Neuplanung: 10 kWp-Anlage für Süd-Ost-Dach

  • So, ich hatte ja neulich schon einen Thread zu einer 600 Wp-Anlage ... diese liegt nun auch schon in der Garage und wird am Samstag montiert - so richtig lässt mich das Thema aber doch nicht ganz los.


    Ich habe etwas recherchiert und PV Sol gequält ... vor allem Dank E-Auto wäre eine "große" Anlage ja durchaus eine Überlegung wert. Bisher habe ich die Kosten gescheut, da wir auch noch genug andere Projekte haben, aber mit einem günstigen Kredit wäre so eine 10 kWp-Anlage ja durchaus ohne wesentliche monatliche Mehrbelastung nach ca. 10 Jahren abgezahlt, sollte also keine große Einschränkung für andere Projekte darstellen.


    Nun heißt es ja immer "Dach voll machen", also habe ich mal ein bisschen gespielt:


    Unser Haus, welches in 04552 Borna steht, hat ein Satteldach - die Dachhälften sind nach Süd-Ost (130°) und Nord-West (310°) ausgerichtet und haben einen Neigung von 45 °- zudem gibt es noch eine Doppelgarage mit ca. 5 ° geneigtem Flachdach mit Süd-West Ausrichtung, welches vormittags aber vom Haus beschattet wird und kurz vor Sonnenuntergang dann auch etwas Schatten von zwei Bäumen abbekommt. Da wird nun die 600 Wp-Anlage mit 13°-Aufständerung installiert, weil ich mich bei dieser scheute aufs Hausdach zu gehen - wahrscheinlich ein Fehler, sollte aber letztendlich kaum ins Gewicht fallen.


    Ich habe mal einen Belegungsplan angehängt - in der oberen linken Ecke sind eine Dachluke, ein Schornstein, einige Tritte für den Schornsteinfeger, eine Sattelitenschüssel und eine Entlüftung, die auch versetzt werden könnte - alles sehr kompat beisammen. Die Dachseite ist ca. 11,6 m x 6,5 m groß.


    Auf die Süd-Ost Seite des Hausdaches sollte ich 27 Module bekommen - bei 340 Wp Modulen ergibt dies zusammen mit den zwei 355 Wp Modulen am APSystems YC600 auf dem Garagendach 9890 Wp - alternativ nur 26 355 Wp Module (9940 Wp) - sieht dann aber doof aus.


    Ohne mich jetzt besonders tief mit den verschiedenen Wechselrichtern beschäftigt zu haben, hatte ich jetzt erstmal an einen Fronius 8.2-3-M in Verbindung mit einem Eltako S0-Stromzähler gedacht um die dynamische Abregelung auf 70 % zu realisieren.


    Die Kabel würden über den Dachboden durch die Holzdecke in eine Trockenbauwand gehen und durch diese direkt senkrecht in den HWR. Dazu muss diese Wand leider wieder geöffnet und die Dampfsperre durchdrungen werden - wie bekommt man das da nun mit dem Brandschutz, bzw. der Abschaltung im Brandfall hin?


    Fragen dazu:


    - sind meine Überlegungen und die derzeitige Planung grundsätzlich sinnvoll oder verrenne ich mich da an irgendeiner Stelle völlig?

    - wie gehe ich mit zeitweiliger, teilweiser Verschattung durch Sattelitenschüssel und Schornstein um?

    - würdet Ihr von der Installation der 600 Wp-Anlage abraten, das Zeug verkaufen und stattdessen nur die Große Anlage, dafür aber mit 27 370 Wp Modulen realisieren? (9990 Wp) - Wie gesagt ist das Material bereits vorhanden und so hätte ich wenigstens erstmal was, bis die Große spruchreif ist

    - mit dynamischer Abregelung des großen WR sollte es ja eigentlich dann ja auch nicht stören, dass der YC600 nicht regelbar ist?

    - Nimmt die Anlage durch die Abschaltung per DC-Trennschalter Schaden? Falls nicht könnte ich diesen auslösen, sobald der erste Rauchmelder anschlägt - wenn man diese Abschaltung dann noch doppelt ausführt und vielleicht noch eine Statusrückmeldung einbaut, sollte man dann davon ausgehen können, dass sobald überhaupt genug Hitze entsteht um die Abschalteinrichtung zu zerstören das ganze schon lange abgeschaltet ist - wäre das ausreichend und sinnvoll?

