Senec Cloud oder freier Anbieter

  • Hallo zusammen,


    seit September arbeitet meine PV Anlage recht ordentlich auf dem Dach.

    9,72kwp auf dem Dach und im Keller steht ein 7,5kwh Senec V3 Hybrid Duo Speicher.

    Nun kommt meine Frage für 2021 :


    Es gab ja schon die ersten Tage im Oktober 2020 , wo PV Ertrag und Speicher nicht über den Tag/Nacht ausreichten.

    Nun habe ich mir überlegt, ob ich für 2021 die Senec Cloud nehmen soll (die kleinste mit 1000kwh).

    Mein Jahresverbrauch war vor IBN der PV Anlage +/- 2000kwh ... mit habe ich inzwischen gemerkt wird's etwas mehr,

    Ich weiß natürlich noch nicht wie der PV Ertrag im November / Dezember / Januar / Februar ausschaut, aber reichen wird's sicherlich nicht :).


    Grundsätzlich dachte ich - Cloud ist eigentlich ok - Verlieren kann man ja eigentlich nichts.

    Einen Versorger brauche ich sowieso -> d.h. Grundgebühr ist sowieso fällig (Senec Cloud 16 Euro/Monat)

    Dann werden bis zu 1000kwh in die Cloud "geladen" -> für die ich erstmal keine Einspeisevergütung bekomme.

    Dafür kann ich aber bis zu 1000kwh wieder in den "ertragsarmen" Monaten "kostenlos" verbrauchen ....

    Wenn ich mehr rein lade als dass ich verbrauche bekomme ich die ja diese Differenz auch wieder vergütet ....

    Soweit "denke" ich mir eigentlich doch eine super Sache.


    Im Vergleich kostet ein freier Energieanbieter auch pro Monat ab +/- 12 Euro ... und dann halt noch plus die abgenommene Energie.

    Dafür bekomme ich aber dann meinen PV Ertrag vollumfänglich vergütet....


    Was würdet Ihr mir raten ... Jemand in einer ähnlichen Situation ?

    Habe ich was grundsätzlich wichtiges wirtschaftliches total vergessen ?

    Sorry, bin diesbezüglich noch Laie und muss noch viel lernen.


    Würde mich über ein paar Ideen oder Anregungen freuen.

  • Ich habe die Senec Cloud einfach mal abgeschlossen. Nach 2 Jahren werden ich mal wieder zu meinem bisherigen regionlaen Versorger gehen und mir ein Gegenangebot machen lassen.

    Ich wollte die Cloud einfach mal probieren.


    Dieses Jahr wird es bei mir unübersichtlich, weil ich erst zum 1.8. begonnen habe. Ich kann dir nur nahelegen, zum 1.1. zu wechseln, dann hast du auch wirklich die volle Cloud zur Verfügung. Ich habe nur anteilig 5 Monate, wobei ja im Herbst/Winter die Erträge sinken.



    Und dann habe ich nun hier nach einem Wasserschaden 4 Bautrockner stehen, die 24h am Tag mit über 4kW laufen. Das sind aktuell um die 100kWh pro Tag, was ich verballere. Wenn der Bau trocken ist, werden das ca. 2000kWh gewesen sein

    Meine Anlage:

    Dachneigung 28°

    Speicher/WR: Senec.Home V3 Hybrid Duo - 7,5kWh Speicher (aufgerüstet von 5kWh nach 11 Monaten)

    nach Fernabschaltung 3 neue Akkus in 05/2022


    9,715kWp: 1,675kWp nach Osten, 5,695kWp nach Süden, 2,345kWp nach Westen


    interner WR 1: MPP1: 10X335W Süden - MPP2: 5x335W Osten -
    interner WR 2: MPP3: 7x335W Süden und 7x335W Westen (jeweils 1 String, über Y-Stecker zusammengeführt)

  • Nun habe ich mir überlegt,

    Du solltest rechnen mit realistischen Annahmen.

    Stell das mal hier ein dann zerlegt man die Rechnung schon.


    Mit nur überlegen passiert dann ggf. das:

    Ich habe die Senec Cloud einfach mal abgeschlossen.

    .... und hinterher stellt man dann fest ob es sich rentiert oder man nur drauflegt.

    Grüße
    Didi


    2015: 1052 kWh/kWp; 2016: 1036 kWh/kWp; 2017: 1102 kWh/kWp; 2018: 1162 kWh/kWp; 2019: 1137 kWh/kWp; 2020: 1106 kWh/kWp; 2021: 1035 kWh/kWp

    "Handle so, wie du auch von anderen behandelt werden willst" (frei nach Kant)

    Steuern und Finanzamt (Dank an pflanze :))

  • Meine Rechnung :)


    1. Senec Cloud

    90 € Verlust durch entgangene Einspeisevergütung von 1000 kwh (1000kwh*0,09 €/kwh bei mir)

    192 € Kosten für 12 Monate Senec Cloud 1000kwh

    Gesamtkosten würde ich dann 282 € brutto rechnen

    (evtl. fehlen hier noch Steuer für Eigenverbrauch für die Rücklieferung von den 1000 kwh von Senec ?)


