Planungsnotstand - bitte um Unterstützung

  • Hallo Ihr Sonnenfachmänner und-Frauen,


    ich hoffe auf Eure Unterstützung bei unserem PV-Projekt – und ich würde mir sehr wünschen, wenn Ihr meine photovoltaische Unbedarftheit etwas nachseht.


    Seit Herbst letzten Jahres planen wir unsere PV Anlage.


    Die ursprünglich beauftragte PV Firma hatte uns massiv versetzt und leider auch mit Unwahrheiten zu Komponenten, Herstellern, Lieferzeiten… versorgt. Ich hatte gehofft, mich mit dem Thema PV nicht intensiv beschäftigen zu müssen und mich auf eine Firma verlassen zu können - der Schuss ging nach hinten los und das war insgesamt sehr unschön. X(Wir haben uns schließlich getrennt. Die nächste Firma kam schon mal gar nicht zum ersten vereinbarten Besichtigungstermin. Auf jeden Fall bin ich gerade etwas am „verzweifeln“ und leicht demotiviert. Und wenn ich von einer weiteren eine PV-Firma versetzt werde, ticke ich, glaube ich, aus. 8o8o


    Die Rahmendaten der geplanten Anlage: knapp 10kWp

    Dach: Süd-Südwest Ausrichtung, 43 Grad Dachneigung, geringe Beschattung durch Dachgaube

    Jahresverbrauch aktuell: 5000kW


    Die Komponenten aus dem Angebot der ersten PV-Firma: GreenrockMultigrid, 28 Stück HanwaQCells 350Wp, Tigo Leistungsoptimierer, Tigo Cloud Connect, 2 Stück Greenrock DC Kopplung, DC/AC (ich verstand das so, dass die nötig sind, damit wir auch bei Stromausfall Geräte betreiben können, die mit Starkstrom laufen, z.B. Holzspalter), Überspannungsschutz, Umschaltbox Notstrom (was immer das sein soll - benötigen wir das?), Blechdachziegel, Montagematerial, Planung, Montage: 32480 Euro.


    Eine derzeit verbaute Solarthermie wird abgebaut und ersetzt (weil alt) durch eine Lösung mit Pufferspeicher und Heizstäben (my PV Einschraubheizkörper + ACThor)). Diese soll zur Warmwassererzeugung und Heizungsunterstützung in der Übergangzeit dienen. Im Winter heizen wir mit einer Holzheizung. Diese Komponenten werden morgen verbaut.


    Die Erweiterung der PV Anlage auf Garage und Werkstatt ist in den Folgejahren geplant auf 15kWP (E-Mobilität, Gewerbe)


    Wir wünschen uns und benötigen eine Notstromfunktion, ebenso eine Insellösung, da bei uns der Strom schon öfters für eine länger Zeit ausgefallen ist.


    Als Speicher haben wir uns für einen Greenrock Multigrid, 3 phasig, 15kW entscheiden. Der steht nicht zur Diskussion 😉

    An PV Modulen möchten wir verbauen (anstatt der Q-Cells): LG NeonR, 370W. Die stehen nach nun langem Überlegen eigentlich auch nicht mehr zur Debatte 😉


    Wir haben nun eine Firma aus dem Nachbarort, die die PV Module montieren würde. Und wir haben einen Monteur, der den Greenrock inkl. EMS anschießt/konfiguruiert und den ACThor einbindet.


    Was mir nun aber fehlt ist eine Info darüber, was wir „dazwischen“ verbauen sollen.


    Was benötigen wir sonst noch? Zu was bzw. welchen Herstellern würdet Ihr uns raten?

    DC/AC Überspannungsschutz? Feuerwehrschalter?

    Optimierer ja/nein? Ich tendiere zu ja. Tigo oder SolarEdge?

    Welchen Wechselrichter? Wenn ich die SolarEdge Leistungsoptimierer verwende, dann wäre doch auch der SolarEdge Wechselrichter die richtige Wahl, oder?

    Ist es möglich jetzt bereits einen leistungsstärkeren Wechselrichter zu verbauen als für eine 10kWp-Anlage wenn wir dann irgendwann erweitern wollen?


