Service-ver-WÜST-ung: Schadensersatzanspruch bei administrativer Borniertheit des Netzbetreibers - Einschätzung, Erfahrung, Rechtsgrundlagen?

  • Viele von uns kennen das: dicke Bretter bohren beim VNB / MSB.

    Man rennt gegen eine Wand aus computergesteuerten Automatismen und befugnis- wie kompetenzbefreiten Callcenter-Halbrobotern.

    Das kostet einen Haufen sinnloser Energie und Arbeitszeit.


    Um die Details gehts mir hier nicht.

    (bitte keine Rechtsberatungen für einen konkreten Einzelfall!)

    Mir gehts um's Prinzip und ob wir gemeinsam eine Chance haben, dagegen vorzugehen


    Details zum konkreten Vorgang ab etwa hier:

    RE: Vorgehen bei Verzögerung Zählermontage - Corona-Notinbetriebnahme?

    Es betrifft einen großen Netzbetreiber im Südosten der Republik, der mutmaßlich zu einem noch größeren deutschen Energie-Konzern mit Griff ins Globale gehört. Aber ich vermute mal, nicht nur diesen.

    Ich fühl' mich wie am Pfandflaschen-Automaten, in den ich meine leere Bierkiste rein geschoben hab, und nun wie wild gegen die Scheiben trommle, weil mir der Automat kein Geld gibt. Erst wenn ich so laut rum pöble, daß der Marktleiter aufmerksam wird, kommt eine Verkäuferin, um sich drum zu kümmern.

    Nur daß die Beträge ein paar Zehnerpotenzen höher sind.


    Das kanns doch nicht sein.Erst wenn man laut genug schimpft, mit Anwalt, Schadensersatz, Selbsthilfe etc droht, bewegt sich was.

    Offensichtlich wandert dann ein Vorgang vom Häufchen "dringend" auf "wirklich dringend", und es nimmt sich - oh Wunder - ein befugter und kompetenter Mensch der Sache an.


    Gemacht wird das dann aber trotzdem nach Schema VNB. Den Aufwand für Begründung, Erläuterung, Rechnungsstellung etc hätten wir uns im Nachhinein sparen können. Es geht nur drum, den Vorgang ausreichend zu eskalieren, um angesichts der ungenügenden Personaldecke in die Bearbeitungspriorität zu kommen. Der bei uns entstehende erhebliche Beareitungsaufwand wird billigend in Kauf genommen für einen beim VNB mutmaßlich deutlich geringeres Kosteneinsparungspotential.



    Rechtsstaat und Marktwirtschaft kennen den Weg, diesem Mißstand abzuhelfen: Geld.

    Der VNB muß die bei uns entstehenden Kosten wieder rein gedrückt bekommen, so daß ihm unterm Strich kein Einsparungspotial, sondern ein Drafzahlgeschäft aus der Service-Ver-WÜST-ung resultiert.



    Ich werde also dem VNB meinen Aufwand in Rechnung stellen

    Folgende Überlegungen dazu:

    • konkludente Ausgangssituation: der VNB nimmt die Abrechnung etc nach seinen Vorgaben vor, eigene Abrechungen werden regelmäßig zurückgewiesen
    • ich verlaß mich also auf diese Abrechnung, der VNB steigt in eine Verpflichtung ein, das korrekt und fristgemäß zu erledigen
    • wenn er's nicht macht, ist das Nichterfüllung
    • Ressourcenmangel, IT-Mängel etc sind vom VNB zu vertreten
    • sollten Kosteneinsparungsmaßnahmen der Grund dafür sein, wird aus einfacher eine grobe Fahrlässigkeit, was aber kaufmännisch für einen Erstattungsanspruch imho sekundär ist
    • Fälligkeit der Ansprüche und damit Fristlauf für Mahnbeträge sind imho die Zeitpunkte, zu denen der VNB alle wesentlichen Info in seinem System hat und bei billigerweise zu erwartendem angemessenem Ablauf hätte verbuchen können.
    • Brauchts da noch eine Inverzugsetzung?
    • Kalkulationsgrundlage Aufwand: Beraterhonorare Unternehmensberatung und Wirtschaftsprüfung
      Ich würd mal sagen, 800 € Tagessatz sind da schon ok
    • ggf. könnte man ja noch eine konkludente Vertragsgrundlage erabeiten
    • oder ein Angebot an den VNB schreiben - in der Befürchtung, daß der Computer samt Servicezombies das nicht schnallt

    Beispielkonstellationen - mutmaßlich konstruiert ;):


    1) Ein PV-Betreiber erhält eine "Abrechung" mit Stornierung und Rückforderung der Abschlagszahlung seiner Anlage(n).

    Er ruft die angegebene VNB-Hotline an, kann einer Klärung nicht näher kommen, erhält auch keinen sachlichen Grund für die Stornierung genannt.

