EEG Umlage sollte auf 9,6ct steigen?

  • Auf WDR 5 kam heute ein kurzer Beitrag dazu. Dort wurde argumentiert, dass der Bund die 11 Milliarden Euro aus Bundesmitteln zuschießt, da der Preis für Energie fürs heizen etc. steigt, da die CO2 Angabe kommt.


    Alles wollte man vor den Wahlen den Bürgern wohl nicht zumuten.

    Brav auf das Forum gehört - DAS DACH IST VOLL - Walmdach alle Seiten plus Carport mit 21,78 KWp an einem Solar Edge 17K und 69 P370 Optimierern


    Der zweimillionste Beitrag war meiner :saint::evil:

  • Warum schießt der Bund zu? Zuvor kassiert er mit der Stromsteuer und MWSt. ab. Da werden halt seine Einahmen kleiner. Wenn der Bund endlich die Subventionen der fossilen Energiewirtschaft stoppen würde, könnte man den Strompreis wirklich senken und den Strom so für WP-Heizungen und Elektromobilität besser verfügbar machen.

    Tesla P85+ seit 8/13 >452.000km gefahren. Seit 2/19 Smart ed cabrio aus 10/13. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Gesamt PV-Leistung 28,049kWp. Jetzt habe ich ein Jahr Zeit, wie ich weitere 1,95kWp (=6x325W) aufs Dach bekomme.

  • Warum schießt der Bund zu? Zuvor kassiert er mit der Stromsteuer und MWSt. ab. Da werden halt seine Einahmen kleiner. Wenn der Bund endlich die Subventionen der fossilen Energiewirtschaft stoppen würde, könnte man den Strompreis wirklich senken und den Strom so für WP-Heizungen und Elektromobilität besser verfügbar machen.

    Wenn der Bund die Subventionen zusammenstreicht - müssen diese Kosten auf die Energiepreise umgelegt werden.

    Sofern der Bund seine Mehreinnahmen nicht vollständig an die Verbraucher zurückgibt - treibt das die Preise selbstverständlich.


    Höhere Preise würden die EEs entlasten. Natürlich wird kein PV*ler seine zusätzlichen Gewinne freiwillig abgeben, wenn zum Beispiel der Strompreis von 30 auf 35 ct steigt und damit seine *Eigenverbrauchsvorteile/Renditen* zunimmt. Also wird es zu keiner vollständigen Ausgleich kommen.


    Im Moment fährt man die fossilen Kraftwerke vollständig auf Verschleiss. Anders lassen sich die Börsenpreise nicht erklären. Damit können keine Neuinvestitionen mehr gedeckt werden. Die fossile Erzeugung erledigt sich also von selbst und leistet dabei ihren Beitrag um Heute ein Ansteigen der Endkundenpreise zu begrenzen. Wenn der Effekt aufgebraucht ist - liegt es an der Kostenstruktur der EEs welche Preise sich einstellen werden.

  • Die Kostentreiber sind neben der Stromsteuer, Umlagen und der Konzessionsabgabe zur Zeit die Netzentgelte. Warum dar die Verteilung des Stroms mehr kosten als der Strom selbst? Die Übertragungsnetzbetreiber sind ja noch einigermaßen transparent. Aber hier fallen unnötige Kosten an, das das Netzmanagement im Süden Netzersatzkraftwerke laufen lassen muss, weil im Norden zuviel Windkraft im Netz ist, der abgeregelt werden muss. Warum nicht ein Teilung des Netzes wie es die Dänen/Norwegen/Schweden/Finnland und die baltischen Statten es machen.

    Bei einer Teilung in Nord/Süd/Mitte wäre der Strom im Norden bei viel Wind günstiger als im Süden.

    Mit dem günstigeren Strom könnte vermehrt eAuto geladen und WP betrieben werden.

    Umgekehrt bei viel Sonne im Süden. Aber die Übertragsungsnetzentgelte werden geringer.

    Nebeneffekt, der Strom wird mehr lokal verbraucht.

    Dann sind da noch die Verteilnetzbetreiber, vor Allem die Großen wie z.B. Bayernwerk.

    Hier werden Kosten verschleiert und die Berechnungsgrundlage dem BNA vorenthalten (Geschäftsgeheimnisse) und das BNA knickt regelmäßig ein um Klagen zu vermeiden. Das ist wie auf dem Basar.

