20 kWp (+/-) Ost-West-Anlage in Bremen

  • Hallo zusammen,


    ich beschäftige mich nun schon einige Wochen mit dem Thema PV-Anlage, hatte schon einige Solateure hier, aber noch kein so wirklich überzeugendes Angebot bekommen.


    Verbrauch

    Bisher ca. 4.000kWh, in 2020 kamen Klimaanlagen in Wohnzimmer, Schlafzimmer und Büro dazu, in 2021 sollen noch zwei Schlafzimmer eine bekommen.

    Weiterhin kommen in 2021 (sofern VW liefert) ein Golf GTE (Hybrid) und ein e-Up dazu, ich denke also mit insgesamt ca. 7.500kWh ist zu rechnen.


    Rahmendaten Dach

    Dachneigung: ca. 40°

    Dachausrichtung W 85°/O -95°

    PVGIS: 797,83 / 765,71 kWh/kWp

    Dachfläche: Ziegel (80er)




    Verschattungssituation

    Ostseite: unproblematisch, bei absoluter Vollbelegung würde der kurze Schornstein evtl. bemerkbar werden.


    Westseite: mit dem Schornstein (muss bleiben) und den Bäumen südlich vom Haus eher ein "Problem". Hier mal ein Foto der Verschattung am 17.10.2020 um 12:40Uhr:


    Die Verschattungsberechnung eines Anbieters finde ich noch etwas grob, hatte aber noch keine Zeit da selbst näher einzusteigen:




    Belegungsplanung



    Bisher habe ich von einem Anbieter eine Belegungsplanung, die soweit auch meinen Vorstellungen entspricht.

    Geplant habe ich bisher 19,5 kWp = 60 x 325 Heckert/JA Solar oder vergleichbar.

    Wobei ich bei entsprechendem EEG 2021 ggf. auch über >20kWp (also Vollbelegung) nachdenken würde.


    Bisherige WR-Planung

    Hier gehen die Meinungen der Solateure offenbar auseinander.


    Der eine meint, hier sollte SolarEdge her, da Schatten auf der Westseite doch recht anspruchsvoll, der andere hält das für Übertrieben, da auf der Ostseite quasi keine Verschattung ist.


    Gedanklich bin ich mittlerweile nicht (mehr) bei SolarEdge, sondern eher bei einem normalen WR von Fronius oder Kostal.


    Wichtig wäre mir, dass ich später (in einigen Jahren oder sobald Bremen mal mit Niedersachsen gleich zieht und Speicher fördert) ggf. einen notstromfähigen Speicher nachrüsten kann, wie z.B. eine Sonnenbatterie 10 oder ein System von Senec.


    Anschluss

    Der Sicherungskasten muss komplett neu oder zumindest einen Anbau bekommen (VNB Wesernetz soll da recht kulant sein), da kein Platz für einen zweiten Zähler vorhanden ist.


    Sieht das in euren Augen soweit schlüssig aus, oder habe ich irgendwo einen grüben Denkfehler drin? Gerade bei SE ja/nein bin ich mir noch unschlüssig.

    Und einer der Monteure würde 19,8kWp (330er Module) mit 15er WR von Fronius oder Kostal umsetzen, ist das nicht etwas knapp?


    Vielen Dank für den Input,


    Michael

  • West stärker belegen, ggf. Raster brechen.

    Schatten ist nicht tragisch.

    Der Sicherungskasten muss komplett neu oder zumindest einen Anbau bekommen (VNB Wesernetz soll da recht kulant sein), da kein Platz für einen zweiten Zähler vorhanden ist

    Wer sagt dass du einen 2. brauchst?

    Foto Zählerschrank?


    Nein, das ist nicht zu knapp.

    Aber 330 sind schwach.


    Ost in Eck starten und mehr drauf, ggf paar Module weiter.

    Das ist ein Start, aber da geht noch manches!

  • Hallo Michael,


    mir wäre da viel zu viel Dach frei. Hast du mal Maße von dem Dach? Das sieht auf den Bildern so groß aus, dass gefühlt mehr als drei Reihen passen. Eventuell ist das Modell falsch. Wenn nur drei, dann auf jeden Fall große 144'er.

    SE brauchst du für dieses Dach nicht, und auch die Aussparung des Schornsteinschatttens ist zu großzügig.

    da kein Platz für einen zweiten Zähler vorhanden ist.

    Je nachdem, wie groß du baust und wie das EEG 2021 ausfällt, brauchst du gar keinen weiteren Zähler, ist dir das bewusst?


    Abgesehen von diesem Kaminmonster ein sehr sehr schönes Anwesen, nicht nur für PV! Gehört die Garage im Süden auch dazu? Was liegt da an Stromleitungen oder Leerrohren?

    "1.21 Gigawatt - Tom Edison, wie erzeugt man soviel Strom? Das ist unmöglich! Unmöglich!"

  • Danke für das Feedback! Beruhigt mich, dass ihr das mit SE auch als unnötig anseht.


    Die genaue Größe der Anlage mache ich tatsächlich von der EEG-Novelle abhängig, daher ist auch die Belegung zunächst dafür ausgelegt. Falls man sich doch noch auf das EU-Recht besinnt, wird sicherlich mehr als 20kWp kommen, aber auch da nur eine optisch vertretbare (Voll-)Belegung.


