135 kWP-Grenze? Warum? VDE 4110? Konsequenzen? Kosten? Grund zum Fürchten?

  • Ich hätte noch Dach für gut 200 kWp frei, großteils Norddächer, dazu ein paar kleinere mit wechselnder Ausrichtung.

    Meine bisherigen Süd-Anlagen sollten sich alle rentieren und haben das Auswechseln der Dächer von Eternit (also Asbest) nach Trapezblech schon bezahlt.

    Bisher scheiterte ein weiterer Ausbau am Ortsnetz, aber es scheint, daß 50 m über die Straße ein neuer Trafo gebaut wird.


    Hatte zu dem Behufe letztes Jahr meinen Solateur schon mal gebeten, für 180 kWp ein Anschlussbegehren für den nächsten Bauabschnitt raus zu lassen.


    Hat's dann nur für 135 kWp gemacht.

    Begründung:

    "drüber wird alles so fürchterlich teuer, da sind wir quasi in Mittelspannung, das rentiert sich nicht"

    Hab's ihm erst mal geglaubt und ihn machen lassen.


    Hab' heut versucht, die Geschichte hier im Forum zu verifizieren.

    Was ich finden kann, ist daß ab 135 kW Mittelspannungsregeln gelten, auch wenn der Anschluss an Niederspannung erfolgt.

    Also VDE 4110 statt 4105, korrekt?


    Ich geh' mal nicht davon aus, daß ich einen eigenen Trafo hinstellen muß, wenn die extra mein Anschlussbegehren haben wollten, damit die den Ortsnetztrafo bauen können/dürfen/wollen.

    Ich gehe also davon aus, daß auch eine größere Anlage auf Niederspannung angeschlossen werden wird.


    Was kommt mit der 4110 sonst noch auf mich zu?


    Vermutlich Blindleistungsregelung.

    Ist das wirklich ein Problem? Oder hat's der Eli nur noch nie gemacht?

    Die SMA TL sollten das doch können?

    Und auch das Zertifikat nach 4110 mitbringen?

    Aufwand zum konfigurieren? Irgendwelche extra Rundsteuerempfänger?


    Sonst noch was?


    Wie verhält sich das mit der Anlagenzusammenfassung?

    Ich hab' aktuell einen Hausanschluss mit 30 kWp Eigenverbrauch drauf, der wird dann wohl auch 135 kWp machen dürfen

    Darf ich da noch mal 105 oder 135 kWp drauf packen?


    Dann hab' ich noch eine Privatleitung (ca 700 m 5 x 4x150 NAY...)
    Die wird vom VNB umgelegt und ist danach vllt 120 m x 5 x 4 * 150 mm² NAY...

    Stromtragfähigkeit war nicht das Auslegungslimit, sondern Spannungsabfall.

    Aso bei kurzer Leitung mehr kW, oder?


    Darf ich jetzt den weiteren Ausbau in 135 kWp-Schritten machen, ohne die Grenze zu reißen?

    Oder kumulieren sich die Anlagen auch über meherer Jahre?

    Oder muß ich pro Ausbauschritt eine eigene Leitung definieren, mit eigenem NA-Schutz, eigenem Zähler, ....


    pflanze hat mir geflüstert, ich wollte vielleicht Direktverarktung umgehen wollen.

    Würde heißen, ich baue 100 + 100 kWp in 12 Monaten Abstand nach EEG-Zusammenfassungskriterien.

    Bleibt das dann auch unter der 135 kWp-Mittelspannungsgrenze?


    Alernative:

    Augen zu und durch - nur noch einmal bauen, und dann richtig.

    neues Anschlussbegehren mit 200 kWp, alles in einem Zug realisieren

    und dem Eli klar machen, daß er sich in die 4110 einlesen muß, oder ich einen anderen Eli brauch?


    Fremdfinanzierte Anlagen bringen eh' erst nach 15 Jahren positiven cash flow.

    Dann bin ich 70 - sofern der Herrgott mir die Gnade schenkt....


    egal, jetzt muß ich erst mal rechnen gehen....

    30 kWp Volleinspeisung in 2009 mit Kaco Powador

    90 kWp Volleinspeisung in 2012 mit SMA Tripower

    Solarlog 2000 PM+

    30 kWp Eigenverbrauch seit Jan 2020, Speicher in Planung
    Sunny Home Manager

    150 ... 180 kWp auf die Norddächer geplant für 2021