Mein bisheriges PV-Fazit

  • Hallo zusammen,


    ich interessiere mich seit ca. 3 Monaten für eine PV Anlage. Als absoluter Neuling in diesem Thema, bin ich die Sache natürlich völlig unbedarft angegangen. Kontaktiert wurden bisher sechs Firmen in meiner näheren Umgebung (Niederrhein um Wesel). Parallel dazu versuche ich natürlich auch selbst so viele Infos wie möglich zu sammeln. Die beste Quelle ist für mich dieses Forum! Trotzdem muss ich nach den drei Monaten für mich als persönliches Fazit festhalten, dass ich der Branche bisher ein absolut vernichtendes Urteil ausstellen würde.


    Zu meinen sechs Anfragen:

    Zwei der Solarteure würden die Module nach deren Belegungsplan bis ca. 30cm zur Nachbargrenze legen. Auf Nachfrage ob es lt. BauONRW so korrekt ist?: In der BauONRW gibt es diesbezüglich keine Vorschriften!

    Einer würde Glas/Folien-Module bis ca. 50cm zur Nachbargrenze legen. Antwort: Das ist so korrekt und außerdem interessiert das eh niemanden!

    Die drei weiteren Solarteure: Tolle Homepage mit dem Aufruf das potenzielle Kunden doch bitte anrufen sollten.

    Das habe ich natürlich an mehreren Tagen und zu unterschiedlichen Zeiten auch versucht, abgenommen hat bei allen Dreien niemand.

    Auch mein AB-Geplapper und schriftlich per Mail brachte bis heute keinen Erfolg.

    Da ich selber ebenfalls Dienstleister bin, zählen Aussagen wie "volle Bücher und viel zu tun" für mich nicht. Ein Einzeiler mit dem Inhalt das man zur Zeit kein Auftrag annehmen kann, tut keinem weh, niemand ist genervt und erzeugt vor allem keinen Unmut.


    Schlussendlich überlege ich natürlich nun, ob ich mein Vorhaben erstmal beiseite lege. Vermutlich wird dann in Zukunft eine Vergütung wohl kaum noch vorhanden sein. Da mir der Eigenverbrauch aber am wichtigsten ist, hoffe ich das die Speichertechnik dann aber günstiger und auch fortschrittlicher sein wird. Die zweite Option wäre alles selber zu koordinieren und die Gewerke zu vergeben Das traue ich mir momentan mangels Background aber noch nicht zu.


    Genug der Jammerei. Vielleicht habe ich ja einfach nur Pech bei meiner Auswahl gehabt. Jedenfalls glaube und hoffe ich, dass es auch Firmen gibt die einen tollen Job machen!


    Einen schönen Abend noch!

  • dieses Jahr wird das sowieso nix mehr.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Ja - leg das mal besser bei Seite.....

    ab jetzt - Hyundai Kona 64 kWh - 150 kW

    Statt Klimastreik - egal wann - PV montieren fürs Klima ! FridayForMounting FFM :mrgreen:

    Wer mich zitieren mag - bitte ausschließlich Vollzitate !

    Für 2022 sind die Auftragsbücher bis Oktober voll !

  • Hallo,

    a) als reiner PV Einspeiser rechent sich das m.E. heute nicht bzw sehr schwer:(.


    b) Überschußeinspeisung mit Eigenverbrauch (ohne Speicher) kann sich je nach Lebensweise/-Situation rechnen.

    dies Beispiel ist meine Situation (seit 12/2013):

    - Strombedarf meines Hauses je Jahr 4000..4200 kWh (2 Personen, Rentner u Freiberufern Büro im eigen Wohnhaus dabei)

    - Bau PV -Anlagen 4,84 kWp in 2013 (Ziel Eigenverbrauch +10%) erzeugen 4500 --4900 kWh
    (Ausrichtung 2,4 kWp Südwest (Haus), 2,4 kWp Südost (Garage)

    - Durchscnittliche Eigenverbrauch (ohne Speicher) 33 % bis 36% (= ca 1700kWh) der meiner PV-Produktion in kWh je Jahr

    - Durchschnittlicher Ertrags seit 12/2013 je kWh =20,3 ct. (=Summe aus gespartem Einkauf (31,3 ct/kWh) und Eingespeisung (14,27 ct/kWh))


    c) zusätzlich Speicheranschaffung: rechnet sich m.E. heute nicht (nur in Spekulation auf zukünfig viel höhere Stromkosten.

    Ich habe bislang keinen Speicher, da sich bei mir folgendes ergeben würde:

    - maximal könnte ich 2500 kWh meiner Produktion mehr Verbrauchen (Einsparung 2500 x 31,3 ct/kWh = ca 780 Euro)

    - dafür könnte diese 2500 kwh weniger verkaufen (Verlust 2500 x 14,27 ct/kWh = Knapp 360 Euro Jahr)

    - ein Gesamteinsparung durch Speicher von 420 Euro/Jahr.

    Bei 7 Jahren Lebensdauer des Speichers und 8% Wartung- u Zinskosten dürfte der ca. 5 kWh Speicher maximal 2700 Euro Kosten. .. solche gibts noch nicht.X/


    viel Spaß beim weiter überlegen;)

    http://www.horst-dieter-buechner.de/

  • Chantal! Heul leise... :D:P


    Wenn dein Dach gut zugänglich ist, nicht zu hoch und selbst etwas geschick hast, kannst es auch selbst aufbauen.

    Fehlt dann eben der Elektriker zum abnehmen. Und da du wohl in NRW wohnst, könntest sogar einen hier aus dem Forum bemühen.

    Planung nach pflanze Leitfaden und den Speicher erst einplanen, wenn >20kwp gehen, Geld locker sitzt und Ersatzstrom eine wichtige Rolle spielt. Wirtschaftlich sind die Speicher noch zu teuer und im Winter ohne große PV leer.

    Preislich sind da die RCT Power mit DC Anbindung zu erwähnen. Ansonsten ohne Akku passenden SMA oder Huawai etc. auswählen(lassen).


    Ich habe gesprochen.

  • - dafür könnte diese 2500 kwh weniger verkaufen

    Wo ist der Wirkungsgrad? 3125 kWh würden nicht in den Verkauf gehen, meinetwegen abzüglich 1 Prozent aus weicher Ernte.


    Dächer und Belegungsideen vorstellen, Foto Zählerschrank.

  • eine Balkonanlage kann man auch selbst installieren und hat den geringsten bürokratischen Aufwand.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • ..zu PF "Wo ist der Wirkungsgrad?"


    ..den Wirkungsgrad der Speicher habe ich vernachlässigt, damit wird die wirtschaftlichsbetrachtung des Spiechern noch negativer..


    zu PF "3125 kWh würden nicht in den Verkauf gehen, meinetwegen abzüglich 1 Prozent aus weicher Ernte"


    .. da ich ledigich 2500 kWh (plus Speicherverluste) verbrauchen kann. wäre es ungeschickt den Überschuß zu speichen und nicht zu verkaufen...


    http://www.horst-dieter-buechn…sunnyreport14/archiv.html

  • reiner PV Einspeiser rechent sich das m.E. heute nicht bzw sehr schwer

    820kWh/kWh*a *20a * 0,08€/kWh = 1312€/kWp


    Ach ja und wie reden von einem O/W DN45 Volleinspeiser - auf nem Südpultdach sinds auch gern Mal 1600€.

    Ohne Eigenverbrauchsvorteile.


    Bei ner geschiss- äh standardisierten 10kWp und normalem Haushalt ohne WP können da locker nochmal ein Eigenvorteil von 6-10k€ dazukommen.

    Achtung Schattentheoretiker!