Balkonkraftwerk N-ergie Nürnberg Zählerwechsel

  • Hallo,


    ich plane die Anschaffung eines PV-Panels mit 300-325 Wp.


    Ich habe aktuell noch einen Ferraris-Zähler ohne Rücklaufsperre - D.h. bei voller Sonne könnte es mal vorkommen, dass der Zähler sich geringfügig rückwärts drehen könnte - Auch wenn das durch diverse Dauer-Verbraucher vermutlich nur zu Spitzenzeiten mal vorkommen sollte, wenn keiner zu Hause ist.


    Ich habe nun im Internet recherchiert und rausbekommen, dass bei meinem Energieversorger (N-ergie Nürnberg) bzw. bei meinem Netzbetreiber (Main-Donau) der Zählerwechsel wohl 90€ kostet. Ich habe im Internet gelesen, dass es Energieversorger/Netzbetreiber gibt, die bei Anlagen um die 300 Watt keinen Zählerwechsel durchführen oder wo der Zählerwechsel kostenlos ist.


    Meinen Energieversorger möchte ich sowieso wechseln. Mein Netzbetreiber ändert sich dadurch vermutlich nicht? Oder doch? Hat jemand Erfahrung mit Main-Donau, ob hier bei einer 300-325 Wp Anlage der Zählerwechsel evtl. entfällt? Was könnte ich ansonsten tun, um legal zu sein, aber nicht noch 90€ für einen Zählerwechsel zu zahlen?


    Ich hoffe, es kann jemand etwas dazu sagen.


    Grüße Daniel

  • Hallo,


    Energieversorgungsunternehmen (EVU),

    Versorgungsnetzbetreiber (VNB),

    Messstellenbetreiber (MSB)


    Sind drei unterschiedliche Rollen, wobei manchmal mehrere in einem Unternehmen zusammenfallen. Wenn du keinen wettbewerblichen MSB waehlst ist meist der VNB der grundzustaendige MSB. Als solcher ist er fuer den Messstellenbetrieb verantwortlich.


    (2) Der Messstellenbetrieb umfasst folgende Aufgaben:

    1. Einbau, Betrieb und Wartung der Messstelle und ihrer Messeinrichtungen und Messsysteme sowie Gewährleistung einer mess- und eichrechtskonformen Messung entnommener, verbrauchter und eingespeister Energie [...]


    Du wirst idR. 20€/Jahr fuer die Messstellenbetrieb bezahlen, das ist die gesetzliche Preisobergrenze (s. § 32 MsbG). Die gilt auch inkl. Einbau. Wenn er also darueberhinaus eine Rechnung stellen will, sodass der Wert die 20 € im Jahr ueberschreitet, musst du das nicht bezahlen.

    Knackpunkt ist, dass du den Wechsel nicht auf eigenen Wunsch beauftragen darfst. Du teilst ihm nur mit, dass der Zaehler getauscht werden soll, dann ist er Informiert und fuer die Messung ist er ja verantwortlich. Wenn er sich weigert einen passenden Zaehler einzubauen, geht das auf seine Kappe.



    Das ist natuerlich keine Rechtsberatung, sondern nur mein laienhaftes Verstaendnis der Rechtslage ;)

  • Hallo qwerty,


    das ist schon mal ein guter Hinweis mit den 20€/Jahr und das man es eben nicht auf eigenen Wunsch beauftragen darf. Danke dafür! Deshalb schreiben die das vermutlich gleich mit in Ihr Formular "Anmeldung einer Steckerfertige Erzeugungsanlage bis 600 Watt Modulleistung" und da ist das Häkchen bei beim Zählerwechsel mit den 90€ auch schon gesetzt und so umgehen sie das Ganze. Sollte ich dann einfach ein freies Meldeformular verwenden oder einfach die Passage mit einem Kommentar streichen?


    Grüße Daniel

  • das Anmelden einer 300W Eigenverbrauchs Anlage macht keinen Sinn.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Hallo machtnix,


    über den Sinn, dass man so eine kleine Anlage anmelden muss, brauchen wir nicht sprechen. Ich halte das auch für überflüssig, aber es gibt nun mal Vorschriften. Ob man sich an diese hält ist eine andere Sache - Muss dann halt notfalls mit den Konsequenzen rechnen. Das muss dann auch jeder selber für sich entscheiden - Und auch ich muss die Entscheidung dann für mich treffen, wenn es soweit ist. Deshalb will ich mich jetzt dazu nochmal informieren.


    Grüße Daniel

  • anmeldefrei wären mobile Anlagen. Da macht man dann unter das Montagegestell 4 Räder....

    und steckbar natürlich ;)

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • anmeldefrei wären mobile Anlagen.

    Das betriff das MaStR.


    Ich habe gewartet, bis die von sich aus den Zähler gewechselt haben, das war (inklusive Adapterplatte) kostenlos ;) Auf eigenen Wunsch muß man es wohl selbst bezahlen.

    BTW: die Main-Donau-Netz heißt derzeit (im Prinzip wieder, wiel die früher schon unter N-Ergie firmiert haben) N-Ergie Netz. Scheint denen Spßa zu machen regelmäßig den Namen zu wechseln. Aber es kamen schon immer Leute mit "N-Ergie" am Auto bzw. zum Zählerwechsel und für die "eigentliche Arbeit" (Kabel verlegen, Anschlüsse, ...) Subunternehmer.

  • Also für meine PV-Anlage bei N-Ergie-Netz als VNB (früher Main-Donau-Netz Gmbh) zahle ich keine mtl. Gebühr für meinen 2-RZ. Nur die einmalige Gebühr für Zählerwechsel war zu bezahlen.


    Eine Grundgebühr bei meinem EVU zahle ich natürlich. Davon ist sicherlich ein Teil den mein EVU an meinem VNB als grundzuständigen MSB abführt.


    Für die Abrechnung meine Einspeisung nimmt die N-Ergie-Netz ca, 15 € im Jahr. Das ist es mir wert wenn ich keine Rechnungen zu schreiben brauche. Mit einer Balkonanlage verzichtet man üblicherweise auf die Einspeisevegütung damit fällt der Posten nicht an.


    Was das iMS mtl. hier mal kosten wird steht in den Sternen.


    P.S.: Auch bei einer Balkonanlage würde ich niemals 300Wp bauen sondern die 600Wp ausnutzen. ;)

    Grüße
    Didi


    2015: 1052 kWh/kWp; 2016: 1036 kWh/kWp; 2017: 1102 kWh/kWp; 2018: 1162 kWh/kWp; 2019: 1137 kWh/kWp; 2020: 1106 kWh/kWp; 2021: 1035 kWh/kWp

    "Handle so, wie du auch von anderen behandelt werden willst" (frei nach Kant)

    Steuern und Finanzamt (Dank an pflanze :))