    Könnt Ihr mir bitte etwas auf die Sprünge helfen? Ich muss einen Überblick bekommen, an was ich denken muss bzw. mit welchen Themen ich mich näher befassen muss.


    Vielen herzlichen Dank für Eure Unterstützung 😊  :danke:

    Fronerl

  • Gibt es von der ehemals "geplanten Anlage" eine Wirtschaftlichkeitsberechnung ?


    Ich tippe mal nein, den dann hättet Ihr nicht die Dinge ausgewählt die in dem Post aufgeführt sind . Bitte stellt doch mal alle Dächer vor . Bitte sich hier noch einlesen :


    FAQ - wertvolle Informationen zu PV-Anlagengröße, Stromspeicher, Wirtschaftlichkeit, Eigenverbrauch, Optimierung, Simulation, erwartbarer Ernte, Auslegung, Wärmepumpe, rechtlichen und steuerlichen Grundlagen, Netzanschlussbegehren zwecks EEG-Vergütung uvm

    Ost/West Dach mit kleiner zusätzlichen Nord/Südbelegung... Huawei-Kaskade mit 5KTL-M1 (135) + 17KTL-M0 (135) + Dongle 118 + DTSU-666H 250A.

  • An TE:

    Die wirst nicht der Letzte sein, dem das so passiert.

    Sei Froh, dass du noch nichts unterschrieben hast und jetzt hier gelandet bist.

    Hier werden Sie geholfen.

    Lies die FAQ von pflanze und verstehe sie auch.

    DIES wird dir die meisten Fragen von selbst beantworten.


    Mach dir keine Sorgen, das wird hier schon werden. Nur Mut.


    lg

    citystromer

    Sanyo 18 X HIt N 235 SE 10, Sunways WR NT 4200, Westausrichtung, Standort: 3045x

  • Geht es von der ehemals "geplanten Anlage" eine Wirtschaftlichkeitsberechnung ?


    Ich tippe mal nein, den dann hättet Ihr nicht die Dinge ausgewählt die in dem Post aufgeführt sind . Bitte stellt doch mal alle Dächer vor . Bitte sich hier noch einlesen :


    FAQ - wertvolle Informationen zu PV-Anlagengröße, Stromspeicher, Wirtschaftlichkeit, Eigenverbrauch, Optimierung, Simulation, erwartbarer Ernte, Auslegung, Wärmepumpe, rechtlichen und steuerlichen Grundlagen, Netzanschlussbegehren zwecks EEG-Vergütung uvm

    Nein, es gibt keine Wirtschaftlichkeitsberechnung. Und die ist auch nicht unsere erste Priorität.

    Mit den geplanten bzw. gewünschten Komponenten dauert es eh, bis sich eine Wirtschaftlichkeit einstellt ;) Das sit uns bewußt...


    Was kann ich Dir denn von unseren Dächern erzählen?

    Blau markiert soll aktuell belegt werden. Dachgröße 14x8 Meter. Belegt mir Braas Tegalit.


    Rot markiert sind die Garagen und Werkstatt-Dächer. Di kommen aber erst in den nächsten Jahren.


    Gelesen habe ich schon sehr viel im Forum. Aber da wir ja davon ausgingen, einen kompetenten PV-Partner zu haben war das eher ein Nice-to-Have als ein Muss. Vielleicht haben wir das falsch angegangen....also hab ich nun viel Abend-Lektüre ;)


    Danke, LG

    Fronerl

  • Für unabhängige Beratung stell bitte Luftbild, Maße, Dachneigung, Belegungsplan, sonstige Dächer, Garagen, Carports, Foto Zählerschrank (und Bundesland falls kein freistehendes Gebäude) usw. ein, soweit fehlend.

    Bitte lies BEIDE Einträge in Stromspeicher, Akkus und Cloud-Anbieter


    Und als erstes, wie schon empfohlen, FAQ lesen. Was erwartest du dir vom Speicher außer Strom für 40 Cent die kWh?


    Bitte keine unnötigen Vollzitate.


    "Erstmal ... Speicher ist gesetzt ... aber Dach wird nicht sinnVOLL belgegt sondern leer gelassen" das ist schmerzhafter Anfänger-Holzweg. Du setzt die falschen Prios. Die Dächer haben dieselbe Ausrichtung und evtl. Neigung - sowas baut man in einem Guss. Sowas muss man planen. Planlos nächstes Jahr iwas dazu in der Hoffnung dass der jetzt zu große WR dann schon passen wird - das ist naiv.

