Mini-Lösung für Balkonkraftwerke?

  • ... brauche ich selber nicht. Ich nutze FHEM und regele alles Mögliche im Haus damit. Aber spätestens, wenn im Februar das neue Hobby "Optimierung des BEV-Ladens mit Solarstrom (und einem dynamischen Stromtarif?)" beginnt, möchte ich gerne meine hauseigenen Bastel-Lösungen eher für eine OpenSource-Community zur Verfügung stellen, die sich durchaus an Menschen richtet, die auf der Shell nicht zuhause sind.


    Mit diesem Hintergrund habe ich die Macher eines von mir sehr geschätzten Youtube-Kanals gefragt, ob sie Logger-Lösungen kennen, die bis zum Balkonkraftwerk runter gehen, und idealerweise noch den Stromzähler mit abdecken. Und postwendend sinngemäß die Antwort erhalten: "Nein, aber mach' Dich doch schlau und erzähle bei uns darüber". Upps. Ich bin jetzt 50, dass ich ins Fernsehen wollte: Da war ich eher 20. Aber wenn's der Wahrheitsfindung dient...


    Ich würde gerne einmal meine Thesen hier im Forum zur Diskussion stellen, bevor ich mich berufen fühle, sie in die Welt zu blasen.


    Reines Datenlogging einer Stecker-PV ohne Stromverbrauchsermittelung:

    Hier bin ich recht sicher, die Lösung mit den geringsten Kosten und sehr niedrigem KnowLevel vorschlagen zu können: Einen Shelly Plug S für gut 20 € vor den Schuko-Stecker dazwischen klemmen, die Shelly Cloud-Funktionen nutzen. Ich habe bisher die Shellys nur ohne Cloud lokal eingesetzt, aber die Cloudlösung kann sich m.E. sehen lassen. Als Gesamtlösung für unter 25 Euro und mit fertiger Visualisierung geht es m.E. nicht einfacher und günstiger.


    Echte Erfassung von Solarerzeugung und Stromzähler

    M.E. kann man sich auf die D0/OBIS/SML-Schnittstelle der modernen Meßeinrichtung konzentrieren. Ich möchte auch nicht unbedingt die Fraktion der Ferraris-Rückdreher beglücken - denen ist es ja ohnehin egal. Bei D0 wird es mit Lösungen, die einer Balkon-PV angemessen sind, nun mittelteuer und unkomfortabel mit Raspi und Lesekopf, oder mit den Fertiglösungen deutlich teurer. Stand heute sehe ich für << 100 € eigentlich schwer Komplettlösungen. Und meine Sorge geht dahin weiter, dass ein forumsaffiner Smarthome-Bauer flucht, aber niemanden des Betrugs bezichtigt, wenn der Raspi nach 2 Jahren über die SD-Karte aussteigt - während der Verwaltungsjurist erbost ist, wenn die 90 Euro-Lösung keine 2 Jahre überlebt - obwohl er doch nur eine neue SD-Karte kaufen und bespielen muss.


    Ich kenne folgende Projekte:

    - Volkszaehler.org M.W. die "Mutter aller Stromzählerprojekte". "vzlogger" wäre auch die beste Lösung, um über MQTT eine Cloudlösung aufzubauen, und unterstützt sicherlich die meisten Zähler. Nachteil: Das ganze Raspi-Programm, nicht fokussiert auf Solar, optisch mittel und demo.volkszaehler.org ist nicht ganz eine moderne Cloud-Lösung. Vorteile: Große Community, bester D0-Support

    - solaranzeige.de sieht dank Grafana bestechend aus. Und sein Macher ist rührig. Ich habe ihn aber in der Diskussion als etwas schwer zugänglich ggü. dem Gedanken der Stromzählervisualisierung erlebt. Wer's genauer wissen möchte (oder auch mehr über meine Gedanken wissen möchte), findet es in diesem FHEM-Forums-Thread: https://forum.fhem.de/index.php/topic,104078.0.html

    - FreeSol habe ich hier im Forum gesehen. Eher jung als OpenSource, und ich verstehe nicht ganz, wieso man nicht die vzlogger-Implementierung übernimmt. Außerdem fehlt mir das Sex-Appeal von Grafana und einen Windows-Computer habe ich nicht. Reichlich Lästerei eines Neuling hier im Forum gegenüber einem Mitglied auf Forumsinventar-Level. Aber an dem Projekt mag ich, dass es in die gleiche Richtung geht, in die ich denke. Wenn der werte Autor von FreeSol also diese Lästereien verzeiht, gibt es schon mal Sozialkompatibilität :-)

    - Das Fraunhofer-Projekt "MySmartGrid" ist offenbar zuende und tot?


    Meine Wunschlösung wäre eigentlich etwas wieder der "Shelly Plug S" für die optische Schnittstelle: Ein "Cloud-Puster", der hoffentlich 10 Jahre seinen Job tut, und vielleicht 50 Euro kostet. Und keinen Raspi braucht. Nun könnte man einwenden, dass ja nun gerade das das Smartmeter-Gateway ist, aber erstens sind 15-Minuten-Intervalle keine Option, und zweitens - bitte verzeiht mir den humorvollen und politischen Ausklang: Die ganze SmartMeter-Nummer erscheint mir wie "007 jagt den Stromzaehlermanipulator - jetzt mit SILKE als Bond-Girl". So in den überzüchteten Murks gegriffen hat der Bund zuletzt bei der "Qualifizierten Elektronischen Signatur" - und den Fehler dann mit dem Steuervereinfachungsgesetz 2011 korrigiert.


    Hat jemand ergänzende Vorschläge für den kleinen Balkon-PV-Bauer? Oder Kritik an dieser Bestandsaufnahme?

  • Ist das nicht etwas viel Aufwand für ein Balkönchen ?......

    ab jetzt - Hyundai Kona 64 kWh - 150 kW

    Statt Klimastreik - egal wann - PV montieren fürs Klima !

  • Danke für den Tipp mit "Sonoff Pow R2". Finde ich bei "coolhardware.de" für 29 Euro geflasht und all incl. - also preislich nur geringfügig teurer als Shelly Plug S. Damit habe ich wenigstens eine Alternative - mal gucken, ob ich "ElecPow" mit der Shelly-Cloud vergleiche. In "Stufe 1" geht es mir wirklich nur darum, Menschen, die ggf. noch nicht mal einen Computer haben, eine Alternative zum 20-Euro-Zwischenstecker-Zähler anzubieten. Für mich war das "live sehen", wie aus dem einen Modul mit 300 W-WR tatsächlich 290 Watt herauskommen das "Aha-Erlebnis", was mich dann zum weiteren Modul, und dann zur Dachanlage gebracht hat. Deswegen halte ich es psychologisch für wichtig, den Ertrag zu sehen.


    Auf der Seite zum Stromzähler, also D0-Schnittstelle, oben als Absatz "Echte Erfassung ..." geschildert, habe ich aber keinen "billigen Cloudpuster für die D0-Schnittstelle" übersehen?