    - sollte man sich einen Solarteur suchen und alles aus einer Hand nehmen, oder wäre es durchaus realistisch machbar, die Module und den WR selbst zu kaufen und dann einen Dachdecker mit der Montage und einen Elektriker mit dem Anschluss zu beauftragen? Letzteres wäre vermutlich wesentlich günstiger.

    - Ist der Fronius gut, oder sollte man auf was anderes setzen?

    - Wie läuft das mit dem ganzen Papierkram und dem Finanzamt? Versteuerung? Gewinnerzielungsabsicht vs. Liebhaberei? Kleinunternehmerregelung? Ich habe versucht mich etwas reinzulesen, aber mir qualmt nur noch der Kopf - warum muss das denn alles so unglaublich kompliziert gestrickt sein? Das schreckt echt extrem ab!

    - wie würdet Ihr bei unseren Bedingungen eine Solaranlage realisieren?


    Vielen Dank für eure Unterstützung!


    MfG Markus

  • Danke, sehr viel interessantes zu lesen ... aber dennoch soooo viel zu berücksichtigen.... da werde ich wohl versuchen einen vernünftigen Solarteur zu finden, ehe das in Eigenregie schief läuft.


    Ich hab mir auch das Dach gerade nochmal angeschaut ... von den großen würden da tatsächlich 33 Stück drauf passen, aber die Auswahl ist da ja extrem eingeschränkt.


    Ich hätte einen Händler hier, der die 420 W Module von Q.Cells (Q.Peak Duo L-G8.3) für 168 € pro Stück anbietet, aber ansonsten sieht es ja echt dünn aus. Und bei anderen Händlern kosten die auch gleich mal über 200 €.


    Die 370 W Module von Solar Fabrik (Mono S3 - Halfcut) wären z.B. 7,5 % billiger pro kWp und haben sogar länger Garantie.


    Welche Module wären denn überhaupt zur Zeit besonders empfehlenswert? Oft ließt man von LG, aber die sind im Vergleich schon heftig teuer.

  • Die Kabel würden über den Dachboden durch die Holzdecke

    Kabel in dünnem Alurohr neben dem Regenrohr runter führen, das sieht man nicht, dann Kernborhung direkt in den Keller.


    einen Elektriker mit dem Anschluss zu beauftragen?

    wenn du den findest kein Problem, aber erst suchen, ist oft aussichtslos

    ft ließt man von LG,

    Lg ist den Merhpreis eher nicth Wert, QCells und viele weitere taugen auch gut


    Fraglich ob es lohnt die 600wp Anlage da mit einzubinden, zumindest muss die mit vom leektriker angemeldet werden.

    Bei 10kwp dürfte die ohne Regelung mitlaufen können, da die 600wp im Fehler der Regelung fast verschwinden, dann wird halt die andere ANlage stärker als 70% abgeregelt, muss dann halt dort die Gesamtleistung der Gesamtanlage eingeben.


    Am sinnvollsten ist sicher eine ANlage für alle drei Dächer.


    10kwp Grenze ist wohl zum Jahreswechsel Makulatur.

  • Fast 13,9 kWp, sehr schön!

  • - würdet Ihr von der Installation der 600 Wp-Anlage abraten, das Zeug verkaufen und stattdessen nur die Große Anlage, dafür aber mit 27 370 Wp Modulen realisieren? (9990 Wp)

    Prinzipell ja kommt natürlich darauf an wieviel Lehrgeld du dafür zahlen musst.

  • - sollte man sich einen Solarteur suchen und alles aus einer Hand nehmen, oder wäre es durchaus realistisch machbar, die Module und den WR selbst zu kaufen und dann einen Dachdecker mit der Montage und einen Elektriker mit dem Anschluss zu beauftragen? Letzteres wäre vermutlich wesentlich günstiger.

    Also, wenn du dir nicht zutraust die Module selbst zu montieren, würde ich dir davon abraten. Die Ersparniss ist dann nur sehr gering. Bei Selbstmontage der DC Seite wäre es zu überlegen. kwp<500 bei mir.

    Aber technisches Wissen und handwerkliches Geschick vorrausgesetzt.(Auch an die Sicherheit denken);)