Parallel-Strings und Verschattung?

  • Hallo zusammen,


    bei mir wird in den nächsten Tagen eine PV-Anlage (WR: E3DC S10 Pro) installiert und ich bin mir unsicher, ob meine Vorstellungen umsetzbar sind.

    Ziel: 46 oder 48 Module (Q.Cells G8 355W) sollen wie im Bild gezeigt auf 2 Dachseiten (2 Strings) verteilt werden (20x West / 26 (28) x Ost).

    Um 26 Module an einem String betreiben zu können kam die Überlegung auf dem 2. String 2x13 Module parallel zu verschalten.


    Für mich unklar ist das Verhalten der Stringleistung im Parallel-Betrieb, wenn einzelnen Module verschattet werden, oder wenn man einzelne Module mit Optimierern ausstattet. Kann ich überhaupt in einen der beiden parallelen Leitungswege Optimierer einsetzen oder verschiebt sich dadurch die Symmetrie so stark, dass ich übermäßig hohe Verluste habe?


    Gibt es vielleicht geschicktere Verschaltungen, als die, die im Bild zu sehen ist?

    Vielen Dank schonmal für eure Hilfe!

  • UKPV

    Hat den Titel des Themas von „Parallel-Springs und Verschattung?“ zu „Parallel-Strings und Verschattung?“ geändert.
  • Parallelschaltung von 2 Strings ist auch an Wechselrichtern mit Schattenmanagement problematisch da sich Verschattung auf einem String auch auf dem parallel geschalteten String bemerkbar macht. Der MPP-Tracker zieht den unverschatteten auf das Niveau des teilverschatteten Strings runter.


    Am E3DC sieht's nochmal etwas schlechter aus denn der hat kein Schattenmanagement..... der kleinste Schatten auf einem einzigen Modul bremst den ganzen String aus..... :-?

    Du wirst also um Tigo's mindestens für jedes ggf verschattete Modul (ich empfehle ALLE Module damit auszustatten) nicht herum kommen, parallele Strings an einen MPP-Tracker geht damit natürlich nicht :-?


    Ich hätte den Speicher komplett weggelassen..... Aber wenn er nun schonmal gekauft ist dann solltest du es bei max 2*20 am E3DC belassen und die Module auf der Gaube an einen einphasigen Wechselrichter hängen.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Vielen Dank für die Infos.

    Läßt man den Schatten mal außen vor (existiert nur kurzzeitig - Sonne wechselt dann eh zeitnah die Hausseite), ist die Parallelschaltung aber schon ein akzeptiertes Mittel um an einen String mehr als 20 oder 21 Module anzuschließen, ohne die maximale WR-Eingangsspannung zu überschreiten? Wobei die max. Eingangsleistung und der max. Eingangsstrom natürlich berücksichtigt wird.

    Ist ein zweiter Wechselrichter, für die 10 Module auf der Gaube denn wirklich sinnvoll, wenn ich die Dachfläche auch so maximal ausnutzen kann?

  • Ist der E3DC bei dir sinnvoll/nötig?

  • Naja, dann musst du damit leben :juggle:


    Ich würde mindestens 7 Module auf Ost weg lassen (die 4 rechts und die 3 links der Gaube) und dafür ein Modul quer linksbündig unter 1.1.2.4 montieren. Also insgesamt 6 Module weniger. Im Grunde würde ich wie smoker59 schon schrieb 2*20 Module auch bevorzugen.

    Bei deinem System wohlbemerkt, da das Dingens ohne Schattenmanagement daher kommt (und das im Jahr 2020) Ob allerdings 22 in einen String passen (max. 1000V Leerlaufspannung) weiß ich nicht. Zur Not noch 2 weitere weg lassen. Aber nicht 2*11 verstringen. Kannst ja selbst rechnen via Datenblatt.


    Bedenke bei deiner Schattenanalyse, ob da jetzt 10% oder 3% stehen ist fast zweitrangig. Wichtig scheint hier mehr die Gesamtanzahl der Module die überhaupt Schatten abbekommen und vor allem wann. Ohne Schattenmanagement zieht es dir die Seite (String, MPP) so lange runter, solange auch nur 1 Modul verschattet ist. Und wenn der Schatten den halben Tag irgendwo anderst zu schlägt bringt dir die beste Schattenanalyse in % je Modul nichts.


    Möglich wäre hier vollflächig mit Optimierern zu arbeiten. Bin ich allerdings kein Freund davon. Sieht man ja wieviele hier im Forum aufschlagen weil sie nicht richtig funktionieren und wieviele es gar nicht bemerken. Alleine ein SolarEdge System würde ich nehmen, wenn schon Optimierer, aber das geht ja mit deinem Wunschspeicher nicht.


    So what, dein Wunschsystem, dein Problem ;)

    Gruß PV-Express


    Mit ZOE Z.E. 40 Beruflich unterwegs

    46 x Sunowe 195Wp Mono, SMA STP8000TL10, Ausrichtung - 40°Az, Dachneigung 35°, IBN 5/2012

  • Die querlage links neben der Gaube ist ganz unabhängig davon ein eigenständiger Fehler.


    Gibt es vielleicht geschicktere Verschaltungen, als die, die im Bild zu sehen ist?

    Ich würde die flachere Gaube nur in einen der beiden Parallelen Strings packen sonst hat man auch noch die Missmatchverluste durch differierenden Dachneigungen verdoppelt.


    Ich würde sogar soweit gehen und für die Module der Gaube einen einphasigen WR ergänzen.

    Achtung Schattentheoretiker!

  • Ok, Ziel war es allerdings die Dachfläche so großflächig wie möglich zu nutzen. Weglassen von Modulen kommt hier nicht in Frage.

    Zum Schatten:

    Der Schatten der linken Seite ist nur theoretischer Natur, da die Sonne erst das Dach erreicht, wenn der "Schatten" schon nicht mehr existiert (Hanglage).

    Der Schatten rechts ist so kurzzeitig, dass ich den mal vernachlässigen würde.


    Für mich stellt sich die Frage, welche Neigungs-Verluste bei der Parallelschaltung schwerer wiegen.

    a) Wenn versucht wird (wie im Bild) beide Strings ähnlich auszulegen (Neigung wird jeweils aufgeteilt) oder

    b) jeweils unterschiedliche Neigungen in den beiden parallelen Strings (wie von Green_Pirate vorgeschlagen wurde)

    Gibt es dazu eine elektrische Erklärung/Berechnung?

  • In dem gezeigten Fall sind die Verluste großer.

    Das liegt daran dass du zwei Stromquellen parallel schaltest.

    Unterschiedliche Ströme parallel schalten ist möglich - in Reihe schalten bringt Verluste. Die würde ich auf einen String begrenzen.

    Masterplan ist aber einen Einphaser mit ca 3kW dazuzunehmen.


    Die Module waagrecht neben der Gaube sind Murks.

    Achtung Schattentheoretiker!