    Stattdessen wird er um eine klärende Mail gebeten - von Details, die dem VNB nachweislich alle bekannt sind.

    Das ist doch ein Auftrag für eine Unternehmensberatung, denke ich.


    2) nach hoffnunglosen Klärungsversuchen steht der Einspeiser davor, Rechnungen und Mahnungen zu schreiben.

    Er weiß, das das eigentlich am Problem vorbei geht, weil er doch nur seinen Vorgang in die Bearbeitungsreife eskalieren will.

    Er bietet also dem VNB an, stattdessen exemplarisch eine Analyse seiner Servicequalität vorzunehmen, welche ihm zielführender erscheint.

    Mit Fristsetzung, nach deren Ablauf der das Angebot als angenommen betrachtet.


    Ja, ich glaub' , so was könnte funktionieren....

    wer macht mit?

    wer hat so was schon mal gemacht? Erfahrungen?

    wer hat sich so was schon mal überlegt? mit welchen Aspekten? Meinungen?

    30 kWp Volleinspeisung in 2009 mit Kaco Powador

    90 kWp Volleinspeisung in 2012 mit SMA Tripower

    Solarlog 2000 PM+

    30 kWp Eigenverbrauch seit Jan 2020, Speicher in Planung
    Sunny Home Manager

    150 ... 180 kWp auf die Norddächer geplant für 2021

  • das ist doch alles Kappes was du da zusammenkonstruierst.

    und noch dazu völlig unnötig daß man so etwas ausprobieren müsste.

    Der normale Weg ist ganz einfach.

    Rechnung, Mahnung, Klage.

    Keine Formfehler, am besten Anwalt.


    Alles andere kann dir doch egal sein

  • Kannst Du einen guten Anwalt empfehlen?

    30 kWp Volleinspeisung in 2009 mit Kaco Powador

    90 kWp Volleinspeisung in 2012 mit SMA Tripower

    Solarlog 2000 PM+

    30 kWp Eigenverbrauch seit Jan 2020, Speicher in Planung
    Sunny Home Manager

    150 ... 180 kWp auf die Norddächer geplant für 2021

  • Denke auch, dass Du nur mit möglichst viel Schmerzen den Großkonzern zum Umdenken zwingen kannst:

    Mahnung und Klage.


    Und das muß eben halt eine entsprechende Anzahl an "Lieferanten" durchziehen.

    Erst dann hilft das wirklich.


    Es gibt für alles entsprechende Gesetze in D. Auch dafür. Da muss man das Rad nicht neu erfinden.

  • Denke auch, dass Du nur mit möglichst viel Schmerzen den Großkonzern zum Umdenken zwingen kannst:

    Mahnung und Klage.

    So große Schmerzen können wir kleinen Einspeiser dem VNB nicht bereiten, daß es bei dem im Gedächtnis bleibt. Ich habe mit meinem VNB bereits die Klingen vor Gericht gekreuzt. Hat dem VNB jedesmal Mahn-, Gerichts- und Anwaltskosten gekostet. Da sollte man denken, daß ein Lerneffekt einsetzt. Denkste, jedesmal wieder von vorn das Theater. Das nächste Duell bahnt sich bei mir bereits an.

    • Der Jammer bei den Weltverbesserern ist, daß sie nicht bei sich selber anfangen.
    • Im Leben kann man immer neu anfangen, aber nie von vorne.
  • so weit so klar.

    Ich will ja nur zu dem Päckchen mit den Rechnungen auch noch meinen Aufwand in angemessener Höhe dazu legen.

    Wenn's dann vor Gericht wieder raus fliegt - mein Gott, ich werd's überleben.

    Aber zumindest keine Leichtsinnsfehler machen.


    Hat dem VNB jedesmal Mahn-, Gerichts- und Anwaltskosten gekostet. Da sollte man denken, daß ein Lerneffekt einsetzt. Denkste, jedesmal wieder von vorn das Theater.

    Könnte es sein, daß der VNB das einfach als "Verwaltungsaufwand" durchreicht und es am Ende aus dem EEG-Topf bezahlt wird?

    30 kWp Volleinspeisung in 2009 mit Kaco Powador

    90 kWp Volleinspeisung in 2012 mit SMA Tripower

    Solarlog 2000 PM+

    30 kWp Eigenverbrauch seit Jan 2020, Speicher in Planung
    Sunny Home Manager

    150 ... 180 kWp auf die Norddächer geplant für 2021

  • Wenn du meinst, das du mit diesem Wirrwarr, den du da schreibst, die Lage verbessert, wünsche ich dir viel Glück.

    Nach dem Anhang zu urteilen, scheinst du viel Erfahrung mit der PV zu haben.


    Warum hakt es dann nur beim VNB?