    Die großen DC Stromtrassen wie Südlink/Nordling etc. sollten, sofern diese wirklich gebraucht werden, echt privatisiert werden, d.h. die Leitungen müssten ihren Verdienst aus den Preisdifferenzen zwischen Norden/Mitte/Süden beziehen. Läßt sich das nicht wirtschaftlich darstellen, werden die Leitungen auch nicht gebraucht.

    Die großen Speicherhersteller haben ja schon Kosten von €50/kWh angekündigt. Bei 5000 Zyklen und 20 Jahre Lebensdauer sind diese schon günstiger als Pumpspeicherkraftwerke. Dann doch lieber große Speicher im Norden und Süden. Dann kann man auf die großen Trassen verzichten.

    Tesla P85+ seit 8/13 >452.000km gefahren. Seit 2/19 Smart ed cabrio aus 10/13. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Gesamt PV-Leistung 28,049kWp. Jetzt habe ich ein Jahr Zeit, wie ich weitere 1,95kWp (=6x325W) aufs Dach bekomme.

  • Bis herausfallende Altanlagen eine merkliche Senkung bringen wird es noch einige Jahre dauern. Die paar kleine Anlagen aus 2000 bringen ja kaum Leistung.

    Stimmt so nicht ganz.

    Es sind wenig Anlagen, ja..

    Aber nicht nur die, die 2000 gebaut wurden fallen raus, sondern alle Anlagen davor auch.

    Ich sag' mal salopp alles was von 1990 bis Ende 2000 ans Netz ging.

    Für alle Altanlagen vor dem EEG gilt Vergütungstechnisch auch das Inkrafttreten des EEG am 01.04.2000 als Grundlage.

    Eine Anlage bei einem Freund aus 1992 läuft z.B. noch heute.


    Mal kurz überschlagen:

    Es sind ca. 110 MWp, die am 01.01.21 rausfallen.

    Vorausgesetzt, daß die meisten der alten Anlagen noch laufen, sollten es dennoch nur 60GWh/a sein, die mit 50,61ct/kWh vergütet werden.

    Wenn wir von 2ct/kWh Börsenpreis ausgehen, sind es ca. 29 Mio.€, um welche das EEG-Konto ab kommenden Jahr entlastet wird.


    Unser Hauptproblem mit der EEG-Umlage sind die Befreiungen energieintensiver Betriebe.

    Würde man festlegen, daß statt Befreiungen auch von der Großindustrie & Co. mind. 1ct/kWh EEG-Umlage gezahlt werden müßte, würde die höhe der EEG-Umlage ganz anders aussehen.


    Man muß Bedenken, daß die energieintensive Industrie in Deutschland auf Europa gesehen so ziemlich die günstigsten Strompreise zahlt.

    Inselnetz mit 3x Victron MultiPlus5000, 49kWh-Akku, Insel-BHKW 16kVA, PV 9,3kWp
    1,1kWp über MPP-Laderegler SIC40
    540Wp über MPT600-24
    2,7kWp über SB3000, 2,9kWp über SB3300, 2,0kWp über SB1700 jeweils AC-gekoppelt an einem Victron

  • Klar, die Pilotprojekte vor 2000 habe ich unter den Tisch fallen lassen.

    Aber wie du sagst, da ist halt nicht viel passiert. Energy Charts hat fuer 2002 eine installierte Leistung von 300 MW. 2004 sind es dann erstmals ueber 1 GW und bevor das raus faell wird man wohl kaum was spueren. Deshalb schrieb ich ja auch "merklich".


    Unser Hauptproblem mit der EEG-Umlage sind die Befreiungen energieintensiver Betriebe.

    Sicher ist das ein Problem, aber nicht das groesste. Die Sektorkopplung wird halt auch ueberhaupt nicht beruecksichtigt bei der ganzen Finanzierung. Ich glaube, Monsmusik hat das vor ein paar Wochen vorgebracht: man koennte auch einfach die EEG-Umlage auf jeglichen Energietraeger erheben, also insbesondere auch auf Mineraloelprodukte die zum Fahren und auf Gas das zum Heizen genutzt wird. Das wuerde die Umlage aufgrund der schieren Energiemenge zusammenbrechen lassen. Und in der Folge koennte man auch problemlos die Industrieprivilegien streichen.


    Edit: hier war der Beitrag und hier meine Ueberschlagsrechnung.


    Da fehlt nur jemand, der mit solchen radikalen (:rolleyes:) Ideen mal in den Wahlkampf geht.