Tipps der Stiftung Warentest zum Thema PV-Anlage

  • Gefunden bei der Stiftung Warentest, der letzte Absatz nach dem "Wichtig" ist doch Blödsinn, oder???



    Wer eine private Solaranlage wirtschaftlich betreiben will, muss mögliche Steuerersparnisse voll nutzen. Zwar können Anlagebesitzer von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch machen, sodass sie keine Umsatzsteuer zahlen müssen. Aber es kann sinnvoller sein, sich zum vollwertigen umsatzsteuerlichen Unternehmer zu erklären. Denn wer sich dafür entscheidet, kann Vorsteuer geltend machen: Beim Kauf und Bau der Anlage wird ja Mehrwertsteuer fällig, und die kann sich ein umsatzsteuerpflichtiger Unternehmer zurückholen. Dass er im Gegenzug aus den laufenden Stromvergütungen die Umsatzsteuer zahlen muss, gilt nur für fünf Jahre. Danach kann er Kleinunternehmer werden und die Umsatzsteuer behalten.


    Beispiel: Die Kosten für Kauf und Bau der Solaranlage betragen 29 000 Euro, enthalten sind 4 000 Euro für die 16-prozentige Mehrwertsteuer. Die Stromvergütung beträgt 1 500 Euro jährlich, darin enthalten sind 207 Euro Umsatzsteuer. Holt sich der Anlagenbetreiber die 4 000 Euro Vorsteuer zurück, muss er fünf Jahre lang 207 Euro Umsatzsteuer zahlen, zusammen 1 035 Euro. Es bleiben also 2 965 Euro Steuervorteil. Außerdem lässt sich diese Vorsteuererstattung sofort umsetzen: Bereits wenige Wochen oder Monate nach dem Kauf erhält der Solarfreund sein Geld vom Finanzamt zurück.


    Wichtig: In den Fällen, in denen der Solaranlagenbetreiber nicht den gesamten selbst erzeugten Strom ins Netz liefert, sondern einen Teil selbst verbraucht, kann er in der Regel nicht als umsatzsteuerpflichtiger Unternehmer anerkannt werden.

    Gruß vom Jailman


    14,88 kWp (Ost 111°, 38°) / (West 291°, 38°) mit SE10K-RWS und LG Chem RESU10, 48 x Solarwatt Vision 60M Style

    8,4 kWp (Ost 111°, 10°) / (West 291°, 10°) mit SE7K, 21 x Hyundai HiE S400VG

    Hyundai Kona 64 kWh 150 kW mit openWB series2

  • Jailman

    Hat den Titel des Themas von „Tipps der Stiftung Warentest zum Thma PV-Anlage“ zu „Tipps der Stiftung Warentest zum Thema PV-Anlage“ geändert.
  • Ja, das ist Unsinn.


    Richtig ist die Erstattung der Ust aus dem Kaufpreis.

    Die USt aus der Einspeisevergütung ist lediglich ein Durchlaufposten.

    Bezahlt werden muss aber solange man bei der Regelbesteuerung bleibt USt auf die unentgeltliche Wertabgabe.


    Man zahlt damit teilweise die MWSt-Erstattung zurück. Zwischen 70 und 50% der Erstattung bleiben aber im eigenen Geldbeutel hängen wenn man nach 5 Jahren bzw. 60 Monaten + x Monate (x ´= Anzahl der Restmonate bis zu Jahresende) zur KUR wechselt.

    Grüße
    Didi


    2015: 1052 kWh/kWp; 2016: 1036 kWh/kWp; 2017: 1102 kWh/kWp; 2018: 1162 kWh/kWp; 2019: 1137 kWh/kWp; 2020: 1106 kWh/kWp; 2021: 1035 kWh/kWp

    "Handle so, wie du auch von anderen behandelt werden willst" (frei nach Kant)

    Steuern und Finanzamt (Dank an pflanze :))

  • Das Finanzamt prüft aber auch, ob es sich um Liebhaberei handelt. Man muss über die Laufzeit schon Gewinne erwirtschaften. Das sollte aber eigentlich (außer man kauft zu überteuerten Mondpreisen) hinzubekommen sein.


