Phasenauslastung

  • Hallo miteinander,


    ich hatte mich gewundert, warum meine PV-Anlage mit Batterie auch dann noch Strom aus dem Netz zieht und die die Batterie einspeist, wenn Batterie und/oder PV-Module eigentlich genug Strom für den laufenden Verbrauch liefern.

    Die Antwort der Innogy:

    "das von Ihnen geschilderte Verbrauchsverhalten liegt an der jeweiligen Phasenauslastung in Ihrem Haus.


    In Ihrem Beispiel:

    Der Wechselrichter ist mit dem Speicher z.B. auf Phase 1 angeschlossen und erzeugt 0,5 KW.

    Der Hausverbrauch liegt auf der selben Phase bei 0,2 KW somit werden 0,3 KW in den Speicher geladen.

    Phase 2 und oder Phase 3 benötigen 0,3 KW für die an diesen Phasen angeschlossenen Verbraucher, diese werden zusätzlich aus dem Netz bezogen."


    OK, klingt irgendwie für mich plausibel, obwohl ich mir trotz naturwissenschaftlichem Studium das ganze nicht mehr so richtig vorstellen kann. Kann die Anlage nicht herausfinden, auf welcher Phase jetzt gerade Strom benötigt wird, und den auch auf dieser Phase abgeben? Wenn ich Strom aus dem Netz beziehe, kann der doch auch auf jeder Phase geliefert werden.


    Was sagt ihr dazu?

  • Das hängt davon ab, wie Wechselrichter und Speicher ans Netz angeschlossen sind. Wenn die Anbindung nur einphasig ist, hat Innogy recht. Ist die Anlage relativ klein? Wieviel kWp?

  • Kann die Anlage nicht herausfinden, auf welcher Phase jetzt gerade Strom benötigt wird, und den auch auf dieser Phase abgeben?

    Naja, wenn der Speicher/WR halt auf L1 angeschlossen ist, dann kann er nicht in L2 oder 3 einspeisen. Und wenn ein Verbraucher auf L3 haengt, kann er nicht von L1 beziehen. Das ist dir schon klar?


    Gut fuer uns: Stromzaehler arbeiten phasensaldierend, d.h. wenn

    - deine PV auf L1 ist, 500 W erzeugt und 300 W einspeist (da 200 W direkt verbraucht werden)

    - auf L2 300 W verbraucht werden

    - auf L3 300 W verbraucht werden


    Und das ganze eine Stunde lang, dann hast du nur +300 Wh Bezug auf dem Zaehler und nicht +600 Wh Bezug und +300 Wh Einspeisung - was ja gut ist, denn Bezug ist teurer als Einspeiseverguetung. Du kannst den Strom dann zwar nicht physikalisch direkt verbrauchen, es laeuft aber bilanziell auf dasselbe hinaus. Wohingegen du von den 300 Wh, die du in den Akku geladen hast ja spaeter nicht wieder 300 Wh raus bekommst. Besser waere es also in dieser Situation einzuspeisen statt den Akku zu laden. Dazu muss der Speicher aber am Netzverknuepfungspunkt einen Stromzaehler abfragen koennen, wie die Fluesse sind.

  • und wieder bricht eine Welt zusammen, weil ein treuer Speicherkäufer erkennen muß, daß er nicht einmal seinen eigenen Strom aus dem Speicher verbrauchen kann, vom finanziellen ganz zu schweigen ... :idea:

  • und wieder bricht eine Welt zusammen, weil ein treuer Speicherkäufer erkennen muß, daß er nicht einmal seinen eigenen Strom aus dem Speicher verbrauchen kann, vom finanziellen ganz zu schweigen ... :idea:

    Ist mir schon vorher klar gewesen, das die Rentabilität sich eher verringert. Aber ich leiste halt auch meinen kleinen Beitrag dazu, das Netz zu stabilisieren und Verbrauch und Produktion in Einklang zu bringen.

  • einphasig stabilisierst du da nix.....

    ab jetzt - Hyundai Kona 64 kWh - 150 kW

    Statt Klimastreik - egal wann - PV montieren fürs Klima ! FridayForMounting FFM :mrgreen:

    Wer mich zitieren mag - bitte ausschließlich Vollzitate !

    Für 2022 sind die Auftragsbücher bis Oktober voll !

  • Naja - das sind Fliesenbordüren ja auch und werden trotzdem in rauhen Mengen völlig überteuert gekauft....


    Als Hobby ist ein Speicher doch besser als ein Aquarium.... und verbraucht ähnlich Energie.... :lol::lol::lol:

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