FI fliegt nachts raus, beim Starten enorme Lastspitzen

  • Hallo,

    kurze Vorrede zur Einordnung

    meine PV-Anlage ist nach einer unendlichen Odysee Mittwoch endgültig ans Netz gegangen, nachdem sie Ende Juni schon installiert wurde.

    (59 Module à355W, also 20,9kWp, Ost/West-Ausrichtung, 2 SMA WR a 10kW)

    Zwischenzeitlich habe ich mich im ausgiebigen Probebetrieb davon überzeugen können, dass sie

    a) prinzipiell läuft

    b) beide WR haben je zwei Strings, einer davon lieferte nie Leistung. Da lag also was im Argen.


    Bei insgesamt drei ziemlich ganztägigen Besuchen des Elektrikers stellte sich zahlloser Mist bei der Verstringung heraus, der jetzt (hoffentlich) behoben ist. Jetzt Ost an einem WR, West am anderen.

    Beim letzten Besuch gestern wurde dann noch ein SMA Home Manager installiert, daran hängt wenn ich's recht verstanden habe ein WR als Master und der andere als Slave. Und der VNB hat die Zähler gewechselt.


    Sah soweit ganz gut aus - aber kaum war es finster abends, flog der FI raus und ließ sich auch nicht mehr anschalten, ohne beide WR vorher auszumachen. Anschalten ging nicht mehr - ein WR ging, beim zweiten flog der FI wieder raus.

    Heute morgen ließen sie sich dann wieder anschalten und liefen ganz normal. Ob ein Peak von knapp 3kW bei durchweg dicht bedecktem Himmel gut oder schlecht ist, kann ich nicht beurteilen.

    Jedenfalls, kaum wird es dunkel, ist heute abend der FI wieder rausgeflogen, selbes Bild wie gestern.


    Der Elektriker ist, zumindest fernmündlich ratlos.

    Die andere Merkwürdigkeit ist, dass beide WR beim Starten ENORME Lastspitzen aufzeichnen. Wohlgemerkt: WR ist ausgestellt, dann mache ich die WR-Sicherungen an, dann schalte ich die WR an. Trotzdem zeichnen sie dabei Lastspitzen (wohlgemerkt Netzbezug, nicht Erzeugung) von bis zu 1200 kW (!!!) auf. Mir ist klar, dass (hoffentlich!!) keine 1200kW anlagen, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass so etwas bei korrektem Anschluß passieren kann. Und da beide WR enorme Lastspitzen loggen, kann es auch kaum ein Gerätefehler sein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass da alles mit rechten Dingen zugeht - kommt das Problem jemandem bekannt vor und vor allem hat vielleicht jemand sachdienliche Hinweise?


    Ich habe den Screenshot von gestern angehängt, weil es gar so unglaublich klingt. Der FI ist mit 63A abgesichert.

  • Dem FI ist die Sicherung egal und bei 63A sind es hofentlich NYM 5x10. Eine 32A Sicherung würde auch schon reichen. Es sind nur 20kw"peak" also max 30A.

    Je nach Länge und Verlege Art, darf man 5x10 auch nur mit 50A absichern.


    Dir haut der Strom wohl irgendwo ab, wenn der FI zickt. Vielleicht ist irgendwo der Nulleiter beschädigt und der dümmpelt an was geerdetem. Oder ein WR hat nen Schaden vom String Gepfusche davon getragen. Sonst hängt nix mit dran?

    Kabel auf Schäden, sauberen kontakt und überhaupt sinnvolle sowie richtige Verdrahtung prüfen.

    Fotos von der Verdrahtung, "vielleicht!" kann geholfen werden.


    Notiz an mich selbst: "Mir scheint manch Elektriker hat Brötchenbäcker studiert...."

  • ähm - das ist doch ein eigener FI-Schalter für die WRs? Das einzige was da noch dranhängt ist eine Doppelsteckdose, die er montiert hat damit ich einen Devolo (zwecks LAN-Anbindung) dranhängen kann.

    Als ich den verbauten schrack bcf0 63/4/003 grade bei Schrack gegoogelt hat, tauchte er übrigens nicht auf, wenn ich Filter auf 'allstromsensitiv' setzte. Er ist als Typ kurzzeitverzögert und pulsstromsensitiv beschrieben.


    Also der Elektriker ist Solateur, der sollte eigentlich schon Ahnung haben.

  • Achtung, Nicht-Elektriker hier:


    SMA sagt hier in der Betriebsanleitung Sunny Tripower 8.0/10.0:


    Denke aber, dass 2*30mA immer noch über 30mA sind...