Anlagenplanung und mögliche Anbieter

  • Hallo Zusammen,

    ich bin neu hier und durch Recherchen zur Firma Hahn-Solar auf dieses Forum aufmerksam geworden.
    Vor einiger Zeit hatten wir einen Vertreter besagter Firma hier bei uns, welcher uns ein wenig zu dem Thema Photovoltaikanlagen beraten hatte.
    Eigentlich wirkte auf uns alles soweit in Ordnung - unterschrieben haben wir aber [zum Glück?] noch nichts...


    Inzwischen bin ich hier im Forum über ein paar Beiträge gestolpert, welche einen eher negativen Gesamteindruck auf dieses Unternehmen werfen... wesshalb ich hier gerne nach weiteren Informationen und ggf. Empfehlungen zu alternativen Anbietern nachfragen möchte.

    Vorne weg: Ich selber bin auf dem Gebiet absoluter Laie...

    Bei der Imobilie handelt es sich um ein zwei-Familienhaus.
    Die Imobilie selbst gehört meiner Schwiegermutter - meine Frau und ich möchten die PV Anlage anschaffen.
    Dies ist mit der Inhaberin auch soweit schon geklärt.

    Beide Parteien sollen von der Anlage profitieren.
    Geplant wäre eine Batteriespeicherung + Einspeisung des Überschusses, sofern vorhanden.

    Wir haben getrennte Stromzähler und Abrechnungen - meine Frage in erster Linie daher:
    Ist es überhaupt möglich, über unterschiedliche Zähler einzuspeisen?
    Oder lässt sich das ggf. nur über einen Zähler realisieren?

    Der nächste Punkt:
    Der Stromverbrauch beider Haushalte zusammengenommen ist schon recht ordentlich - in der Größenordnung um ca. 10400 kWh [bei insgesamt 5 Personen]

    Die von Hahn-Solar erdachte Anlage, welche lt. Vertreter auch auf der Dachfläche realisierbar sein dürfte wäre:

    27 Module, 340 Watt = 9,16 Kwp
    Standort des Hauses ist in Baden-Württemberg nähe Leonberg / Stuttgart....


    Kostenpunkt waren dafür, inkl. Speichersystem und co. 26.990 € - leider weiß ich nicht mehr, ob dies als Brutto- oder Nettopreise angegeben waren :-/

    Ok, kurz und Knapp:
    - Wer kann mir ggf. andere Anbieter aus der Region Empfehlen?
    - Ist der Preis für die Anlage angemessen / zu Teuer ?

    - Ist die Anlagendimension halbwegs vernünftig?
    - Wie bereits gefragt: ist eine Einspeisung für beide Haushalte überhaupt möglich, bzw. wie müsste dies ggf. aufgebaut werden, um eine solche Konstellation zu ermöglichen?

    Vielen Dank und Grüße,
    Christoph

  • Gut, dass du den Weg hierher gefunden hast.

    Hast ja selber recherchiert ... lass blos die Finger von Fa. Hahn.

    Lass auch den unwirtschaftlichen Speicher weg.

    Preis sollte bei deiner Größe rund 1100 Euro/kWp netto betragen. Ggf. auch günstiger.

    Über 10000 kWh bei fünf Personen ist SEHR viel Stromverbrauch. Da musst du mal sehen, wie ihr das in Griff bekommt. Oder habt ihr eine Aluschmelze?;)

    Belege alle Dächer, was geht. So groß wie möglich.

    Lies die FAQ von pflanze. Dort bekommst du die Basics erklärt.


    lg

    citystromer

    Sanyo 18 X HIt N 235 SE 10, Sunways WR NT 4200, Westausrichtung, Standort: 3045x

  • FAQ - wertvolle Informationen zu PV-Anlagengröße, Stromspeicher, Wirtschaftlichkeit, Eigenverbrauch, Optimierung, Simulation, erwartbarer Ernte, Auslegung, Wärmepumpe, rechtlichen und steuerlichen Grundlagen, Netzanschlussbegehren zwecks EEG-Vergütung uvm lesen und darin auch dem Link Strom an Mieter folgen.


    Der Preis ist dreist. Finger weg!


    Finde eure Stromschweine!!! Wie kommt man auf 10 MWh/a?

