14,88kWp mit Solaredge für Süd+Nordausrichtung

  • Guten Abend zusammen,


    nach einigem hin und her bewegt sich meine Anlagenplanung jetzt in die finale Phase. Viele Ideen und Anregungen habe ich mir hier schon angelesen und in die Planung einfließen lassen. Jetzt möchte ich gerne sicher gehen nicht doch etwas übersehen zu haben was sich später teuer bezahlt macht.


    Daher hoffe ich auf hilfreiche Kommentare und Anmerkungen eurerseits.


    Rahmenbedingung:

    Haus in 3096x, Verbrauch ~4200kWh

    Dachausrichtung: SSO, 25° Abweichung von Süden

    Neigung Hauptdach: 38°

    Neigung Gaube: 17°

    daraus ergeben sich folgende Ertrag laut PVGIS:

    Dach Süd: 1023 kWh/kWp

    Gaube Süd: 980 kWh/kWp

    Gaube Nord: 720 kWh/kWp

    Dach Nord: 550 kWh/kWp


    Belegung:

    24 Module auf die Dachfläche rechts und links der Gaube

    12 Module auf Gaube Süd

    12 Module auf Gaube Nord (Abendsonne)

    keine Belegung der Nordseite aus optischen und ertragstechnischen Gründen.

    keine Belegung unter der Gaube aus optischen Gründen


    Module:

    Jam60s12-310

    Bietet mein bevorzugter Solateur gerade für nen guten Kurs an, außerdem würde ich mit 310er Modulen unter 15kWp bleiben was sich ja mit dem EEG2021 als nützlich erweisen könnte.


    Wechselrichter:

    Solaredge SE12.5k plus die entsprechenden Optimierer.

    Neben der Einzelmodulauswertung und der Schattenoptimierung ist mein Hauptbeweggrund für SE tatsächlich ein Heizungsrohr. Zwischen Dachboden und Anschlusskeller laufen zwei Rohre die vor 20 Jahren für Solarthermie eingebaut wurden; Innendurchmesser ~12mm mit einem deutlichen Knick innerhalb einer Wand. Hier kann ich mir vorstellen, dass je ein 6mm² Kabel durchgeführt werden kann. Bei mehreren denke ich, dass es schwierig wird. Bei SE könnte ich, wenn ich das richtig verstanden habe, alle Module zu einem 48er "String" zusammenfassen und diese Rohre daher nutzen.


    Fragen:

    - Funktioniert die 48er Verschaltung und die "Überbelegung" des WR wie geplant?

    - Jetzt oder nächstes Jahr? 2020 bringt höhere Einspeisevergütung kostet aber EEG auf Eigenverbrauch. 2021 spart vermutlich den Erzeugungszähler kostet aber Einspeisevergütung und wer weiß was die sich noch so ausdenken.
    - Was habe ich übersehen?


    Viele Grüße

    Christoph

  • Das 29er eher weglassen. 24 DO verwenden nur mit SE sollte passen. Der SE Designer verrät es dir.

    Wie stark ist der Knick?


    310 sind Altsilizium. 350 anpeilen! 15 interessiert nicht wenn 16,7 drin sind!

  • 24 DO verwenden nur mit SE sollte passen.

    Doppeloptimierer geht nur mit Se16k und aufwärts..... Aber bei "Vermeidung von Altsilizium" (310 Wp) :mrgreen:

    und Einsatz von "fast schon Standard 350 Wp" passt der SE16k (oder auch gleich SE17k, der müsste etwas günstiger sein) auch besser;)

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Danke für die Anmerkungen. Jetzt sind wieder einige Fragen offen :/^^


    Ja, die 310er sind Auslaufmodelle aber dafür so schön günstig. Ich muss aber gestehen, dass die Mehrkosten für 345er mit überschlägig 2000€ von 2500€ Mehrvergütung durchaus ausgeglichen werden können. Hier muss ich nochmal genauer suchen, was sich hier in full black finden lässt (das hätte ich auf dem schwarzen Dach nämlich gerne). Vorschläge?


    Ein SE16 mit Doppeloptimierern klingt nach nem super Schritt um an den teuren Optimieren noch gut was zu sparen. Wenn ich die Dinger richtig verstehe schalten die dann aber immer zwei zusammen, sodass die Optimierung und Auswertung dann nur paarweise möglich ist.

    Außerdem stolpere ich gerade über die "maximale Leistung pro Strang" die SE mit 11,25kW angibt. Bezieht sich das auf die tatsächliche Leistung oder die Installierte? Das würde SE nicht mehr so ganz als das Allheilmittel für meine Rohr-Thema erscheinen lassen.


    Das Rohr knickt irgendwo in der Wand neben dem Kaminschacht von horizontal auf vertikal, also 90°. Wie genau der Knick aussieht weiß ich leider nicht.

  • "maximale Leistung pro Strang" die SE mit 11,25kW

    Gilt nur für die Einzeloptimierer. Doppel- und Vierfachoptimierer erlauben etwas mehr.


    4.96 kWp, 16x AmeriSolar AS-6M30 310Wp mono, Ausrichtung O/W 12.5°

    14.22 kWp, 46x AmeriSolar AS-6M30 310Wp mono black, Ausrichtung S 14°

    SolarEdge SE17K

    Alpha ESS Smile B3 Speicher + 2 Module

    Dimplex SI 14TU Sole-Wärmepumpe, Dimplex ZL 400 VF (zentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung)

  • Ich habe jetzt mal den SE Designer bemüht, der sollte es ja wissen was man so darf.

