EEG Umlage sollte auf 9,6ct steigen?

  • Der Text zeigt eher, daß sie wenig Ahnung haben, worüber sie da schreiben, aber die Zahl an sich stimmt (jedenfalls nach Meinung der ÜNB) schon: Netztransparenz > EEG > EEG-Umlagen-Übersicht > EEG-Umlage 2021

    Ich hatte schon vor einem Jahr geschrieben, daß die Umlage für dieses Jahr (künstlich) zu niedrig angesetzt war

    EEG-Umlage steigt 2020 auf 6,756ct/kWh Corona kommt da natürlich noch oben drauf.

    Ganz genau habe ich in die neuen Zahlen noch nicht reingeschaut, sieht aber so aus, als hätten sie die Leichen aus dem Keller geholt und reingepackt (machen derzeit wohl viele Firmen in ihren Bilanzen - war halt Corona).


    Nur mal schnell überschlagen - für jede "EEG-kWh" zahlt der Staat nächstes Jahr fast 5ct. Gefundenes Fressen für AFD&Co, weil jetzt können sie zu Recht sagen, daß die Vergütung für neue Anlagen (jedenfalls Wind und PV) fast komplett vom Staat kommt.

  • Um wieviel Euro fällt die Belastung/Umlage durch ausgeförderte Anlagen in dann 2021?

    Ich ahne schon schlimmes

    ich auch, aber eher in Richtung Strompreis/Endkundenpreis je kWh. Sind erstmal die rund 10ct. ach du Schreck in aller Munde, wird einfach der Strompreis steigen. Dass durch Co2 Abgabe usw. das dann nicht stimmt ist egal. Hier werden sich einige daran Bedienen und die Schuldigen sind dann eh wir. Mein Tipp, wir werden ~35ct. zumindest beim Grundversorger in 2021 sehen. Und klar, dieses Schwein will geschlachtet werden. Nur wie verhindern?

    Gruß PV-Express


    46 x Sunowe 195Wp Mono, SMA STP8000TL10, Ausrichtung - 40°Az, Dachneigung 35°, IBN 5/2012

  • Verstehe ich nicht. Was der Bund zuschießt erscheint doch nicht auf der Kundenrechnung.


    Bis herausfallende Altanlagen eine merkliche Senkung bringen wird es noch einige Jahre dauern. Die paar kleine Anlagen aus 2000 bringen ja kaum Leistung.

  • Um wieviel Euro fällt die Belastung/Umlage durch ausgeförderte Anlagen in dann 2021?

    Gar nicht, wenn überhaupt steigt sie (gaaaaanz leicht), weil die ja proportional mit den andren PV einspeisen und daher den Börsenpreis und damit die Verkaufserlöse in diesen Stunden senken.

    In der Rechnung kann das aber noch gar nciht enthalten sein, weil sie das 1. nicht dürfen und 2. niemand weiß, was denn jetzt für die Anlagen tatsächlich geregelt wird.


    Notfalls muß die BNA regulatorisch eingreifen, was die Grundversorgung angeht. Die Börsenstrompreise sollen aber nach Prognose der ÜNB steigen, es gibt also durchaus Potential für Preiserhöhungen, aber eher 1ct/kWh als 3 oder 5. Ein paar Zehtelcent weniger bei den Umlagen (und bei uns auch bei den Netzentgelten), werden das nicht ganz auffangen können.

  • Verstehe ich nicht. Was der Bund zuschießt erscheint doch nicht auf der Kundenrechnung.

    Tja, du, ich und viele hier wissen das. Ich kenne kaum jemandem aus meinem Umfeld (Kollegen, Freunde, Bekannte, Verwandschaft) wo ihre Stromzusammensetzung wirklich kennen. Manche wissen nocht nicht mal, was sie überhaupt für die kWh bezahlen. Die EVUs werden einfach aufschlagen und die schuldigen wurden ja im Vorfeld schon benannt und das Geschrei ist dann groß. Dem Bürger da draußen ist das auch Wurst, der sieht nur was er am Schluß bezahlt.

    Kurzum, ich befürchte eine unbegründeten und deutlichen Preisaufschlag.

    Gruß PV-Express


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