    Wie wird geheizt, wie ist die Heizung eingestellt, entweicht ständig Wärme?

  • Hallo citystromer, Hallo pflanze,

    erst einmal vielen Dank für Eure Rückmeldung :)

    - Ja, der Stromverbrauch ist VIEL zu hoch, das wissen wir... und wir versuchen auch, die Ursache für den Hohen verbrauch zu ermitteln...
    Auf der anderen Seite gibt es hier einige Faktoren, welche die ganze Sache für mich etwas erschweren... aber darauf möchte ich jetzt erst einmal nicht weiter eingehen ;) ...

    Aber noch einmal kurz: Der kWh/a ist Kummuliert - zwei Haushalte... leider ist es auch so, dass z.B. ein Teil des Stromverbrauchs aus Haushalt 2 auf den Zähler von Haushalt 1 geht, da es hier wohl bei der Renovierung der Wohnung zu komplikationen kam (Renoviert wurde damals komplett in eigenregie)...

    Ich werde da aber weiterhin versuchen, der Sache auf den Grund zu gehen.
    Die Reduzierung des Verbrauches ist tatsächlich ein Punkt, der ganz klar auf der Agenda steht...

    Nun aber zu dem eigentlichen Thema hier zurück, der PV Anlage.
    Danke für den Hinweis zum Preis!
    Das ist ja schon ein ganz schöner Unterschied, den ihr mir hier Nennt!
    Als uns der Preis genannt wurde, hatten wir einen Vergleich von einem Bekannten, welcher für eine Wesentlich kleinere Anlage vor einigen Jahren allerdings, knapp 16.000€ gezahlt hatte (ohne Speicher) :-/

    Allerdings eine kurze Frage noch zu der Anmerkung: "Lass auch den unwirtschaftlichen Speicher weg."
    Vom Grundverständnis her klingt ein Speicher für mich jetzt erst einmal nicht Unvernünftig... Zumindest dann nicht, wenn man seinen Rythmus nicht entsprechend anpassen möchte.
    Mit einem Speicher kann ich demnach also alles weiterhin so betreiben und Handhaben, wie vor der Anschaffung einer PV Anlage auch... ohne einen solchen Speicher, ggf. nicht (Abends, Nachts, etc.pp.)

    Sehe ich das Richtig?

  • also alles weiterhin so betreiben und Handhaben, wie vor der Anschaffung einer PV Anlage auch

    gehen tut das auch mit pv ohne Speicherzeug!

    FAQ lesen!

  • Nein. Das siehst du falsch.


    Du kannst auch ohne Speicher alles weiterhin so betreiben.

    Der Unterschied hier ist nur, dass dich die Kilowattstunde aus dem Speicher ca. 50 Cent kostet.

    Bezugsstrom rund 30 Cent. DAS ist der einzige Unterschied.


    Wenn die kWh Stromspeicher 250 Euro oder weniger kostet, erst DANN wird es finanziell wirtschaftlich.

    Und wenn dein Nachbar damals für eine wesentlich kleinere Anlage 16000 Euro gezahlt hat, sagt das überhapt nichts aus. ER bekommt ja auch eine höhrere Einspeiservergütung.

    Meine Anlage hat seinerzeit 13000 Euro netto gekostet.

    Ich bekomme aber auch 28,74 Cent pro kWh.


    Also bitte nicht Kirschen mit Ananas vergleichen.


    lg

    citystromer

    Sanyo 18 X HIt N 235 SE 10, Sunways WR NT 4200, Westausrichtung, Standort: 3045x

  • Hallo citystromer,

    danke :)
    Ja, den Part mit der Kostenrechnung pro kWh bei einem Speicher habe ich inzwischen in den FAQ gefunden :)
    Das ist, so vorgerechnet schon ein deutlicher Unterschied und führt einem das ganze wirklich mal vor Augen :D

    Der Vergleich bzgl. der Installationskosten war für uns erst einmal nur eine Orientierungsgröße - unabhängig der Einspeisevergütung... tatsächlich tendierten wir dazu, so Autark wie möglich mit der Anlage zu sein (daher auch die Überlegung mit einem Speicher) - aber ich glaube, das ist letztendlich wirklich der falsche Ansatz.

