Neues Flachdach für geplante PV-Anlage

  • Moin,


    kaum ist die erste Anlage in Betrieb, sucht man schon nach neuen Flächen für den weiteren Ausbau.

    Ich bin beim Garagen/Schupen-Gebäude fündig geworden. Das Problem ist nur das Dach.

    Bislang sind Tapez-Kunstoffplatten verlegt. Die sind leider nicht überall dicht und haben

    an einigen Stellen Löcher und Risse bekommen. Somit ist das Dach im derzeitigen Zustand

    ungeeignet. Jetzt ist die Frage, wie das Dach neu und vernünftig gemacht werden kann.


    Zu den Rahmenbedingungen: Die Garage besteht aus einem Stahlgestell ( 0,5 cm Stärke). Obenauf liegen

    Latten (1,8 cm x 4,1 cm). Der Schubben ist ein Holzständerwerk mit 8x8 cm-Pfosten als Dachunterkonstruktion.

    Beide Gebäude gehen ineinander über mit einem Gefälle von 5° Richtung Süd/Ost.


    Auf eine später ballastierte Auflage würde ich gerne verzichten, da die Konstruktion schon 50 Jahre

    alt ist. Der Zustand scheint noch gut zu sein, eine Ballastierung mit mehreren 100 kg befürchte ich

    aber könnte zu viel.


    Ach, und selbst montieren würde ich auch wollen. Was für eine Dachkostruktion und Modulmontage könnt

    ihr empfehlen?


    Gruß Fabian

  • Trapezblech drauf und Kurzschienen. Dann ist das erstens auch endlich mal dicht und zweitens kostengünstig und so leicht als möglich (vom Geweicht her) und auch einfach zu montieren. Trapezblech mit Vliesbeschichtung wählen, dann tropft das Kondenswasser nicht allzu sehr im Winter wenn das Auto seine Wärme und Nässe abgibt. Luxus wäre dann Sandwichpaneel mit 40mm Stärke.


    Einen Statiker würde ich dennoch mal kurz überschlagen lassen, ob da Reserven für die PV sind.

    Aber ich habe auch einen nebenan sitzen...


    Und die Pfetten (Holzlatten) würde ich bei der Gelegenheit erstens austauschen und zweitens mal in die richtige Richtung legen: quer zum Trapezblech und nicht längs. Oder ganz auf die Holzlatten verzichten, größeres Trapezblech wählen und direkt auf die Stahlbinder legen. Die scheinen mir nicht allzu weit auseinander zu liegen.

  • Interessante Garage … mit reichlich Schwitzwasser unter dem Dach. :roll:

    Soll das so?


    Plastikdach runter und Trapezblech drauf ist eine Option.

    Ggfs. auch Sandwich bauen mit Isolierung, um Kondensatz zu vermeiden.

    Beides dürfte bei knapper Statik auch das einzig mögliche sein, denn PV wiegt auch was.

    Spannend ist dann eher, wie man das rundum "dicht" und schön bekommt und wer die Spenglerarbeiten macht.


    Montage auf Trapezblech ist bei PV dann die einfachste und günstigste Variante.

    UK muss zum Blech passen, Blech nicht zu dünn wählen.


    Garage würde ich die Latten auch runter nehmen und passende Balken drauf.

    Befestigung nach unten am Metall und von oben dann Trapezblech oder Sandwichdach.

    Bei letzterem vor der Eindeckung nach geeigneter UK für PV suchen.


    Ansonsten, schöne Fläche für PV, 22 Module 330-350Wp, ein String, welchen WR hat deine 1. Anlage?
    Du brauchst rund 6KVA WR Leistung für das Dach.

    7 KWp PV, Bosswerk 4,6 KVA Hybrid Wechselrichter, 5 KWh Liontron LiFePO4 Speicher

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    Parke nicht auf unseren Wegen, www.weg.li macht es möglich.

  • Ein SMA Tripower 15.000 TL. Wie ich inzwischen lese, bei 13,6 kWp etwas überdimensioniert.


    Nein, das Schwitzwasser soll nicht sein. Evtl. kommt dies vom hereintropfendem Wasser.