    2. freier Anbieter (per Telefon vom Grundversorger bestätigter Tarif; Tarif wäre bis 3000 kwh gültig)

    235 € Kosten für 1000kwh (1000kwh*0,24 €/kwh)

    82 € Kosten für Grundgebühr (12 * 6,88 €)

    Gesamtkosten würde ich dann 282 € brutto rechnen

    (evtl. fehlt hier dass ich ja 1000kwh noch mit 0,09 €/kwh mehr vergütet bekomme, als mit der Cloud)


    Ich bin mir 100% sicher , dass ich nicht mehr 1000 kwh extra benötige,

    eher deutlich weniger. Im Oktober 2020 (erster voller Monat) hatte ich 260kwh Verbrauch (würde ich auch als max Wert sehen, da im "Normalfall" weniger anfallen würde). Wenn die PV Anlage im November bis März wenigstens die Hälfte erzeugen würde, dann würde ich auf +/- 500 kwh Zukauf kalkulieren)


    Für mich spricht die geringe Grundgebühr vom Grundversorger, was an Verbrauch dazu kommt, weiß ich tatsächlich erst am 31.12.2021 ...

    Gefühlsmäßig würde ich zu in dem ersten vollen Jahr zum Grundversorger gehen, und dann nach 12 vollen Monaten Ende 2021 neu entscheiden.



    Für eure Kommentare oder Rechnungskorrektur wäre ich sehr dankbar.

  • .... und hinterher stellt man dann fest ob es sich rentiert oder man nur drauflegt.

    Ja.

    Es ist mein Geld und damit kann ich machen, was ich will. Das ist ja das gute daran. Wenn ich was drauflege ist es nicht viel, wenn ich was spare auch nicht.

    Von daher ist das Risiko überschaubar.

    Meine Anlage:

    Dachneigung 28°

    Speicher/WR: Senec.Home V3 Hybrid Duo - 7,5kWh Speicher (aufgerüstet von 5kWh nach 11 Monaten)

    nach Fernabschaltung 3 neue Akkus in 05/2022


    9,715kWp: 1,675kWp nach Osten, 5,695kWp nach Süden, 2,345kWp nach Westen


    interner WR 1: MPP1: 10X335W Süden - MPP2: 5x335W Osten -
    interner WR 2: MPP3: 7x335W Süden und 7x335W Westen (jeweils 1 String, über Y-Stecker zusammengeführt)

  • Es ist mein Geld und damit kann ich machen, was ich will.

    Das stimmt. Mir ist es aber lieber wenn ich vorher weis ob ich drauf lege oder etwas raus springt. ;)


    Soweit ich das bisher bei den Cloud-Lösungen verfolgt habe und man alle Bestandteile berücksichtigt hat war es ein Draufzahlgeschäft oder großes Vertrauen das in den nächsten Jahren die Konditionen gleich bleiben. Und dann kamen hier die Meldungen das die Konditionen angezogen haben. ;)


    Ich kenne die Lottozahlen für nächste Woche auch nicht. 5€ für den Lottoschein setzte ich schon mal in den Sand. Bei 500€ bin ich vorsichtiger. :)

    Grüße
    Didi


    2015: 1052 kWh/kWp; 2016: 1036 kWh/kWp; 2017: 1102 kWh/kWp; 2018: 1162 kWh/kWp; 2019: 1137 kWh/kWp; 2020: 1106 kWh/kWp; 2021: 1035 kWh/kWp

    "Handle so, wie du auch von anderen behandelt werden willst" (frei nach Kant)

    Steuern und Finanzamt (Dank an pflanze :))

  • didimausi

    Ich habe natürlich vorher mal mit geschätzten Zahlen gerechnet. Und das Risiko dürfte bei maximal 100€/Jahr liegen.


    Falls Senec die Konditionen anzieht, hat man üblicherweise ein Sonderkündigungsrecht (wie bei jedem Stromanbieter) von daher kann ich dann auch im Fall des Falles raus.

    Aber üblicherweise ziehen alle Stromanbieter dann an...

    Meine Anlage:

    Dachneigung 28°

    Speicher/WR: Senec.Home V3 Hybrid Duo - 7,5kWh Speicher (aufgerüstet von 5kWh nach 11 Monaten)

    nach Fernabschaltung 3 neue Akkus in 05/2022


    9,715kWp: 1,675kWp nach Osten, 5,695kWp nach Süden, 2,345kWp nach Westen


    interner WR 1: MPP1: 10X335W Süden - MPP2: 5x335W Osten -
    interner WR 2: MPP3: 7x335W Süden und 7x335W Westen (jeweils 1 String, über Y-Stecker zusammengeführt)

  • Hallo zusammen,

    ich wollte mich mal an die Diskussion hängen.