    Bzgl. Zählerschrank:



    Mir wurde bisher gesagt, dass da schlicht nicht mehr der notwendige Platz ist und auch das APZ-Feld fehlt. Der Schrank ist auch noch 90cm hoch, die aktuellen sind alle entweder 110 oder 140cm hoch meine ich. Die bekomme ich aber nicht zwischen HAK und Decke...daher wird das etwas komplizierter.

    Wenn ich das richtig verstanden habe, brauch ich doch bei 19,5kWp nach aktuellem EEG-Entwurf einen RSE, einen Erzeugungszähler (oder fällt der weg, wenn ich unterhalb der momentan 20kWp-Grenze bleibe?) und irgendwann ein iMS. Dazu möchte ich noch für die Eigenverbrauchsmessung ein Smart Meter von z.B. Fronius haben.


    Zusätzlich kommt vorher noch eine 22kWp-Leitung zum Carport, um zwei go-eCharger 11kW (KfW-Förderung 440) zu versorgen. Und der Elektriker würde dabei noch ein paar FI-Schalter setzen, was ich unterstütze, da ein einzelner für das ganze Haus etwas wenig ist.


    Alles in allem befürchte ich, dass der Kasten schlicht zu klein ist.


    Gehört die Garage im Süden auch dazu?

    Ja, das Carport gehört mit dazu, Leitungsführung wäre wohl sogar machbar, gerade da ich ohnehin den Rasen umgrabe um die 22kW-Zuleitung für die Wallboxen zu verlegen. Aber die Südseite des Carports ist mit einer Solarthermie belegt, die der Vor-Vorbesitzer in 2008 installieren lassen hat. Da die Anschaffung für mich daher kostenneutral (bzw. eingepreist) war, bleibt die auch erst mal drauf.

  • Dass der Schrank zu klein ist, kann schon sein, aber einen Erzeugungszähler brauchst du ohne EEG-Umlagepflicht natürlich nicht. Smartmeter zur Eigenverbrauchsvisualisierung können auf die Hutschiene.

    "1.21 Gigawatt - Tom Edison, wie erzeugt man soviel Strom? Das ist unmöglich! Unmöglich!"

  • Moin,


    da du ja sicher nicht mehr 2020 die Anlage in Betrieb nehmen wirst, kannst Du doch in Ruhe die Novellierung des EEG abwarten. Wenn Du gerade um die 20kWp liegst, dann genau rechnen, ob der Mehraufwand lohnt.

    Allerdings hättest Du mit 370er Modulen schon 22,2kWp. Auf die 20 Jahre gerechnet sind das mindestens 2500EUR Mehrertrag.

    2x19 Module O +3x17 Module W IBC MonoSol 335 MS-HC

    SMA Sunny Tripower 25000 mit SMA Sunny Home Manager 2.0 und 70% weich

  • Wie viel ist denn drin? Teil über 20 ggf. ein Jahr später.

    Schrank kann man vsl. noch verwenden, erstmal beobachten was kommt.

  • So, da wir ja nun alle etwas schlauer sind was die Ausgestaltung des EEG in 2021 angeht, ist auch meine Planung nun etwas ausgereifter.

    Ich habe mal mit PV*SOL mein Dach über die Dachpfannen-Methode bestimmt und so maßstabsgetreu wie möglich abgebildet.


    Insgesamt sind es jetzt 80 Module á max 375Wp (80 * 375Wp = 30kWp) an einem einzelnen Wechselrichter.


    Module gibt es einige, die in Frage kommen, kommt drauf an welche der noch zu bestimmende Solateur verbaut.

    Im Beispiel hier habe ich Q.PEAK DUO ML-G9 genommen, die soll es auch in 375Wp full black geben.

    Grundsätzlich sollten die Module nicht mehr als 1.900mm x 1050mm messen, sonst wird das bei 20mm Abstand etwas sehr eng über der Gaube (schraffierte Fläche).


    Als passende WR habe ich nur den SMA 25000TL, den Huawei SUN2000 und SolarEdge gefunden.

    Noch ohne genaueres Wissen bevorzuge ich aus dem Bauch heraus den SMA.


    Die Verschaltung ist generiert, die Verschattungssituation sollte soweit einigermaßen realistisch sein.

    Die Bäume südlich vom Haus gehören mir, könnten also zur Not mit Aufwand gestuzt werden.


    Ich bin für alle Anregungen offen, gerade bei der Wahl der Module und des WR bin ich noch unsicher.



  • Überwiegend hoch, Rest quer ist weniger Aufwand und damit günstiger.

  • Eine Mischbelegung kommt für uns nicht in Frage, was so ziemlich die aktuell einzige wirkliche Designvorgabe ist. Schwarze Module wären noch schön, aber nicht zwingend nötig.


    Ich bin mir noch unsicher, ob ich bei exakten 30kWp bleiben kann, oder drunter bleiben muss um die anteilige EEG-Umlage zu vermeiden.


    Und ob aufgrund der Verschattung der Westseite evtl. der Huawei sinnvoller ist, weil ich da dann keine zwei Strings parallel schalten muss.