    Mit den hier angegebenen (ungefähren) kosten pro kWp und dem eingeplanten Budget von 27000 € könnte die Anlage deutlich größer Dimensioniert werden, anstatt der Ursprünglich geplanten 9,16 kWp ...

    Wenn ich es also richtig verstanden habe, sollte auch das Dach auf der Nordseite nach möglichkeit ausgestattet werden, richtig?
    Hintergrund: Selbst bei geminderter Leistung durch die Beschattung des Daches würde die Anlage dann Strom liefern, welcher zusätzlich eingespeist werden kann.

    Habe ich das jetzt richtig verstanden?

  • Autarkie bei PV ist eine Kennzahl, die hier vollkommen unbedeutend ist.

    DAS, was du nicht selbst verbrauchst, geht ins Netz und wird vergütet.


    Ja, du hast es richtig verstanden. Anlage so groß, wie möglich.

    Naturlich nur die Dächer belegen, die ausreichend Ertrag bieten.


    Für 27.000 Euro solltest du MINDESTENS 27 kWp bezahlen können.


    Du hast es richtig verstanden. Du bist auf dem richtigen Weg.

    Weiter so.


    lg

    citystromer

    Sanyo 18 X HIt N 235 SE 10, Sunways WR NT 4200, Westausrichtung, Standort: 3045x

  • Hallo Zusammen,

    noch einmal vielen Dank für die Hinweise und Tipps :)
    Ich bin jetzt in den FAQ am Punkt "Vermietung / Strom an Dritte" angekommen...
    aber um Ehrlich zu sein, steige ich da noch nicht so wirklich durch...

    Wenn ich unsere Situation als Beispiel heran ziehe, dann sieht das wie folgt aus:

    Imobilieninhaber ist meine Schwiegermutter
    - Wir mieten eine Wohnung

    Wir stellen die PV Anlage und würden den Strom an sie vermieten wollen.

    Wenn ich es jetzt richtig verstanden habe, würde dies bedeuten:
    1. Wir übernehmen ihren Stromzähler [läuft dann auf uns]
    2. Wir stellen Strom aus unserer PV Anlage zur Verfügung - für Betrag "x" (in welcher Höhe dieser Beitrag "x" letztendlich auch sein mag)
    3. Mehrverbrauch, welchen uns der Netzbetreiber in Rechnung stellt, reichen wir kostentechnisch 1:1 durch ... ?

    Ich hab jetzt etwas von Virtuellen Zählern und so weiter gelesen, aber im Moment kann ich mir da noch nicht wirklich etwas drunter vorstellen...

    Des weiteren lese ich bei dem verlinkten Wikipedia-Eintrag:
    "Eine Untersuchung der Wirtschaftlichkeit von Mieterstromprojekten im Bericht des BMWi kommt zu dem Schluss, dass die Förderhöhe nicht ausreichend ist. Die Rendite ist je nach Größe der Anlage, Anzahl der Wohnungen und Teilnehmerquote der Mieter sehr unterschiedlich ausgeprägt. Grundsätzlich sei eine komplette Netzeinspeisung mit Vergütung momentan wirtschaftlich sinnvoller"

    Das bedeutet konkret, dass die Einspeisung insgesamt Wirtschaftlicher ist, wie die direkte Weitergabe an einen dritten...
    Dies aber aus Sicht des Anlagenbetreibers, welcher den Produzierten Strom vermieten möchte.
    Wie sieht das aus Sicht des Mieters aus?
    Hauptsächliches Ziel wäre eine Kostenreduzierung der Stromkosten bei meiner Schwiegermutter, wo der hauptsächliche Verbrauch der ganz oben genannten kVh auch anfällt.

    Oder wäre es da ggf. Sinnvoller, die Anlage zwar zu finanzieren, aber die Einspeisung und co. komplett über sie (Imobilieninhaber) durchzuführen?
    Im Gegenzug könnte Sie uns Etwaigige Einnahmen und Ersparnisse anderweitig "ausgleichen" - z.B. durch eine Reduktion unserer Mietkosten.


  • Manche machen es sich einfach und rechnen die Verwandtschaft intern ab. Privater Zwischenzähler und gut.