Erste Umsatzsteuervoranmeldung PV

  • Liebes Forum,


    ich habe mir einige Beiträge zu oben genanntem Thema angeschaut, bevor ich ein neues Thema aufgemacht habe - aber so ganz wird mein Fall nicht wirklich getroffen, weshalb ich sicherheitshalber nochmal nachfragen möchte, da hier wirklich tolle und hochwertige Tipps gegeben werden.

    Wir haben Ende letzten Jahres ein Einfamilienhaus erworben, welches 2014 gebaut und mit einer PV-Anlage bestückt worden ist.

    Nun haben wir Post vom Finanzamt bekommen, welches für die Monate Januar bis nun die Umsatzsteuervoranmeldung für die PV-Anlage möchte.

    Ich habe mich etwas eingelesen, leider betreffen die meisten Guides bzw- Themen dazu Neuerrichtungen. Insoweit erhalten wir Monatl. per Vertrag eine Zahlung von 158 Euro pauschal und am Ende des Jahres gibt es dann eine konkrete Verrechnung (diese steht ja noch aus). Nun zu meiner Frage:

    Da es insoweit keine weiteren Kosten wie Einbau, Wartung etc. gibt, sind die relevanten Posten für mich nur die Zeile 26 (bzw. ab Juli 28 wegen der Steuersenkung) und damit der pauschale Betrag abzüglich Umsatzsteuer, welchen wir vom Stromanbieter bekommen. Nun kann bzw. muss man hier ggf. zugekauften Strom verrechnen, insoweit ich die Guides richtig verstehe - hier stellt sich meine Frage, wie - vorausgesetzt ich habe das richtig verstanden - diese Rechnung genau zu erfolgen hat?


    Ahja: Habe ich noch einen wichtigen Posten übersehen?:)

    Ich danke euch schon jetzt für eure hilfreichen Beiträge an einen absoluten Neuling :) :danke:

    Liebe Grüße

  • Hmmm,... Du hast bei der Anmeldung des Unternehmens wohl zur Regelbesteuerung optiert und das entspr. dem VNB mitgeteilt. Falls du nicht eh schon vorher aus anderen Gründen selbst. Unternehmer unter Regelbesteuerung warst (der Status klebt am Unternehmer), war das ev. nicht so geschickt, da du dann eben die ersten 2 Jahre monatlich UStVAs (bis zum 10. des Folgemonats) abgeben und die vom VNB erhaltene USt abführen musst, genauso die USt auf die unentgeltliche Wertabgabe (d. h. Eigenverbrauch, nicht zugekaufter Strom!).


    Bei ner Neugründung macht man das die ersten 5 Jahre, da man dann die bei der Anschaffung bezahlte MWSt als Vorsteuer vom FA voll erstattet bekommt.


    Ne gebrauchte Anlage ist aber normalerweise ne sog. Geschäftsveräußerung im Ganzen die nicht steuerbar ist, da fällt also keine MWSt an. Da optiert man dann besser zur Kleinunternehmerregelung (KUR) und muss nur einmal im Jahr die gesammten Umsätze angeben, damit das FA sieht, dass man unter der Grenze liegt wo man das darf. Der VNB überweist die EEG-Vergütung dann netto ohne USt... Das muss man ihm dann mitteilen. Entsprechend wechseln kann man aber nur Kalenderjährlich... Dieses Jahr musst du also wohl noch in den sauren Apfel beißen.


    Du hast ja schon gesehen wo du die USt deklarieren musst, darauf addierst du die Umsatzsteuer auf den selbst verbrauchten Strom. Dieser wird mit dem Netto-Einkaufspreis deines momentanen Versorgers plus der auf den Gesamtverbrauch umgelegten Grundgebühr bewertet. Monatlich kannst du das grob schätzen und für die DezemberVA zieht man das dann nach der Jahresendablesung glatt, womit du es ja exakt berechnen kannst.


    Nächstes Jahr muss du dann noch ne entspr. Jahreserklärungen für USt aber auch ESt (Anlage G & EUeR) abgeben. In letzterer tauchen diese USt-Geldflüsse dann nochmal als Ein- und Ausgaben auf (und heben sich daher praktisch weg), zusätzlich zu den EEG-Einnahmen und der Abschreibung der Anlage (über die restlichen 14Jahre), wofür du hoffentlich eine separate Rechnung hast (ev. reicht auch die ursprüngliche Rechnung des Errichters, falls beim Hauskauf nicht separat ausgewiesen?).

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