• wenn du mit erden einen potentialausgleich meinst und nicht laut gesetz aber laut norm meinst, dann JA!

  • das einzige gesetz, dass du in diesem zusammenhang beachten musst - sofern deine aktuelle elektrische anlage dem stand der technik entspricht, ist das ohm'sche gesetz! ;)


    ein dezidiertes gesetz gibts dazu nicht, man muss sich allerdings an die aktuellen normen, richtlinien und ausfuehrungsbestimmungen halten.

    spitzfindigkeiten in der bezeichnung, aber wenn du so willst fuer dich kurz: GESETZ!

  • Wie ich das jetzt bei meiner Installation mitbekommen habe sind Blitzschutz und Überspannungsschutz zwei verschiedene Dinge. Unser Reihenhaus hat keine Blitzableiter auf dem Dach (nennt sich wohl Ringerder), und die Solaranlage bekommt dementsprechend auch keinen separaten Blitzschutz. Eine leitende Verbindung mit Regenrinne o.ä. könnte den Blitz ja ggf. eher anziehen und in die Anlage leiten.


    Ein ÜS-Ableiter ist aber wohl vorgeschrieben. Bei mir liegt der direkt am Wanddurchbruch im Haus (da Microinverter AC vom Dach liefern) und hat ein dickes Kupferkabel zum Ableiten von Spannungen bis 25000V bis zur Potischiene.

    Im Elektroschrank ist dann nochmal ein zweiter Schutz Teil (keine Ahnung warum und wie der sich unterscheidet).


    Die Dinger nennen sich Dehnguard und Dehnshield von der Firma Dehn&Söhne, kosten zusammen knapp 300€ plus FI und Sicherung.

  • achtung, gefaehrliches halbwissen!

    das werden grad gaaaanz viele dinge vermischt!


    als grobes bild:

    gundsaetzlich gibts bei dem thema potentialausgleich und aeusseren blitzschutz. ueberspannungsableitung ist wieder eine andere baustelle.

    der auessere blitzschutz erfordert die einbindung der pv-anlage, wenn der trennabstand zur blitzschutzanlage nicht gegeben ist. hast du gar keinen auesseren blitzschutz, so wirds einfacher, da wird das pv-montagegestell an den/die erder des hause angeschlossen.


    bei ueberspannungsschutz gibts wieder 2 moeglichkeiten, AC- und DC-seitig.

    AC-seitig ist sowieso stand der technik und sollte unabhaengig von einer PV-anlage bereits vorhanden sein.

    der DC-ableiter verhindert, dass ueberspannungen auf den DC-leitungen zum WR durchschlagen und leiten diese ggf. hin zur potentialausgleischsschiene ab.


    diese ganzen dinge sind grad beim auesseren blitzschutz recht heikel, da man da einiges verbocken kann und sich dadurch erst probleme ins haus holt. das reicht von eine gewischt bekommen, bis den blitz erst recht ins haus einleiten.


    daher mein rat: professionelle planung und fachliche unterstuetzung sind dringend empfohlen! richtig ausgefuehrt verringert sich sogar das blitzschlagproblem.

  • Hey flosky hier würd ich mich gern reinhängen. Komme aus der Elektrotechnik und habe es sogar studiert, bin allerdings im Bereich der Hausinstallationen nicht tätig.

    Meine Erweiterung der PV soll einmal auf einem Gartenhaus erfolgen, und ein Teil auf einem Wintergarten am Haus.


    Meine bisherigen Recherchen hatten bis jetzt ergeben, das ein Anschluss an die häusliche Potentialausgleichsscheine nicht vorgeschrieben ist und auch eine Punkterdung des Gestells nicht notwendig sei.

    Und neben dem Anschluss des WR an PE hatte ich jetzt erst mal nicht vor dies zu tun.


    Ich hätte hier ein Problem, das zwar das Gartenhaus mit einer Erdleitung 5x 4mm² an die Garage und dann an das Haus angebunden ist. Aber einen Anschluß an den Potentialausgleich des Hause würde mich schon vor Probleme stellen, da ich für diese Leitung meinen Garten noch umgraben müsste.


    Du scheinst hier bewandert zu sein. Kannst Du mir weiter helfen was ich am besten tun sollte?

    Mein Haus hat ebenfalls keine Blitzschutzanlage auf dem Dach. Im Zuge der ersten PV wurden schon ÜSA in der Hauptverteilung installiert.


    Hilfe von anderer Seite sind natürlich auch gern gesehen.

    VG Tom

    32x Heckert Nemo 2.0 310 Wp / 10 x Qcells G7 335WP / 6x Qcells G5 330 Wp / 2 Amerisolar AS-6M30 310Wp

    2x STP 5.0 / SB 3.0 / 6 Strings Ost/West/Süd / IBN 11/2019 9,92 kWp / IBN 11/2020 5,95 kWp

  • Meine bisherigen Recherchen hatten bis jetzt ergeben, das ein Anschluss an die häusliche Potentialausgleichsscheine nicht vorgeschrieben ist und auch eine Punkterdung des Gestells nicht notwendig sei.

    Und neben dem Anschluss des WR an PE hatte ich jetzt erst mal nicht vor dies zu tun.

    quelle? was verstehst du unter nicht vorgeschrieben?

    gesetz gibt es natuerlich keins dafuer.

    normgerechte ausfuehrung sollte aber grad fuer dich als elektrotechniker ein begriff sein.

    z.b. hier: https://www.vde.com/de/blitzschutz/infos/pv-anlagen

  • Die Problematik mit dem gesetzlichen Charakter der VDE-Norm ist mir klar. Ich habe eine Menge Seiten durchgelesen. Die Aussagen waren sehr widersprüchlich. Und deswegen gebe ich auch zu, dass ich Hilfe benötige.


    Ich hatte eigentlich vor die Generatoren am Gartenhaus per Punkterdung lokal am Gartenhaus zu erden und auf den Gen. auf dem Wintergarten lokal mit Punkterder und zusätzlich per Aussenleitung an die Potentialausgleichsschiene.


    Wie gesagt, mein Problem ist die Leitung vom Gartenhaus zur Potentialausgleichsschiene.

    32x Heckert Nemo 2.0 310 Wp / 10 x Qcells G7 335WP / 6x Qcells G5 330 Wp / 2 Amerisolar AS-6M30 310Wp

    2x STP 5.0 / SB 3.0 / 6 Strings Ost/West/Süd / IBN 11/2019 9,92 kWp / IBN 11/2020 5,95 kWp

  • grundsaetzlich ist das gut, du solltest halt dann die jeweiligen erder (die normgerecht ausgefuehrt sein sollten, damit sie auch ihre funktion erfuellen) noch untereinander verbinden. ein flacheisen ist ja z.b. nicht so schwer zu vergraben. auf

    korrosion- und materialvertraeglichkeit ist halt zu achten...

    Zitat

    Herstellung einer vermaschte Erdungsanlage (siehe dazu DIN EN 62305-3 (VDE 0185-305-3):2006-10; Teil 3: Schutz von baulichen Anlagen und Personen