    Ich lese hier immer wieder, dass die Cloud ökologisch nicht sinnvoll ist bzw. dass sich die Cloud nicht rechnet.


    Ich stehe aktuell davor eine 6,4 kWp Anlage auf unserem Dach zu installieren (Stromverbrauch ca. 3500kWh - WW über DLE).

    Ohne Speicher 7 Cloud werden wir unsere Stromverbrauch um 25% senken können, liest man im Netz.

    Das heißt auch, dass wir weiterhin statt 1200€/a Stromkosten 900€/a haben werden. Möglichere Verteuerungen nicht eringerechnet.


    Mit Cloud würden wir hier auf 0€ Stromkosten kommen. Auf der anderen Seite aber auf 300 € Senec Grundgebühr.

    Statt 520€/a Einspeisevergütung kommen wir dann nur noch auf 450€. Das heißt für mich 900€/a gegenüber 370 € / a zzgl Stromspeicher.

    Da verstehe ich nicht, was daran falsch sein soll oder ökologisch nicht sonnvoll?


    Kann mir das evtl. jemand erklären?


    Evtl. gibt es ja noch anderen Cloud-Modelle, die ich nicht kenne.

    E.On hatten wir bereite bei uns vor Ort. Das macht in meinen Augen aber noch weniger Sinn, weil die nur max 1000 kWh Cloud anbieten, aber das ist eine andere Geschichte.


    Viele Grüße

    Mattes

    6,7 kWp Anlage mit 18 x Longi 370 W Module + SMA Tripower 6.0 + Sunny Home Manager 2.0

  • Mit Cloud würden wir hier auf 0€ Stromkosten kommen. Auf der anderen Seite aber auf 300 € Senec Grundgebühr.

    Statt 520€/a Einspeisevergütung kommen wir dann nur noch auf 450€. Das heißt für mich 900€/a gegenüber 370 € / a zzgl Stromspeicher.

    Da verstehe ich nicht, was daran falsch sein soll oder ökologisch nicht sonnvoll?


    Kann mir das evtl. jemand erklären?

    Stell doch einfach die Berechnung hier vor. Wäre interessant wie die Zahlen zustande kommen.

    Im übrigen hat Senec nichts zu verschenken. (Die anderen allerdings auch nicht)

    Anlage 1 : 7.85 kwp SW 55° DN45°

    Anlage 2 : 4.4kwp SW 55° DN45° und 5.4kwp NO -125° DN45° (gesamt 9.76 kwp)

    Senec-G2+ 8kwh netto (Blei) 6 J alt + 2kwh "Grundlastakku" 3Stck. Qbatteries 8DC-170 >3J alt

    12V 55Ah AGM "Inselchen" für Gartenhaus, Victron 350W WR, 2x50W Panel poly

    12V 28Ah Panasonic AGM für Sabo Rasenmäher

    12V 7Ah Panasonic AGM für Bilgepumpe

  • Cloud: Ein Cloud ist ja nix anderes als ein virtuelles Stromkonto, auf das du Strom einzahlst, und verzögert wieder abrufst.

    Dieses Konto bekommst du mit verschiedenen Liefermengen zb. 1500kWh/a. Das kostet dich monatlich 21€, also 252€/a.

    Für diese 1500kWh bekommst du keine Einspeisevergütung, weil du die an Senec abtrittst. --> ca. 120€/a


    Die 1500kWh kosten dich mit Cloud also ca. 25ct/kWh. (1500kWh/(252€+120€))


    Deinen Stromverbrauch senken wirst du mit PV nicht. Du kannst nur den Anteil senken, den du dem Stromanbieter abkaufen musst. Momentan musst du 100% kaufen, mit einer PC musst du nur noch ca. 75% kaufen.

    Die 25% produzierst du selbst und nutzt sie gleich live.


    Also muss du noch 75% vom Stromanbieter kaufen. Jetzt musst du halt eine Möglichkeit finden, dass dieser Anbieter möglichst günstig ist.

    Meine Anlage:

    Dachneigung 28°

    Speicher/WR: Senec.Home V3 Hybrid Duo - 7,5kWh Speicher (aufgerüstet von 5kWh nach 11 Monaten)

    nach Fernabschaltung 3 neue Akkus in 05/2022


    9,715kWp: 1,675kWp nach Osten, 5,695kWp nach Süden, 2,345kWp nach Westen


    interner WR 1: MPP1: 10X335W Süden - MPP2: 5x335W Osten -
    interner WR 2: MPP3: 7x335W Süden und 7x335W Westen (jeweils 1 String, über Y-Stecker zusammengeführt)