Zusammenhang Leitungsquerschnitt im Zählerkasten und Hauptsicherungen

  • Hallo,


    vorweg eine Warnung, ich kenne mich mit Elektronik zwar recht gut aus, bin aber kein Elektriker und drücke mich deshalb sicher oft falsch aus.


    Folgende Situation:

    Ich hatte am Hausanschluss eine 63A Sicherung. Im Zählerkasten dann zwei Hauptsicherungen mit jeweils 50A (Wärmepumpe und Haushaltsstrom jeweils separate Zähler). Im Frühjahr wurde meine PV Anlage installiert (am Haushaltsstrom angeschlossen). Als der Techniker vom VNB zum Zählertausch kam, sagte er dass er diesen nicht anschließen darf, da die Verkabelung im Zählerkasten nicht ausreichen wäre. Für reine Verbraucher reiche der Querschnitt, aber wenn jetzt zusätzlich die PV Anlage dran hängt, dann muss für die 50A Sicherung im Zählerkasten der Querschnitt größer sein. Momentan kann ich nur sagen, dass die Kabel inkl. Isolierung 6mm Durchmesser haben.

    Ich habe also bei meinem Elektriker angerufen und die Situation geschildert. Er hat sich ziemlich aufgeregt und gesagt, wir finden schnell eine Lösung. Die Lösung war dann die Sicherung (HH-Strom) im Zählerkasten auf 32A zu reduzieren, am Hausanschluss auf 50A und tatsächlich kam der Techniker vom VNB am Tag darauf zum Zählertausch und seither läuft alles.


    1. Frage: Am Hausanschluss ist jetzt 50A, nachfolgend am Wärmepumenstrom auch 50A. Darf das so überhaupt sein?


    2. Frage/Problem:

    Nächstes Jahr steht ein e-Up an und ich plane gerade schon die Wallbox. Soll 11kW dreiphasig werden und am HH-Strom (mit PV-Steuerung) angeschlossen werden. Hier sehe ich jetzt bei der 32A Sicherung Probleme. Ich habe einen Smartmeter von Fronius und seither einen guten Überblick über die Leistung die bei mir verbraucht wird. Jede Phase wird separat geloggt und ich komme zwar selten aber doch hin und wieder über 4kW pro Phase. Wie seht ihr die Situation mit den 32A? Eigentlich muss ich mit Wallbox doch gezwungenermaßen wieder auf 50A um auf der sicheren Seite zu sein. Ich konnte leider auch keine gute Quelle finden, welche Querschnitte im Zählerkasten für welche Zwecke gefordert sind. Gibt es diese Informationen irgendwo zu finden?

  • Frage 1: Ja darf sein, ist aber nicht schön weil es keine Selektivität gibt.

    Warum habt ihr den Hausanschluss niedriger abgesichert? Das war unnötig!


    Wie das, für 8 kWp sollte die Verdrahtung mit 10mm² nicht gereicht haben?


    Was habt ihr für eine Sicherung, noch NH oder hat der den SLS getauscht?

    Warum hat dein Eli die Verdrahtung nicht auf 16mm² geändert?

    Das ist doch kein Aufwand...

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  • Macht den Anschein, eine PV sei neuerdings ein Verbraucher, oder was das da auch werden soll...


    Wenn da 2 x 50A waren, "muss" die Leitung vom HAK zum ZS 4x16 haben. Heute 4x25.

    Im ZS gehts dann je Anschluss regulär mit 10mm2 weiter.

    Bei 44A Dauerlast also 30kWp PV dann 16mm2 im ZS und 4x25 als Zuleitung bzw. Bei 2 Anschlüssen was dickeres.

    Die Sicherungen werden heute eine Nummer kleiner gewählt als die HAK Zuleitung ab kann usw.


    Wenn im HAK 63A drin sind, und 2x 50A im ZS verbaut wurden, waren da wohl 2 Stahlharte Profis am Werk 😂

    Hats die Katze überlebt?

    Und eine WP mit 50A absichern? 16A würden es wahrscheinlich tun. Wird ja nicht gleich eine 30kW WP sein...



    Also bei dir scheint einiges vorne und hinten nicht zu stimmen. Und für diese Pseudo Elektriker: wenn deine 3ph PV 8 kW liefert und im Haus gleichmässig 8KW verbraucht werden, also alles phasengleich, dann macht dein Bezugszähler weder ein Schritt vor, noch zurück. Wieviel mA fliessen da dann wohl über diese 32A Sicherung? ;)

  • Wenn da 2 x 50A waren, "muss" die Leitung vom HAK zum ZS 4x16 haben. Heute 4x25.

    Im ZS gehts dann je Anschluss regulär mit 10mm2 weiter.

    Hmmm?

    Wieso 4x25?

    Für 63A reicht immer noch ein 4 bzw. 5x16² !

    Das sind ZählerVorsicherungen, die können schon jeweils 50 A haben, die Sichern nur ihren jeweiligen Zähler...

    Den Rest machen dann die LS...

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  • rage 1: Ja darf sein, ist aber nicht schön weil es keine Selektivität gibt.