    Eigenwilliger Planungsstand nach einem Jahr - aber das wird noch dieses Jahrzehnt!

  • Ich weiß ehrlich noch nicht so recht, ob mein/unser Mut ausreicht, das Thema nun mehr oder weniger allein zu koordinieren. Das macht mir schon ein wenig Angst. Aber es hilft ja nichts, die PV-Anlage muss auf`s Dach ;)


    Die FAQ nehme ich mir vor, danke.


    LG

    Fronerl

  • "Erstmal ... Speicher ist gesetzt ... aber Dach wird nicht sinnVOLL belgegt sondern leer gelassen" das ist schmerzhafter Anfänger-Holzweg. Du setzt die falschen Prios. Die Dächer haben dieselbe Ausrichtung und evtl. Neigung - sowas baut man in einem Guss. Sowas muss man planen. Planlos nächstes Jahr iwas dazu in der Hoffnung dass der jetzt zu große WR dann schon passen wird - das ist naiv.

    Eigenwilliger Planungsstand nach einem Jahr - aber das wird noch dieses Jahrzehnt!

    Würden wir unsere Dächer VOLL und dann vor allem in "einem Guss" belegen" belegen, kämen wir auf ca. 17kW - und dann? Ich habe wenig Lust als Privatperson auf das steuerliche Hickhack, das damit einher gehen würde. Hab mich damit beschäftigt, will ich nicht.


    Meinst Du, dass wir es sehr amüsant finden, dank der "hochkompetenten" PV Firma nun wieder am Anfang zu stehen? Und mich nun als naiv und - ja ich sage es bewußt - "dumm" hinstellen zu lassen, weil ich als Anfänger (ja was denn sonst?) nun um Hilfe bitte? In dem Zusammenhang würde mir sehr wünschen, dass Deine Formulierungen ironisch-witzig gemeint waren.


    Nun denn.

    Die FAQ habe ich gelesen. Und was ich herausgelesen habe ist, dass sich Cloudlösungen nicht anbieten. Vollkommen verständlich und nachvollziehbar. Deshalb hatten wir ein EON Angebot von vor 3 Jahren sofort eingestampft.


    Was ich auch herausgelesen habe ist, dass es wenig bis keine "sinnvolle" und oder "wirtschaftliche" Notwendigkeit für einen PV Speicher gibt. Ebenso verständlich - wie aber auch für uns irrelevant. Denn zum einen planen wir natürlich den maximalen Selbstverbrauch. Wir möchten aber auch weg von der Notwendigkeit und Abhängigkeit von Stromanbietern. Deshalb die Möglichkeit, das Ganze als Insellösung zu fahren.


    Denn auch wenn es keine offizielle Wirtschaftlichkeitsberechnung gibt, kann ich sehr wohl berechnen, was ich an Geld hineinstecke (sehr viel), was ich heraushole (wenn ich Glück habe +- Null) und wann sich das Ganze amortisiert (vielleicht gar nicht).


    Diesen Idealismus lassen wir uns bewusst etwas kosten.

    Vielleicht hatte ich in meinem Eingangspost das zu wenig erwähnt. Denn Dollarzeichen in den Augen haben wir nicht - dafür vielleicht Ökoblümchen.


    Ich fasse unsere Anforderungen und Wünsche gerne nochmals zusammen, wenn Ihr uns vor diesem Hintergrund unterstützen möchtet . Wenn darauf basierend keine Unterstützung möglich ist, dann leider nicht. Und bitte fasst das nicht als Arroganz oder Dummheit auf. Denn das ist es nicht....ich bin bereit, unsere Planungen zu überdenken, aber nicht um den Preis, meinen Idealismus einer Wirtschaftlichkeitsberechnung zu opfern.


    LG

    Fronerl

  • das steuerliche Hickhack, das damit einher gehen würde.

    Ist gleich groß. Egal ob 9 oder 17 kWp !!! Es ist FALSCHE Panikmache dass >10 kWp die Steuer umfangreicher machen würde! Und du fällt immernoch drauf rein. Warum?

