Zählerwechsel am 09.06.2020 - Vergütung erst ab Oktober ?

  • Hallo liebes Forum


    Ich habe dieses Jahr in Berlin eine Solaranlage auf mein Einfamilienhaus gebaut, und der Zählerwechsel erfolgte am 09.06.2020. Nun habe ich bis letzte Woche auf ein Schreiben vom Stromnetz Berlin gewartet, wie hoch meine Einspeisevergütung ist usw. Das Schreiben kam jetzt, Und ich werde erst ab Oktober vergütet und bekomme rückwirkend nichts.


    Zitat

    leider können wir Ihnen rückw. keine Abschläge auszahlen.


    Bitte beachten Sie dass Abschläge nur vorläufig sind. Die Abrechnung erfolgt dann im Januar 2021. Für die Überweisung der Abschläge können Sie uns Ihre Bankverbindung auch gern per Mail mitteile.


    Die Frage ist nun, ob ich Juni bis September Verluste mache - oder ob bei der Abrechnung im Januar 2021 sämtliche erwirtschafteten Stromerträge in die Abrechnung einfließen..


    Kann jemand von euch dazu eventuell mehr sagen?


    Danke und Gruß

    Rainer

  • Ja, so wird man von den Versorgern leider laufend betrogen. Deshalb: Rache ist süss.

    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Wann ging das NAB an den VNB? Wann war IBN?

    Selber Rechnung schreiben oder dort fragen ob das in der Jahresgutschrift glattgezogen wird oder ob die Abschläge dieses Jahr höher sind und das abbilden.

  • Das was Du zitiert hast, bezieht sich nur auf die Abschläge und nciht wie Du geschrieben hast auf die Komplettzahlung.

    Ich würde jetzt vermuten, dass die bereits erzeugten kWh im Zeitraum Juni - September dann mit der Jahresabrechnung im Januar vergütet werden. Kannst Du ja mit dem VNB nochmal verifizieren. Sofern es sich jetzt nicht um hunderte von Euros handelt, würde ich mal behaupten, dass man damit auch leben könnte....


    Stefan

  • vergütet wird doch das was auf dem Zähler steht.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Vergütet wird nach EEG (bei vorhandener Einspeisezusage) ab dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme, auch ohne Zählerwechsel.

    Nur wollen die VNB einem da etwas anderes erzählen :)

    Aber nur weil die etwas erzählen, muss das ja nicht dem gültigen Gesetz entsprechen...

  • Vergütet wird nach EEG (bei vorhandener Einspeisezusage) ab dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme, auch ohne Zählerwechsel.

    Nur wollen die VNB einem da etwas anderes erzählen :)

    Aber nur weil die etwas erzählen, muss das ja nicht dem gültigen Gesetz entsprechen...

    das ist schon richtig, nur ist das halt auch der Unterschied zwischen "Recht haben" und "Recht bekommen"

    daß das was der Zähler gemessen hat, auch zu vergüten ist, ist ja sogar beim Netzbetreiber unstrittig.


    Jetzt kann man sich als Anlagenbetreiber weiters überlegen, ob bei dem Versuch, das einzufordern was kein Zähler gemessen hat, aber einem trotzdem zusteht "Chance und Risiko" in einem vernünftigen Verhältnis stehen

  • Entweder Werte von eigener Messtechnik mit Fehlertoleranzabzug zu ungunsten des Betreibers, oder eine entsprechende Schätzung des Ertrags und des Eigenverbrauchs ist nach EEG möglich.

    Siehe EEG Clearingstelle.

    Warum sollte man damit kein Recht bekommen? Klar muss man das ggf. durchsetzen, aber deshalb das Geld verschenken?

    Ich würde da erst mal den VNB auf das Urteil der Clearingstelle verweisen. Da muss sich dann seine Rechtsabteilung schon ganz schön was aus den Fingern saugen, um darauf zu kontern. Auch für VNB gilt deutsches Recht, auch wenn sie manchmal glauben, sie können alles selbst bestimmen...

  • Empfehlung der Clearingstelle


    Risiko kein Recht zu bekommen sehe ich zumindest nach dem Wortlaut keins (unter der Voraussetzung, dass eine Einspeisezusage vorlag) . Man muss halt im Streitfall Zeit und Lust haben und einen Anwalt finden. Ich nehme mir in meinem Fall bei der Syna die Zeit. Dieser Betrug an Anlagenbetreibern kann man so nicht durchgehen lassen.