    Das Montieren würde ich machen. Nachdem meine ersten Versuche offenbar nicht so gut gelangen. Aber hey, die Seitenwände mit Trapezblechen habe ich besser montiert bekommen und man lernt dazu ;)

  • Bitumen wird ja auch wieder gestückelt. Und soll so 25Jahre unter der PV halten? Ne...


    Trapezblech sollte man nach Möglcihkeit in Gebäudelänge legen. Da kann eigentlcih nix undicht werden. Ein Fehler, der häufig passiert, ist der, dass die Schrauben zu fest angezogen werden. Dann entsteht dort eine kleine Delle und dort sammelt sich dann das Wasser. Dann kommt noch Schmodder und im Winter Eis dazu und irgendwann gibt die Dichtung der Schraube mal auf und es läuft dann regelmäßig bei Regen Wasser durch das Schraubenloch. Anderer Fehler: Schraube zu locker, Dichtscheibe dichtet nicht. Das merkt man aber sofort beim ersten Regen (oder Wasserschlauch zur Dichtprobe). Nimm Trapezblech in mindestens 0,88mm Stärke, lass Dir das vorher vom Hersteller oder Statiker berechnen, welches du brauchst.


    Es gibt bei den Herstellern auch Regeldetails, wie man Traufe, Ortgänge und First ordentlich und richtig einfasst. Das ist alles keine Atomphysik. Blechbearbeitung erfordert halt nur bissel Spezialwerkzeug, da hängt es meistens. Wer hat schon Knabber, Nietgerät und Kantzangen oder gar Kantbank zu Hause? Vielleicht reichen für diesen Einmaleinsatz ja auch die billigen Vorsatzgeräte für den Akkuschrauber? Das kann man nur ausprobieren. Oder die "richtigen" Geräte einfach ausleihen.


    Unterschied zwischen Kondenswasser und Undichtigkeit: Kondenswasser entsteht bei draußen Kalt und drinnen warm, ohne Regen. Undichtigkeiten bemerkt man bei/nach Regen. Kondenswasser kann man nur durch Belüftung, Kondensvlies oder Dämmung (Sandwichpaneel z.B.) verhindern/minimieren. Undichtigkeiten kann man hauptsächlich durch gewissenhafte und saubere Arbeitsweise verhindern. Wenn ein Trapezblech- oder Sandwichdach einmal dicht ist, bleibt es das eigentlcih auch für immer. Wenn man ordentlcih gearbeitet hat... Meine ersten Dächer aus den 90er Jahren sind bis heute dicht, sehen vielleicht nciht mehr so schön aus, aber sind dicht.

  • Also sind z.B. OSB-Platten mit Bitumen oder Folienbahnen nich so sinnvoll, haltbar oder stabil?

    Ist nicht sinnvoll, vor allem wie willst Du da PV drauf befestigen, wenn Ballast ausscheidet.

    Durchs Dach bohren und dann mit Heißkleber und Kabelbinder wieder dicht machen....?

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  • Ich dachte da an Stockschrauben und Abdichtung. Aber deswegen Frage ich ja vorher. Ein drittes Mal wollte ich dann

    nicht das Dach machen.

    Garage würde ich die Latten auch runter nehmen und passende Balken drauf.


    Dann passt der Übergang zum Schuppenbereich von der Höhe nicht mehr.


    Beides dürfte bei knapper Statik auch das einzig mögliche sein, denn PV wiegt auch was.

    Spannend ist dann eher, wie man das rundum "dicht" und schön bekommt und wer die Spenglerarbeiten macht.


    Montage auf Trapezblech ist bei PV dann die einfachste und günstigste Variante.

    UK muss zum Blech passen, Blech nicht zu dünn wählen.

    Rundum dicht wird man das ganze vermutlich nie bekommen. Es gibt einfach zu viele "schiefe" Bereiche außen rum.

    Das Montieren würde ich machen. Was für eine UK würde beim vorgeschlagenen Blech (0,88 mm) passen?

  • Garage würde ich die Latten auch runter nehmen und passende Balken drauf.


    Dann passt der Übergang zum Schuppenbereich von der Höhe nicht mehr.

    Dann leg den Höhenausgleich quer zur Trapezrichtung. Einfach Deine Latten um 90° drehen.