    Hab mich damit beschäftigt

    Keine Ahnung was du gelesen hast - aber offensichtlich hast du es entweder nicht verstanden oder die falschen Quellen gelesen.

    als Anfänger (ja was denn sonst?) nun um Hilfe bitte?

    find ich super. Deswegen helfe ich dir auch. Aber wenn du offensichtlich an Falschwissen klammerst muss das deutlich gesagt werden. Ich habe den Eindruck du stehst dir im Weg. Siehe die beiden vorigen Zitate.

    zum einen planen wir natürlich den maximalen Selbstverbrauch

    Ich setze auf möglichst GERINGEN Verbrauch. "Hohen Selbstverbrauch", siehe Video des Professors, erreicht man z.B. mit einem Modul. Dann sind fast spielend 100% drin!

    die Möglichkeit, das Ganze als Insellösung zu fahren.

    Da gab es schon ein paar wenige. Die haben jetzt ca. 50-60 kWp. Und teilweise reicht es im Winter noch immer nicht. Wenn du wirkliche Autarkie anstrebst wäre es ABSURD, bei deinen Möglichkeiten bei 10 kWp kleben zu bleiben. Das wäre sogar "dumm" weil es nicht funktionieren kann - außer dir reichen 1-2 kWh pro Woche im Winter. Und selbst die sind nicht immer zuverlässig da.

    dafür vielleicht Ökoblümchen.

    Speicher gewinnt wie viel Strom? Richtig. Null kWh. Aber er verusacht hässliche Schäden in der Rohstoffgewinnung, Produktion und Entsorgung - ganz OHNE Nutzen. Was daran ist bitte öko? Mit Recycling siehts nebenbei auch nicht so pralle aus bei den Teilen.

    bin bereit, unsere Planungen zu überdenken

    Das ist dringend angeraten. Mag sein dass du dazu eher bereit bist wenn ein paar geschätzte Foristen dir das "sanfter" darlegen. Aber deine Planung ist, wie gesagt, Holzweg. Daran ändern feine Worte statt Direktheit nix.


    Dollars sind egal, Euros auch, Baumwolle wächst nach, ich seh das wie du. Aber die Erde ist nicht egal.

  • Aber es hilft ja nichts, die PV-Anlage muss auf`s Dach

    so geplant zahlst du aber masiv drauf und das dauerhaft, das rechnet sich auch nach 30 Jahren nicht.

    kämen wir auf ca. 17kW - und dann? Ich habe wenig Lust als Privatperson auf das steuerliche Hickhack,

    den hast du unabhängig davon ob mehr als 10 oder weniger. Soviel ist das dann auch nicht. UNterschied zwischen max. 10 und mehr als 10 sind in diesem Jahr ein paar Minuten für die zusätzlichen Steuersachen. Steuer bleibt auch bei max. 10kWp


    Ab nächsten JAhr gibt es die Grenze von 10kWp eh nicht mehr.


    Denn Dollarzeichen in den Augen haben wir nicht - dafür vielleicht Ökoblümchen.

    genau das spricht gegen Speicher. Speicher hat gut und gerne 20% Verlust d.h. , Strom der ins Netz fließt verdrängt den Kohlestrom zu 100%. Private Speicher sind unsinnig, da die im Sommer quasi immer voll sind und im Winter immer leer. Die kurze Übergnagnszeit reißt das nicht raus.



    Was am ehesten noch akzeptabel ist, ist ein kleiner einphasiger Speicher, der dann auf Wunsch und Zusatzkosten auch als einphasige Notstromversorgung dienen kann. Da Stromausfälle tendenziell oft im Winter auftauchen, wenn der Speicher eh leer ist, bringt das nicht sehr viel. Effektiver und auch ökologischer ist ein kleiner Benzingenerator, der dann pro Jahr vielleicht einen Liter Benzin benötigt. Bessere Ökobilanz als die BAtterie, die hauptsächlich aufgrund der Alterung stirbt, denn viele Zyklen schafft man kaum.


    Ökologisch und ökonomisch sinnvoller ist die Belegung aller denkbarer Flächen, besser ein Norddach als eine Batterie, ein Norddach bringt Ertrag, eine BAtterie erzeugt nur Verlust.