    Ich würde mal davon ausgehen, dass im HAK NH-Sicherungen und nach dem HAK SLS verbaut sind. SLS sind selektive Leitungsschutzschalter, damit ist Selektivität gegeben.

    9,99kWp 110°; 20°DN; 37x 270W Trina Honey PD05 an SMA STP 8000TL-20, HM 2.0 und SAE,

    Nibe F1155-6 mit RGK im sanierten Altbau von 1909

  • Energie100

    Du kannst doch nicht bei einer 63A Sicherung im HAK mit 2x 50A im ZS hantieren. Meines wissen nach 2x50A weder mit der 4x16 erlaubt, noch darf die Sicherung im HAK einfach so drauf gehen. Mit einem 63A SLS im ZS, daran die 2x50A, 4x16 zum HAK und 63A im Hak ok. Der SLS regelt das, aber er schrieb 63A im Hausanschluss (Kasten?).


    "Wir" müssten jetzt halt genaustens wissen, was wie wo weil wirst mir doch zustimmen 63A im HAK und 2x 50A saugen geht nicht gut ;)

  • Vielen Dank schon mal für die vielen Antworten. Ich versuche mal auf alle Rückfragen einzugehen.


    Erst mal habe ich mich geirrt, es sind nicht 32A sondern 35A. Zumindest steht auf der Sicherung im Zählerkasten: SHU S751/3 E35

    Handelt es sich dabei um diese SLS?


    Am HAK sind 50A NH-000. Den genauen Querschnitt kann ich schlecht messen. Das gesamte Kabel zum Zählerkasten ist 5-adrig, mit dem Messchieber hab ich außen 22-23mm gemessen. Damit schätze ich also 16mm² pro Ader.


    Mit der Hausanschlusssicherung bin ich inzwischen nicht mehr ganz sicher ob die ausgetauscht wurde. War leider sehr viel los zu der Zeit. Vllt waren das von Anfang an 50A. :(


    6mm Außendurchmesser entspricht wohl 10mm²? Im Sicherungskasten alles zu wechseln hätte auf jeden Fall deutlich länger gedauert, als nur die Sicherung zu wechseln. Mein Elektriker war auch der Meinung, dass nichts davon notwendig ist, aber der VNB Techniker wollte es nicht akzeptieren. Da war es so einfach die schnellere Lösung und mir war es zu dem Zeitpunkt egal.

    Zitat

    Wenn da 2 x 50A waren, "muss" die Leitung vom HAK zum ZS 4x16 haben. Heute 4x25.

    was heißt heute? Die gesamte Installation ist von 2014.


    Die Wärmepumpe selbst hat nur 16A eine Phase, der Heizstab nochmal 16A 3-phasig.

    Die 50A sind vor dem WP-Zähler aber nach dem was hinten dran hängt wohl doch ziemlich überdimensioniert.


    Ich habe mir grade nochmal Gedanken zur Argumentation des VNB Technikers gemacht. Im Prinzip hätte ich doch folgende Situation gehabt (aufgezeigt für eine Phase):


    Damit wäre es "theoretisch" möglich, dass über die Leitung nach rechts in Summe mehr als 50A fließen. Könnte das ein Problem sein mit 10mm²?

  • Damit wäre es "theoretisch" möglich, dass über die Leitung nach rechts in Summe mehr als 50A fließen.

    Dann setzt man nach der Verknüpfung zu den Verbrauchern einfach 3x C50A LSS und fertig.


    Daß im HAK von 63A auf 50A gesenkt wurde, ist nicht OK.

    Am HAK gibt es keinerlei Begründung, den Wert herabzussetzen.

    Die Sammelschienen im UAR des Zählerschranks sind i.d.R. 5x12mm, also für 250A ausgelegt.

    Inselnetz mit 3x Victron MultiPlus5000, 49kWh-Akku, Insel-BHKW 16kVA, PV 9,3kWp
    1,1kWp über MPP-Laderegler SIC40
    540Wp über MPT600-24
    2,7kWp über SB3000, 2,9kWp über SB3300, 2,0kWp über SB1700 jeweils AC-gekoppelt an einem Victron

  • Dein 10mm² kannst auch eine Weile mit 60A quälen, ohne das es abraucht aber gut warm wird. Aber mit 35A SLS und der 8kWp PV schafste eh nur max 45A und dazu muss es auch so verdrahtet sein, daß ein einzelnes 10mm² diese 45A überhaupt sieht.


    Jup der SHU S751/3 E35 ist ein SLS.

    was heißt heute? Die gesamte Installation ist von 2014.

    So vor 2000 war mehr erlaubt.


    So zur Anfangsgeschichte. E-Up, 35A SLS und 8kWp PV, dürften mit Kochen oder Wäsche waschen keine Sicherung grillen. Willst bestimmt Sonne tanken und wirst von der Gewohnheit her schon nach der Sonne tanken, Wäsche waschen usw. Also heute E-Auto und morgen Waschmarathon.;)


    Nur check mal, was im HAK drin ist. Wenn im Winter die WP los legt, Das Auto lädt und dann der ganze Herd zu Weihnachten läuft könnte es beim nächstem Großverbraucher im HAK eng werden. Bist ja dann schon bei 48A.