Heiße Anschlussdosen, Polymodule eines namhaften dt. Herstellers

  • Hallo Zusammen,


    bei einer kleinen Freilandanlage wurden an 60-Zellen-Poly-Modulen eines namhaften deutschen Herstellers, Bj. 2019 heiße Anschlussdosen festgestellt.

    Ca. 5% der Module sind betroffen, bei Einstrahlung von 900W/m² wurde stets die Klemmverbindung des rechten Anschlusskabels bis zu 95°C heiß.

    Der Hersteller wiegelt ab, es wäre alles in Ordnung. Er war auch vor Ort und hat bei geringer Einstrahlung (ca600W/m²) gemessen, dabei konnten Temperaturen von ca 50 bis 60°C festgestellt werden, auch bei ca. 5% der Module.


    Hat jemand so ein Fehlerbild bereits gehabt? Verschlimmert sich die Lage mit der Zeit? Was sollte man tun?


    Danke und Gruß,

    Jonny

  • Und das willst Du 20-30Jahre auf Deinem Dach haben?


    Ich vermute, nach zwei Jahren sind diese 5% Module defekt und der Hersteller ist raus aus der Gewährleistung...


    Ich würde die tauschen lassen. 95°C ist ja nicht gerade wenig. Was passiert im April, wenn da über 1000W/m² runterprasseln?

    Wieviel Grad zeigen die anderen Module an? Da da vermutlich ein signifikanter Unterschied besteht, liegt der Schluss nahe, dass da etwas defekt bzw. zumindest außerhalb der Parameter ist.


    Mängelanzeige, Frist zur Mängelbeseiitgung setzen, Ersatzvornahme androhen.

    Wenn Dir Geld angeboten wird, würde ich zumindest auf großzügiger Ersatzlieferung baugleicher Module drängen und mir diese einlagern. Blieben dann "nur" die Kosten des Austauschs. Wäre der mit Hebebühne zu bewerkstelligen, wäre das evtl. ein gangbarer Weg für mich.

  • Die kleinen Quadrate im unteren Teil der ASD sind wohl die Bypass Dioden?

    Könnte es ein Problem mit der rechten BD sein?


    Bei hoher Einstrahlung im Sommer kommt man auf Zellentemperaturen von 65°C.

    Rückseitentemperaturen um ca 20°C niedriger.

    Woher könnten +30°C bzw +45°C dazu kommen? Finde ich nicht normal.

  • Da scheint an der Klemmstelle vom Draht was faul zu sein.

    Die Leitung selber wird ja auch warm.

    Kann mir nicht vorstellen dass das lange hält. Normal verzundert das mit der Zeit immer mehr.

    Schade das man durch die Vergussmasse nichts sieht.

    Und seltsam wenn es immer die gleiche Seite ist.

    Mit der Bypass Diode hat es wohl nix zu tun.

  • Die Temperatur strahlt tatsächlich in das Kabel, ich gehe auch davon aus dass die Klemmstelle nicht iO ist.

    Werde demnächst mal die Vergussmasse an einem Modul freilegen.

    Die Module sind von vorne pickobello sauber und nicht verschattet.


    Mich ärgert die Ignoranz dieses Herstellers...