieses Jahr 9.500 kWh produziert. Verbraucht habe ich 5.500. Mit diesem Modell hätte ich einen verlustfreien Speicher von Energie und eine Stromrechnung von 0 Euro. Dazu käme noch eine Vergütung der überschüssigen 4.000 kWh.

    OK. nehmen wir an du hättest 2500kwh selbst verbraucht, dann hättest du noch 7000kwh eingespeist. Für die 7000kwh hättest du 420€ bekommen und die fehlenden 3000kwh hätten dich gute 1000€ gekostet.

    Ist also nix mit 0€ Stromrechnung plus Vergütung von übrigen 4000kwh.

    Das sähe dann vereinfacht so aus: Stromrechnung = 680€ Vergütung = 0.


    Da die 420€ eine Einnahme darstellen müssen die natürlich noch versteuert werden.

  • Eigenverbrauch ist doch gar nicht möglich, bzw. dann nur wieder mit teurem iMSys. Die Hauptfrage die sich mir stellt, ist wie folgender Absatz zu verstehen ist:

    Zitat

    Der vorhandene Zähler misst sowohl die Stromeinspeisung der PV-Anlage als auch den Strombezug aus dem Netz. Wir verrechnen dann bei der Jahresabrechnung beides miteinander.

    1. würde ich erwarten, dass der Zähler zu tauschen ist, ich habe z.b. noch alte Zähler, die keine Einspeisung zählen

    2. werden die kWh verrechnet (was ich nicht glaube), oder die Gelder für Einspeisung und Verbrauch


    Stefan

  • Tor 2 wäre ein Träumchen, DASS wäre nah an echtem Netmetering.

    Wird also wohl eher Tor 1 ... eine Verrechnung in Euro und Cent sein, da zahlt man dann mit Faktor 5,5 drauf.


    Anstatt Bezug für 33 Cent zu zahlen, dann doch lieber einspeisen und Bezug für 23-25 Cent wählen.

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    Parke nicht auf unseren Wegen, www.weg.li macht es möglich.

  • Sind die Stadtwerke TÜ hier Stromanbieter, oder Verteilnetzbetreiber, oder auch Kraftwerksbetreiber?


    Wenn mit eine eingespeiste kWh eine netzbezogene kWh quasi "wegzaubert" wird dabei für die netzbezogene kWh das Netzentgelt, die EEG-Umlage usw. hinterzogen. Das wären ca. 30 Cent Einspeisevergütung, das wird nicht erlaubt werden, das würde das System sprengen.


    Übrigens machen Speicher so ziemlich genau das, wenn auch mit hohen Anschaffungskosten und Verlusten, und "viel Feind, viel Ehr" hier im Forum.


    Die Linken-Politikerin, die vor einiger Zeit mit dem Zitat "und wenn wir das 1% der Reichen erschossen haben" aufgefallen ist, hat dabei auch durchaus zutreffend gesagt dass sich Wohlhabende mit PV und Speicher weitgehend vom Netz unabhängig machen könn(t)en, und dann das gemeine Volk die Kosten für Netz und Energiewende alleine stemmen müsste. Die sind wie alle Partien in einer Zwickmühle, reden salbungsvoll über Klimaschutz und Energiewende, wollen dabei aber nicht klar sagen wer das am Ende bezahlen soll.

  • Die Kosten, die Klima-Krise nicht zu stoppen lägen bereits mittelfristig wesentlich höher.


    Woher kommt das scheinheilige Streben nach Autarkie in willkürlichen Teilbereichen des Lebens?

    Wir haben in den letzten Monaten und auch in den nächsten die Chance, uns "autark" zu beschäftigen. Nicht allen gelingt das. Einigen fällt die Decke auf den Kopf.

    Strom ist weniger lebensnotwendig als Wasser, das ganz selbstverständlich weiter von der Gemeinschaft - die noch selbstverständlicher das Abwasser zurück bekommt - bezogen wird.


    Schade, Ressourcen ineffizient statt bestmöglich gemeinsam zu nutzen.


    Zu viel Wohlstand?