    Das Ergebnis macht mich nicht so richtig glücklich, zeigt aber immerhin eine Lösung auf:

    - Die stärkeren Module bekomme ich nicht in einem Strang aufs Dach (schon bei 340Watt lässt er nur 42Module zu)

    - Bei den 310er Modulen kann ich bis zu 47 kombinieren. Das 48. darf nicht mehr dazu

    - Selbst den SE15k lässt er mich mit 47*310 kWp (P650) kombinieren


    Meine Idee wäre jetzt doch das Altsilizium zu nehmen und das von pflanze schon totgesagt 29er einfach als Deko aufs Dach zu bringen. (Gerade die Stelle ist für mich jeden Tag zu sehen, wenn da eins fehlt und dann ggf noch die Montageschiene durchgehend ist würde ich nicht glücklich werden).

    Das ganze dann mit 24 Stück P650 kombinieren (wobei einer nur ein Modul hat) und an einen SE15 oder größer hängen. Viel größer macht aber vermutlich keinen Sinn, da er dann ziemlich überdimensioniert wäre was vermutlich auch nicht das beste für den Wirkungsgrad ist.

  • Wenn ich die Dinger richtig verstehe schalten die dann aber immer zwei zusammen, sodass die Optimierung und Auswertung dann nur paarweise möglich ist.

    Verabschiede dich langsam mal von dem Gedanken, dass die "Optimierer" irgendwas "optimieren".:rolleyes:

    Schatten bleibt Schatten, daran ändern auch die Optimierer nichts.


    Die Bezeichnung "Optimierer" erfolgt schlicht aus Marketing Gründen, tatsächlich sind das relativ simple DC-DC Wandler die das MPP-Tracking für das Modul (bzw Modulpaar bei Doppeloptimierern) machen so wie es bei Stringwechselrichtern der MPP-Tracker für den ganzen String macht.

    Der SolarEdge Wechselrichter enthält keinen MPP-Tracker sondern arbeitet mit der Festspannung die die "Optimierer" liefern.


    Auch wenn ein Se17k überdimensioniert wäre kann es trotzdem Sinn machen den zu nehmen denn der ist wie schon gesagt billiger als die kleineren Modelle :idea:


    Und da der SE Wechselrichter "nur noch" die Wandlung von 750 Volt DC auf 3*400 Volt AC macht ist auch der Wirkungsgradverlust nicht so dramatisch wie es bei einem überdimensionierten Stringwechselrichter der Fall wäre.


    Der Nachteil ist (neben dem höheren Preis) , daß man sich zusätzlich Elektronik direkt auf's Dach baut die bei Stringwechselrichtern geschützt im Gehäuse untergebracht ist, deshalb sollte man Solaredge nur dann einsetzen wenn es mit Stringwechselrichter nicht oder nur unverhältnismäßig teuer geht.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • - Selbst den SE15k lässt er mich mit 47*310 kWp (P650) kombinieren

    Stimmt, da habe ich mich tatsächlich im Datenblatt verguckt weil ich von Modulen mit höheren Leistungen ausgegangen bin.

    (Eben Altsilizium, das hat man nicht mehr auf der Pfanne 8))


    2*310 Wp geht auch mit Doppeloptimierern P650 noch am SE15k, für Module mit z. B 330 Wp wären P650 natürlich nicht mehr möglich.

    Trotzdem sollte man den Se17 k in Betracht ziehen weil er wie gesagt i. d. R günstiger ist alsdie kleineren Modelle.


    Edit :


    ZITAT

    "Außerdem stolpere ich gerade über die "maximale Leistung pro Strang" die SE mit 11,25kW angibt. Bezieht sich das auf die tatsächliche Leistung oder die Installierte?"


    Das bezieht sich auf die maximale Leistung im String , die" installierte Leistung" erreicht man ja nicht wenn Module z. B auf der Nordseite (und hier auch noch im Schatten eines Schornsteins den es in der Simulation mit dem SE Designer garnicht gibt 8)) oder mit gänzlich unterschiedlichen Ausrichtungen (Beispiel flaches Walmdach mit Süd/Ost/Nord/ West belegt) installiert sind und nie gleichzeitig ihre Nennleistung erreichen.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Schienen müssen nicht durchgezogen werden. Blindmodul auf Nord in Schatten legen finde ich geradezu absurd.

  • smoker59: Danke für deinen Einwand zum Schornstein. Nachdem ich das Haus in PVsol schon einmal simuliert hatte, war meine Motivation/Genauigkeit im SE Designer etwas vermindert. Mit der Ausarbeitung des Schornsteins und der genauen Einstellung der Dachneigung darf ich jetzt alle 48Module mit 13,4x kW zusammenfassen :danke:


    pflanze : Der Ingenieur in mir stimmt dir vollständig zu! Der Ästhet möchte aber gerne auch eine nett Optik und dann lege ich doch lieber ein Blindmodul auf Nord in den Schatten als auf Süd in die Sonne. - Ist aber jetzt gar nicht nötig.


    Bei den "Optimierern" habe ich unreflektiert den SE Ton übernommen. Weniger Technik und Kosten auf dem Dach wären mir auch lieb aber ich sehe wenig Chancen die Anlage in der Größe sonst in einem Strang auszulegen. Die Alternativen wären sont Module vom Dach zu nehmen oder die Verkabelung außen zu führen was neue Baustellen öffnen würde (Bohrung in weiße Wanne, Hochwassergebiet)