    "Ich fühl' mich wie am Pfandflaschen-Automaten, in den ich meine leere Bierkiste rein geschoben hab, und nun wie wild gegen die Scheiben trommle, weil mir der Automat kein Geld gibt."


    Mit der Aussage hast du dich selbst disqualifiziert!


    Kleiner Tipp:

    Das Runde muß ins Runde! Das Eckige ins Runde geht nicht, war schon bei der Quadratur des Kreises nicht möglich!

    Da helfen nur noch Beruhigungstabletten oder hier in Bayern - A paar hoibi! :)


    Wenn du vom gleichen VNB in Bayern sprichst, da bin ich meist mit einer mail ganz schnell klar gekommen.


    Komisch ist auch, das ich bei den wenigen Anrufen (PV seit 2006) fast immer gleich durchgekommen und nach Nennung der Vertragskontonummer auch die benötigten Informationen bekommen habe, bzw alles klären konnte.

    Bei dir scheint das nicht funktioniert zu haben.


    Zuletzt kam im Juli ein Brief, der mich darauf aufmerksam machte, meine PV Anlagen im Marktstammdatenregister zu registrieren. Im Anhang zusammengefaßt alle Informationen zu meinen Erzeugeranlagen. Guter Service.


    Auch mit den Abrechnungen klappt es seit vielen Jahren einwandfrei und völlig geräuschlos.

    Wobei es sich bei mir um Kleingeld handelt.


    Da besagter VNB Tausende PV Kunden hat, kann ich mir kaum vorstellen, das er deinen Wünschen nachkommen will und möchte. Er kann sicher -zig fach belegen, das bei ihnen alles funktioniert. Coronabedingt wird es bei neueren Anlagen zu Verzögerungen kommen, das sollte man bedenken.

  • Schön, wenn andere Leute bessere Erfahrung haben.

    2009 lief das auch noch ganz gut.


    Ab 2012 hat es leider immer erst funktioniert, wenn ich - halbwegs fundierte - Schadensersatzforderungen gestellt hab.

    Dann hat sich ganz schnell ein vernünftiger Ansprechpartner gefunden, mit dem man dann auch ganz vernünftig reden konnte.

    Mich nervt das auch - ich geh' ja im Supermarkt normal auch recht freundlich zur Kasse und bitte um Klärung, anstatt unanständig rum zu grölen.


    Ich hab denen seit 2019 ja durchaus ein Jahr Zeit gelassen, das alles zu verbuchen.

    Aber wenn stattdessen die Abschläge für Bestandsanlagen (!) eingestellt werden, am Telefon nur nichtssagende Auskünfte möglich sind, Mails nicht beantwortet werden und stattdessen fristbehaftete Mahungen mit Rückforderungen kommen, ist Anstand und Vernunft am Ende.

    30 kWp Volleinspeisung in 2009 mit Kaco Powador

    90 kWp Volleinspeisung in 2012 mit SMA Tripower

    Solarlog 2000 PM+

    30 kWp Eigenverbrauch seit Jan 2020, Speicher in Planung
    Sunny Home Manager

    150 ... 180 kWp auf die Norddächer geplant für 2021

  • Frage an die Fraktion der "selber-Rechnung-Mahnung-schreiber":


    Ab wann ist der VNB in Verzug?

    Erst wenn ich meine Rechnung geschrieben habe?


    Oder bereits, wenn ich mich konkludent (wer von dem Begriff verwirrwart ist, darf den gerne selber googeln ) auf korrekte Abrechnung seinerseit verlassen habe und die falsch/nicht erfolgt ist?


    Oder erst, wenn ich eine solche falsche / fehlende Abrechnung bei ihm erstmals reklamiert hab?

    30 kWp Volleinspeisung in 2009 mit Kaco Powador

    90 kWp Volleinspeisung in 2012 mit SMA Tripower

    Solarlog 2000 PM+

    30 kWp Eigenverbrauch seit Jan 2020, Speicher in Planung
    Sunny Home Manager

    150 ... 180 kWp auf die Norddächer geplant für 2021

  • meine PV Anlagen im Marktstammdatenregister zu registrieren.


    Das war mein erster Verdacht - und auch eine meiner ersten Fragen beim Anruf im Call-Center.

    aber m.W. gibts da eine Frist Ende Jan 2021.

    Und selbst wenn ich die gerissen hätte - wäre es unfair zu erwarten, das am "Servicetelefon" zu erfahren?

    30 kWp Volleinspeisung in 2009 mit Kaco Powador

    90 kWp Volleinspeisung in 2012 mit SMA Tripower

    Solarlog 2000 PM+

    30 kWp Eigenverbrauch seit Jan 2020, Speicher in Planung
    Sunny Home Manager

    150 ... 180 kWp auf die Norddächer geplant für 2021