    Das Bild stammt aus der Broschüre des Ministeriums für Finanzen Baden Würtemberg: "Steuertipps zur Energierzeugung".

  • Das Finanzamt prüft aber auch, ob es sich um Liebhaberei handelt

    Du hast zwar Recht, aber was hat deine Antwort mit diesem Thema zu tun? ^^

    Grüße
    Didi


    2015: 1052 kWh/kWp; 2016: 1036 kWh/kWp; 2017: 1102 kWh/kWp; 2018: 1162 kWh/kWp; 2019: 1137 kWh/kWp; 2020: 1106 kWh/kWp; 2021: 1035 kWh/kWp

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    Steuern und Finanzamt (Dank an pflanze :))

  • Über diese Prüfung kannst du die Unternehmereigenschaft verlieren. Lies mal den letzten Absatz des Erstellers.

    Brav auf das Forum gehört - DAS DACH IST VOLL - Walmdach alle Seiten plus Carport mit 21,78 KWp an einem Solar Edge 17K und 69 P370 Optimierern


    Der zweimillionste Beitrag war meiner :saint::evil:

  • Irgendwie blicke ich da nicht dran lang. Heißt das, wenn meine Anlage zu teuer ist und ich damit auf 20 Jahre keinen Gewinn erzielen kann (weil ich zB. einen riesigen, sauteuren Speicher nehme oder vergoldete Module oder so...) wird mir die Unternehmereigenschaft aberkannt. Hat das zur Folge, dass ich nicht Regelbesteuerung wählen kann und nicht meiner Mehrwertsteuer zurück bekommen kann? Oder hat das Eine mit dem Anderen nichts zu tun. Dieser Steuerkram macht mich fertig :(

    Gruß vom Jailman


    14,88 kWp (Ost 111°, 38°) / (West 291°, 38°) mit SE10K-RWS und LG Chem RESU10, 48 x Solarwatt Vision 60M Style

    8,4 kWp (Ost 111°, 10°) / (West 291°, 10°) mit SE7K, 21 x Hyundai HiE S400VG

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  • Keinen Gewinn zu machen, ändert nichts an der Unternehmereigenschaft. Wieviele (auch große) Firmen machen Verluste. Redet da einer davon, denen die Unternehmereigenschaft abzuerkennen??


    Auf die Absicht Gewinn zu erzielen kommt es an.


    Obwohl ich jedes Jahr einen negativen Gewinn erwirtschafte, hat das FA bisher noch keinen Gedanken daran verschwendet, meine PV zur Liebhaberei zu erklären.

    2014: 887,2 kWh/kWp - 2015: 938,2 kWh/kWp - 2016: 908,2 kWh/kWp - 2017: 845,8 kWh/kWp - 2018: 999,2 kWh/kWp - 2019: 936,3 kWh/kWp - 2020: 963,6 kWh/kWp - 2021: 853,90 kWh/kWp

  • Hatten wir aber schon hier im Forum. Ist noch nicht so lange her. Hilfe FA möchte die Umsatzsteuer zurück oder so ähnlich.


    Aber bei den meisten Anlagen sollte die Prüfung dich klappen.

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    Der zweimillionste Beitrag war meiner :saint::evil:

  • Hilfe FA möchte die Umsatzsteuer zurück oder so ähnlich.

    In dem Fall sollte man nicht klein beigeben... Soll das FA mal beweisen, dass keine Absicht, Gewinn zu erzielen, besteht/bestand. Der Beweis dürfte unmöglich sein.

    Aber wenn man vor dem "großen" FA klein beigibt... ?(

    2014: 887,2 kWh/kWp - 2015: 938,2 kWh/kWp - 2016: 908,2 kWh/kWp - 2017: 845,8 kWh/kWp - 2018: 999,2 kWh/kWp - 2019: 936,3 kWh/kWp - 2020: 963,6 kWh/kWp - 2021: 853,90 kWh/kWp

  • Geht ja nicht um Angst, sondern um das Wissen, dass es überhaupt gemacht wird. Und vor allem wie es geprüft wird. Denn dann kann man beim Einkauf bzw. in den Verhandlungen mit dem Solarteur schon auf ein günstiges Verhältnis achten. So meinte ich das.

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    Der zweimillionste Beitrag war meiner :saint::evil: